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Haus mit Photovoltaikanlage am Dach, Sicht von oben
Mit einem eigenen Speicher sind Sie unabhängiger vom Stromanbieter. Bild: Matus/adobe.stock.com/generiert durch KI

Photovoltaik-Speicher: Lohnt sich die Anschaffung?

Strom von der eigenen Photovoltaikanlage rund um die Uhr nutzen zu können, vermittelt ein Gefühl von Unabhängigkeit. Für private Haushalte kann sich die Kombination aus Photovoltaik-Anlage (PV) und Speicher lohnen.

Mehr Unabhängigkeit vom Strom-Anbieter

Ohne Speicher beziehen PV-Besitzende den Großteil ihres Stroms von einem Energieversorger. Ein Stromspeicher ermöglicht es jedoch, die tagsüber erzeugte Solarenergie zu speichern und „intelligent” ins Netz einzuspeisen. Das bedeutet: Smart Meter und Energiemanagementsystem messen den Stromfluss und verteilen den Solarstrom optimal. 

Überschüssiger Strom, der nicht sofort benötigt wird, lädt zuerst den Speicher. Danach wird nur so viel ins Netz eingespeist, wie nötig oder gewünscht ist, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Der Einsatz des gespeicherten Stroms erfolgt bedarfsgerecht auf Basis von Wetterprognosen, Strompreisen und Verbrauchsmustern. Dadurch steigen Autarkie und Wirtschaftlichkeit.

Speichergröße am Beispiel eines Einfamilienhauses

Bei jährlichem Stromverbrauch von 4.000 kWh ist ein Speicher von vier bis sechs kWh Nettospeicherkapazität empfehlenswert. Gesamtkosten: etwa 4.000 bis 6.000 Euro.

Technologien

Tabelle mit der Überschrift „Lebensdauer der Speicher“. Sie ist in drei Spalten und sechs Datenzeilen aufgebaut.  Spaltenüberschriften (orange hinterlegt):  Ladezyklen gesamt  Ladezyklen pro Jahr  Lebensdauer in Jahren  Tabelleninhalt:  5.000 Ladezyklen bei 150 Ladezyklen pro Jahr → 33,3 Jahre  5.000 Ladezyklen bei 200 Ladezyklen pro Jahr → 25 Jahre  6.000 Ladezyklen bei 150 Ladezyklen pro Jahr → 40 Jahre  6.000 Ladezyklen bei 200 Ladezyklen pro Jahr → 30 Jahre  7.000 Ladezyklen bei 150 Ladezyklen pro Jahr
Wie lange funktionieren Photovoltaikspeicher? Bild: VKI

Lithium-Ionen-Speicher 

ermöglichen eine hohe Energiedichte (= große Speicherkapazität in relativ kleinem Gehäuse). Nachteil: Überhitzungsgefahr bei Überladung.

Natrium-Ionen-Speicher

Ladungsträger: Natrium. Geringere Energiedichte als bei der anderen Variante. Vorteil: Natrium ist als Bestandteil von Natriumchlorid (Kochsalz) im Meerwasser enthalten. Batterie ist leicht zu recyclen.

Fazit: Ein Speicher lohnt sich, wenn Sie Ihre Autarkie erhöhen möchten und einen hohen Eigenverbrauch haben, etwa durch eine Wärmepumpe. Steigende Strom- und sinkende Speicherpreise erhöhen die Attraktivität der Investition zusätzlich.

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