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Heizkörper-Thermostate - Besser dosiert

Mit Thermostatventilen kann jeder Heizkörper individuell eingestellt werden - ein einfacher Weg, um Heizkosten zu sparen.

Diese Heizkörper-Thermostate finden Sie in der Testtabelle:

Thermostate mit Drehgriff

  • Danfoss
  • Imi Heimeier
  • Oventrop

Programmierbare Thermostate

  • eQ-3
  • Eurotronic
  • Homeexpert by Honeywell

Programmierbare Thermostate mit Fernzugriff

  • Danfoss
  • eQ-3/Homematic IP
  • Eurotronic
  • Homeexpert by Honeywell

Die Testtabelle enthält Infos und Bewertungen zu:

Wärmeregulierung, Handhabung, Batterieverbrauch, Geräusch, Datensendeverhalten der APP, Kostenbeispiel für einen Haushalt mit 6 Thermostatventilen.

Im Folgenden finden Sie den Testbericht:


Auch wenn die Winter milder werden – die Heizkostenabrechnung ist für die meisten Haushalte immer noch ein schwerer Brocken. Es lohnt sich daher, zu überlegen, ob man wirklich schon alle Sparmöglichkeiten ­genutzt hat oder ob es nicht doch noch etwas gibt, wo sich leicht Kosten und Energie reduzieren lassen, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten.

Thermostate an den Heizkörpern montieren

Eine gute und vergleichsweise einfache ­Möglichkeit ist der Austausch der händisch regulierbaren Köpfe an den Heizkörperventilen gegen Thermostate. Die Heizkörper lassen sich standardmäßig bloß auf- oder zudrehen, aber mehr nicht. Dabei ist das Wärme­bedürfnis sehr unterschiedlich. Am wärmsten braucht man es im Badezimmer – da sollte die Temperatur 22 Grad Celsius oder mehr be­tragen, allerdings nur für wenige Stunden am Tag. Viel länger warm bleiben sollte es im Wohnbereich, empfohlen werden 20 Grad, während für die Schlafzimmer 18 Grad aus­reichen.

10 Prozent einsparen mit gezieltem Heizen

Drei Systeme zur Auswahl

Wer die Räume seiner Wohnung oder seines Eigenheims gezielt beheizt, kann bis zu 10 Prozent der Heizkosten einsparen. Eine Absenkung um ein Grad reduziert den Verbrauch schon um 6 Prozent.

Dafür gibt es eben Thermostate, die an jedem Heizkörper montiert werden können. Drei ­unterschiedliche Systeme sind auf dem Markt:

  • Thermostate mit Drehgriff
  • programmierbare Thermostate
  • programmierbare Thermostate mit Fernzugriff

Drehregler

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Klassische Drehregler. Mit ihnen lässt sich die Temperatur exakt einstellen; preiswert und einfach zu montieren.
Bild: linerpics/Shutterstock.com

Die einfachen Drehregler gibt es seit Jahren, sie sind schon um rund 20 Euro das Stück zu haben. In der Regel weisen sie eine Skala von 1 bis 5 auf, was Raumtemperaturen von etwa 12 bis 28 Grad entspricht; die ­Stufe 3 steht für ungefähr 20 Grad. Darüber hinaus verfügen sie über eine Frostschutz-Stufe, die mit einem Eiskristall gekenn­zeichnet ist. Bei dieser Stellung schaltet sich der Heizkörper erst ein, wenn die Temperatur unter 6 bis 8 Grad sinkt. Weiters gibt es eine Null-­Stellung, mit der sich die Schwelle für den Frostschutz noch weiter absenken lässt. Das ist beispielsweise für Leute inte­ressant, die gerne bei offenem Fenster schlafen.

Herzstück der Drehregler ist eine mit ­Ausdehnungsmasse gefüllte Fühlerpatrone. Steigt die Temperatur im Raum über die eingestellte, dehnt sich die Masse aus und drosselt das Ventil am Heizkörper. Wird es kälter, zieht sich die ­Masse zusammen, der Regler öffnet das Ventil und der Heizkörper gibt mehr Wärme ab – bis die eingestellte Temperatur wieder erreicht ist.

Programmierbare Thermostate

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Programmierbare Thermostate. Neben der Temperatur kann auch die Tageszeit eingestellt werden. mit Stückpreisen ab 20 Euro auch noch günstig.
Bild: Stiftung Warentest

Das Prinzip der elektronisch programmier­baren Thermostate ist ähnlich, die Funktion der Ausdehnungsmasse übernimmt jedoch ein elektronischer Fühler: Er reagiert auf ­Temperaturschwankungen und setzt einen Motor in Bewegung, um das Ventil zu schließen oder zu öffnen. Die Geräte benötigen für den Betrieb zwei AA-Batterien, die meist meh­rere Jahre halten.

