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Yogi Tea Classic Chai - Viel Verpackung für wenig Tee

  Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Eine Packung Tee, die nicht nur Tee, sondern auch ganz schön viel Luft enthält.

Yogi Tea Classic Chai: wie mickrig der Inhalt bemessen ist, stellt sich erst nach dem Öffnen heraus; Bild: K. Schreiner/VKI
Yogi Tea Classic Chai: wie mickrig der Inhalt bemessen ist, stellt sich erst nach dem Öffnen heraus; Bild: K. Schreiner/VKI

Yogi Tea Classic Chai: wie mickrig der Inhalt bemessen ist, stellt sich erst nach dem Öffnen heraus; Bild: K. Schreiner/VKI

Yogi Tea Classic Chai: Die Packung ist nur zu zwei Drittel mit Tee gefüllt; K. Schreiner/VKI
Yogi Tea Classic Chai: Die Packung ist nur zu zwei Drittel mit Tee gefüllt; K. Schreiner/VKI

Yogi Tea Classic Chai: Die Packung ist nur zu zwei Drittel mit Tee gefüllt; K. Schreiner/VKI

Mickrig befüllt

Das steht drauf: Yogi Tea Classic Chai

Gekauft bei: in mehreren Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Zur Abwechslung ein Gewürztee? Classic Chai – eine ayurvedische Gewürzteemischung von Yogi Tea – ist in einen roten Karton verpackt. In diesem wiederum steckt der Beutel mit Tee. Zieht man das Kunststoffsäckchen heraus, stellt man fest: Der Beutel ist nur zu etwa zwei Drittel befüllt!

Da der Karton kein Sichtfenster hat, haben Kunden keine Chance, noch im Geschäft zu erkennen, wie wenig Tee in der Packung steckt. Wie viel Luft mit der Gewürzteemischung mit gekauft wird, merkt man daher erst zu Hause, wenn man die Packung öffnet.

Ergiebigkeit selber nachrechnen

Hersteller Yogi Tea erklärt die geringe Füllhöhe des Innenbeutels u.a. damit, dass die Teeblätter während Transport und Lagerung an Volumen verlieren. Die enthaltene Menge der Teemischung sei prominent auf der Vorderseite der Verpackung angegeben. In Verbindung mit der zusätzlichen Gramm-Angabe in der Zubereitungsanleitung, wie viel der Teemischung zur Herstellung von einem Liter Teegetränk empfohlen wird, könnten weitergehend interessierte Verbraucher die Ergiebigkeit errechnen.

Danke bestens für die Information. Auch wir empfehlen, auf die Nettofüllmenge zu achten. Danke obendrein für den Tipp, die Ergiebigkeit des Tees zu berechnen. Kunden haben ja im Geschäft, beim Einkaufen, bekanntermaßen Zeit und Muße im Übermaß. Die eine oder andere Rechnung geht sich da ganz nebenbei doch locker aus. Oder nicht?

Reaktion der Firma Yogi Tea

Was Yogi Tea zur übergroßen Verpackung seiner ayurvedischen Gewürzteemischung sagt.

„Es liegt in keiner Weise in unserer Absicht, ein Mehr an Inhalt zu suggerieren. Die enthaltene Menge der Teemischung ist prominent auf der Vorderseite der Verpackung angegeben. In Verbindung mit der zusätzlichen Gramm-Angabe in der Zubereitungs-Anleitung (auf der Rückseite), wie viel der Teemischung zur Herstellung von einem Liter Teegetränk wir zu verwenden empfehlen, kann die/der weitergehend interessierte VerbraucherIn die Ergiebigkeit errechnen.

Die Größe der Verpackung ergibt sich aus einer Summe einzelner Faktoren:

1. Die verschiedenen Teesorten haben eine unterschiedliche Dichte. Der Einheitlichkeit und Klarheit wegen – auch aus Konsumentensicht – sind alle Packungen von identischer Größe und enthalten die gleiche Netto-Menge. Daraus ergibt sich ein etwas unterschiedlicher Füllungsgrad, welcher bei der Sorte „Classic“ etwas niedriger ist als bei den anderen Sorten.

2. Der Plastik-Innenbeutel ist zum Zeitpunkt der Abfüllung weit mehr als die von Ihnen angegebenen 2/3 gefüllt, die Füllhöhe ist technisch bedingt, eine höhere Befüllung lässt die Maschine im Sinne einwandfreien Verschließens nicht zu. Durch Transport und Lagerung sintert der nur grob geschrotete Inhalt überproportional zusammen. Dies ist unvermeidlich.

3. Der (fabrikseitig verschlossene) Innenbeutel füllt die Papppackung rein rechnerisch zu mehr als 80 % aus. Zieht man noch in Betracht, dass die Papppackung eckig, der Plastikbeutel aber rund ist, mithin die Ecken der Umverpackung gar nicht auszufüllen in der Lage ist, liegt der Befüllungsgrad praktisch bei ca. 90 %.
Aspekt: „Umweltbelastung“

Die Papp-Verpackung wiegt (leer) ca. 15 g, der Plastik-Innenbeutel (leer) ca. 3 g. Selbst wenn es technisch machbar wäre, wäre die Materialeinsparung hier minimal (im Bereich von 1 bis 2 g Pappe und 0,5 g Kunststoff).
Angesichts der Ergiebigkeit des Produktes – aus dem Inhalt einer Packung lassen sich 45 bis 70 Liter (!) Gewürztee herstellen – erscheint uns dieser Aspekt in diesem Fall überbewertet.“

YOGI TEA GmbH
18.4. 2013

Wir meinen: Wie wäre es, die Verpackung mit einem großen Sichtfenster auszustatten? Dann könnten Kunden schon von außen erkennen, wie viel Tee tatsächlich in der Packung steckt.

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