Zum Inhalt

Geld für jeden Bürger: Bedingungsloses Grundeinkommen - "Sprung ins kalte Wasser"

Alternativlos oder Utopie? Interview mit Univ.Prof. Barbara Prainsack. Sie ist Expertin für Gesundheitspolitik und Verfechterin eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE).

Barbara Prainsack - Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse (Foto: Gregor Hofbauer)

KONSUMENT: Hat die Corona-Krise das Bewusstsein für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) geschärft?
Univ.Prof. Barbara Prainsack: Das klassische Argument, dass die Tüchtigen eine ­Arbeit haben und mit denen, die keine ­Arbeit haben, sei etwas falsch, hält jetzt nicht mehr. Man sieht, dass es jeden treffen kann, und das führt bei vielen zum Wunsch nach einer berechenbaren und bedingungslosen Grundsicherung. Die Uni Wien hat im April und im Oktober 2020 eine repräsentative Umfrage zum bedingungslosen Grundeinkommen gemacht. Die Zustimmung ist in dieser Zeit um sieben Prozentpunkte gestiegen. Davor waren es rund 40 Prozent, die dafür waren, und 40 Prozent, die dagegen waren. Und ja, das Thema ist auch vermehrt von den Medien aufgegriffen worden.

Sind wir überhaupt reif für ein BGE? Macht zu viel Freiheit nicht orientierungslos, gar hilflos? (Lohn-)Arbeit gibt vielen doch den nötigen Halt?
Wahrscheinlich ist keine Gesellschaft wirklich reif dafür, es wäre ein Sprung ins kalte Wasser. Das BGE wäre ein Ermächtigungsinstrument, etwa für Menschen, die in ihre Ausbildung investieren möchten, oder für wichtige Erholungspausen. Wer hat heute noch Ruhe, sich wirklich zu erholen, um wieder gut arbeitsfähig zu sein? Das BGE würde jedenfalls nicht alle Probleme des Arbeitsmarktes lösen. Zudem wäre jetzt, während der Krise, ein schlechter Zeitpunkt, es einzuführen, weil es ja jetzt nur wenige Jobs gibt, weil die Ausgaben nicht über die Wirtschaftsleistung gedeckt werden können. Wir können aber jetzt darüber nachdenken und in ein paar Jahren konkreter werden – wenn wir aus der Krise wieder auftauchen.

Gibt es Staaten, in denen das BGE bereits erfolgreich umgesetzt wurde?
Ein universelles BGE, also eines für alle Bewohner eines Landes, hat es bisher nicht gegeben. Manche sehen die Ausschüttungen aus dem Alaska Permanent Fund als Grundeinkommen an. [Anm: Alle Bewohner Alaskas bekommen jährlich eine Dividende aus den Gewinnen des Erdöl-Geschäfts ausgezahlt.] Betrag pro Person und Jahr: derzeit 992 Dollar. Das ist also nicht existenz­sichernd. Es gab auch immer wieder Experimente zum BGE für bestimmte Gruppen; etwa in Finnland, wo 2.000 arbeitslose Finnen zwei Jahre lang ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 560 Euro pro Monat erhielten. In Australien, das aufgrund der schon 2019 wütenden Buschfeuer noch länger in der Krise ist, wird seit einiger Zeit über ein Grundeinkommen diskutiert.

Trotz Arbeit nicht genug Geld zum Leben

Immer mehr Menschen haben trotz Arbeit nicht genug Geld zum Leben, sind prekär beschäftigt oder arbeitslos, während Lebenshaltungskosten und Wohnungspreise steigen. Woran liegt das? Und könnte ein BGE gegensteuern?
Auf jeden Fall – ein existenz­sicherndes BGE würde die Armut schlag­artig abschaffen. Betonen möchte ich, dass es für die meisten Menschen keine Alternative zu Erwerbsarbeit wäre, sondern dass dadurch die Teilhabe am sozialen Leben gefördert würde. Ein BGE wirkt sozial, kulturell und politisch. Es kann Menschen wieder unter die Leute bringen und die Chance erhöhen, dass sie am Arbeitsmarkt Erwerbsarbeit finden. Diese Menschen verstecken sich nicht mehr, weil sie sich durch Arbeitslosigkeit gedemütigt fühlen. Ein weiteres Ziel des BGE ist eine Verteilung von Vermögen und Einkommen.

Befürworter eines BGE argumentieren, dass durch Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit in Zukunft nicht mehr genug Jobs für alle da sein werden. Wie sehen Sie das?
Meine ­Forschungsgruppe an der Uni Wien hat die Debatte zur Zukunft der Arbeit ­systematisch untersucht. Die typische Argumen­tations­linie lautet so: Roboter nehmen uns die ­Arbeitsplätze weg, deshalb müssen wir entweder die Maschinen besteuern oder den Menschen dabei helfen, am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Geschichte hat zwei Fehler. 1.) Es sind natürlich nicht nur die Roboter, die das Problem verursacht haben. Unsere Regelwerke haben es ermöglicht, dass viele Menschen aufgrund steigender Wohnungs- und Lebenshaltungskosten und stagnierender Löhne selbst von Vollzeitarbeit nicht mehr leben können. 2.) Ein Problem, das von uns allen geschaffen wurde, muss von einzelnen Menschen gelöst werden, die dafür verantwortlich gemacht werden, am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre darauf zumindest zum Teil eine Antwort. Es würde nicht alle Probleme des Arbeitsmarktes ­lösen, aber bestimmte Dinge abfedern.

