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Hofer nimmt Baby-Trage vom Markt - Streitbare Konsumentin sieht schwere Mängel

Eine engagierte Konsumentin, die ihr Kind oft und gern in einer Tragehilfe trägt, schritt zur Tat und kritisierte ein Produkt von Hofer öffentlich. Sie blieb hartnäckig und schaffte mit ihrer konstruktiven, aufmüpfigen Art, dass Hofer die wenig sinnvolle Tragetasche aus dem Sortiment nahm.

Natascha Niederecker hat es geschafft. Die verheiratete Mutter einer einjährigen Tochter war so lange in einer konstruktiven Art aufmüpfig, bis der Diskonter Hofer ein offensichtlich wenig sinnvolles Produkt aus dem Sortiment nahm. Die Rede ist von der „BabyTrage 3 in 1“, die Hofer laut Prospekt ab 11.10. zum Verkauf anbieten wollte. In den Augen der 30-jährigen Wienerin „eine Gruseltrage“, die ihr sofort negativ aufgefallen war. 

Schwere Mängel: unergonomische Haltung

Eine engagierte Konsumentin, die ihr Kind oft und gern in einer Tragehilfe trägt, schritt zur Tat und kritisierte ein Produkt von Hofer öffentlich. (Foto: Privat)Die engagierte Konsumentin, die auch ihr Kind oft und gern in einer Tragehilfe trägt (siehe Foto), schritt zur Tat und postete auf der Facebook-Seite von Hofer eine Nachricht, in der sie unmissverständlich festhielt, dass diese Trage aus ihrer Sicht schwere Mängel aufweise – u.a. deshalb, weil Babys „hier eine völlig unergonomische Haltung einnehmen“ und „eine Anhock-Spreiz-Haltung nicht gegeben ist“. Know-how zum Thema hatte sich die studierte Kommunikationswissenschaftlerin während ihrer Schwangerschaft angeeignet, da sie als Mutter die bestmögliche Tragehilfe für ihr Kind verwenden wollte. Am Markt gebe es auch viele tolle Tragehilfen, meint sie. 

Hofer nimmt Produkt vom Markt

Umso grantiger wurde sie, als sie bei Hofer, der ja den Massenmarkt bedient, so ein fragwürdiges Produkt entdeckte. Besagtes Facebook-Posting blieb jedenfalls nicht ohne Wirkung. Ein sogenannter „Shitstorm“ brauste über Hofer hinweg, unzählige andere Konsumenten pflichteten Frau Niederecker bei. Der Druck war schließlich so groß, dass Hofer das Produkt vom Markt nahm – laut eigener Angabe, weil eine nochmalige Qualitätskontrolle ergeben habe, dass man das Produkt aus ergonomischer Sicht doch nicht zu 100 % empfehlen könne. 

Posting mit Wirkung

Frau Niederecker zeigte sich naturgemäß hochzufrieden und postete auf Facebook folgende Nachricht, die auch für diesen kurzen Beitrag als Schlusswort sehr passend erscheint: „Ich danke euch allen für eure Unterstützung, die vielen Likes, Shares und Kommentare, und freue mich von Herzen, dass es in unserem Land ja doch manchmal etwas bringen kann, wenn man den Mund aufmacht. Danke an die Entscheidungsträger für eure Einsicht – ihr habt das Richtige getan und werdet das auf lange Sicht definitiv nicht bereuen!“

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