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Bosch Unlimited 10 lehnt an einer Küchenzeile
Noch nie schnitt bei unseren Akkustaubsauger-Tests ein Gerät beim Prüfkriterium Saugen so gut ab wie der aktuelle Testsieger. Bild: Presse.bosch-home.at

Akkustaubsauger Test 2026: Bosch setzt neuen Maßstab

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Gleich sieben gute kabellose Akkustaubsauger finden Sie in der Testtabelle. So universell gut einsetzbar wie der Testsieger von Bosch ist aber kein anderer. 

Akkustaubsauger im Test - für wen eignen sie sich?

Viele Akkustaubsauger haben inzwischen in puncto Saugleistung zu ihren kabelgebundenen Geschwistern aufgeschlossen. Durch die beschränkte Akkulaufzeit eignen Sie sich aber nicht wirklich für die gründliche Reinigung der ganzen Wohnung bzw. des ganzen Hauses. 

Der Trend geht daher in Richtung Zweitgerät: Das Kabelmodell für den Großputz und der Akkustaubsauger für den schnellen Einsatz zwischendurch. 

Bosch, Miele, Dyson & Co: Welche Marken haben wir getestet?

Im Rahmen einer Testkooperation mit der Stiftung Warentest wurden 14 beutellose Akkustaubsauger untersucht. Im Test dabei sind Modelle der Marken: AEG, Anyson, Bosch, Dyson, Miele, Philips, Rowenta, Samsung, Shark, Tineco und Xiaomi.

Für die Auswahl waren Marktbedeutung, Neuheit oder spezielle Werbeversprechen – beispielsweise für Tierhaare oder Allergiker:innen – maßgeblich. 

 

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Was haben wir getestet?

Unabhängige Expert:innen untersuchten die Produkte nach den Parametern Saugen, Handhabung, Umwelteigenschaften, Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffe. 

Im Produktfinder können Sie weitere Ausstattungsdetails und Features unter die Lupe nehmen. Sie können z.B. danach filtern, ob eine Staubbox/eine Absaugstation inkludiert ist, ein Wechselakku mitgeliefert wird oder wie die jeweiligen Modelle mit Krümeln auf Teppichboden oder bei Ritzen, Ecken und Kanten zurecht kommen. Selbstverständlich ist auch der Preis ein Filterkriterium. 

Diese Modelle haben wir getestet:

  • AEG AP83A25XNX
  • Anyson Stars 5
  • Bosch Unlimited 10 BTS1042WAC
  • Bosch Unlimited 7 BSS715CARP
  • Dyson V11 Advanced
  • Miele Duoflex HX1 Cat & Dog
  • Miele Duoflex HX1 Total Care
  • Philips 5000 Series XC5242/10
  • Rowenta X-Force Flex 13.60 Allergy RH9A36
  • Rowenta X-Force Flex 14.80 RH9B36WV
  • Samsung Bespoke AI Jet Lite VS80F28EFP/WD
  • Shark PowerPro IZ380EU
  • Tineco Pure One Station 5
  • Xiaomi G20 Max

Testsieger: Bosch Unlimited 10

Gemeinsam mit der Stiftung Warentest testen wir bereits seit Jahren Akkustaub­sauger. Bosch setzt nun neue Maßstäbe: Noch nie schnitt ein Gerät beim Saugen so gut ab wie der Unlimited 10. Bosch setzt aber auch beim Preis die Maßstäbe: Mit 730 Euro ist dieses Modell das teuerste im Testfeld. 

Einen Umweltbonus bringt Bosch zusätzlich mit. Der Unlimited 10 und der ebenfalls gute Unlimited 7 nutzen den Akku Power for All 18V. Wer diesen bereits in anderen Bosch-Pro­dukten verwendet, könnte diese Staubsauger also auch ohne Akku kaufen. Das spart Geld und Ressour­cen. 

Miele und Rowenta knapp dahinter 

Ebenfalls er­freulich gut unter­wegs ist der Miele Duoflex HX1 (im Testfeld mit zwei baugleichen Varian­ten vertreten, sie unterscheiden sich nur durchs Zubehör). Auch er leistet sich im Grunde keine Schwächen beim Saugen. Anders als beim Bosch ist kein Wechsel­akku im Preis von 400 bzw. 490 Euro in­begriffen (der kostet bei Miele 110 Euro). 

