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Test Akkurasenmäher: Akkurasenmäher auf Wiese, im Hintergrund Blumenbeet
Test Akku- vs. Kabelmäher Bild: Sergey and Marina Pyataev/Shutterstock.com

Rasenmäher - Akku schlägt Kabel

Test: Akku-Mäher schneiden im Schnitt besser und halten länger. Kabel-Modelle wiegen weniger und kosten nur die Hälfte.

Test: Elektrische Rasenmäher (limpido / Shutterstock.com)

Diese Rasenmäher haben wir getestet:

AKKU-RASENMÄHER

  • AL-KO 42.9 LI Set
  • Alpina BL 410 Li
  • Bosch EasyRotak 36-550
  • Einhell GE-CM 36/36 Li
  • Makita DLM382PM2
  • Obi/Lux-Tools A-RM-2x20/37
  • Ryobi RY18LMX40A-240
  • Wolf-Garten Lycos 40/370 M
  • Worx WG743E

KABEL-RASENMÄHER

  • Bosch ARM 34
  • Gardena PowerMax 1400/34
  • Stihl RME 235
  • Wolf-Garten A 340 E

Die Testtabelle informiert über: AUSSTATTUNG/TECHNISCHE MERKMALE (Empfohlene Fläche in m², Schnittbreite, Minimale & Maximale Schnitthöhe, Gewicht, Mulchfunktion, Höhenverstellbarer Schiebe-Holm, Volumen Graskorb, Akku in weiteren Geräten des Herstellers verwendbar, Anzahl Akkus im Betrieb, Ladezeit, Gleichzeitig ladende Akkus), MÄHEN (Trockener & feuchter Rasen, Hoher Rasen, Reichweite, ...), HANDHABUNG, HALTBARKEIT, SICHERHEIT, UMWELTEIGENSCHAFTEN

Lesen Sie nachfolgend den Testbericht.


Rasenmäher oder -Roboter

Wer das Wachstum seiner Grünfläche im Zaum halten will, hat im Grunde zwei ­Möglichkeiten: selber machen oder diese Arbeit abgeben. Wird sie abgegeben, kann das durch menschliche Hilfe oder durch ­Roboterhilfe (siehe Mähroboter - Zweischneidig) passieren – oder durch tierische. Da grasen dann Hasen auf dem Rasen oder wird die Wiese durch Schafszähne gezähmt.

13 Elektro-Mäher im Test

Soll weiterhin der Mensch sich um die Grasrasur kümmern, bleiben die herkömmlichen Geräte zum Schieben: Benzin-Rasenmäher – meist für Flächen über ca. 500 m² – und elektrisch betriebene Modelle für kleinere Flächen. Die deutsche Stiftung Warentest hat diesmal 13 Elektro-Mäher geprüft. Und zwar kabelgebundene wie auch solche mit Akku.

Schnitt, Reichweite, Haltbarkeit, ...

Neun der getesteten Rasenmäher werden mit Akku betrieben, vier bekommen via Kabel den Saft aus der Steckdose. Das Hauptaugenmerk des Tests wurde auf das Mähen gelegt. Dafür wurde trockener, feuchter und ca. 14 Zentimeter hoher Rasen geschnitten. Neben dem Erscheinungsbild nach dem Rasenschnitt wurde auch der Stromverbrauch und – bei den batteriebetriebenen Modellen – die Reichweite pro Akkuladung bewertet. Zusätzlich wurden noch die Handhabung, die Haltbarkeit, die Sicherheit und das Geräusch sowie die Schadstoffe in den Griffen beurteilt.

Vor- und Nachteile

Akku mäht besser

Ein paar Trends lassen sich nach dem Test bestimmen. So mähen die Akku-Geräte im Schnitt besser. Knapp die Hälfte der Kandidaten bekam in diesem Punkt ein "gut". Die Angeleinten schafften alle nur ein "durchschnittlich". Bei zweien schwächelte zudem der Motor in der Haltbarkeit, während alle Akku-Mäher in dieser Kategorie "sehr gut" abschnitten.

