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Versicherungen - Verkaufen um jeden Preis

"Die Zitrone": Einem 70-jährigen Pensionisten wurde eine Lebensversicherung aufgedrängt.

Ergrimmt schilderte uns eine Leserin folgenden Fall: Zwei Berater der Wiener Städtischen besuchten einen Siebzigjährigen daheim und bearbeiteten ihn so lange, bis er eine Lebensversicherung abschloss, deren Prämie 10 Prozent seiner Pension ausmacht und die er bis 85 zahlen muss.

Beim Betroffenen, Herrn K., handelt es sich um ihren psychisch labilen Vater. Die Konsumentin war erschüttert, wie Versicherungskeiler mit betagten Menschen umgehen. Unterzeichnet hatte Herr K. einen Er- und Ablebensversicherungsvertrag. Ab seinem 85. Lebensjahr hätte der alte Herr eine monatliche Rente von 100 Euro erhalten. Aufgrund der energischen Protestmail seiner Tochter wurde der Vertrag umgehend storniert, die Wiener Städtische entschuldigte sich. Trotzdem hat sie eine fette Zitrone verdient.

Teurer mit zunehmendem Alter

Denn es mag ja sein, dass die Versicherungsvertreter nicht wussten, dass Herr K. die Folgen seines Tuns nicht abschätzen konnte. Bedenklich ist aber, dass Senioren überhaupt eine Lebensversicherung aufgeschwatzt wird. Sie brauchen nämlich bestimmt keine, weil Lebensversicherungen mit zunehmendem Alter immer teurer werden.

Es ist auch fraglich, ob der Versicherte in diesem Fall die Auszahlung der monatlichen Rente überhaupt erlebt hätte. Und um seinen Angehörigen Geld zu hinterlassen gibt es günstigere Möglichkeiten als eine Lebensversicherung.

Diese Begebenheit dürfte kein Einzelfall sein. Lebensversicherungen bringen nämlich die höchsten Provisionen. Entsprechend eifrig werden sie verkauft – und zwar von allen Versicherungsinstituten. Aber nicht jede überrumpelte alte Dame, nicht jeder verwirrte Senior hat aufmerksame Kinder, die eine solche unnötige Lebensversicherung nicht hinnehmen wollen.

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