Erst schließt Herr Vordernberger eine Jahresreiseversicherung bei der Hansemerkur ab – eine für sich, eine für seine Frau. Dann trifft ihn ein Schlaganfall. Statt Übersee also Spital, Reha, Pflege, Medikamente.
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Hansemerkur: Reiseversicherung automatisch verlängert
Der Kunde ist im Spital, die Versicherung verlängert seine Verträge. - Wir konnten helfen.
1.200-Euro-Abbuchung für die Versicherung
Als die Töchter die ungewöhnlich hohe 1.200-Euro-Abbuchung für die Versicherungen am Konto bemerken, gehen sie der Sache nach. Angeblich hat die Hansemerkur Herrn Vordernberger – während er im Spital ist – in einer Mail über die automatische Verlängerung der zwei Versicherungen informiert.
Bitte um Storno und Rückzahlung
Eine der Töchter ist Juristin und schreibt: „Es wundert mich, dass eine einzige E-Mail nur an meinen Vater für beide Versicherungen gültig sein soll, obwohl meine Mutter keinen Zugang zum E-Mail-Account meines Vaters hatte.“ Finden können sie diese Verständigungsmail nicht. Die Töchter schildern der Versicherung die Situation und bitten um Storno und Rückzahlung.
"Können nicht zustimmen"
Vergeblich. Die Hansemerkur schreibt: „Wir können keiner rückwirkenden Kündigung zustimmen, da wir laut unserem System eine erfolgreiche fristgemäße Übermittlung der Hauptfälligkeitsmeldung an die hinterlegte E-Mail-Adresse vorgenommen haben.“
Wo ist der Beleg?
Wir intervenieren für die Betroffenen und fordern von der Hansemerkur zweierlei:
- erstens einen Beleg, dass der Kunde diese Information über die Verlängerung erhalten und
- zweitens, dass er eine ausdrückliche Zustimmung zur elektronischen Kommunikation gegeben hat.
Daraufhin erklärt sich die Versicherung bereit, die eingezogenen Beträge zurückzuzahlen.
Betreut hat den Fall ...
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… Dr. Manfred Aumann, Jurist in unserer Beratung.
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