Wie viel ist unbezahlte Arbeit wert?

In unserer Gesellschaft ist nur Arbeit außer Haus etwas wert, unbezahlte Arbeit wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen dagegen nicht. Woran liegt das?
Der Arbeits­begriff hat sich in den vergangenen Jahrhunderten gewandelt: Früher gab es vor ­allem Landwirtschaft oder Handwerks­betriebe im Haus, man lebte und arbeitete in einem Haus. Durch die industrielle Revolution kam es zur Urbanisierung und zur Trennung von Wohn- und Arbeitsraum. Die Erwerbsarbeit, für die man bezahlt wird, fand nun ­außer Haus statt. Es handelt sich dabei um ein männliches Modell: Davor war Hausfrau noch ein aktiver Beruf, die Frau hat die Hauswirtschaft geleitet. Heute ist daraus eine passive Funktion geworden, die Tätigkeiten der Hausfrau werden nicht als „­Arbeit“ gesehen – das ist eine massive Abwertung der reproduktiven Arbeit.

Kritiker sprechen beim BGE von einem unausgegorenen, naiven Konzept mit Auswirkungen, die niemand in voller Tragweite abschätzen kann. Es gibt zudem das Argument, dass ein BGE die Menschen faul machen oder ihre Faulheit verstärken würde. Ihre Meinung dazu?
Ich bin grundsätzlich vorsichtig mit Diagnosen, zu denen ich keine soliden Daten habe, aber hier bin ich zuversichtlich, dass das nicht eintreten wird. ­Natürlich gibt es einen bestimmten Anteil von Menschen, die weder an Erwerbsarbeit noch an anderen Formen von Arbeit teil­haben, aber der ist sehr gering. Experimente in unterschiedlichen Erdteilen haben gezeigt, dass bedingungslose Geldzahlungen die Teilnahme an der Erwerbsarbeit nicht wesentlich reduzieren. Wenn der Anteil hinuntergeht, dann oft aus guten Gründen – ­etwa, weil Menschen länger in der Ausbildung bleiben. Zum Teil hat diese Einschätzung mit einem christlichen Erbe zu tun, das besagt, dass Arbeit eine Strafe und müh­selig ist. Dann ist es natürlich eine Prov­o­kation, wenn jemand scheinbar fürs Nichts­tun Geld bekommt. Für Menschen, die das ­Privileg einer sinnerfüllenden Arbeit haben, ist die Vorstellung, dass andere Geld ­bekommen, ohne sich abzuquälen, nicht so schrecklich.

Wunsch nach einer sinnerfüllenden Arbeit

Der Wunsch nach einer sinnerfüllenden Arbeit wird bei vielen Menschen stärker.
Absolut. Manche Experten sagen: Wir hatten lange Zeit eine Informationsrevolution, jetzt kommt die Sinnrevolution. Wir sehen es nicht nur bei den White-Collar-­Berufen [Anm.: Bürojobs], dass Menschen nicht nur Geld, sondern auch Sinn im Beruf haben wollen, sondern auch in den Blue-­Collar-Jobs [Anm.: Arbeiterjobs]. Dieser Wunsch nach einer sinnstiftenden Arbeit gibt dem BGE Aufwind, weil immer mehr Menschen die Freiheit haben wollen, das zu tun, was sie als sinnvoll erachten; ohne Druck.

Und wer erledigt künftig die unbequemen Jobs, die zum Funktionieren einer Gesellschaft aber unerlässlich sind?
Ja, mit einem BGE würde wohl ­niemand mehr Arbeit machen wollen, die sowohl schmutzig und demütigend als auch schlecht bezahlt ist. Folglich würde solche Arbeit besser bezahlt, und auch die Arbeitsbedingungen wären besser.

Ist Österreich bereit für ein BGE?
Ja. Was aber nicht heißen soll, dass es keine Probleme gäbe. Eine große Reform kann niemals ohne Schwierigkeiten umgesetzt werden. So ist es gerade in Österreich etwa um die Geschlechtergerechtigkeit nicht gut bestellt, und durch die Corona-Krise sind Frauen noch stärker belastet. Kritiker ­meinen nun, ein BGE würde das noch verschlimmern, weil es den Frauen die Rechtfertigung zur Erwerbsarbeit nimmt. Aber in Summe würde ein BGE für Frauen mehr Vorteile als Nachteile bringen, weil besonders Frauen in Österreich von Armut betroffen sind. Die Geschlechterungerechtigkeit muss man jedoch auch mit anderen politischen Instrumenten angehen.

