Zum Inhalt

Impfschaden - Lungenembolie nach COVID-19-Impfung

Impfreaktionen wie Rötungen und leichtes Fieber vergehen meist nach ein paar Tagen. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Dann ist zu prüfen, ob ein Impfschaden vorliegt, für den es Entschädigungen gibt.

 

Der Fall

Wenige Tage nach der ersten Teilimpfung gegen COVID-19 leidet Frau S. unter Kurzatmigkeit und Abgeschlagenheit. Im Krankenhaus wird eine Lungenembolie als Folge einer Beckenvenenthrombose festgestellt. Frau S. wird zwei Wochen lang im Krankenhaus behandelt, danach folgt ein Rehabilitationsaufenthalt. Der Krankenstand dauert insgesamt vier Monate. Auch danach leidet Frau S. weiterhin unter einer geringen körperlichen Belastbarkeit und kommt schnell außer Atem.

Intervention

Frau S. wendet sich an die steirische PatientInnen- und Pflegeombudsschaft (PPO). Diese unterstützt sie bei der Formulierung eines Antrags auf finanzielle Entschädigung wegen eines möglichen Impfschadens. Der Antrag wird beim Sozialministeriumservice eingebracht, das Ergebnis ist derzeit noch offen.

Fazit

Thrombosen und dadurch verursachte Lungenembolien gelten als mögliche unerwünschte Folgen von Impfungen gegen COVID-19. Betroffene können einen Antrag auf finanzielle Entschädigung stellen (siehe "Verdacht auf Impfschaden"). Wird der Impfschaden anerkannt, dann ist bei einer „schweren Körperverletzung“ eine Einmalzahlung in Höhe von derzeit 1.305,50 Euro vorgesehen. Dieser Betrag erhöht sich für jeden Tag der Krankenhausbehandlung. Leidet die Person an Dauerfolgen, steht ihr eine Rentenzahlung zu. Im Todesfall können Witwen- oder Waisenrenten gewährt werden.

Die steirische PatientInnen- und Pflegeombudsschaft erachtet die Höhe der Einmalzahlung jedoch als zu gering, da diese in vielen Fällen keinen Ausgleich für den erlittenen Gesundheitsschaden bietet.

Patientenanwaltschaft Steiermark

Hier berichten wir über Fälle, mit denen österreichische Patientenanwältinnen und -anwälte befasst sind. Diesmal:

Steiermark
Patienten- und Pflegeombudsschaft
Friedrichgasse 9
8010 Graz
Tel. 0316 877-4400
Fax 0316 877-4823
E-Mail: ppo@stmk.gv.at
Patientenvertretung Steiermark

ARGE Patientenanwälte Logo

 

 

Buchtipp: "100 Medizin-Mythen"

Helfen probiotische Joghurts bei Depressionen, schützt Aspirin vor Krebs und ist das tägliche Glas Rotwein tatsächlich gesund? Das Buch beantwortet jene Fragen, die durch die Gazetten geistern und nicht nur Aufsehen erregen, sondern auch Verunsicherung schaffen. Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erfahren Sie, ob es sich bei solchen Meldungen um leere Versprechungen handelt, sie nur ein Körnchen Wahrheit enthalten oder einer strengen Prüfung standhalten.

www.konsument.at/medizinmythen

Aus dem Inhalt

  • Wirkstoffe, Verfahren und Therapien unter der Lupe
  • Fundierte Antworten auf 100 Fragen
  • Verständliche Bewertungen

220 Seiten, 14,90 € + Versand

 KONSUMENT-Buch: 100 Medizin-Mythen

 

Buchtipp: "Mein Recht als Patient"

Patienten haben häufig das Gefühl, ihren Ärzten ausgeliefert zu sein. Doch wer krank ist, ist durchaus nicht schutzlos – vorausgesetzt, er kennt seine Rechte. Unser Buch zeigt anhand konkreter Beispiele, welche Rechte Patienten im Gesundheitsbetrieb haben und welche Möglichkeiten bestehen, diese durchzusetzen.

www.konsument.at/patient-recht

Aus dem Inhalt

  • Krankenkasse und freie Arztwahl
  • Welche Behandlung steht mir zu?
  • Das Recht auf Selbstbestimmung
  • Behandlungsfehler und Haftung des Arztes
  • Psychiatrie und Heimunterbringung
  • Gesundheitsakte, Krankengeschichte, Datenschutz

196 Seiten, 14,90 € + Versand

KONSUMENT-Buch: Mein Recht als Patient 

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Ein Fläschchen des AstraZeneca-Impfstoffs neben einer Impfspritze.

Booster-Impfung für AstraZeneca-Geimpfte

Für einen anhaltenden Corona-Schutz scheinen drei Impfungen notwendig zu sein. Wie läuft die Booster-Impfung bei allen ab, die zuvor mit AstraZeneca geimpft wurden?

Ein Fläschchen mit dem Moderna-Impfstoff, das von einer Hand ins Bild gehalten wird.

Booster-Impfung für Moderna-Geimpfte

Einige Monate nach der zweiten Impfung mit Moderna lässt der Impfschutz deutlich nach. Dann sollte eine dritte Impfung erfolgen, die sogenannte Booster-Impfung.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang