Das steht drauf: Lindt Patisserie Budino
Erhältlich bei: in vielen Geschäften
Das Produkt besteht aus einem Pulver, das in einem Kunststoffbeutel verpackt und in einem Karton verkauft wird. Wie voll der Karton tatsächlich ist, lässt sich von außen nicht erkennen.
Das steht drauf: Lindt Patisserie Budino
Erhältlich bei: in vielen Geschäften
Die deklarierte Füllmenge von 95 Gramm gibt wenig Aufschluss — 95 Gramm Pulver sind für Konsument:innen mengenmäßig kaum vorstellbar.
Ein Konsument meldete uns zum Produkt Folgendes: „Das scheint mir ein Extremfall zum Thema Mogelpackung zu sein. Beim Aufheben hat man schon das Gefühl, dass da eh nix drinnen ist.”
Erst beim Öffnen wird die Diskrepanz sichtbar: Rollt man den Innenbeutel mit dem Pulver zusammen, füllt der Beutel mit Inhalt nicht einmal 50 Prozent des Kartons. Misst man gar die Füllhöhe des Pulvers, wenn der Beutel locker im Karton steht, beträgt diese nur 6 cm. Der Karton selbst ist 17 cm hoch.Übersetzt heißt das: rund 65 Prozent der Schachtelhöhe sind leer.
Als Mogelpackung bezeichnen wir im Lebensmittel-Check Verpackungen, die viel Luft und wenig Produkt enthalten. Das Problem hat zwei Seiten: Eine große Schachtel weckt die Erwartung, dass auch entsprechend viel drinsteckt — wer das Produkt zum ersten Mal kauft, hat keine Vergleichsbasis und kann sich beim Öffnen getäuscht fühlen. Hinzu kommt die Ressourcenfrage: Übergroße Verpackungen brauchen mehr Karton und mehr Kunststoff, sie beanspruchen mehr Platz beim Transport vom Hersteller in den Handel und damit mehr Lkw-Fahrten und mehr Energie. Am Ende landet auch mehr Verpackungsmaterial in der gelben Tonne.
Wenn die Füllhöhe einer Verpackung von außen nicht sichtbar ist, helfen drei einfache Handgriffe:
Hersteller begründen übergroße Verpackungen mit unterschiedlichen Argumenten. Gerade bei pulvrigen Produkten sei oft eine bestimmte Verpackungsgröße technisch nötig, damit sich die Verpackung sauber verschweißen lasse. Und aus ökonomischen Gründen werde dieselbe Schachtelgröße oft für mehrere Produkte verwendet — mit entsprechend unterschiedlicher Füllhöhe. Warum das Lindt-Produkt in einer übergroßen Verpackung verkauft wird, können wir nur mutmaßen. Vom Hersteller Lindt haben wir leider keine Stellungnahme erhalten.
Beides lässt sich nachvollziehen, rechtfertigt aber selten ein Verhältnis von rund 50 Prozent Luft. Der Lebensmittel-Check hat in den vergangenen Jahren auch über mehrere Produkte berichtet, deren Verpackungen nach unserer Berichterstattung verkleinert wurden — etwa bei Lambertz Lebkuchen. Bewegung ist also möglich.
Unsere Meinung: Eine Schachtel, die zu mehr als der Hälfte aus Luft besteht, könnte Konsument:innen über den tatsächlichen Inhalt täuschen und verschwendet Ressourcen. Wir fordern den Hersteller auf, entweder die Verpackung deutlich zu verkleinern oder die Füllmenge anzuheben.
Bis dahin gilt für den Einkauf: Im Zweifel den Grundpreis vergleichen — er sagt mehr aus als die Schachtelgröße.
Eine Konsumentin entdeckte bei gekochten und gefärbten Eiern zwei widersprüchlich wirkende Herkunftsangaben: „AT" auf der Verpackung, „PL" auf der Eierschale. Wir klären auf, was die Codes wirklich bedeuten.
Ein einzeln verpackter Biskuitkuchen sieht harmlos aus und passt gut in die Jause für unterwegs. Doch der Ferrero Fiesta enthält Likör. Auf der Vorderseite der Packung steht das nicht.
Eine rot-weiß-rote Flagge neben einem Produkt signalisiert auf den ersten Blick: Das ist Österreich drinnen. Doch bei einem Lidl-Prospekt mit Ölz-Backwaren fehlte ein entscheidender Hinweis. Wir klären auf.
Yogi Tea wird uns seit Monaten als vermeintlich neue Shrinkflation gemeldet: 17 statt 20 Beutel pro Karton, bei gleichem oder gar höherem Preis. Doch der Verdacht trügt. Wir haben uns angesehen, was hinter der ungewöhnlichen Füllmenge wirklich steckt.
Auf der Vorderseite der Verpackung steht groß und sichtbar „fermentiert". Viele Konsument:innen verbinden damit lebende Milchsäurebakterien und positive Effekte auf die Darmgesundheit.
Immerhin klar gekennzeichnet: Jetzt 20 statt 25 Sticks.
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