Wie hoch könnte ein BGE in Österreich sein?

Wie hoch könnte ein BGE in Österreich sein?
Die Armutsgefährdungsschwelle ist ein guter Richtwert, die liegt in Österreich ganz grob bei 1.200 Euro pro Erwachsenen. Was man nicht vergessen darf: Wie hoch das in Geld ausbezahlte BGE sein muss, um existenzsichernd zu sein, hängt auch davon ab, welche Grund­bedürfnisse schon über die öffentliche ­Daseinsvorsorge wie etwa Transport, Bildung etc. befriedigt sind.

Wie lässt sich das finanzieren?
Dazu muss man sich folgende Fragen anschauen: Was soll ein BGE bewirken? Soll es die ­Menschen, die aus dem Arbeitsmarkt fallen, auffangen? Soll es ein emanzipatorisches Transformationsinstrument sein? Meine Antwort ist Letzteres. Dann müssen wir uns überlegen, wie wir das umsetzen und mit welchen anderen Reformen es begleitet wird. Erst dann kennen wir den zusätzlichen Finanzierungsbedarf. Die meisten in Österreich gut durchdachten Modelle zeigen ­Kosten von 100 Milliarden Euro pro Jahr.

Eine Menge Geld ...
Es gibt zwei Haupt­zugänge für den zusätzlichen Finanzierungsbedarf. 1.) Götz Werner, Gründer der Dro­geriemarktkette dm und Verfechter eines BGE, sowie der Verein Generation Grund­einkommen schlagen vor: alle Abgaben auf Arbeit wie die Einkommensteuer abschaffen; ­Konsumsteuer als Hauptlast, Erhöhung der Mehrwertsteuer auf bis zu 100 Prozent, dazu Erhöhung der Vermögenssteuer, unter Umständen die Einführung anderer Steuern wie einer Erbschaftssteuer. 2.) Der Mitbegründer der Linzer Friedensakademie Paul Ettl schlägt für Österreich vor: keine Erhöhung der Mehrwertsteuer, dafür bleibt die Einkommen­steuer und der Spitzensteuersatz beginnt früher zu wirken. Dazu kommt eine stärkere Besteue­rung von Vermögen.

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens

Zur Person Barbara Prainsack

Barbara Prainsack ist Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Universität Wien. Ihr Vom Wert des Menschen - Bedingungsloses Grundeinkommen (Bild: Screenshot Brandstätter Verlag)Forschungsschwerpunkt liegt bei der Medizin- und Gesundheitspolitik. Seit 2009 ist sie Mitglied der Österreichischen Bioethikkommission und seit 2017 Mitglied der European Group on Ethics and New Technologies (Beratungsgremium der EU-Kommission).

In ihrem Buch "Vom Wert des Menschen: Warum wir ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen" plädiert sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

 

Leserreaktionen

Dieser Beitrag hat heftige Reaktionen ausgelöst. Wir möchten Ihnen die Diskussion nicht vorenthalten, einige Reaktionen sind auf Wunsch anonymisiert, namentlich gekennzeichnet sind sie dann, wenn wir dafür die ausdrückliche Zustimmung vorliegen haben. Wir haben in den Texten keine Änderungen vorgenommen.

Themenverfehlung

Selten bzw. schon lange nicht mehr habe ich mich als längstjähriger Abonnent über einen Artikel so geärgert. Zunächst halte ich dieses Thema für den "Konsument" prinzipiell als eine Themenverfehlung und geeignet, den kostbaren Platz anderen, wichtigeren Themen zugunsten romantischer, aber weitgehend unrealistischer Sozialphantasien wegzunehmen (hat da Ihr Hauptgeldgeber, die AK, am Schnürl gezogen und Ihnen diesen Artikel aufs Aug und ins Heft gedrückt - nach dem Motto: "wes Brot ich ess`, dess` Lied ich sing"??? Sie werden es mir nie sagen...). Pointiert also: bitte künftig wieder mehr Butter-Vergleichstests und weniger/gar keine solche ökonomischen Träumereien.

Dann: Die Autorin mag für Medizin- und Gesundheitspolitik qualifiziert sein, für Ökonomie bzw. Volkswirtschaft ist sie es kaum bis gar nicht, warum lassen Sie nicht echte Experten (Herr Schellhorn spricht dazu gerade im Ö1 Journal um 8) zu Wort kommen (oder dürfen die/Sie das nicht?). Und: wenn schon Frau Prof. Prainsack so ausführlich ihre (Minderheits)Meinung äußern darf - warum gibt es im Heft keine zweite, abweichend-kritische Expertenmeinung in gleicher Länge (oder folgt die im nächsten Heft: das würde mich freuen und überraschen!), damit die Leser sich selber ein Urteil bilden können?