Temperatur- und Zeitsteuerung

Sie ermöglichen neben der Temperatursteuerung auch eine solche der Zeit. Ein­gestellt wird über Tasten oder Rädchen, für jeden Tag kann ein eigenes Temperatur-Zeit-Profil erstellt werden. Damit lässt sich die Heizdauer wesentlich exakter an individuelle Bedürfnisse anpassen. Beispiel: Im Bade­zimmer soll es zwar besonders warm sein, aber lediglich für ein bis zwei Stunden in der Früh und abends. Das geht nur mit programmierbaren Thermostaten.

Thermostate mit Fernzugriff


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Thermostate mit Fernsteuerung. Vom Büro oder Urlaubsort aus kann die Heizung daheim eingeschaltet werden. Mit Zusatzgeräten kann es recht teuer werden (siehe Beispiele in der Tabelle).
Bild: www.eQ-3.de

Diese sind entweder manuell zu bedienen oder mit einem Smartphone via Bluetooth. Oder aber sie erlauben überhaupt einen Fernzugriff. Mit dem Smartphone kann man von jedem beliebigen Ort auf die Heizkörper daheim zugreifen und sie entsprechend ­einstellen. Die dafür benötigte App liefert der jeweilige Thermostat-Hersteller. Weiters sind Zusatzgeräte erforderlich: eine Steuereinheit (Gateway) und ein Router. Das kann die Kosten um mehrere Hundert Euro erhöhen. Beispiel: Für sechs einfache Drehregler kann man mit unter 100 Euro auskommen, sechs Thermostate mit Fernzugriff können 600 Euro und mehr kosten. Praktisch sind Letztere für Personen, die ­ihren Tagesablauf nicht vorab planen ­können, also nicht jeden Tag um die gleiche Zeit nach Hause kommen. So können sie die Heizkörper von unterwegs einstellen, um es warm zu haben, wenn sie daheim eintreffen.

Relativ einfache Montage

Alle Thermostate – auch die elektronischen – können relativ leicht montiert werden. Einfach den alten Reglerkopf vom Ventil ab- und den Thermostat aufschrauben. Viele Drehregler (ausgenommen z.B. Danfoss, Herz) passen auf Ventile mit einem M30 x 1,5-Gewinde, in der Regel werden aber auch Adapter für andere Gewinde mitgeliefert. Sicherheits­halber sollten Sie einen alten ­Reglerkopf zum Kauf mitnehmen, um festzustellen, ob ein ­Adapter nötig ist.

Messungenauigkeit einkalkulieren

Eine Ungenauigkeit bei der Messung der Temperatur sollte man immer einkalkulieren. Der Temperaturfühler im Thermostat misst auch die Wärme des Heizkörpers mit, vor ­allem dann, wenn das Thermostatventil nach vorn ausgerichtet ist. Die tatsächliche Raumtemperatur ist dann etwas niedriger als die eingestellte Solltemperatur, das kann ein Grad C und mehr ausmachen – statt 20 Grad hat es im Raum also vielleicht nur 18,5 Grad. Besser sind Heizkörper, bei denen die Ventile oben und zur Seite zeigend angebracht sind; da ist der Heizkörpereinfluss geringer.

Testtabelle: Thermostate mit Drehgriff

Testtabelle: Programmierbare Thermostate

Testtabelle: Programmierbare Thermostate mit Fernzugriff

Testergebnisse in Kürze

Die Stiftung Warentest hat beispielhaft 10 Heizkörperthermostate getestet. Die Ergebnisse – ob einfache Drehregler oder fernbedienbare Geräte – liegen knapp beisammen: Neun Modelle wurden „gut“ bewertet, eines verpasste diese Note nur knapp. Die in Österreich besonders stark vertretene Marke Herz war nicht im Test dabei. Die nahe beisammen liegenden Ergebnisse der getesteten Produkte sind aber ein Indiz dafür, dass die Technologie ausgereift ist und somit auch andere Markenprodukte nicht viel schlechter abschneiden würden.

