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Bitterschokolade, Zahnpasten und VW-Abgasskandal - Kommentar von Chefredakteur Gerhard Früholz

Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben sich einen Schokolade-Test gewünscht. Wir haben nachgefragt: Welche Sorte? Nach welchen Kriterien? Ihre Wahl fiel – etwas überraschend – auf Bitterschokolade! - Ein Intern von Chefredakteur Gerhard Früholz.

 

KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz (Bild: U. Romstorfer/VKI)
E-Mail: Chefredakteur
Gerhard Früholz

Sie wünschen - wir testen

Kompliment an Sie, liebe Leserinnen und Leser, Sie hatten ein gutes Näschen für ein spannendes Thema: Die Covergeschichte dieser Ausgabe verdanken wir Ihnen! In einer unserer jüngsten Umfragen haben Sie sich einen Schokolade-Test gewünscht. Da hatten wir nachgefragt: Welche Sorte? Nach welchen Kriterien? Ihre Wahl fiel – etwas überraschend – auf Bitterschokolade! Auch das Testprogramm basiert auf Ihren Vorschlägen, und jetzt liegt ein hochinteressantes Testergebnis vor.

Test Bitterschokolade

Bitter, nicht nur im Geschmack. Testsieger ist eine Schokolade mit einem Fairtrade-Siegel, einige Bio-Produkte liegen mit Testurteil „gut“ im Vorderfeld. Gleich fünf Schokoladen (darunter eine der teuersten) erhielten die Bewertung „nicht zufriedenstellend“. Die Untersuchung auf Schadstoffe – ebenfalls von Ihnen ausdrücklich gewünscht – wurde ihnen zum Verhängnis: Sie enthalten Mineralölrückstände in unzumutbaren Mengen. Der Test ist ein schönes Beispiel dafür, dass unsere Arbeit unmittelbare Auswirkungen für alle Konsumentinnen und Konsumenten hat: Hofer und Lidl haben die von uns getesteten Sorten umgehend aus dem Verkauf genommen.

Test Zahnpasten

Zähneputzen mit Gold. Unsere Tests bringen auch so manches Kuriosum ans Tageslicht. Hätten Sie etwa gedacht, dass es eine Zahnpasta gibt, die Goldstaub enthält? Die Tube kostet 120 Euro, der Materialwert der eingesetzten Goldmenge liegt – je nach Tageskurs – bei etwa 77 Cent. Der Kariesschutz dieses edlen Produkts ist bescheiden. Manchmal fehlen einem einfach die Worte. In unserem Zahnpasten-Test können Sie dennoch ein paar Zeilen dazu lesen.

VW-Abgasskandal ...

... und kein Ende. Wer die Medienberichterstattung aufmerksam verfolgt hat, weiß: VW ziert sich, die betroffenen Kunden in Europa ähnlich zu entschädigen wie in den USA. Trickreich versucht der Konzern, die Anerkennung genereller Schadenersatzansprüche zu verzögern. Effektives Lobbying auf allen Ebenen und die derzeit unzureichende Gesetzeslage bei sogenannten „Massenschäden“ spielen dem VW-Konzern in die Hände.

Unsere neue Website:VKI - Verein für Konsumenteninformation

Doch wir lassen uns weder einschüchtern noch entmutigen. Wir planen im Rahmen unserer Sammelaktion schon die nächsten Schritte. Über die aktuellen Entwicklungen informieren wir Sie auf unserer neuen WebsiteVKI - Verein für Konsumenteninformation. Und in der nächsten Ausgabe veröffentlichen wir ein Interview mit VKI-Juristin Mag. Ulrike Wolf. Sie kämpft für die Rechte jener bisher 28.000 VW-Kunden, die sich unserer Sammelaktion angeschlossen haben.

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