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Die KI-App Perplexity auf dem Bildschirm eines Smartphones
Bild: Photo-Agency/stock.adobe

KI-Chatbots im Vergleich: Perplexity am besten

Which? Unsere britische Schwesterorganisation „Which?“ hat KI-Chatbots getestet und bedenkliche Fehler gefunden. Perplexity schnitt am besten ab.

Mit einem Chatbot können Menschen eine Konversation in natürlicher Sprache führen. Nutzer: innen stellen Fragen, das System antwortet. Das geschieht über Spracheingabe und -ausgabe, über Texteingabe und/oder gesprochene Eingabe. Die KI-Chatbots greifen auf vorab trainiertes Wissen, aber auch auf aktuelle Informationen zurück.

Das Logo des KI-Chatbots Perplexity
Perplexity beantwortet Fragen mithilfe von KI in Form von Text und nennt Quellen Bild: Alisperic - perplexity.ai, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=135636572

Nicht ganz vertrauen

Die meisten Chatbots, so berichtet „Which?“, liefern einigermaßen brauchbare Antworten. Ganz vertrauen kann man aber keinem. 

  • Mit einer Quote von 72 Prozent richtiger Antworten schnitt Perplexity am besten ab, 
  • dicht gefolgt von Googles KI-Zusammenfassungen (70 Prozent), 
  • Gemini (68 Prozent) und 
  • Microsofts Copilot (67 Prozent). 
  • Dahinter kommen ChatGPT (65 Prozent) und 
  • mit deutlichem Abstand Meta AI (54 Prozent).

Hier finden Sie den Testbericht von Which? samt Tabelle: Can you trust AI? ChatGPT and other AI chatbots put to the test 

Fragen zu Geld, Recht, Gesundheit/Ernährung

Unsere Kolleg:innen in London haben die KI-Anwendungen abgeklopft, wie gut sie 40 Fragen zu Geld, Recht, Gesundheit/Ernährung und Verbraucherrechten/Reisen beantworten. Expert:innen bewerteten die Qualität der Antworten. Wichtig: Test und Ergebnisse beziehen sich auf die angelsächsische Welt und nicht auf Österreich.

Wiederholt sachliche Fehler

„Which?“beanstandete: Alle getesteten KI-Tools machten wiederholt sachliche Fehler. Viele versäumten es, ein vollständiges Bild zu vermitteln. Die KI hat bei rechtlichen und finanziellen Fragen nur selten empfohlen Fachleute zu fragen. Bei einer Testfrage haben einige Tools Premium-Dienste gegenüber kostenlosen Tools hervorgehoben. 

Zweifelhafte Quellen

Wiederholt waren die Quellen entweder vage, nicht existent oder zweifelhaft. - Der Umgang mit den Quellen ist generell ein Problem von KI-Unternehmen: So warfen z.B. 2024 die Tech-Magazine „Wired“ und „c´t“ dem Testsieger vor: Perplexity habe sich gesperrte Inhalte großer Verlage ohne zu fragen angeeignet und verdiene damit Geld. Früher nannte man das Diebstahl.

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