Zum Test: Problemlos die Thermostate mit Drehgriff – weder Wärmeregulierung noch Hand­habung machten Probleme. Aber auch die „intelligenteren“ programmierbaren Modelle zeigten kaum Macken in diesen Kriterien. Lediglich beim Modell von Eurotronic lässt der Fernzugriff per App zu wünschen übrig. Generell wurde die Geräuschentwicklung beanstandet. Wenn der Motor läuft, kann das, zumal im Schlafzimmer, stören. Zwei Programmierbare wurden wegen ihres hohen Batterieverbrauchs abgewertet, beim Eurotronic-Modell ohne Fernzugriff ist der Wechsel nach weniger als zwei Jahren fällig.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat 10 Heizkörperthermostate getestet, darunter 3 mechanische mit Drehgriff sowie 7 programmierbare mit Batterieantrieb. Drei der Programmierbaren lassen sich nur aus der Nähe bedienen, 2 von ihnen sind mit Bluetooth per App steuerbar. Vier Programmierbare lassen sich auch mit Fernzugriff per App übers Internet steuern.

Wärmeregulierung

In einem Versuchsraum mit geringer Wärmespeicherkapazität (leichte Bauweise) prüften die Tester die Thermostate an einem handelsüblichen Plattenheizkörper. Die Prüfungen simulierten einen Tag mit 3 Grad Celsius Außentemperatur und einer Heizlast von 500 Watt bei 50 Grad Vorlauftemperatur. Als Solltemperatur im Raum wurden 20 Grad gewählt (mittlere Einstellposition an mechanischen Thermostatköpfen). Untersucht wurde die Wärmeregulierung bei Temperaturabsenkung (zum Beispiel nachts) 8 Stunden lang bei einem um 2 Grad verringerten Sollwert, bei mechanischen Thermostatköpfen um 2 Teilstriche weniger.

Bewertet wurde die durchschnittliche Temperaturabsenkung. Die mittlere Temperaturabweichung bei Fremdwärmeeinfluss (zum Beispiel Sonne) wurde über 4 Stunden ermittelt, davon 3 Stunden mit zusätzlicher 250-Watt-Wärmequelle. Das Konstanthalten der Wunschtemperatur untersuchten die Tester während einer dreistündigen Betriebsphase. Das Verhalten bei Fensterlüftung kontrollierten sie nur bei den programmierbaren Modellen, und zwar, indem die Thermostatköpfe 3 Grad kalter Luft ausgesetzt wurden. Sie bestimmten die Dauer bis zum Schließen des Ventils sowie bis zum Öffnen nach dem Lüften. Bei Modellen, bei denen Fensterkontakte erforderlich waren, prüften sie zusätzlich auch deren Funktionieren.

Handhabung

Ein Experte prüfte die Montageanleitung zum Beispiel hinsichtlich Übersichtlichkeit und Vollständigkeit. Außerdem beurteilte er beispielsweise Fehlermöglichkeiten und handwerklichen Aufwand. Die Bedienungsanleitung wurde von dem Experten überprüft – etwa im Hinblick auf Vollständigkeit und technische Richtigkeit – sowie von fünf interessierten Nutzern unterschiedlichen Alters, etwa im Hinblick auf Verständlichkeit. Die fünf Prüfpersonen und der Experte erprobten auch die Inbetriebnahme und Bedienung. Dabei untersuchten sie unter anderem Griffigkeit, Ablesbarkeit und gegebenenfalls die Ersteinstellung aller Komponenten (inklusive App). Dieselben Personen kontrollierten die Wartung, etwa anhand von Wartungshinweisen und bei batteriebetriebenen Geräten auch den Aufwand für den Batteriewechsel.

Bei per App steuerbaren Produkten überprüften wir die Smartphone-App für Android und für iOS, unter anderem im Hinblick auf Installation, Verständlichkeit und Strukturierung sowie die Erreichbarkeit typischer Einstellmöglichkeiten. Für den Test standen ein Samsung Galaxy A3 (Android 5.1.1) und ein Apple iPhone 6S (iOS 9.3.5; Code 1338 B) zur Verfügung. Die beiden Geräte verfügen über mittelgroße Displays. Im Test ergaben sich keine Einschränkungen bezüglich der Displaygröße.

Batterieverbrauch

Anhand der im Test gemessenen Stromverbräuche einzelner Betriebszustände berechneten die Tester, wie oft die Batterien zu wechseln sind.

Geräusch

Fünf Prüfpersonen unterschiedlichen Alters beurteilten das Geräusch des Ventilantriebs durch Hörversuche in einem ruhigen Raum.

Datensendeverhalten

Die Tester analysierten den Datenverkehr der Apps. Identifizierten sie für den Betrieb unnötige Daten oder solche, die unverschlüsselt übermittelt wurden, bewerteten sie das Datensendeverhalten mindestens als kritisch.
 

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