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Einbau-Geschirrspülmaschinen - Teurer Hausfreund

  • Einbaugeräte mit 60 cm Breite
  • Spitzentechnik hat ihren Preis
  • Tricks gegen Verkrustung und Angebranntes

Er ist die letzte Rettung für Hausmann oder -frau, wenn sich Berge von schmutzigem Geschirr in der Küche türmen: der Geschirrspüler. Hauspersonal ist heutzutage rar, „Handwäsche“ mühsam. Nicht nur bequem ist das maschinelle Spülen, sondern auch hygienischer, und es spart zudem Wasser und Energie.

Effizienter als der Mensch

Hier ist die Maschine dem Menschen überlegen. Das ergab die erste europäische Studie übers Abwaschen. Der Mensch braucht dieser Untersuchung der Universität Bonn zufolge durchschnittlich 88 Liter Wasser und 2,4 Kilowattstunden Strom, um 140 schmutzige Geschirrteile sauber – aber nicht immer appetitlich rein – zu bekommen. Die Maschine arbeitet gründlicher und kommt mit rund 18 Litern Wasser und der Hälfte an Energie aus. Ein Vergleich, der überzeugt.

Viel Geld für den Komfort

Weniger überzeugend ist für viele der Preis des Komforts. Die neun Geräte im Test (davon drei baugleiche) kosten zwischen 750 und etwas über 1100 Euro – und dazu kommen noch die Kosten für Montage und Türverkleidung. Diesmal wurden Einbaugeräte mit 60 cm Breite (für 12 Maßgedecke) auf Herz und Nieren geprüft.

Energielabel als Orientierungshilfe

Zur Orientierung für die Konsumenten müssen Geschirrspüler ein Energielabel tragen. Darauf finden sich Angaben des Herstellers zum Energie- und Wasserverbrauch und dazu, wie gut das Geschirr gereinigt und getrocknet wird. A bedeutet Spitzenleistung, G ist die schlechteste Stufe. Doch ein Blick auf unsere Tabelle zeigt: Schlechter als B will heute keiner mehr sein – zumindest jene Hersteller, die im Test vertreten waren.

Energielabel: dreimal Bestnote

Für die Bestnote dreimal A (für Energieverbrauch, Reinigungswirkung und Trocknung) braucht es eine ausgereifte Technik: spezielle Pumpen, trickreiche Wasserführung und intelligente Programmierung. Klar, dass dies sich auch im Preis niederschlägt. Die teuren Geräte von Bosch, mitsamt den baugleichen Modellen von Siemens und Neff, kassierten in der praktischen Prüfung als einzige ein „Sehr Gut“. Der ebenfalls mit dem dreifachen A geschmückte Bauknecht erreichte hier lediglich ein „Durchschnittlich“. Die Siegermodelle hinterließen durchwegs blitzblankes und trockenes Geschirr. Weiteres Plus: ihre neuen, variablen Geschirrkörbe. Die Stacheln lassen sich umklappen und verstellen. Selbst langstielige Sektgläser und große Töpfe passen problemlos hinein.

Sparprogramm: Bitte warten!

Auch Miele reinigt und trocknet „sehr gut“, allerdings nur im Vergleichsprogramm. Darunter versteht man jenes Programm, das die Angaben auf dem Energielabel erfüllt. Von Maschine zu Maschine kann das ein anderes sein und auch anders heißen: Eco (Bosch/Siemens/Neff), Spar (Miele), Energiesparen 50° (AEG) oder Standard 50° (Bauknecht), meist aber handelt es sich um ein 50-Grad-Programm, das mit besonders wenig Wasser und Strom auskommt. Der Rekord lag hier bei 13 Litern und 1,2 Kilowattstunden. Damit das Geschirr trotzdem sauber wird, dauert das Vergleichsprogramm am längsten (bei Miele fast drei Stunden!). Für das Energielabel spielt Zeit nämlich keine Rolle. Da bleibt nur die Hoffnung, dass auch der Schutz vor Wasserschäden funktioniert. Wer hier nicht ganz so sicher ist, muss in dieser Zeit daheim bleiben und aufpassen.

