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Gummistiefel für Kinder - Ein schöner Stiefel

Gummistiefel für Kinder sollen robust sein, eine rutschfeste Sohle haben und möglichst keine Schadstoffe enthalten. Im Test erwiesen sich auch teure Modelle als nicht praxistauglich.

Diese Gummistiefel wurden getestet:

  • Aigle Lolly Pop Print (Ref.-no. 2527N)
  • Bata Mini B (Art.-no. 392-7101)
  • Beck 498 Einhorn
  • Bisgaard 92001999
  • Bundgaard Classic
  • Coqui Ronie 8572 Yellow/Fuchsia
  • Crocs Handle It Rain Boots
  • Decathlon/Solognac Inverness 100
  • Deichmann Cortina
  • Demar Stormer Print T Kosmos
  • Didriksons Splashman Kids Boots
  • Dunlop Dull 16247
  • H&M Gummistiefel
  • Helly Hansen Nordvik Rubber Boots Kids
  • Humanic/U&Me Poly (Art.-no. 3-80-51-0071-0)
  • Hunter Original Kids First Classic
  • Lurchi by Salamander Gummistiefel
  • Muflon Wellingtons (Art.-no. 33-492)
  • Sanrio Hello Kitty Welly Ch00 (Art.-no. 1509/110)
  • Tretorn Aktiv 473330 Navy/Grey 86
  • Viking Jolly 1-12150-15 Royal
  • Viking Kid‘s Plask 1-17120-5 Navy

In der Testtabelle finden Sie Angaben zu: Reflektoren, Rutschfestigkeit, Haltbarkeit, Biegefestigkeit, Farbechtheit, Schadstoffe: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Schwermetalle, Chlorierte Paraffine, Weichmacher (Phthalate) und Isolierung gegen Kälte.

Hier der Testbericht:


Modisches Accessoire

Noch vor einigen Jahren beschränkte sich der Zweck von Gummistiefeln im Wesentlichen darauf, dass sie unsere Füße im Regen trocken halten. Das funktionelle Schuhwerk war einfarbig, meist in Grün, Gelb, Rot oder Schwarz erhältlich und wurde hauptsächlich zu beruflichen Zwecken genutzt. Diese Zeiten sind vorbei. Moderne Gummistiefel bestechen durch Buntheit und auffälliges Design und sind längst zu einem modischen Accessoire geworden.

In unseren Breiten kennt man Gummistiefel erst seit dem 19. Jahrhundert. Der US-amerikanische Chemiker Charles Goodyear hatte zufällig entdeckt, dass plastischer Kautschuk mit Schwefel und Ruß vermischt und durch Erhitzung vulkanisiert eine dauerhaft elastische Substanz ergibt, aus der sich Stiefel fertigen lassen.

Der Prototyp des Gummi­stiefels existiert bereits bedeutend länger – er wurde von indigenen Völkern im südamerikanischen Dschungel gefertigt. Dafür ­haben sie Stoffe bzw. Stoffschuhe im Milchsaft des Gummibaums getränkt. Der Nachteil ist, dass der Gummi bei großer Hitze klebrig und bei Kälte spröde wird. Erst Goodyears Erfindung beseitigte diese Probleme. Heute werden Gummistiefel nicht nur aus Naturkautschuk, sondern vor allem aus thermoplastischen Kunststoffen hergestellt.

22 Modelle im Test

Besonders beliebt sind Gummistiefel bei Kindern. Viele Eltern lassen die Kleinen auch schon einmal einen ganzen Tag lang damit herumlaufen. Gute Gummistiefel sollten also nicht nur wasserfest und strapazierfähig sein, sondern ihre Träger auch möglichst wenig mit Schadstoffen belas­ten. In unserem Test haben wir 22 Modelle geprüft.

Preis kein Kriterium

Preis kein Kriterium

Es zeigte sich einmal mehr, dass der Preis nicht mit der Qualität korrespondiert. Testsieger ist das Billigprodukt einer Sportkette (Inverness 100 von Decathlon/Solognac). Die teuersten „Teststiefel“ von Hunter (Original Kids First Classic) schafften gerade mal ein „durchschnittlich“. Das ebenfalls im höheren Preissegment angebotene Produkt Lolly Pop Print von Aigle fiel im Test komplett durch („nicht zufriedenstellend“).