Ebenfalls mit gleicher Gesamtpunkte-zahl auf dem zweiten Platz findet sich der Rowenta X-Force Flex 14.80. Er schwä­chelt allerdings bei der Staubaufnahme auf Hartboden. 

Staubsaugerdüse mit Licht
Bild: Presse.bosch-home.at

Markt gleicht Pralinenschachtel

Vorbei sind jedenfalls die eher brust­schwachen Anfangsjahre der kabellosen Akkustaubsauger. Sie erledigen ihre Arbeit inzwischen gründlich und können mit ihren kabelgebundenen Geschwistern gut mithalten. Allerdings beileibe nicht alle Modelle. 

Im Grunde gleicht der Akkustaub­sauger-Markt einer Pralinenschachtel: Man weiß nie, was man bekommt. Außer natürlich, man nimmt unsere Testergeb­nisse zur Hand. Denn neben sieben guten Modellen finden sich in der Testtabelle auch sechs, die wir nicht empfehlen können. Komplettiert wird das Test­feld durch den durchschnitt­lichen Dyson. 

Achtung Allergiker:innen!

Unter den sechs Saugern, die wir nicht empfehlen können, findet sich auch ein prominenter europäischer Hersteller, nämlich Philips. Das Modell 5000 Series Flex ist mit 280 Euro zwar vergleichsweise günstig, kommt beim Testkriterium Saugen aber nur auf ein „weniger zufriedenstellend“. 

Darüber hinaus hat der Philips-Sauger noch ein anderes gravierendes Problem. Er bläst viel Feinstaub in die Raumluft, hält den eingesaugten Staub also sehr schlecht zurück. Das ist insbesondere für Hausstaub-Allergiker:innen mehr als nur eine Randnotiz 

Schadstoffe gefunden: Philips und Xiaomi

Darüber hinaus fanden wir im Philips-Griff Naphthalin. Ein Stoff, der im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Auch im Griff des Xiaomi-Geräts wurden wir diesbezüg­lich fündig. Der Gehalt lag jeweils knapp unter dem Grenzwert des GS-Siegels für Geprüfte Sicherheit, insofern bewerteten wir diese Schadstoff-Belastung noch mit „weniger zufriedenstellend“. 

Immer Ärger mit dem Staub 

Zurück zum Staub. Der wird bei Akkustaub­saugern in einer transparenten Kunststoff-Staubbox aufgefangen. Das ist insofern praktisch, als dass keine Beutel gewech­selt werden müssen. Allerdings müssen diese Staubbehälter verhältnismäßig häufig geleert werden, da die Saugleis­tung sonst nachlässt. Und das empfinden viele als lästig. 

Für Stauballergiker:innen ist es mehr als nur das. Denn wenn man beim Entleeren des Behälters nicht aufpasst, findet man sich schnell in einer mittelgroßen Staub­wolke wieder. Es ist insofern ratsam, beim Entleeren eine Maske zu tragen. Und es am besten draußen direkt über der Mülltonne zu erledigen. 

Staubbox von einem Akkustaubsauger
Bild: Presse.bosch-home.at

Absaugstationen sinnvoll?

Als Alternative kommen immer mehr Modelle mit einer Absaugstation auf den Markt. Sie soll die Staub-Entsorgung ein­facher und hygienischer machen. Im Test haben drei Modelle eine Absaugstation: AEG, Samsung und Tineco. 

Wie funktioniert eine Absaugstation? 

Der Sauger wird in die Absaugstation eingeklickt und die Sta­tion saugt den Inhalt der Staubbox auto­matisch in einen größeren Behälter, meist einen Beutel. Der Vorteil: Es wirbelt kein Staub herum, die Hände werden nicht schmutzig. Auch der Akku wird in der Station geladen. 

