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Ein bärtiger Mann schließt ein Internetkabel an einen Fernseher an. Man sieht die Rückseite des Gerätes mit diversen Anschlussmöglichkeiten.
Bild: ronstik / stock.adobe.com

Fernseher: Anschlüsse und Tuner

TV-Geräte haben verschiedene Anschlüsse, um notwendige Signale bzw. Informationen zu erhalten oder weitergeben zu können. Daneben gibt es diverse Arten von Tunern, die in die Fernseher eingebaut und auf unterschiedliche (Empfangs-)Bedürfnisse abgestimmt sind. Wir erklären, was es damit auf sich hat. 

Tipp: Auf unserer Schwerpunktseite Fernseher finden Sie aktuelle Testergebnisse sowie viele weitere Infos rund um das Thema TV-Geräte.

Die Anschlussfrage

Etliche der in der Folge genannten Anschlüsse sind vor allem dann notwendig, wenn Sie unterschiedliche – vielleicht auch ältere – Geräte mit dem Fernseher verbinden wollen. Diese Anschlüsse (auch: Schnittstelle, Slot, Ein- bzw. Ausgang genannt) sind in der Regel auf der Rückseite oder der Seite des Fernsehers zu finden. Nur bei wenigen hochpreisigen Modellen sind sie mittlerweile in eine separate Box ausgelagert.

Welche Schnittstellen für Sie wesentlich sind, hängt davon ab, wofür Sie das TV-Gerät verwenden. Da Sie freilich nicht jeden Anwendungsfall berücksichtigen können, ist der spätere Kauf eines Adaptersteckers eine Option.

Anschlüsse eines Fernsehers
Bild: VKI

Diese Anschlüsse brauchen Sie

  • Antenneneingänge. Eine F-Buchse, wenn Sie Satellitensignale empfangen möchten (DVB-S2), eine IEC-Buchse, wenn Sie via Kabel (DVB-C2) oder terrestrisch (DVB-T2) fernsehen.
  • Bluetooth. Ermöglicht die drahtlose Verbindung zu Zubehör: Etwa Kopfhörer oder Lautsprecher.
  • CI+ Slot. Zum Empfang verschlüsselter TV- und Radioprogramme (z. B. ORF, Canal+, Sky) mittels CI-Modul. 
  • Digital Audio out. Zeitgemäßer Anschluss für die Tonwiedergabe über verbundene Soundbars oder Heimkino-Systeme. Ausgeführt als S/PDIF Coax mit Cinch-Stecker oder als Optischer Ausgang (S/PDIF Optical). Als Bezeichnung für den eckig geformten Stecker hat sich Toslink durchgesetzt.
  • Ethernet/LAN. Zur stabilen Verbindung mit dem Internet über ein Kabel. Für Smart-TV und Streaming-Dienste. Praktischer, aber störungsanfälliger ist die kabellose Verbindung über WLAN (WiFi)
  • HDMI. Wird für die Bildübertragung benötigt und liefert auch einfachen Ton. Das reicht für normales Fernsehen. Sie brauchen diesen Anschluss unter anderem für einige Streaming-Dienste, Spielkonsolen oder Blu-ray-Player. Mit HDMI ARC (HDMI 1.4) ist die Weitergabe größerer Datenmengen möglich – wie etwa besserer Raumklang. Das dürfte für Lautsprecher und Soundbars reichen. Feinspitze vertrauen auf die höchste Stufe HDMI eARC (HDMI 2.1). Diese verarbeitet etwa Dolby Atmos verlustfrei. Das ist der beste 3D-Ton für den Heimbereich.
  • USB. In erster Linie für den Anschluss von Speichermedien (USB-Stick, externe Festplatte) und Digitalkameras oder für Firmware-Updates. Nicht jeder USB-Anschluss ist für jede Anwendung geeignet. Und nicht jedes daran angeschlossene Gerät kommt ohne zusätzliche Stromversorgung aus. Mindestanforderung ist USB 2.0. Bessere und schnellere Übertragung ab USB 3.0 (Der Anschluss für USB 3.0 am Fernseher ist oft mit einem blauen Rahmen gekennzeichnet).

Diese Anschlüsse könnten Sie brauchen

  • Klinkenanschluss (Mini-AV). 2,5- bzw. 3,5-mm-Klinke für das Anstecken von Kopfhörern oder Lautsprechern über Kabel. Moderner ist die kabellose Übertragung über Bluetooth oder WLAN. Mini-AV kann aber auch ein Videosignal übertragen. Mittels Adapter (Klinke auf Cinch) wird er zum Composite-Video-Anschluss (Cinch in Gelb, Rot und Weiß bzw. Schwarz).
  • MHL. Mobile High Definition Link ist eine Schnittstelle, mit der man über Kabel die Audio- und Videodaten von Mobilgeräten auf einen anderen Bildschirm übertragen und die Zuspielgeräte zugleich mit Strom versorgen kann. 
  • Miracast bzw. Airplay. Miracast ist eine Funktechnik, mit der sich etwa auf Android-Handys oder -Tablets wiedergegebene Videos kabellos auf einen anderen Bildschirm (TV-Gerät oder Beamer) übertragen lassen. Das Pendant für Apple-Geräte heißt Airplay.

Diese Anschlüsse brauchen Sie in Ausnahmefällen

  • Cinch-Ausgang (Audio out). Für die Tonübertragung zu älteren AV-Receivern (= „Steuerzentrale“ eines Heimkinosystems) ohne HDMI-Ausgang.
  • Composite Video. Damit können externe Geräte angeschlossen werden wie Spielkonsolen, Beamer, Camcorder oder auch Videorecorder ohne HDMI-Ausgang. Überträgt nur in niedriger Auflösung (SD).
  • SCART. Für die Verbindung mit DVD-Playern, Camcordern oder Videorecordern. Kann kein HD.
  • VGA. Für den Anschluss eines älteren Computers ohne HDMI-Schnittstelle. Kann Full HD.

Welche Tuner gibt es?

  • Analoger Tuner. Als Gegensatz zum digitalen Tuner. TV-Signale kann man mit analogen Tunern nicht mehr empfangen. Die werden nun ausschließlich digital ausgestrahlt. Im Krisenfall können analoge Tuner aber das althergebrachte Rundfunk-Signal mittels Zimmerantenne empfangen und Infos via Teletext anzeigen.
     
  • Dual Tuner. Ein Empfangsteil, der zwei Übertragungsarten gewährleistet. Notwendig, wenn Sie zwischen Satelliten- und Kabelempfang oder Satelliten- und terrestrischem Empfang wechseln möchten.
     
  • Kombi- oder Hybrid-Tuner. Überträgt terrestrisches und Kabel-Signal.
     
  • Triple Tuner. Dieser Empfänger ist für terrestrisches, Satelliten- und Kabelfernsehen geeignet.
     
  • Twin Tuner. Ermöglicht gleichzeitiges Fernsehen und Aufnehmen auf demselben Empfangsweg (z. B. zwei Sender über Satellit). Ein Sender kann angeschaut werden, während ein anderer aufgenommen wird. Auch gleichzeitiges Aufnehmen zweier unterschiedlicher Sender ist möglich.

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