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Fotobearbeitungs-Apps - Bessere Bilder

Fotobearbeitungs-Apps: In den sozialen Medien geht kaum eine Aufnahme unbearbeitet online. Während es dort um eindrucksvolle (Selbst-)Inszenierung geht, peppen dezente Optimierungen aber auch die private Fotosammlung auf.

Bild: July Prokopiv / Shutterstock.com; Montage: VKI

Apps v.l.n.r.: Snapseed, Affinity Photo, Adobe Lightroom, Photoshop Express, In(sta)Shot, PicsArt

Seit ihrer Erfindung hat es auf dem Gebiet der Fotografie schon mehrere Umwälzungen gegeben. In jüngerer Zeit waren es die Digitalisierung sowie die Entwicklung des Smartphones hin zum stets verfügbaren Kameraersatz.

Eines hat sich freilich nie geändert: Es gibt geglückte Fotos, die man im Großen und Ganzen nehmen kann, wie sie sind. Es gibt eindeutig misslungene, die ein Fall für den (virtuellen) Papierkorb sind. Und es gibt meist eine Reihe von mittelmäßigen, die einen im Originalzustand zwar nicht vom Hocker reißen, doch zum Wegwerfen zu schade sind, weil man versucht hat, einen schönen Moment einzufangen.

Schnappschüsse bearbeiten und aufwerten

Wenn Sie möchten, können Sie natürlich auch aus gelungenen Fotos mit etwas Finger­spitzengefühl noch mehr herausholen. Unbedingt versuchen sollten Sie es aber bei den mittelmäßigen; schon allein deshalb, weil Sie sich damit selbst ein Freude machen. Mittlerweile brauchen Sie dafür weder einen Computer noch ein kompliziertes Bearbeitungsprogramm.

Rudimentäre Möglichkeiten bringt jedes Smartphone von Haus aus mit. Oft genügt es ja bereits, gezielt einen Ausschnitt zu wählen oder ein wenig an den Reglern für Helligkeit und Farbe zu drehen, und das Bild macht auf den Betrachter einen völlig anderen Eindruck.

Foto-Apps im Vergleich

Für eine umfangreichere Bearbeitung und die Feinjustierung (Entfernung von Bild­fehlern, selektive Farb- und Kontrastkorrekturen, Hinzufügen von Effekten, Korrektur von Objektiv- und Perspektivfehlern etc.) sind im App Store bzw. im Play Store Anwendungen für Smartphone und Tablet verfügbar, die für den Hausgebrauch Erstaunliches leisten und zum Teil nicht einmal etwas kosten.

Sie brauchen keine Scheu zu haben, denn vieles läuft mittlerweile (halb-)automatisiert ab und Änderungen können leicht wieder rückgängig gemacht werden.

Snapseed

Zwei Favoriten

Wir haben uns mehrere dieser Apps in der Praxis angesehen und zwei Favoriten gekürt: Snapseed und Photoshop Express. Hinter beiden stehen bekannte Unternehmen, nämlich Google bzw. Adobe. Letzteres hat einst mit dem Profi-Programm Photo­shop die Bildbearbeitung am Computer revolutioniert.

Google wiederum ist bekannt dafür, immer wieder kostenlose Software für unterschiedlichste Anwendungszwecke auf den Markt zu werfen, die allerdings oft ebenso schnell verschwindet, wie sie gekommen ist. Snapseed ist bisher geblieben, und das ist gut so, denn die App lässt kaum Wünsche offen.

Snapseed

Snapseed ist äußerst vielseitig, bietet auch komplexere Funktionen und ist obendrein werbefrei. Möglichkeiten wie das Übereinanderlegen von zwei Fotos reichen in den künstlerisch-verspielten Bereich hinein. Es ist freilich nicht auszuschließen, dass vor allem Einsteiger die App als überfrachtet empfinden. Eine Einarbeitungszeit ist auf jeden Fall nötig.

Google und die Nutzungsdaten

Die App stammt zwar vom "Datenkraken" Google, aber um sie zu verwenden, muss man sich weder registrieren noch anmelden, und die eingeforderten Berechtigungen ­gehen nicht über das notwendige Maß ­hinaus (was natürlich nicht bedeutet, dass man vor der Übertragung von Nutzungs­daten an Google geschützt ist). Der Vorteil zumindest für Android-Nutzer ist, dass sie beim Verwenden von Snapseed das Google-Universum, in dem sie sich ohnehin bereits befinden, nicht verlassen.

Die für die individuelle Bildbearbeitung interessanten Funktionen finden Sie unter "Tools" (= Werkzeuge), nachdem Sie zuvor über die App ein auf Ihrem Gerät vorhandenes Foto geöffnet haben. Tippen Sie das gewünschte Werkzeug an, dann sehen Sie in der Mitte der unteren Leiste zumindest eine weitere Auswahlmöglichkeit.

Das Symbol stellt drei Schieberegler dar. Darunter verbirgt sich ein Ausklappmenü, das mindestens zwei weitere Optionen bietet. Diese können Sie der Reihe nach antippen. Danach legen Sie einen Finger mittig aufs Display und wischen langsam nach rechts oder links. Oben sehen Sie einen sich verändernden Balken mit Prozentangaben. Die dadurch veranlassten Änderungen können Sie auf dem Bildschirm in Echtzeit mitverfolgen.

Mitunter finden Sie als zweites Symbol einen Zauberstab. Wenn Sie ihn antippen, erfolgen die Anpassungen automatisiert nach den Voreinstellungen des App-Entwicklers.