Kabel ist leichter

Der Vorteil der Kabel­gebun­denen liegt vor allem im Gewicht, das im Schnitt deutlich unter jenem der Batterie-Brüder liegt. Wobei der Akku-Sieger von Einhell mit seinen 13 Kilogramm in derselben Gewichtsklasse wie die Kabel-Kollegen mitkämpfen kann.

Akku-Mäher doppelt so teuer

Bei den Kosten lässt sich auch eine klare Aussage treffen: Zum Preis eines Akku-Mähers bekommen Sie im Schnitt zwei mit Kabel. Nicht zu vergessen, dass die Akkus nach einiger Zeit nach­gekauft werden müssen. So können dann schnell 200 Euro dazukommen. Da hilft es auch nichts, dass die Batteriebetriebenen nur etwa ein Drittel des Stroms der Kabelabhängigen verbrauchen. Das sind bei 30 Mal Stutzen von 500 m² im Jahr immer nur ­Kosten im einstelligen Euro-Bereich. Die ­Ersparnis liegt also bei ein paar Euro jährlich.

Rasenfläche entscheidend

Vor dem Kauf eines Akku-Mähers sollte ­jedenfalls darauf geachtet werden, wie viele Quadratmeter er ohne nachzuladen schafft. Denn dem Schwächsten (Obi) geht schon nach 266 m² die Luft aus, während der Ausdauerndste (Ryobi) 410 m² schafft. Dafür braucht dieser dann über vier Stunden, um die zwei Akkus aufzuladen. Beim Schnellsten (Makita) passiert das in einer guten halben Stunde. Manche Mäher beider Kategorien bieten auch eine Mulch-Möglichkeit an. Bei keinem darf jedoch das Ergebnis eines "echten" Mulch-Mähers erwartet werden.

Sechs "Gute" mit Akku

Den Lorbeerkranz für den Sieger aller ­Klassen darf sich der Einhell-Akku-Mäher ­umhängen. Er mäht am besten und ließ auch sonst kaum Punkte liegen. Einzige Schwachstelle: die umständliche Erstmontage. Er wird von fünf weiteren "Guten" gefolgt, allen voran der AL-KO. Am Ende der Liste der Batteriegespeisten landeten mit einem "durchschnittlich" der Obi (schlechte Mäh- und Akkuleistung), der Ryobi (Grasschnitt verstopft den Korbeingang; schwierige Reinigung) und der Wolf-Garten Lycos (kippt bei vollem Korb).

Nur ein "Guter" mit Kabel

Unter den Kabelgebundenen ist der Stihl der einzige "Gute". Er mäht bei allen Bedingungen "durchschnittlich". Eine Schwäche dieses lauten Mähers ist die umständliche Schnitthöhenverstellung. Der Wolf-Garten folgt mit einem "durchschnittlich". Sein Schwachpunkt: Er kippt – wie sein Akku-­Bruder – leicht mit vollem Graskorb. Schlusslicht ist hier der schwache und kipplige Gardena mit einem "weniger zufriedenstellend".

Generell wäre noch zu sagen, dass die Batterien der Akku-Mäher auch auf anderen Maschinenarten desselben Systems des Herstellers eingesetzt werden können. Vorteil: Man braucht weniger Akkus oder kann diese bei Leistungsverlust untereinander tauschen. Nachteil: Man ist meist an ein System und an einen Hersteller gebunden. Rufe nach einer Standardisierung verhallten bisher.

Akku vs. Kabel

Akku

+ mobil wie ein Benziner, aber sauberer und leiser

+ Systemakkus in anderen Geräten verwendbar

– hoher Preis

– nach einiger Zeit neuer Akku notwendig

– Planung nötig: Akkus müssen geladen sein

Kabel

+ günstig und leicht

+ immer einsatzbereit

– 230-Volt-Anschluss und Kabel nötig

– Gefahr des Kabeldurchtrennens

– höheres Risiko für Motorschaden

Testtabelle: Akku-Rasenmäher

Testtabelle: Kabel-Rasenmäher

Testkriterien

Im Test: 13 Sichelmäher mit Schnittbreiten von 33 bis 42 cm, davon neun Geräte-Sets mit einem oder zwei Akkus und vier Geräte mit Netzanschluss. Alle ohne Radantrieb. Wir kauften sie im Juli und August 2020 ein.