Für so eine Absaugstation muss sich ein entsprechender Platz in der Wohnung bzw. im Haus finden. Und freilich hat diese Zu­satzausstattung in der Regel auch ihren Preis. So kostet der AEG-Sauger, der einzig gute im Test mit Absaugstation, 630 Euro (inklusive Wechselakku). 

Die Betriebskosten sind verkraftbar. Je nach Putzintervall und Haushaltsgröße braucht man alle paar Monate einen neuen Beutel für die Absaugstation. Er kostet zwischen 2,60 Euro (AEG) und 4,80 Euro (Samsung) pro Stück. 

Das Auswechseln der Beutel funktioniert klaglos. Der Tineco hat keinen Beutel, sondern auch in der Station einen Kunststoff-Behälter – für Allergiker:innen also die schlechteste Wahl unter den dreien. 

 

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Knackpunkt Akkulaufzeit

Wie zuvor erwähnt, können die guten Akkustaubsauger in Sachen Saugleistung inzwischen mit den Kabel-Saugern mit­halten. Faktum ist freilich auch: Irgend­wann geht ihnen die Puste, sprich der Akku, aus. Und das doch vielfach früher als später. Eine ganze 4-Zimmer-Wohnung wirklich gründlich, inklusive mehrerer Teppiche, zu reinigen, das geht sich wohl mit keinem Akkustaubsauger aus. 

Auf höchster Stufe auf Teppich ist beim Xiaomi schon nach 6 Minuten Schluss, 9 Minuten sind es beim Samsung. Auch Miele (12 Minuten) und Bosch Unlimited 10 (13 Minuten) halten nicht wesentlich länger durch. Die Top-Werte, 21 bzw. 27 Minuten, schaffen der Anyson bzw. der Shark. Aller­dings saugen die beiden nicht gründlich (zum Anyson später mehr). 

Für Brösel auf Parkett aber reicht die niedrige Stufe alle­mal aus. So werken die Sauger dann deut­lich länger.

Wechselakku gefragt 

Wer eine größere Saugeinheit plant, ist jedenfalls gut beraten, einen zweiten, voll­geladenen Akku bei der Hand zu haben. Denn bei manchen Akkus dauert es bis zur vollständigen Wiederbeladung mehr als sechs Stunden (Anyson) bzw. fünf Stun­den (Rowenta X-Force Flex 14.80). Am schnellsten geht es dank des beiliegenden Schnellladers bei Bosch (rund eine Stun­de). 

Ob ein Zweitakku standardmäßig mitge­liefert wird oder nicht, ist, wie bereits an­gedeutet, sehr unterschiedlich. Früher oder später wird aber ohnehin bei jedem Modell ein neuer Akku fällig, da die Kapazi­tät jedes Akkus mit den Jahren nachlässt. 

So ein (Wechsel-)Akku kostet zwischen 70 (Bosch) und 200 Euro (Samsung). In unse­rem Haltbarkeitstest verlor übrigens der Dyson-Akku am stärksten an Kapazität (Wechselakku: 130 Euro). 

Bei Shark und Anyson werden weder Wechselakkus mit­geliefert, noch konnten wir herausfinden, was ein neuer Akku kosten würde (und ob man ihn überhaupt bekommen kann). Beim Xiaomi kann ein etwaiger Akkuwech­sel nur von einem autorisierten Service­partner durchgeführt werden. 

Mann saugt Teppich mit Akkustaubsauger
Bild: brizmaker/stock.adobe.com

Dyson-Fake als Schlusslicht

Zum Abschluss ein kurzes Wort zum Anyson Stars 5. Ein Gerät, das nicht nur vom Namen her, sondern auch optisch frappant an einen Dyson-Sauger erinnert. Er kostet aber nur einen Bruchteil vom Original und ist zudem nur über Amazon erhältlich. Wenn man den dortigen tausendfachen Bewertungen trauen mag, dann ist der Sauger ... 

a) ein Verkaufsschlager und 
b) ein absolutes Topprodukt. 

Zu Punkt b) können wir sagen: Davon ist er weit entfernt. Zwar ist die Handhabung gut, auch Halt­barkeit, Sicherheit und Schadstoffe sind in Ordnung. Aber beim Hauptkriterium, dem Saugen, fiel der Anyson mit Pauken und Trompeten durch. Entsprechend gab’s in der Gesamtnote ein „nicht zufrie­denstellend“.

