DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Tomaten im Winter - Aus heimischer Produktion?

premium

Es gibt sie mittlerweile auch im Winter aus heimischer Produktion. Aber ist das ökologisch sinnvoll oder sind bio und saisonal erzeugte Tomaten besser? KONSUMENT gibt Antworten.

Bild: alicja neumiler / Shutterstock.com

Viele Tomatenliebhaber stehen im Winter vor der Frage: Welche Tomaten kann ich guten Gewissens kaufen – heimische, Bio-Ware aus Italien, die aus Spanien? Wann haben Tomaten eigentlich Saison? Und: Welche Tomaten sind tatsächlich nachhaltig? Vorweg: Wer Saisonalität, biologische Erzeugung und Regionalität beim Einkauf berücksichtigt, ist in puncto Nachhaltigkeit auf der sicheren Seite.

Freiland: kurze Saison, geringer Ertrag

Wärme und Licht sind zwei zentrale Faktoren, damit Tomatenpflanzen gedeihen können. Deshalb haben Paradeiser in Österreich im Sommer Saison. Der Freilandanbau, wie man ihn etwa aus dem Garten kennt, spielt für den Lebensmittelhandel keine Rolle. Zu kurz die Saison, zu gering der Ertrag. Die Pflanzen reagieren einfach zu empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Nässe oder Kälte.

Um die Saison zu verlängern und die Pflanzen vor der Witterung zu schützen, stammen heimische Paradeiser im Sommer aus Folientunneln oder Glashäusern. Folientunnel-­Tomaten werden etwa zwischen Juni und September geerntet. Hier wird nicht beheizt – das erledigt die Sonneneinstrahlung.

Dünger, Pflanzenschutz, Wasser

In klassischen Glashäusern kann die Saison von März bis November ausgedehnt werden. Das ist durch Beheizung der Glashäuser während der kühlen Monate möglich. Im Gewächshaus wird die Temperatur genau eingestellt – ebenso wie etwa die Düngung, Pflanzenschutz-Maßnahmen oder der Wasserbedarf. Einzig das Licht wurde ursprünglich nicht gesteuert. Im klassischen Gewächshaus-Anbau gab es keine künstliche Beleuchtung für die Pflanzen.

Das Licht war bis vor Kurzem der limitierende Faktor des heimischen Tomatenananbaus. Daher gab es früher von Dezember bis Februar auch keine österreichischen Tomaten. Im Winter sind die Tage in Österreich viel zu kurz für die lichthungrigen Pflanzen.

Hochleistungslampen verlängern die Saison

Die Lösung brachten Hochleistungslampen. Sie bestrahlen die Pflanzen mit geeignetem Licht und sie spenden Wärme. In Kombina­tion mit entsprechend gezüchteten Sorten lässt sich so der Ertrag enorm steigern. Das Manko: Eine solche Hightech-Anlage ist in der Errichtung wie im Betrieb ressourcen- und kostenintensiv. 

Raphael Fink, Umweltzeichen-Team

 

"Wer Saisonalität, biologische Erzeugung und Regionalität beim Einkauf berücksichtigt, ist in puncto Nachhaltigkeit auf der sicheren Seite."


Raphael Fink | Österreichisches Umweltzeichen | rfink@vki.at

 

Premium

Weiterlesen mit KONSUMENT-Abo:

  • Alle Artikel auf konsument.at frei zugänglich
  • KONSUMENT als E-Paper
  • Keine Werbung
  • Objektiv und unabhängig
Jetzt weiterlesen

Online-Zugang noch nicht aktiviert? Hier freischalten.

Bereits registriert? Hier anmelden.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Imkern in der Stadt: Bienenstöcke am Dach über der Stadt premium

Imkern in der Stadt

Imkern ist „in“, auch in der Stadt. Allein in Wien gehen rund 700 Personen diesem Hobby nach. Wir haben uns in der Bezirksimkerei in Wien-Margareten umgeschaut.

Dachgarten in der Stadt

Stadtgärten: Bunte Vielfalt

Obst und Kräuter aus eigener Aufzucht auf dem Teller? Das ist selbst in der Stadt im Grunde kein Problem.

alt premium

Schwarzwurzeln - Der Winterspargel

Schwarz die Schale, strahlend weiß das Fruchtfleisch, heiß und kalt die Möglichkeiten der Zubereitung: die Schwarzwurzel hat es in sich.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang