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Eine schwangere Frau wird geimpft.
Wie wirkt sich die Covid-Impfung auf die Fruchtbarkeit von Frauen aus? Bild: Marina Demidiuk/Shutterstock.com

Schwangerschaft und COVID-Impfung - Wirkung auf die Fruchtbarkeit?

Hat die COVID-Impfung Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen?

Arzt impft Schwangere gegen Corona (Foto: Marina Demidiuk/Shutterstock)

Nein. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die COVID-Impfung Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen hat. Das zeigen sowohl Statistiken als auch bisher vorliegende Studienergebnisse.Es gibt keine Hinweise darauf, dass die COVID-Impfung Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen hat.

Gerücht: "unfruchtbar"

Seit es Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt, gibt es auch das Gerücht, die Corona-Impfung mache Frauen unfruchtbar. Manche lassen sich deswegen nicht impfen. Unsere Kooperationspartner von medizin-transparent.at haben nach Studien gesucht, die eine mögliche Verbindung zwischen der Impfung und Unfruchtbarkeit untersucht haben. Ergebnis: Eine wissenschaftliche Grundlage für die Annahme, dass die COVID-Impfung sich auf die Fruchtbarkeit von Frauen auswirken könnte, gibt es nicht. Auch die Wahrscheinlichkeit, eine Fehlgeburt zu haben, scheint mit der Impfung nicht höher zu sein als ohne.

Keine Beweise

Die Sicherheit der bisher zugelassenen Corona-Impfstoffe wurde eingehend überprüft. Wie andere Medikamente können auch sie unerwünschte Wirkungen haben. Schwierigkeiten, schwanger zu werden, oder vermehrte Fehlgeburten gehören allerdings nicht dazu. Wir konnten keine einzige Studie finden, in der sich ein Zusammenhang zwischen der COVID-Impfung und Unfruchtbarkeit andeutet.

Schwangere erkranken schwerer

Anders sieht es bei einer Corona-Infektion aus. Schwangere Frauen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, scheinen schwerer zu erkranken als nicht Schwangere. Sie werden häufiger auf der Intensivstation behandelt und künstlich beatmet und haben ein höheres Risiko für Fehlgeburten.

Starke Monatsblutung

Viele Frauen berichteten über eine ungewöhnlich starke oder unregelmäßige Monatsblutung kurz nach der Impfung. Diese mögliche Nebenwirkung der Impfung ist bisher nicht gut erforscht. Vorübergehende Zyklusunregelmäßigkeiten können aber auch nach akuten Infekten oder durch Stress auftreten. Gesundheitlich bedenklich sind sie normalerweise nicht. Auch die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft schwanger zu werden, wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Die derzeit zugelassenen Corona-Impfstoffe (Stand Oktober 2021) wurden wie alle anderen Medikamente auch an Tieren getestet. Auch hier zeigten sich keine Hinweise darauf, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte.

Syncytin ähnelt ...

Seinen Ursprung hat das Gerücht, dass eine Corona-Impfung sich auf die Fruchtbarkeit von Frauen auswirkt, vermutlich in der vermeintlichen Ähnlichkeit zwischen einem Eiweiß im menschlichen Körper, dem Syncytin, und einem Eiweiß des Coronavirus, dem Spike-Protein. Syncytin spielt eine wichtige Rolle in der menschlichen Fortpflanzung. Das Spike-Protein wiederum ist das „Erkennungsmerkmal“ des Coronavirus, auf das das menschliche Immunsystem durch die Impfung "trainiert" werden soll.

... dem Spike-Protein

Manche Wissenschaftler waren der Meinung, Syncytin sei ähnlich aufgebaut wie das Spike-Protein des Coronavirus. Sie befürchteten, diese Ähnlichkeit könnte dazu führen, dass das Immunsystem nach der Corona-Impfung fälschlicherweise das körpereigene Syncytin angreift. Diese Annahme hat sich mittlerweile als falsch herausgestellt. Wäre das der Fall, müsste auch jede COVID-19-Erkrankung bei Frauen unweigerlich zu Unfruchtbarkeit führen. Auch darauf gibt es jedoch bisher keine Hinweise.

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Stimmt das, was die berichten?

Beinahe täglich berichten Medien von Behandlungsmethoden, diagnostischen Tests und Studien. Wie aber steht es mit den Fakten hinter diesen Meldungen? Können wir glauben, was wir lesen? In unserer Rubrik "Fakten-Check Medizin" finden Sie Informationen, ob es für Medienberichte zu medizinischen Themen echte wissenschaftliche Beweise gibt. "Faktencheck Medizin" ist eine Kooperation von KONSUMENT mit Cochrane-Österreich. Medizin-transparent ist werbefrei, unabhängig und wird durch die Bundesgesundheitsagentur gefördert.

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