Testtabelle Akkustaubsauger

Klicken Sie auf den Link "Zur Testtabelle". Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 14 Produkten zur Verfügung. (Stand: Februar 2026)

Bitte beachten Sie, dass Sie mindestens 2 Produkte anhaken und vergleichen müssen, um zu den Detailergebnissen zu gelangen. 

Näheres zur optimalen Nutzung der Online-Tabelle finden Sie in unserer Produktfinder-Hilfe.

Produktfinder

Testkriterien

Im Rahmen einer Testkooperation mit der Stiftung Warentest wurden 14 beutellose Akku-Staubsauger untersucht. 

Für den Test wurden Staubsauger zur Reinigung von Teppichen und Hartböden im Haushalt ausgewählt. Berücksichtigt wurden dabei die Varianten Staubbeutel, Staubbox und andere Filtertechnologien. Für die Auswahl waren Marktbedeutung, Neuheit oder spezielle Werbeversprechen – beispielsweise für Tierhaare oder Allergiker:innen – maßgeblich. 

Die Prüfmuster wurden zwischen Jänner 2024 und Juli 2025 anonym eingekauft, die Preise wurden im Jänner 2026 von den Anbietern und im (Online-)Fachhandel erhoben.

Testparameter inkl. Gewichtung

  • Saugen 45 %
  • Handhabung 30 %
  • Umwelteigenschaften 15 %
  • Haltbarkeit 10 %
  • Sicherheit 0 %
  • Schadstoffe 0 %

Saugen

Die Saugprüfungen absolvierten die Sauger auf einer automatisierten Prüfeinrichtung. Dabei war der Handgriff der Sauger eingespannt und die Düse wurde von dem Prüfgerät über den Boden gezogen und geschoben. Im Vorfeld wurde genau abgewogen, wie viele Fasern, Staub oder Tierhaare beispielsweise verteilt wurden und wie viel davon anschließend von einem Sauger eingesaugt wurde.

In allen Saugprüfungen stellten die Tester:innen die Sauger so ein, dass sich die Düsen mit einer Kraft von maximal 35 Newton schieben ließen. Das entspricht in etwa der Kraft, die ein Erwachsener beim Staubsaugen größerer Flächen gerade noch als akzeptabel empfindet. Jeder Staubsauger lief also mit einer individuell eingestellten Saugleistung. Wenn dies nicht möglich war, wurde die Düse verstellt oder der Nebenluftsteller geöffnet.

In allen Saugprüfungen wurde ein teilgefüllter Staubbehälter (Beutel oder Staubcontainer) verwendet oder simuliert. Dies wurde erreicht, indem der Staubbehälter in kleinen Schritten so lange beladen wurde, bis ein Unterdruck von 60 Prozent des maximalen Unterdruckwerts erreicht war. Von dieser Staubmenge entsprachen 40 Prozent der teilgefüllten Beladung. Die Boden-Saugprüfungen wurden mit der Hauptbodendüse (Elektrobürste) durchgeführt, die in der Regel für Teppich- und Hartböden geeignet ist.

Staubaufnahme von Teppichboden und Hartboden sowie Saugen von Ecken und Kanten und Ritzen. Die Testexpert:innen maßen die Staubaufnahme der Staubsauger in Anlehnung an die Norm DIN EN 60312: Beim Hartboden wurden zwei Versuche mit einem Vorwärts- und zwei Versuche mit einem Rückwärtsstrich begonnen. Damit alle Staubsauger im Test die gleichen Bedingungen hatten, wurde genormter Prüfstaub verwendet. Zum Einsatz kamen künstliche Prüfstäube, die hinsichtlich ihrer Charakteristik realem Hausstaub entsprechen. Die Staubaufnahme vom Wilton-Teppichboden wurde von den Testern auf die Saugergebnisse eines Referenzsaugers bezogen.