Das an einen Ordner oder ein Buch erinnernde Symbol enthält (je nach Bearbeitungsoption) eine Bibliothek an vorgefertigten Filtern, Formen etc.

Ein symbolisiertes Auge dient dem Einblenden von Markierungspunkten bzw. markierten Bereichen – etwa, wenn Sie einen sogenannten Pinsel verwenden.

Hier treffen Sie mit dem Finger auf dem Display eine Auswahl zur weiteren Bearbeitung, wenn z.B. gezielt im Schatten befindliche Personen aufgehellt oder rote Pupillen abgedunkelt werden sollen (= Option "Selektive Anpassung"), oder wenn Sie eine Reparatur durch­führen lassen möchten, also zum Entfernen kleiner Bildfehler. Sind Sie beim Markieren mit dem Finger übers Ziel hinaus­geschossen, gelangen Sie über das nach unten weisende Pfeilsymbol zum Radierer.

Wichtig sind noch zwei weitere Symbole, nämlich das X auf der linken und das Häkchen auf der rechten Seite, womit Sie die Änderungen entweder verwerfen oder annehmen. Danach können Sie die Änderungen aber immer noch über das Fotostapelsymbol mit dem nach links weisenden Pfeil (in der Leiste oben) schrittweise rückgängig machen, das gesamte Bild aufs Original zurücksetzen oder die bearbeitete Version mit dem Original vergleichen.

Dabei können Sie die Bearbeitungsschritte chronologisch aufrufen, Nachjustierungen vornehmen oder auch einzelne Bearbeitungsschritte löschen. Tippen Sie auf "Exportieren", dann speichert Snapseed eine Kopie Ihres Bildes, wodurch das Original erhalten bleibt.

Photoshop Express

Photoshop Express

Als Alternative zu Snapseed empfehlen wir die schon erwähnte App Adobe Photoshop Express. Sie ist weniger komplex als Snapseed, bietet beschränkte manuelle Möglich­keiten und setzt stark auf vorgefertigte Filter (deren Intensität man mittels Schieberegler beeinflussen kann) sowie automatisierte Eingriffe ins Bild.

Dazu gehören die Bildoptimierung via Zauberstab-Symbol, das Erstellen von Collagen oder die Rote-Augen-Korrektur, wie sie Nutzer der Computerversion von Photoshop Express schon lange kennen (das symbolisierte Auge steht bei Adobe traditionell für diese Funktion).

Die Pfeile in der oberen Leiste ermöglichen das chronologische Rückgängig­machen bzw. Wiederherstellen der einzelnen Bearbeitungsschritte, das Symbol rechts neben dem Zauberstab bietet den Vergleich mit dem Originalfoto (allerdings ohne die Anzeige der Zwischenschritte wie bei Snapseed). Auch Photoshop Express speichert das bearbeitete Foto automatisch als Kopie, sodass das Original erhalten bleibt.

Datenfluss, Benutzerkonto

Hinsichtlich des Datenflusses von der App zum Anbieter steht Adobe Google in nichts nach. Was gleichfalls negativ ins Auge sticht, ist die zwingende Anmeldung mit einem Benutzerkonto (Google, Facebook, Adobe-ID). Bei Vorhandensein wird man wohl am ehesten zu Google greifen, bevor man ausgerechnet Facebook weitere Daten zukommen lässt oder zusätzlich zu den vielen Benutzerkonten, die man vermutlich ohnehin schon hat, bei Adobe ein weiteres anlegt.

Die Ausnahme: Falls Sie einen E-Book-Reader verwenden, besitzen Sie möglicherweise ­bereits eine Adobe-ID, weil diese benötigt wird, um Bücher mit Kopierschutz (DRM) lesen zu können. In diesem Fall können Sie die Photo­shop-App ruhig auch mit diesem Konto nutzen.

Weitere Alternativen

Wer die zu Facebook gehörende Social-Media-Plattform Instagram nutzt, kennt die in der App enthaltenen Bearbeitungsmöglichkeiten ohnehin. Für alle anderen, die nicht in den sozialen Medien unterwegs sind, sind sie uninteressant. Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, dass es hier vor allem eine Fülle an Filtern gibt, mit denen man die Fotos verfremden kann.

Recht umtriebig ist die Firma In(sta)Shot Inc., die unter Namen wie Foto Collage, Photo Editor und Collage Foto Editor weitgehend identische Apps in den Stores anbietet, die werbefinanziert sind bzw. mit 8,49 Euro einigermaßen preisgünstig in der Pro-Version gekauft werden können. Aber Vorsicht! Es handelt sich um ein Jahresabo. Die Apps richten sich mit ihren sehr verspielten Möglichkeiten eher an ein junges Publikum.

Damit vergleichbar, aber in den Funktionen umfangreicher, ist PicsArt von PicsArt Inc. Ähnlich wie bei Instagram handelt es sich um ein soziales Medium. Man ist aber nicht verpflichtet, sich anzumelden, und kann bearbeitete Fotos auch lokal abspeichern. PicsArt kostet allerdings 34,99 Euro pro Jahr.

Sollten Sie tatsächlich mehr wollen, als Photoshop Express oder Snapseed bieten können, dann empfehlen sich eher andere Apps wie Adobe Lightroom (kostenlos bzw. Pro-Version im Abo) oder Affinity Photo (einmalig 17,99 Euro, nur für das iPad).

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