Auch inhaltlich bewegt sich der Artikel (abgesehen vom zwar wolkigen, aber ökonomisch völlig unbrauchbaren Begriff "emanzipatorisches Transformationsinstrument") argumentativ auf sehr dünnem Eis: wir reden da eh´ nur von "lausigen" 100 MILLIARDEN € Transfervolumen, und ob die durch Erbschafts-, Vermögens- und MwSt-Erhöhungen auch nur ansatzweise zu lukrieren sind, erscheint mir eher unwahrscheinlich ... ganz sicher würden die Schattenwirtschaft massiv zunehmen, die echt großen Vermögen und Erben in Stiftungen oder auf die Cayman Islands flüchten, und die > auf 100% erhöhte MWSt könnten täglich WIR ALLE KONSUMENTEN ausbaden! Wie die Autorin selber zugeben muss, gibt es bisher weltweit(!) keine "best-practice"-Modelle für das BGE.

Und zur Schweiz ("hat als erstes Land über ein bedingungsloses Grundeinkommen abgestimmt – immerhin 23 Prozent der Bevölkerung waren  dafür") - solange in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet, heißt das korrekter "überwältigende 77 Prozent, d.h. mehr als 3/4, waren dagegen"! Auch wenn "alle Bewohner Alaskas jährlich eine Dividende aus den Gewinnen des Erdöl-Geschäfts ausgezahlt bekommen" ist das wohl kaum als "emanzipatorisches Transformationsinstrument" anzusehen, da es sich ja um frisches Geld aus den Öl-Einnahmen handelt ...

Insgesamt also: bitte verschonen Sie die Konsumenten-Leser/innen künftig mit solchen Artikeln, die (ja, heute bin ich echt bissig) viel eher in die AK-Mitteilungen oder die "Solidarität" des ÖGB gehören! Mit diesmal enttäuschten Lesergrüßen

Dr. Kurt Sch.
Klosterneuburg
(aus KONSUMENT 5/2021)

Ein wenig weltfremd

Sehr geehrte Frau Professor! Mit großen Interesse habe ich ihren Artikel im letzten ‚Konsument‘ gelesen und möchte folgendes dazu zum Ausdruck bringen:

  • Sie schreiben, dass dieses System einen Finanzierungsbedarf von 100 Milliarden € hat. Schön. Wie Sie unten aus einer Mitteilung des Finanzministerium ersehen können liegen die Staatseinnahmen bei ca. 76 Milliarden €. Da können sie herumrechnen wie Sie wollen. Das zu finanzieren geht sich nie und nimmer aus.
  • Auch dann nicht, wenn sie die Mehrwertsteuer auf bis zu 100 % erhöhen würden.
  • Ihrem Altern nach vermute ich, dass Ihre Eltern bereits das Pensionsalter erreicht haben. Haben sie schon einmal mit ihnen gesprochen, wenn sie dann in etwa das Doppelte beim wöchentlichen Einkauf zu bezahlen haben?
  • Oder, wie steht es mit jenen Menschen, welche sich jetzt schon (außer Coronazeiten) kein Kino, Theater, neue Schuhe für Kinder udgl. leisten können? Von einem Urlaub möchte ich gar nicht soprechen.
  • Die Hrn. Götz Werner und dergleichen bewundere ich sehr, für dass, was sie erschaffen haben. Aber, wäre es nicht klüger dass sie anstatt weitere Milliarden in ihrem Privatvermögen anhäufen ihre Mitarbeiter besser bezahlen würden? Denn, deren Vermögen haben zum Großteil einfache, arbeitende Menschen erwirtschaftet.
  • Sie könnte sich z.B. auch dafür engagieren dass Boten, welche ihre Waren zustellen besser, gerechter bezahlt werden!!!
  • Dies soll keine provokante Frage sein, aber wann waren sie das letzte Mal in einem Arbeitsamt oder bei einer Tafel und haben dort mit den Betroffenen gesprochen?

In diesem Sinne nochmals recht herzlichen Dank für ihren Artikel, welcher ich im Grunde sehr aufgeschlossen gegenüberstehe, jedoch mir ebenso ein wenig weltfremd erscheint.

Roman S.
Stainz bei Straden
(aus KONSUMENT 5/2021)

Was hat das mit dem Konsumentenschutz zu tun?

Mein Lebensgefährte ist Abonnent von "Konsument", das auch ich immer wieder gerne lese, zumal auch meine Eltern seinerzeit das Magazin abonniert hatten. Mir ist daher aufgefallen, dass zusehends Beiträge im Heft enthalten sind, die wenig mit Konsumentenschutz zu tun hat. Ihr Engagement für die Umwelt in allen Ehren, aber dafür gibt es andere Magazine. Im "Konsument" möchte ich für Verbraucher relevante Informationen lesen, mehr nicht.

Besonders geärgert hat sich mein Lebensgefährte - und ich auch! - aber über den Beitrag über das bedingungslose Grundeinkommen (3/2021). Diese sozialromantische Utopie ist ein Steckenpferd politisch eindeutig verortbarer Personen - im "Konsument"? Muss ich daher davon ausgehen, dass die Redaktion politische Ziele jenseits von Konsumentenschutz verfolgt und betreibt?

