Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Schlögl-Ei 10 Bunte Eier
Erhältlich bei: in vielen Geschäften, gesehen in der Osterzeit
Gekochte und gefärbte Eier gibt es schon länger nicht mehr nur zu Ostern. Sie liegen das ganze Jahr über in den Kühlregalen und werden gerne für Jausenboxen und Salate gekauft. Doch wer einen genauen Blick auf die Verpackung wirft, könnte stutzig werden. So meldete uns eine Konsumentin ihre Beobachtung zu den 10 Bunten Eiern von Schlögl-Ei: „Auf der Verpackung steht Österreich und auf den gefärbten Eiern ist Länder Kennzeichnung PL also Polen zu finden." Woher stammen die Eier nun?
Das steht drauf: Schlögl-Ei 10 Bunte Eier
Erhältlich bei: in vielen Geschäften, gesehen in der Osterzeit
Auf der Verpackung findet sich das ovale Identitätszeichen mit dem Code „AT 10129 EU". Auf den Eiern selbst ist hingegen ein Code mit dem Kürzel „PL" für Polen aufgedruckt. Auf den ersten Blick wirken die beiden Angaben möglicherweise widersprüchlich. Tatsächlich beziehen sie sich aber auf zwei unterschiedliche Produktionsstufen.
Auf vielen Verpackungen von tierischen Lebensmitteln findet sich das ovale Identitätskennzeichen. Es besteht aus einem Länderkürzel und einer Betriebsnummer und gibt an, in welchem Betrieb die Eier verarbeitet und verpackt wurden. Das „AT" bezieht sich somit auf den Ort der Verpackung und nicht auf die Herkunft der Eier. Das Kennzeichen dient in erster Linie der Rückverfolgbarkeit für die amtliche Lebensmittelkontrolle, und sagt nichts über die Herkunft des Produkts oder der Inhaltsstoffe aus.
Direkt auf jedem Ei ist ein weiterer Code aufgedruckt, der sogenannte Erzeugercode. Er gibt Auskunft über die Haltungsform und das Land des Legebetriebs und ist wie folgt aufgebaut:
Im konkreten Fall bedeutet das „PL" auf den Eiern: Die Hennen haben in Polen gelegt. Anschließend wurden die Eier nach Österreich geliefert, dort gekocht, gefärbt und verpackt. Es ist grundsätzlich zulässig, dass unterschiedliche Länder bei den vorhandenen Codes auf Verpackung und den Eiern selbst genannt werden, sie kennzeichnen unterschiedliche Stationen in der Produktionskette.
Eine wichtige Information: Bei frischen Eiern müssen Herkunft und Haltungsform klar angegeben werden. Bei gekochten und gefärbten Eiern hingegen entfällt diese Pflicht, weil es sich um ein verarbeitetes Produkt handelt. Auch der Aufdruck des Erzeugercodes auf der Eierschale ist für gekochte Eier nicht vorgeschrieben. Viele Anbieter informieren dennoch freiwillig auf der Verpackung über Herkunft und Haltungsform. Wer also Wert auf österreichische Eier legt, sollte einen genauen Blick auf die vorhandenen Informationen werfen.
Im Sinne der Transparenz ist es zu begrüßen, dass auf den bunten Eiern der Firma Schlögl-Ei der Herkunftshinweis Polen (“PL”) ersichtlich war. Wünschenswert wäre allerdings, dass Anbieter direkt auf der Verpackung gut sichtbar darüber informieren, woher die Eier stammen und wo sie gekocht, gefärbt und verpackt werden. Der Fall verdeutlicht, welche Warenflüsse hinter einem in Österreich verkauften Lebensmittel stecken können, gerade in Zeiten, in denen besonders viele Eier konsumiert werden.
„In dem angesprochenen Fall handelt es sich um zwei unterschiedliche, gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungen, die verschiedene Produktionsstufen abbilden und keinen direkten Bezug zueinander haben.
In diesem konkreten Fall wurden die Eier in Polen gelegt, anschließend an uns geliefert, gekocht, gefärbt und verpackt. Dies entspricht den geltenden lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungsvorschriften und wurde auch gegenüber dem Handel korrekt als EU‑Ware kommuniziert.
Eine irreführende Kennzeichnung liegt nicht vor, da beide Angaben unterschiedliche Produktionsschritte transparent und nachvollziehbar darstellen.“
SCHLÖGL-EI GmbH
15.04.2026
Bei gekochten Eiern müssen Hersteller weder Herkunft noch Haltungsform angeben, weil sie als verarbeitetes Produkt gelten, auch wenn es anders wünschenswert wäre. Wer also sicherstellen möchte, gekochte Eier aus Österreich zu kaufen, ist auf die freiwillige Kennzeichnung angewiesen.
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Immerhin klar gekennzeichnet: Jetzt 20 statt 25 Sticks.
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