Faseraufnahme von Teppichboden und Polster. Dabei wurden die Zeit, die für die Aufnahme der Fasern benötigt wird, sowie die Reinigungszeit der Düse bewertet. Für die Prüfung der Faseraufnahme von Polstern wurde eine Polsterdüse oder ein anderes geeignetes Zubehörteil verwendet.

Grobgutaufnahme von Teppichboden und Hartboden. Die Grobgutaufnahme erfolgte in Anlehnung an DIN EN 60312. Eine Mischung aus gleichen Massenanteilen von Reis und Linsen wurde aufgesaugt, wobei zwei Versuche mit einem Vorwärts- und zwei Versuche mit einem Rückwärtsstrich begonnen wurden.

Tierhaaraufnahme von Teppichboden. Diese Prüfung erfolgte in Anlehnung an DIN EN 60312. Aufgesaugt wurde eine homogene Mischung aus Hunde- und Katzenhaaren unterschiedlicher Rassen.

Akkulaufzeit. Die Akkulaufzeit wurde an vollgeladenen Akkus ermittelt. Dabei wurden die mitgelieferten Wechselakkus berücksichtigt. Der Staubsauger wurde jeweils auf Hartboden und auf Teppich positioniert. Im Boden befand sich ein Loch, um den Unterdruck zu messen. Aus dem gemessenen Unterdruck über der Zeit wurde die Laufzeit berechnet. Die Staubsauger waren dabei so eingestellt, dass sie sich mit einer Kraft von maximal 35 Newton schieben ließen.

Handhabung

Fünf Fachleute führten einen Alltagstest durch: Sie beurteilten die Bedienungsanleitung, die Montage und Demontage der Geräte sowie Griffe, Schalter und Anzeigen. Außerdem beurteilten sie das Aufbewahren und Tragen der Geräte.

Weitere Prüfpunkte: Wie gut ließen sich Teppich- und Hartböden, Treppen und Polster saugen? Wie einfach war es, die Düsen zu reinigen, den Staubbeutel und den Filter zu wechseln oder die Staubbox zu entleeren und zu reinigen? Bewertet wurde auch das Saugen von Semmelbröseln vom Teppichboden und von Kaffeepulver vom Hartboden.

Zudem wurde geprüft, wie einfach der Umbau zum Kleinsauger gelang und wie gut sich damit saugen ließ. Die Tester:innen bewerteten auch, wie gut sich die Staubsauger auf Teppichboden und Hartboden manövrieren lassen und wie gut man damit unter Möbeln saugen kann. In diesen Prüfungen war der Sauger so eingestellt, dass sich die Düse mit maximal 35 Newton schieben ließ. Der Akkuwechsel und die Ladezeit werden beurteilt.

Umwelteigenschaften

Staubrückhaltevermögen. Die Tester:innen verglichen den Staubgehalt in der Zu- und Abluft, um den Abscheidegrad zu ermitteln. Je mehr Staub im Filtersystem zurückblieb, desto höher war der Abscheidegrad.

Geräuschentwicklung auf Teppichboden und Hartboden. Die Expert:innen ermittelten die Schallleistung in Anlehnung an die Norm DIN EN 60704–2–1. Dabei musste das Gerät jeweils auf Teppichboden und auf Hartboden saugen. Auch in dieser Prüfung war der Sauger so eingestellt, dass die Schiebekraft maximal 35 Newton betrug.

Stromverbrauch. Während der Staubaufnahmeprüfung ermittelten die Tester:innen auch, wie viel Energie der Staubsauger auf Wilton-Teppichboden und Hartboden verbrauchte. Das Ergebnis bezieht sich jeweils auf zehn Quadratmeter. Außerdem wurden die Erhaltungsladung und der Standby-Verbrauch des Ladegeräts bewertet.

Wechselbarkeit des Akkus. Zusätzlich wurde geprüft, ob ein Wechsel des Akkus im Falle eines Defekts durch die Nutzer:innen oder einen Fachbetrieb möglich ist.

Haltbarkeit

Motordauerprüfung. Der Dauertest lief bei Akku-Staubsaugern über 70 Stunden reine Betriebszeit. Pausen fürs Aufladen und Abkühlen waren in den 70 Stunden nicht inbegriffen.