Was die Befürworter des Grundeinkommens gerne vergessen: Man kann die soziale Sicherung nicht von der Erwerbsarbeit entkoppeln. Seit Menschengedenken basiert die soziale Sicherung auf der Erwerbsarbeit. Natürlich können Teile der Bevölkerung leben, ohne zu arbeiten, aber nur so lange, wie das andere (für sie) tun und den erzeugten Wohlstand mit ihnen teilen. Schon jetzt bedeutet "teilen" für Österreich europaweit höchste Steuersätze, die eine immer geringere Gruppe für immer mehr erwirtschaften muss, die gerne auf ersterer Kosten leben wollen. Noch mehr Steuern? Noch höhere Sozialabgaben?

Was meinen Lebensgefährten besonders ärgerte, ist die Argumentation ausschließlich aus Sicht der Empfänger. Saubere journalistische Arbeit hätte auch einen Gegner des Grundeinkommens zu Wort kommen lassen. Sie hätten nur einen Ihrer zahlreichen Abonnenten befragen müssen, die mit Sicherheit großteils zu jener Bevölkerungsgruppe gehören, die das Grundeinkommen für andere bezahlen müssen.

Aber grundsätzlich: Was hat das mit dem Konsumentenschutz zu tun? Wenn Sie politische Überzeugungsarbeit leisten wollen, sollten Sie sich bei einer politischen Partei engagieren. Da gibt es genug, die sozialromantisch angelegt sind. Im VKI-Magazin hat das wirklich nichts verloren. Vor allem nicht mit eindeutig und ausschließlich linker Schlagseite. Vergessen Sie nicht: Außerhalb von Redaktionsstuben tickt die Welt bei weitem noch nicht ausschließlich links!

Janine G.
E-Mail
(aus KONSUMENT 5/2021)

Der Artikel schlägt dem Fass den Boden aus

Ich bin verunsichert, seit einer Weile haben einige Ihrer Kommentare (politisch gesehen) eine schwer linke Schlagseite. Widerlich in einem Nicht-Polit-Magazin. Denn wenn ich sowas lesen möchte, kaufe ich mir politisch eindeutig punzierte Publikationen.

Der Artikel "Sprung ins kalte Wasser", wo es um das bedingungslose Grundeinkommen geht - wie ich es süffisant formuliere, der "feuchte Traum" der linken Ränder - schlägt dem Fass jetzt aber den Boden aus. Ich frage mich, haben Sie als Redaktion, die sich dem Konsumentenschutz widmet, das wirklich nötig oder müssen Sie Ihrem neuen Herrn im Sozialministerium Tribut zollen?

Auch bin ich der Meinung, dass man dieser Dame - die nicht mal Ökonomin ist (!) - viel zu wenig Konter gegeben hat, z.B. wie diese Person Studien macht ("bei vielen der Wunsch"). Es ist so ziemlich alles falsch und basiert auf dem Prinzip "Hoffnung", was diese Person von sich gibt: von der Beseitigung der Armut über die Behauptung, dass viele mit Ihrem Einkommen kein Auskommen haben über die Sinnhaftigkeit diverser Tätigkeiten. Nichts davon hält ökonomischen Theorien und empirischer Absicherung Stand.

Das Problem in obigen Sätzen liegt vielmehr im Nicht-Effizient-Wirtschaften-Können (ökonomisches Wissen würde auch dieser beamteten Universitätsprofessorin nicht schaden!) der betroffenen Menschen und das ändert sich auch nicht, wenn noch mehr Geld umverteilt wird. Abgesehen davon: "eat-the-rich" hat noch nie funktioniert, nicht einmal im real exisitierenden Sozialismus, praktische Beispiele dazu gibt es aktuell in Nordkorea und Venezuela zu bestaunen. Und noch etwas möchte ich nicht unerwähnt lassen: Armuts"bekämpfung" ist seit Anbeginn der Menschheit "modern", hat bekanntermaßen noch nie funktioniert, oder fällt Ihnen ein Modell aus der Menschheitsgeschichte ein? Eben!

Bitte hinkünftig mehr darauf achten - dem Vernehmen nach sind Ihre Abonennten weniger im Ernst-Kirchweger-Haus zu finden.

S. B.
E-Mail
(aus KONSUMENT 5/2021)

Mehr in die (Aus-)bildung investieren

Mit Interesse habe ich Ihren Artikel über das BGE gelesen, der sehr viele interessante Ansätze bietet. Doch gibt es m.E. sehr viele Gegenargumente bzw. Alternativen.

Es steht außer Zweifel, dass sich eine Gesellschaft wie die unsere ein Mindesteinkommen leisten muss. Die Höhe desselben ist natürlich die große Diskussion. Jedenfalls handelt es sich um eine Transferleistung, sprich: Soziale Umverteilung. Und da sind wir in Österreich wirklich die großen Umverteiler. Bei den Erwerbstätigen (egal ob Dienstnehmer oder Dienstgeber) betragen die Sozialabgaben fast 50 % des Bruttoeinkommens. Dann kommt die Einkommens-(Lohn-)Steuer, die je nach Einkommen schnell mal bei 30–40 % beträgt. Dafür gibt es jede Menge Förderungen, um das weggesteuerte Einkommen wieder aufzubessern. Hier könnte nun eine endlose Diskussion einsetzen über Für und Wider.