Reflektoren sinnvoll

Auch wenn wir es nicht in die Bewertung haben einfließen lassen: Reflektoren auf Kindergummistiefeln erachten wir als absolut sinnvolles Accessoire. Die Rückstrahler sorgen während der Dämmerung oder in der Dunkelheit einfach für mehr Sicherheit. Leider sind nur fünf Modelle mit wirklich guten Reflektoren bestückt. Bei drei weiteren Modellen sind sie so schwach, dass sie eigentlich nur dekorative Zwecke erfüllen.

Da Gummistiefel eher zur kühleren Jahreszeit getragen werden, wäre es auch vor­teilhaft, wenn sie ein wenig vor Kälte schützten. Wir haben zwar keine gefütterten Stiefel getestet, dennoch zeigten sich – offenbar materialbedingt – gewisse Unterschiede. Manche Gummistiefel halten ­Wärme besser als andere. Ins Testergebnis floss aber auch dieses Kriterium nicht ein.

Rutschfestigkeit

Einen festen Stand sollten Gummistiefel ­allerdings in jedem Fall bieten. Immerhin sechs Modelle (Beck, Deichmann, Bata, Bisgaard, Sanrio Hello Kitty und Aigle) patzten jedoch ziemlich, was die Rutschfestigkeit angeht. Vor allem auf nassem Untergrund ließen diese Stiefel zu wünschen übrig.

Besonderes Augenmerk auf Robustheit

Künstliche Alterung

Gummistiefel sind zum Herumtoben im Freien da. Sie sollen dafür sorgen, dass ihre Trägerinnen und Träger trockenen Fußes durch Schlammlöcher und Wasserpfützen waten können. Als wasserfest erwiesen sich alle Modelle.

Im Test haben wir aber auch auf die Robustheit der Produkte besonderes Augenmerk gelegt. Dazu wurden die Stiefel einem künstlichen Alterungs­prozess ausgesetzt. Dieser bestand darin, dass die Produkte sieben Tage lang in einer Klimakammer bei 70 Grad Celsius über­stehen mussten. Bis auf einen Stiefel überstanden alle Modelle diesen „Stresstest“ sehr gut. Lediglich die Handle It Rain Boots von Crocs machten schlapp. Sie schrumpften zusammen und passten nicht mehr, man sollte sie also im Sommer nicht unbedingt im Auto liegen lassen.

Innen

Gummistiefel sind zur Erhöhung des Tragekomforts mit einem dünnen Netz ausgekleidet. Wir haben uns angeschaut, wie es um die Scheuerbeständigkeit dieses Innenfutters bestellt ist. Bei etwa der Hälfte der Produkte war der Abrieb bereits nach relativ kurzer Zeit so groß, dass Löcher auf­traten. Bezüglich des Innenfutters inter­essierte uns auch, wie es um dessen Farbechtheit bestellt ist. Hier können wir weitgehend Entwarnung geben. Die Stiefel­farbe färbt kaum auf die Socken ab.

Außen

Geländetaugliche Gummistiefel benötigen auch eine Sohle, die nicht sofort schlappmacht. Um den Sohlenabrieb zu ermitteln, wurde bei jedem Stiefel ein Stück der Sohle herausgeschnitten und gewogen. Diese Sohlenprobe wurde in eine Halterung eingespannt und bei einem definierten Druck gegen eine rotierende, mit Sand­papier beklebte Zylindertrommel gedrückt. Nach einer Distanz von 40 Metern wurde die Menge des erodierten Sohlenmaterials durch erneutes Wiegen bestimmt. Bereits bei dieser Belastung schwächelten sechs Modelle (Deichmann, Bata, Coqui, Bund­gaard, Humanic/U&Me, Sanrio Hello Kitty) teilweise erheblich.

Biegefestigkeit

Von guten Gummi­stiefeln darf auch erwartet werden, dass das Ober- und Sohlenmaterial nicht bricht, wenn es beim Gehen abgeknickt wird. ­Einige Modelle hatten bei diesem Test ­allerdings so ihre Probleme. Bei H&M, Bundgaard und Sanrio Hello Kitty bildete sich im Obermaterial des Ristbereichs ein Loch, bei sieben Modellen (Viking, H&M, Coqui, Didriksons, Humanic/U&Me, Helly Hansen und Aigle) wurde die Sohle brüchig.