Preise: Die Preise wurden im März 2021 erhoben.

Mähen: 45 %

Drei Experten mähten trockenenfeuchten und etwa 14 Zentimeter hohen Rasen. Wir bewerteten die Flächenleistung pro Stunde, die Schnittgüte beim Mähen, bei trockenem Rasen zusätzlich das Gesamtbild und Radspuren.

Grasfangkorb: Wir bewerteten unter anderem Füllmenge und Verstopfungsneigung.

Reichweite Akkuladung: Beim Mähen einer Testfläche ermittelten wir den Stromverbrauch des Mähers. Eingestellt auf denselben Stromverbrauch, ließen wir den Mäher auf dem Prüfstand laufen, bis sein Akku leer war. Daraus errechneten wir die Reichweite einer Akkuladung.

Mulchen: Wir prüften die Mulchfunktion mit dem beiliegenden Zubehör.

Handhabung: 30 %

Ein Experte bewertete die Gebrauchsanleitung, drei Experten bewerteten die Montage

Drei Hobbygärtner unterschiedlicher Größe (auch Linkshänder) beurteilten das Einstellen inklusive der Funktion der Höhenverstellung des Holmes, das Fahren und Mähen (zum Beispiel Fahr- und Wendeverhalten, Vibrationen, den Wandabstand, Schnitthöhenerkennbarkeit und Schrittfreiheit). Sie beurteilten die Handhabung des Grasfangkorbs, prüften das Mähen in Schräglage sowie das Reinigen des Mähers.

Bei den Akkumähern prüften sie die Handhabung der Akkus. Wir bewerteten die Ladezeit im mitgelieferten Ladegerät beziehungsweise in den mitgelieferten Ladegeräten. An Geräten mit Netzanschluss prüften wir die Zugentlastung für das Kabel und wie sich das Kabel einstecken lässt.

Haltbarkeit: 10 %

Wir betrieben die Mäher auf einem Prüfstand mit der Belastung, die wir beim Mähen trockenen Rasens ermittelten.

Die Haltbarkeit von Holm und Rädern prüften wir auf einem Rüttelrost über 100 Stunden.

Die Haltbarkeit des Motors prüften wir im Dauerlauf, indem wir 300 Mähdurchgänge von je 500 Quadratmetern Fläche simulierten.

Drei Prüfer bewerteten die sonstige Konstruktion auf Schwachstellen.

Sicherheit: 10 %

Wir prüften die mechanische und elektrische Sicherheit von Mäher, Akku und Ladegerät inklusive einer Kippprüfung nach dem GS-Zeichen.

Gesundheit und Umwelt: 5 %

Geräusch: Der Schallleistungspegel wurde in Anlehnung an die Outdoorrichtlinie ermittelt und auch mit den Angaben auf dem Typenschild verglichen. Drei Experten bewerteten zusätzlich das Mähgeräusch anhand einer aufgezeichneten Tonspur und bewerteten subjektiv den Geräuscheindruck während der Funktionsprüfung.

Schadstoffe in den Griffen: Bestimmt wurden 15 polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und der Gehalt an Phthalaten, sofern diese an länger zu berührenden Handgriffen und Schaltern vorhanden waren.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass Mängel sich verstärkt auf das Test-Qualitätsurteil auswirken. Folgende Abwertungen setzten wir ein: War die Handhabung des Akkus oder des Grasfangkorbs „weniger zufriedenstellend“ oder schlechter, wurde die Teilnote im Prüfpunkt Handhabung um drei Zehntelnoten abgewertet. War die Haltbarkeit „weniger zufriedenstellend“, wurde die Gesamtnote um eine halbe Note abgewertet; war sie „nicht zufriedenstellend“, konnte die Gesamtnote nicht besser als „nicht zufriedenstellend“ sein. Waren Holm und Räder oder der Motor „durchschnittlich“ oder schlechter, wurde die Haltbarkeit daraufhin abgewertet. War die Sicherheit „weniger zufriedenstellend“, wurde die Gesamtnote um eine halbe Note abgewertet.

Testplakette

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