Mein Vorschlag: Erheblich mehr in die (Aus-)bildung zu investieren, um die Einsatzbereitschaft der Menschen deutlich zu steigern. Es ist Fakt, dass anspruchsvollen (höherwertigen) Arbeitsplätzen ein Heer von Arbeitslosen gegenübersteht, wo viele Leute nicht die ausreichende Befähigung für diese Jobs haben. Die Wirtschaft muss dann hochwertige Arbeitskräfte „importieren“ und der Staat zahlt Unsummen an Arbeitslosen-Geldern. Es geht aber nicht nur um Ausbildung, sondern auch um Bildung. So wäre es meines Erachtens längst an der Zeit in den Grundschulen einen Ethik–Unterricht über mehrere Jahre einzuführen, der Begriffe wie soziales Zusammenleben, Anstand, Rücksicht, Respekt, Toleranz und Sparsamkeit lehrt. Begriffe, die einer starken Erosion unterliegen!

Des Weiteren wären Themen wie: Gesunde Ernährung (Übergewicht, Energy Drinks, Rauchen, Drogen, Alkohol), ökonomisches Wirtschaften (Haushaltsmanagement) und Umwelt–Themen für mich Pflichtfächer.

Viele wirtschaftliche Probleme in Haushalten oder bei Einzelpersonen resultieren aus dem Nicht-Wirtschaften-Können; weil sie es auch nie gelernt haben und nur der „Kaufrausch“ das einzig Seligmachende ist. Und so geht es vielen jungen Menschen auch bei Hausstands- und Familiengründung, die sehr oft in Privatkonkursen und/oder Trennungen enden, weil sie erst im Nachhinein drauf kommen, was alles das finanziell und organisatorisch bedeutet. Die hohe Scheidungsrate und alle Folgen daraus (AlleinerzieherInnen) sind Gift für eine Gesellschaft. Wenn richtiges Wirtschaften auch geschult wird (nicht nur universitär), dann ist es auch leichter klar zu machen, dass für ein Einkommen auch eine Leistung zu erbringen ist.

Da ist der Absatz in Ihrem Artikel: „Wunsch nach einer sinnstiftenden Arbeit…, weil immer mehr Menschen die Freiheit haben wollen, das zu tun, was sie als sinnvoll erachten, ohne Druck“ zwar ein frommer Wunsch. Doch muss man auch erklären, dass man dafür selber etwas tun muss, sich den Wunsch zu erfüllen oder zumindest anzunähern. Sonst könnte es passieren, dass sich sehr viele als „Berufsangler“ am Wörthersee wiederfinden und ein BGE einfordern.

Zum Thema „leistbares Wohnen“ gäbe es auch viel zu diskutieren, doch beschränken sich die Politiker aller Couleur auf schöne Sonntagsreden.

Wolfgang Sch.
E-Mail
(aus KONSUMENT 5/2021)

Überlegung das Abo zu kündigen

Ich habe mit Entsetzen das Interview mit Barbara Prainsack gelesen. Nachdem ich sehr lange Abonnent des VKI bin, gehe ich von einer Auftragsarbeit des Rudi Anschober aus. Solche Auftragsarbeiten oder ähnliche Berichte über uns bösen Männer und den armen Frauen legen für mich eine Kündigung des Abo´s nahe.

Hier ist versteckt, dass anscheinend auch der VKI jetzt für Vermögenssteuer und diverse Steuererhöhungen stimmt. Nachdem ich jahrelang nicht in Urlaub gefahren bin und dafür das Geld in ein Haus investiert habe, besitze ich ja jetzt Vermögen, das besteuert gehört oder gleich enteignen, da Zuwanderer ja dingende Wohnbedürfnisse haben und Häuser wollen.

Zur Person vermute ich nur, dass diese Frau netto ca. € 10000,- für keine Arbeit verdient. Denn was ist "Vergleichende Politikfeldanalyse und Mitglied bei der Bioethikkommission und Mitglied bei einer Beratungskommission der EU-Kommission". Arbeit ist, wenn ich abends erschöpft bin und nicht wenn ich politische Meinungen bringe und so wie Sozialisten immer, fremdes Geld verteile. Nachdem ich zuerst meine eigenen Taschen gefüllt habe.

Die kranke Idee ist also, dass alle ein Grundeinkommen bekommen. Perfekt, dann kommen also zusätzlich zu den Hunderttausenden, die unser Gesundheitssystem ausplündern noch Millionen dazu, die das BGE einfordern. Nicht nur das jetzt schon Patienten im Rollstuhl nach Österreich gefrachtet werden und Asyl schreien, dann werden massenhaft Kinder produziert, die auch unser Geld wollen. Gebt ihr nicht freiwillig, nehmen wir es mit Gewalt.