Schadstoffe

Schadstoffe

Streng ins Gericht gehen wir in der Regel mit Kinderprodukten, die mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind. Auch in diesem Test wurden wir bedauerlicherweise fündig. Bundgaard und Aigle enthielten Naphthalin in so großen Mengen, dass sogar der vom Ausschuss für Produktsicherheit in Deutschland empfohlene Maximalwert von 2 mg/kg überschritten wurde.

Polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)

Naphthalin gehört zu den polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Es ist akut gesundheitsschädlich und kann Krebs auslösen. Das ­Modell von Humanic hielt zwar den Grenzwert für Cadmium ein, die im Stiefel nachgewiesene Menge des Schwermetalls ist unseres Erachtens dennoch viel zu hoch. Cadmium gilt als krebserregend, erbgutverändernd und die Reproduktion beeinträchtigend.

Chlorparaffine

In den Stiefeln von Aigle wurden kurzkettige Chlorparaffine in einer Konzentration von 2800 mg/kg nachgewiesen. Der Grenzwert für diese Verbindungen liegt bei 1500 mg/kg. Aus unserer Sicht hätten diese Stiefel niemals in den Handel gelangen dürfen. Kurzkettige Chlorparaffine stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen, und sind prob­lematisch für die Umwelt, vor allem für ­Wasserlebewesen.

Phthalate

Die Modelle von Muflon und Dunlop enthielten hohe Mengen an Phthalaten (DINP). DINP wird vor allem als Weichmacher eingesetzt, um spröde Kunststoffe geschmeidiger zu machen, es gilt als stark leber­schädigend.

Dass es möglich ist, Gummistiefel zu produzieren, die völlig frei von den genannten Schadstoffen sind, zeigen die Modelle von Decathlon/Solognac, Demar, Deichmann, Bata und Crocs. Äußerlich gibt es keine Hinweise darauf, ob ein Gummistiefel mit Schadstoffen belastet ist oder nicht.

Gummistiefel nicht allzu lange tragen

Wir raten dazu, Produkte, die einen intensiven Geruch verströmen, vorsichtshalber nicht zu kaufen. Auch ein Innenfutter schützt nicht davor, mit enthaltenen Schadstoffen in Kontakt zu kommen. Langer Hautkontakt, Schweiß und Wunden an den Füßen begünstigen die Aufnahme dieser gesundheitsschädlichen Substanzen. Gummi­stiefel sollten daher prinzipiell nicht allzu lange und immer mit Socken bzw. Strümpfen getragen werden.

Testtabelle: Gummistiefel für Kinder

Steckbriefe

Die besten im Test

Decathlon/Solognac Inverness 100
sehr gut.

Sehr gute Haltbarkeit, sehr strapazierfähig. Eines von nur fünf Modellen, in denen wir keine Schadstoffe nachweisen konnten.

Lurchi by Salamander Gummistiefel
gut

Gute Haltbarkeit, sehr strapazierfähig, enthält allerdings polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Demar Stormer Print T Kosmos
gut

Gute Haltbarkeit, sehr strapazierfähig. Eines von nur fünf Modellen, in denen wir keine Schadstoffe nachweisen konnten.

Beck 498 Einhorn
gut

Sehr gute Haltbarkeit, sehr strapazierfähig. Schwächelt, was die Rutschfestigkeit auf nassem Untergrund angeht. Enthält PAK und Weichmacher.

Viking Kid’s Plask
gut

Gute Haltbarkeit. Die Sohle ist aber weniger strapazierfähig. Spuren von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Deichmann Cortina
gut

Außenmaterial sehr strapazierfähig. Innenfutter scheuert rasch durch. Schwächen bei der Rutschfestigkeit auf nassem Untergrund. Schadstoff-frei.

Gepflegte Stiefel halten länger

Gummistiefel sind ausgesprochen pflegeleichte Produkte. Grobe Verschmutzungen können einfach mit Wasser und leichter Seifenlauge abgespült werden. Damit das Material nicht spröde wird, ist es ratsam, die Außenseite von aus Kunststoff (PVC, Polyurethan) gefertigten Stiefeln mit Glycerin zu pflegen. Dieses kann dem Waschwasser beigemischt oder unverdünnt zum Einreiben verwendet werden. Silikonöl frischt die Oberfläche auf und verhindert das vorzeitige Altern des Gummis. Das gilt allerdings nur für Kunststoffstiefel.