Stoßprüfung. Bei der Stoßprüfung wurden die Handstaubsauger auf einem Prüfstand über einen Teppich mit Unebenheiten geschoben – insgesamt 75 Stunden lang mit Unterbrechungen.

Laufzeitverlust des Akkus. Über die Dauer der Motordauerprüfung wurde der Laufzeitverlust der Akkus bewertet. Dazu wurde die durchschnittliche Laufzeit zu Beginn und am Ende der Prüfung ermittelt. Aus der Differenz ergab sich der Laufzeitverlust.

Sicherheit

Die Prüfer:innen beurteilten, ob die Geräte wichtigen elektrischen Sicherheitsvorschriften genügen. In Anlehnung an DIN EN 60335 kontrollierten sie die elektrische Sicherheit der Staubsauger sowie der Ladegeräte und -stationen. Zudem prüften sie, ob sich Nutzer:innen an scharfen Kanten und Spitzen verletzen können und ob sie sich beim Beutel- und Filterwechsel bzw. beim Entleeren der Staubbox die Finger einklemmen können.

Schadstoffe

Die Griffe oder andere Teile, die länger berührt werden, wurden auf den Gehalt polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) in Anlehnung an die GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK untersucht. Es wurden 15 PAK bestimmt. Weiterhin wurden die Griffe auf den Gehalt an Phthalat-Weichmachern und kurzkettigen Chlorparaffinen (SCCP) untersucht (nach der Extraktionsanalyse mit GC/MS).

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich gravierende Produktmängel stärker auf das Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet. Sind die Urteile gleich oder nur geringfügig schlechter als die beschriebenen Notenschwellen, haben sie nur geringe negative Auswirkungen. Je schlechter die Urteile ausfallen, desto stärker ist der jeweilige Abwertungseffekt. 

Folgende Abwertungen wurden eingesetzt:

  • Ab dem Urteil „gut“ fürs Saugen wurde das Testurteil abgewertet.
  • Lautete das Urteil Saugen „nicht zufriedenstellend“, konnte das Testurteil nicht besser sein.
  • Ab der Note „weniger zufriedenstellend” für die Staubaufnahme vom Teppich- oder Hartboden sowie ab der Note „nicht zufriedenstellend” für die Grobgutaufnahme vom Teppich- oder Hartboden, die Faseraufnahme vom Teppichboden oder Polster, die Tierhaaraufnahme vom Teppichboden sowie für Ritzen, Ecken und Kanten wurde das Urteil Saugen abgewertet.
  • Ab dem Urteil „weniger zufriedenstellend“ für die Umwelteigenschaften wurde das Testurteil abgewertet.
  • Ab der Note „durchschnittlich“ für das Staubrückhaltevermögen, das Geräusch auf Teppich- oder Hartboden sowie für den Stromverbrauch wurde das Urteil Umwelteigenschaften abgewertet.
  • Lautete das Urteil Wechselbarkeit des Akkus „nicht zufriedenstellend“, wurde das Urteil Umwelteigenschaften abgewertet.
  • Ab dem Urteil „durchschnittlich“ für die Haltbarkeit wurde das Testurteil abgewertet. Lautete das Urteil Haltbarkeit „nicht zufriedenstellend“, konnte das Testurteil nicht besser sein.
  • Ab der Note „gut” in der Motordauerprüfung, in der Stoßprüfung sowie für den Laufzeitverlust des Akkus wurde das Urteil Haltbarkeit abgewertet.
  • Ab dem Urteil „weniger zufriedenstellend“ für Sicherheit wurde das Testurteil abgewertet. Lautete das Urteil Sicherheit „nicht zufriedenstellend“, konnte das Testurteil nicht besser sein.
  • Ab dem Urteil „weniger zufriedenstellend“ für Schadstoffe wurde das Testurteil abgewertet. Lautete das Urteil Schadstoffe „nicht zufriedenstellend“, konnte das Testurteil nicht besser sein.

Übrigens landen viele Staubsauger unnötigerweise im Müll. Bei welchen Schäden sich eine Reparatur lohnt, lesen Sie hier

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