Wenn alle nehmen und fordern, wer wird dann einzahlen? Sind ja nur ca. € 100.000.000.000 pro jahr. Eine Akademikerin und Politiker, die den Schwachsinn verbrochen haben, sicher nicht. Das die Befürworter in Wien steigen ist klar. Denn alleine durch die hohe Mindestsicherung in Wien sind genügend aus den anderen Ländern nach Wien ausgewandert. Alles nur Arbeitswillige, denn laut Politikern brauchen wir die, denn sonst bricht unser Sozialsystem zusammen. Wohl eher umgekehrt. Mit dem Wunsch von ProntoPro.At werden aber die € 100 Milliarden sich gleich einmal verdoppeln, mindestens.

Befürworten sie das gleiche System wie in Deutschland? Hartz  1-4, in dem Millionäre und Sozialisten, die mindestens € 20.000,- monatlich bekommen, festlegen, was Arbeitslose zum Leben brauchen? Prainsack 1? Die nie gearbeitet haben bekommen viel, derjenige der z.B. nach 30 Jahren gekündigt wird, der bekommt wenig, denn er kennt die Lücken nicht, die die Sozialschmarotzer auswendig kennen.

Einkommensteuer für Unternehmer abschaffen, Mehrwertsteuer auf 100% erhöhen und selbstverständlich bleibt die Lohnsteuer und die Sozialabgaben für die Trotteln, die arbeiten gehen. Wünsche des DM-Gründer. Also auch dort so wenig wie möglich einkaufen! Verein Generation Grundeinkommen, auch ein staatlich geförderter Verein? Vermutlich kann man Spenden an diesen Verein auch noch steuerlich absetzen.

Die Zeitschrift "die ganze Woche" befasst sich mit ähnlichem Schwachsinn. Gehalt für Hausfrauen. Hausfrauen sollen € 1900,- Gehalt vom Staat bekommen. ProntoPro.At hat sogar errechnet, dass Hausfrauen mindestens € 3200 netto pro Monat bekommen müssten. Denn Hausfrauen arbeiten ja in vielen Berufe, die sie profimässig ausüben. Daher steht ihnen ja jeweils ein Meistergehalt pro Beruf zu.

Kochen und Putzen: € 1600,--, Kind einmal pro Woche zu Freunden fahren: € 140,--, eine Stunde Nachhilfe: € 30,--, Profi-Kinderanimateur: € 50,--, Tagsatz als Einkaufsberater, wenn "Mama?" mit Kind einkaufen geht: € 264,--. Hier wird das Sexualleben, das Ehepaar haben, noch gar nicht berechnet. Was kostet dann eine Schwangerschaft? Hier wird der Besuch bei einer Prostituierten zur Pflicht, denn Mann weis nie, ob er nicht gerade ungewollt ein Kind zeugt. Kommt außerdem es als Lediger auf jeden Fall billiger!

Alternativ bleibt für Männer nur mehr eines: Homosexuell werden und Hoffen, das die Menschheit bald ausstirbt. Damit würde zumindest der Planet wieder zu einem Paradies werden. Ohne dieser Gretha!

Die Kündigung überlege ich noch!

H.C. (männlich)
Name der Redaktion bekannt
(aus KONSUMENT 5/2021)

Thema passt nicht in ein Testmagazin

Als treuer Leser möchte ich Ihnen meine Meinung zum Artikel „Bedingungsloses Grundeinkommen“ mitteilen: Das Thema passt für mich grundsätzlich nicht in ein Testmagazin. Einseitige und undifferenzierte Darstellung einer höchst komplexen Materie (ich habe nach einem Hinweis wie „entgeltliche Einschaltung“ gesucht). Diese gesellschaftspolitischen Themen sollten Sie besser der Politik, den Kammern etc. überlassen, ich kann auf solche Artikel hier gerne verzichten!

Erich O.
Linz
(aus KONSUMENT 5/2021)

Pflegeberufe weder schmutzig noch demütigend

Ich habe mit großem Interesse und Aufmerksamkeit den Artikel von Barbara Prainsack zum bedingungslosen Grundeinkommen gelesen. Ihre Argumente sind sehr überzeugend und ich war sehr begeistert – bis ich auf einen Absatz gestoßen bin, der mich dazu veranlasst hat, zu schreiben, denn diese Aussage kann und darf man so nicht stehen lassen.

Es geht um die Antwort auf ihre Frage, wer zukünftig die „unbequemen“ Jobs erledigen wird. Frau Preinsack nennt Arbeit „wie etwa in Pflegeberufen“ in einen Atemzug mit Arbeit die niemand mehr machen wollte, da sie „schmutzig und demütigend als auch schlecht bezahlt ist“. Auch wenn ich ihr punkto Bezahlung – die angesichts der Qualifikation von Pflegepersonen und deren Tätigkeit und Verantwortungen wirklich verbesserungswürdig ist und der dringend notwendigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen recht gebe, so finde ich die Attribute „schmutzig und demütigend“ im Zusammenhang mit einem Beruf wie der Gesundheits- und Krankenpflege unpassend.