Produkte aus Naturkautschuk sollten entweder mit speziellen Pflegemitteln der Hersteller behandelt werden oder mit Speiseölen (z.B. Olivenöl). Dadurch wird verhindert, dass der Gummi austrocknet. Ratsam ist es auch, Stiefel aus Naturkautschuk vor dem ersten Gebrauch zu imprägnieren. Nach dem Waschen sollte man die Stiefel an der Luft trocknen lassen und sie nicht in einen Wärmeschrank stellen oder etwa auf eine warme Heizung legen.

Welche Stiefelgröße?

Gummistiefel haben keinen anpassbaren Verschluss. In zu großen Stiefeln rutscht man deshalb zwangsläufig hin und her, was zum schnelleren Verschleiß des Innenfutters führt und dazu, dass sich die Sohlen an der falschen Stelle abnutzen. Die Stiefel sollen nicht zu locker sitzen und im Schaft nicht zu hoch sein. Eine Einlegesohle kann für besseren Halt sorgen.

Tipps

  • Pflege. Gummistiefel brauchen wenig Pflege. Nach dem Tragen mit Wasser abspülen. Stiefel aus Kunststoff hin und wieder mit Glycerin und Silikonöl behandeln. Für Stiefel aus Naturkautschuk gibt es spezielle Pflegemittel, oder man nimmt Speiseöl.
  • Stiefelgröße. Gummistiefel sollte man nicht zu groß kaufen, denn sonst rutscht man hin und her, was zum Verschleiß des Innenfutters führt. Der Stiefel sollte vor allem in Breite und Schafthöhe passen. Eventuell kann eine Einlegesohle für Halt sorgen.
  • Schadstoffe. Gummistiefel sollte man nicht zu lange und immer mit Socken tragen, da enthaltene Schadstoffe bei langem Hautkontakt aufgenommen werden, insbesondere bei verschwitzten Füßen. Produkte, die intensiv riechen, besser nicht kaufen.

Testkriterien

Im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests wurden 22 Paar Gummistiefel untersucht, die im österreichischen Handel bzw. online gekauft werden können.

Isolierung gegen Kälte

Der Stiefel wurde in eine Klimakammer gegeben. Über einen Zeitraum von 120 Minuten wurde die Temperatur von anfangs 25 Grad Celsius auf letztlich 8 Grad Celsius gesenkt. In 5-Minuten-Intervallen erfolgte die Messung des Temperaturabfalls im Inneren des Schuhs. 

Rutschfestigkeit

Der Test erfolgte in Anlehnung an EN ISO 13287 SATRA TM144 auf trockenen und nassen Keramikfliesen. Der Stiefel wurde im Prüfgerät fixiert. Es wurde die Kraft ermittelt, die der Stiefel benötigte, um auf der sich bewegenden Fliese zu rutschen. Die Prüfung der Rutschfestigkeit erfolgte sowohl an der Ferse (beim ersten Auftreten) als auch auf der gesamten Sohlenfläche.

Haltbarkeit

Scheuerbeständigkeit des Innenfutters in trockenem und feuchtem Zustand in Anlehnung an ISO 12947-2 (Martindale-Verfahren). Ein Stück Innenfutter vom Fersenbereich wurde mit einer bestimmten Kraft gegen eine Standardschleiffläche gerieben. In trockenem Zustand erfolgten 25.600 Zyklen und in nassem Zustand 12.800 Zyklen. Die sichtbaren Schäden am Innenfutter wurden visuell beurteilt.

Die Bestimmung des Abriebwiderstands der Außensohle erfolgte in Anlehnung an EN ISO 4649. Ein Stück der Sohle wurde über eine Distanz von 40 m gegen eine rotierende, mit Sandpapier beklebte Zylindertrommel geführt (vertikale Anpresskraft 10 N). Es wurde der Gewichtsverlust der Probe ermittelt.