Intensivprogramm mit Nachteilen

Schneller läuft das Intensivprogramm für besonders schmutziges Geschirr. Angebranntem wird mit mehr Hitze und zusätzlichen Spülgängen zu Leibe gerückt. Das erhöht den Strom- und Wasserverbrauch beträchtlich. Doch wenn das – wie in unserem ausgiebigen Testspülen – annehmbar funktioniert, nimmt man den Nachteil gerne in Kauf.

Erste Hilfe im Notfall

Wenn das Geschirr schmutzig bleibt, brauchen Sie nicht sofort den Service zu rufen. Vielleicht können Sie die Störung selbst beheben. Reinigen Sie die Siebe und die Düsen an den Sprüharmen. Es kann auch helfen, wenn Sie Klarspüler nachfüllen. Sortieren Sie das Geschirr prinzipiell so ein, dass das Wasser überall gut hinkommt. Und: Stellen Sie den Enthärter auf die richtige Wasserhärte ein. Diese erfahren Sie bei Ihrem Wasserwerk. Salz ist nur ab einer gewissen Wasserhärte nötig. Herkömmliche Tabs sind besser als die neuen 2-in-1- oder gar 3-in-1-Produkte. Testergebnisse finden Sie untere: Weitere Artikel - "Geschirrspül-Tabs"

AEG: Electrolux Hausgeräte GmbH, Herziggasse 9, A-1230 Wien, (01) 866 40-0

Bauknecht: Whirlpool Austria GmbH, IZ NÖ-Süd, Straße 3, Objekt 41, A-2355 Wiener Neudorf, (02236) 67 00-0

Bosch, Siemens, Neff: BSH Hausgeräte GmbH, Quellenstraße 2, A-1100 Wien, (810) 24 02 60

Juno: Electrolux Hausgeräte GmbH, Herziggasse 9, A-1230 Wien, (01) 866 40-0

Miele GesmbH, Mielestraße 1, A-5071 Wals-Salzburg, (0662) 85 84-0

Quelle AG, Industriezeile 47, A-4020 Linz, (0732) 78 09-0

Whirlpool Austria GmbH, IZ NÖ-Süd, Straße 3, Objekt 41, A-2355 Wiener Neudorf, (02236) 67 00-0

Teure Spitzenleistung. Die drei Sieger Bosch, Siemens und Neff (alle baugleich) spülen sparsam und leise und lassen sich dank ihrer praktischen Geschirrkörbe leicht bestücken.

Guter Kompromiss. Ebenfalls noch „gut“ und weitaus billiger: das Quelle/Privileg-Gerät. Allerdings etwas höhere Betriebskosten.

Dreimal A, doch nur Durchschnitt. Bauknecht schmückt sich zwar mit dreimal A auf dem Energielabel, ließ aber bei der technischen und praktischen Prüfung aus.

Alternative zum Einbau. Die meisten Geräte im Test sind auch als Stand- oder Unterbaumodelle erhältlich.

Getestet wurden 9 Einbau-Geschirrspülmaschinen von 749 bis 1120 Euro. Der Test wurde von der Stiftung Warentest durchgeführt.

Technische Prüfung: Die Laufzeit der Programme wurde ermittelt. Wir begutachteten Verarbeitungsqualität, Einbaufähigkeit und eventuell vorhandene Verletzungsmöglichkeiten. Weiters wurden die Schutzvorkehrungen gegen Wasserschäden untersucht, und zwar bei gestörten Druckwächtern, Undichte des Geräts, blockiertem Primärventil sowie defekten Schläuchen.

Praktische Prüfung: Reinigen und Trocknen wurden im vom Anbieter angegebenen Vergleichsprogramm mit normal verschmutztem Geschirr, im Intensivprogramm mit stark angeschmutztem Geschirr und Töpfen getestet. Weiters beurteilten wir Aufbau und Anordnung der Spülprogramme sowie die Selbstreinigung von Sieben und Innenraum.

Umwelteigenschaften: Der Energie- und Wasserverbrauch im Vergleichs- und Intensivprogramm wurde ermittelt, außerdem der Salzverbrauch im Härtebereich 3. Die Schallleistung wurde nach EN 60704-2-3: 2001 gemessen.

Handhabung: Fünf Personen beurteilten unter anderem Gebrauchsanleitung, Programmwahl, Türbedienung, Reiniger- und Klarspülerzugabe, Regenerieranlage, Gestaltung der Geschirr- und Besteckkörbe und Siebreinigung.

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