Dieser Beruf ist grundsätzlich ein verantwortungs- und anspruchsvoller aber auch erfüllender und die Arbeit als Pflegeperson ist weder schmutzig, noch demütigend. Demütigend ist hier nur, wie mit den Personen, die diesen Beruf bewusst gewählt haben, dafür eine höchst anspruchsvolle Ausbildung absolviert haben und ihn mit Freude und großem Engagement ausfüllen, in der Öffentlichkeit umgegangen wird.

Mit besten Grüßen
Univ. Prof. Mag. Dr. Hanna M.
Institut für Pflegewissenschaft
(aus KONSUMENT 5/2021)

Hoffentlich nur ein einmaliger Ausrutscher

Seit sehr vielen Jahren schätze ich als Abonnent Ihre Zeitschrift, weil sie tatsächlich ausschließlich reine und unabhängige Konsumenteninteressen verfolgt (und daher relativ teuer ist). Sollte sich das ändern und Sie sich politischen Themen und der Propagierung verteilungspolitischer Schnapsideen zuwenden, wie in der heutigen Nummer über das Bedingungslose Grundeinkommen, so haben Sie mich sofort als Abonnenten los! Ich hoffe das war ein einmaliger Ausrutscher!

Dkfm. Walter K.
Wien
(aus KONSUMENT 5/2021)

Stellungnahme der Redaktion

Wir freuen uns über alle Reaktionen zu einem Beitrag! Wenn daraus eine Diskussion unter Leserinnen und Lesern entsteht: umso besser!

Um Legendenbildungen vorzubeugen: Es gibt weder„ direkte“, noch „indirekte Aufträge an die Redaktion KONSUMENT“. Weder AK noch Sozialministerium können - anders als vermutet - unsere Berichterstattung beeinflussen.

Zur Sache selbst: In einer schon länger zurückliegenden Leserbefragung haben wir gefragt, welche Erwartungen im Ressort "Finanzdienstleistungen" an uns gestellt werden. Dabei haben wir ein großes Interesse an der Behandlung von Begriffen aus dem Wirtschaftsleben erkennen können. Wir haben diesen Leserwunsch aufgegriffen und in unregelmäßiger Abfolge Erläuterungen zu solchen Begriffen ins Heft genommen. Beispiele dafür sind etwa "Inflation", "Geldschöpfung", "Bruttoinlandsprodukt", "Staatsverschuldung", "Wirtschaftswachstum", "Zinseszins", um nur einige zu nennen.

Aber möglicherweise bezieht sich der geäußerte Unmut ja gar nicht auf den Umstand, dass wir das Thema aufgegriffen haben, sondern auf die Art der Umsetzung. Sollte das der Fall sein, wollen wir dazu auch gerne unsere Sicht der Dinge darlegen: Natürlich hätte man die Geschichte auch als "Streitgespräch" zwischen Befürwortern und Gegnern anlegen können, ausgerechnet ein "Streitgespräch" in schriftlicher Form ist allerdings ein sehr unglückliches, weil nicht medienadäquates, Format. Wir sind davon ausgegangen, durch unsere Fragen die Gegenposition abzudecken. Ob und in welchem Ausmaß es uns gelungen ist, das Thema interessant abzuhandeln – diese Beurteilung liegt letztlich bei unseren Leserinnen und Lesern.

Dass dieses Thema im öffentlichen Diskurs von zunehmender und breiter Relevanz ist, ist jedenfalls offensichtlich. Viele Denkanstöße gibt etwa die Dokumentation „Free Lunch Society“.

Wir bedanken uns jedenfalls für jeden Diskussionsbeitrag. Es sind letztlich unsere Leserinnen und Leser, die den größten Beitrag zur Unabhängigkeit von KONSUMENT leisten!

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Gesundheits- und Krankenpflege: Fehler vermeiden

Gesundheits- und Krankenpflege: Fehler vermeiden

Immer mehr Menschen brauchen Pflege. Vielfach wird diese durch pflegende Angehörige oder professionelle Pflegekräfte geleistet. Dabei gilt es, die Pflegemaßnahmen sorgfältig auszuwählen.

Altersvorsorge: Was Frauen beachten müssen

Altersvorsorge: Was Frauen beachten müssen

Damit im Alter nicht jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, sollten Frauen möglichst früh die Weichen für eine selbstbestimmte, unabhängige finanzielle Absicherung stellen.

Kalte Progression: Mehr Geld im Börsel

Kalte Progression: Mehr Geld im Börsel

Lohnerhöhungen wurden von der kalten Progression teilweise aufgefressen. Das ändert sich ab 2023, ein Abfederungsmechanismus zieht der schleichenden Steuererhöhung die Zähne.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

Zum Seitenanfang