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Stromsparen: Goodbye Stand-by - Stecker ziehen

Elektronikgeräte verbrauchen auch im Stand-by-Betrieb, ja selbst in „ausgeschaltetem“ Zustand Strom. Wir zeigen Ihnen die Fallen und Einsparungsmöglichkeiten.

TV-Geräte. Der Druck auf die Tastatur der Fernbedienung schaltet das TV-Gerät nicht wirklich aus – das dürfte bekannt sein. Weit weniger bekannt scheint die Tatsache, dass selbst der Druck auf den (vermeintlichen) Ein/Aus-Schalter an vielen Geräten diese eben nicht auf „null Stromverbrauch“ stellt. Infos dazu finden Sie in unseren Tests (zuletzt in Heft 5/2007). [ Test TV-Geräte:LCD- und Plasma  ]

Settop-Boxen und Receiver. Ob Satelliten- oder Digital-TV-Receiver (wie zum Beispiel die DVB-T-Boxen) – die meisten besitzen nicht einmal einen Aus-Schalter! Gleichzeitig verschlingen sie aber auch bei ausgeschaltetem Fernsehgerät erhebliche Mengen an Strom: Bis zu 8 Watt waren es etwa bei unserem Test der DVB-T-Boxen. Wie unser Test zeigt, begnügen sich einige mit nur 1 Watt. Also beim Kauf fragen oder sich an unseren Testergebnissen (zuletzt 2/2007) orientieren. [ Digital-TV (DVB-T): Settop-Boxen im Test ]

DVD-Player und DVD-Recorder. Ein ähnliches Problem wie bei den Settop-Boxen stellt sich auch bei diesen Geräten: Trennt man sie „richtig“ vom Netz, können einmal vorgenommene Einstellungen – Uhrzeit, Ländercode, Aufnahmeprogrammierung – verloren gehen. Andererseits verbrauchte der „hungrigste“ DVD-Recorder im letzten [ Test DVD-Recorder ] ("Konsument" 1/2007) im Stand-by fast satte 15 Watt. Das ist die Hälfte von dem, was andere Geräte für den vollen Betrieb benötigen. 

Altgeräte. Steht neben dem neuen DVD-Player oder DVD-Recorder noch immer auch der alte Videorecorder im Rack? Und ist er vielleicht sogar immer noch angeschlossen und dümpelt energiehungrig vor sich hin – obwohl er ohnehin nur noch selten zum Wiedergabe-Einsatz kommt? Raus mit dem Stecker!

Heimkino und Hi-Fi-Anlage. Die CD oder DVD ist längst zu Ende, die Hi-Fi-Anlage oder Verstärker und Subwoofer der Heimkinoanlage laufen aber munter weiter. Mit bis zu 12 Watt pro Stunde ist man dann wieder Kunde seines Energielieferanten, auch wenn kein Mucks mehr aus den Boxen ans Ohr dringt. Das ist umso ärgerlicher, als es durchaus auch Anlagen gibt, die sich mit 0,5 Watt begnügen – wenngleich es keine einzige im letzten Test auf null Stromverbrauch in „ausgeschaltetem“ Zustand brachte.

PC & Co. PCs und Notebooks werden immer leistungsstärker – und damit energiehungriger. Neue Betriebssysteme wie VISTA tun mit ihrem Verlangen nach noch mehr Arbeitsspeicher, mächtigeren Grafikkarten und schnelleren Prozessoren das Ihre dazu. Damit steigen die Energiekosten, und es scheint bei der Anschaffung durchaus die Überlegung angebracht, ob es wirklich das allerletzte Modell mit der Suuuper-Leistung sein muss. Zwischen einem energieffizienten PC mit durchschnittlichen Komponenten und einem High-End-PC mit sehr leistungsfähigen Komponenten beträgt die jährliche Differenz der Stromkosten etwa 50 Euro!

Drucker und Multifunktionsgeräte. Alle Tintenstrahldrucker des letzten Tests [ Drucker: Tintenstrahl und Laser ] ("Konsument" 7/2006) hatten auch in ausgeschaltetem Zustand Gusto auf Strom (im Schnitt 1,2 Watt), im Stand-by-Betrieb verschlangen sie durchschnittlich 4 Watt, Multifunktionsgeräte zum Teil noch deutlich mehr. Bei Druckern ist das besonders tückisch, gehören sie doch zu den „Faulenzern“ im heimischen PC-Einsatz. Den überwiegenden Teil der Zeit dösen sie untätig vor sich hin. 

Haushaltsgeräte. „Heimliche Stromfresser“ sind u.a. die neue Espressomaschine, die ohne lange Aufwärmzeit für den braunen Muntermacher sorgt (bis zu 60 Euro/Jahr im Stand-by).

Tipp: Ein Strom-Messgerät zeigt, wer die Stromfresser sind. Diese Geräte gibt es in Bau- und Elektromärkten ab etwa 30 Euro. Viele weitere Infos zum Thema (auch eine Liste der Verleihstellen für ein Strom-Messgerät) bietet die Homepage der Regulierungsbehörde: www.e-control.at .

Raus aus dem Netz!

Viele Beispiele zeigen: Wirklich Abhilfe schafft nur die Methode „Stecker raus“. Das ist aber nicht in allen Fällen praktikabel. Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Schaltbare Steckerleisten. Mit einem Ein/Aus-Schalter können Sie mit einem einzigen Tastendruck alle angesteckten Geräte vom Netz trennen bzw. wieder anschließen. Kosten ab etwa 6 Euro, je nach Größe und Ausführung.

Fernbediente Steckdosen. Die fernbediente Steckdose wird in jene in der Wand gesteckt, daran kommt eine normale Steckerleiste, an welche die Geräte angeschlossen werden (häufig wohl ohnehin schon sind). Über die Fernbedienung schalten Sie nun die fernbediente Steckdose – und damit alle nachgeschalteten Geräte – aus. Wir haben schon Sets, bestehend aus drei solchen Fernbedienungs-Steckdosen mit dazugehöriger Fernbedienung, um 10 Euro gesehen. Mit einzukalkulieren sind allerdings noch die Batteriekosten für die Fernbedienung.

Stand-by in Zahlen

  • Ein Kraftwerk zusätzlich. Die österreichische Regulierungsbehörde e-control hat errechnet, dass für die Erzeugung des gesamten  Stand-by-Stroms derzeit ein Kraftwerk mit einer Leistung von 150 Megawatt (MW) erforderlich ist. Zum Vergleich: Das Speicherkraftwerk Kaprun (Hauptstufe) "schafft" 220 MW.
  • 130 Euro im Jahr. So viel betragen in etwa die durchschnittlichen Stromkosten für ein Plasma-TV-Gerät mit 141 cm Bildschirmdiagonale (Annahme: 4 Stunden/Tag eingeschaltet, 20 Stunden Stand-by).
  • 20 Euro im Jahr. So viel betragen in etwa die durchschnittlichen Stromkosten für ein Röhren-TV-Gerät mit 72 cm Bildschirmdiagonale (Annahme: 4 Stunden/Tag eingeschaltet, 20 Stunden Stand-by).

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