Für die Beurteilung der Schrumpfung des gesamten Stiefels nach Alterung wurde der Stiefel in der Klimakammer 3 Tage lang bei einer Temperatur von 70 Grad Celsius gelagert. Vor und nach dem Alterungsprozess wurden die Abmessungen des Stiefels ermittelt. Die Prüfung der Schrumpfung des gesamten Stiefels nach Alterung wurde nur bei jenen Produkten vorgenommen, deren Sohle sich im Zuge des Alterungstests bei der Biegefestigkeit in der Größe verändert hatte. 

Biegefestigkeit

Für die Biegefestigkeit des Obermaterials wurde ein Stück vom Ristbereich des Stiefels (beim Gehen am stärksten gebeugt) in das Prüfgerät eingespannt und 50.000 Mal gebogen. Materialschäden (bis hin zum Bruch) wurden visuell beurteilt.

Die Ermittlung des Biegewiderstands der Sohle gegen das Wachstum eines Schnittes bei wiederholtem Biegen erfolgte in Anlehnung an EN ISO 20344 (Bennewart Flex). Die Sohle wurde dazu in einem Winkel von 90 Grad in das Prüfgerät eingespannt. Im zentralen Ballenbereich wurde ein 2 mm großer Schnitt gesetzt. Nach 30.000 Biegezyklen wurde gemessen, wie stark sich der Schnitt vergrößert hatte. Diese Prüfung wurde auch nach der Alterung der Sohle (7 Tage in einer Klimakammer bei 70 Grad Celsius) durchgeführt.

Farbechtheit

Die Prüfung der Farbechtheit gegen Schweiß erfolgte in Anlehnung an EN ISO 105-E04. Ein Baumwollgewebe wurde gegen ein Stück des Gummistiefels gedrückt und die so zusammengesetzte Probe bei Raumtemperatur für 30 Minuten in eine alkalische Lösung mit pH-Wert 8 getaucht. Anschließend wurde die Probe mit einem Druck von 12,5 kPa zwischen zwei Glasplatten befestigt und im Trockenschrank bei 37 ± 2 Grad Celsius gelagert. Nach 4 Stunden wurde das Baumwollgewebe von der Gummiprobe gelöst und beides bei Raumtemperatur getrocknet. Es erfolgte eine visuelle Beurteilung der Farbveränderung der Gummiprobe sowie der Anfärbung des Baumwollgewebes anhand einer Grauskala.

Wasserfestigkeit

Der Stiefel wurde in ein mit Wasser gefülltes Becken gestellt und über eine Dauer von 4 Stunden wurde das Gehen im Wasser simuliert. Es wurde beurteilt, ob Feuchtigkeit ins Innere des Stiefels eindringt. 

Schadstoffe

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK): Die Bestimmung erfolgte in Anlehnung an AfPS GS 2014:01 mittels GC-MSD.

Schwermetalle: Die Bestimmung von Blei und Cadmium erfolgte in Anlehnung an EPA 3015A, DIN EN ISO 17294-2:2005 sowie DIN EN 62321-5:2014.

Chlorierte Paraffine: Die Bestimmung erfolgte in Anlehnung an DIN EN ISO 18219:2016 mittels GC-MS.

Weichmacher (Phthalate): Die Bestimmung erfolgte in Anlehnung an DIN EN ISO 14389:2014 mittels GC-MS.
 

Testplakette

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Reaktionen

Das Modell Lolly Pop Print von Aigle schnitt mit „nicht zufriedenstellend“ ab. Der Hersteller hat an dieser Stelle Gelegenheit zu einer Stellungnahme.

Das Ergebnis dieses Tests wird von Aigle sehr ernst genommen und wir möchten uns bedanken, dass der VKI uns darauf aufmerksam gemacht hat. Nach Erhalt dieser Information wurden sofort weitere Analysen unserer Qualitätsabteilung durchgeführt. Der Grund dieses erhöhten Werts konnte identifiziert werden.

Das Problem wurde durch die Bearbeitung einer Charge eines Rohstoffs verursacht, die mit den Umweltregelungen nicht konform war. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es für den Menschen keine Gefahr darstellt und es sich um ein sporadisches Problem handelt. Die Lieferungen der betroffenen Ware Lolly Pop Print Marine Etoile mit Artikel Nr. 2527N wurden ausgesetzt. Die neuen Produktionen wurden von  unserer Qualitätsabteilung gründlich geprüft und sind konform mit der REACH Verordnung.

Aigle International

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