In erster Linie durch einen frühen Abschluss. Denn das Alter der versicherten Person ist das ausschlaggebende Kriterium bei der Berechnung der Prämienhöhe.
Darüber hinaus beeinflussen noch die Vertragslaufzeit und die Versicherungssummedie Prämie.
Versicherungssumme
Die Versicherungssumme soll so gewählt werden, dass die finanziellen Sorgen der Hinterbliebenen zumindest für ein paar Jahre abgefedert werden. Wie lang im Fall des Falles die Summe reicht, kann nur individuell beantwortet werden.
Als Faustregel, an der man sich orientieren könnte, gilt eine Summe vom 3- bis 5-Fachen des Jahresbruttoverdienstes.
Prämie kann zudem gespart werden, wenn man keinen konstanten Verlauf wählt, bei dem die Versicherungssumme über die Laufzeit gleich bleibt, sondern einen fallenden Verlauf. Bei Letzterem reduziert sich die Versicherungssumme jedes Jahr um einen konstanten Betrag. Diese Option wird in aller Regel zur Absicherung von Krediten in Form einer Kreditrestschuldversicherung gewählt. Ferner gibt es die Möglichkeit, die Versicherungssumme zu dynamisieren. Das bedeutet, dass die Summe um einen vorher vereinbarten Prozentsatz pro Jahr steigt. Das kostet freilich mehr, denn die Dynamik zeigt sich auch in der Prämie, die ebenfalls jedes Jahr steigt.
Vertragslaufzeit
Die Laufzeit sollte nicht zu kurz gewählt werden, auch wenn das die Prämienzahlungen erhöht. Ist die Laufzeit zu kurz, wird es im Fall einer Verlängerung umso teurer. Die versicherte Person ist dann (deutlich) älter und ist inzwischen gesundheitlich womöglich nicht mehr ganz so fit – Faktoren, die die Prämienhöhe nach oben schnellen lassen oder sogar dazu führen können, dass man gar keinen Versicherer mehr findet.
Gesundheitsfragen müssen generell wahrheitsgetreu beantwortet werden. Sonst kann es zu unangenehmen Streitereien oder Ablehnungen im Schadensfall kommen. Ab bestimmten Versicherungssummen wird eine medizinische Risikoprüfung verlang.
Rauchen: Ein teures Laster
Raucher:innen zahlen deutlich mehr Prämie. Wir sprechen hier von Aufschlägen von 200 Prozent aufwärts. Ein Versicherer, die Allianz, unterscheidet mittlerweile zwischen Nichtraucher und Nieraucher. Personen, die noch nie geraucht haben, kommen demnach in den Genuss der niedrigsten Prämien. Und aufgepasst, fangen Sie während der Vertragslaufzeit zu rauchen an, müssen Sie das dem Versicherer melden.
Aufpassen bei gefährlichen Hobbys bzw. Berufen
Wer gefährliche Hobbys hat, sollte in den Vertragsbedingungen genau nachschauen, ob es Einschränkungen gibt – ob also die Versicherung auch dann zahlt, wenn man bei der Ausübung des gefährlichen Hobbys stirbt.
Auch wer einen gefährlichen Beruf ausübt, muss mehr bezahlen. Manchmal fällt es schwer, überhaupt einen Versicherer zu finden, der bereit ist, zu versichern.
Wenn es eng wird: Stundung möglich
Übrigens: Wenn es gerade finanziell eng wird, man sich die Prämien nicht mehr leisten kann, gibt es die Möglichkeit, Beiträge für bestimmte Zeiträume (6 bis 24 Monate) zu stunden. Setzen Sie sich mit Ihrem Versicherer in Verbindung und besprechen Sie die Situation.
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