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Hodenschmerzen - Gesund leben

Nichts kann einen Mann so wirksam außer Gefecht setzen wie ein Tritt oder Schlag in den Hoden. Manchmal kommt die Gefahr jedoch nicht von außen, sondern von innen.

Bluterguss: zum Arzt

Gehen die Schmerzen nach einem Schlag innerhalb einer Stunde zurück, ist die Prellung harmlos gewesen. Wenn der Schmerz jedoch anhält oder stärker wird, ein Bluterguss (Hämatozele) erkennbar ist, der Hoden anschwillt oder gar bei einer offenen Verletzung ist dringend ein Arzt aufzusuchen, um bleibenden Schaden abzuwenden.

Arterie abgedrückt

Wenn an einer Hodenseite plötzlich ein heftiger, stechender Schmerz auftritt, kann es sich um eine Verdrehung des Hodenstiels (Hodentorsion) handeln: Dabei wird die Blut zuführende Arterie abgedrückt. Das passiert aus heiterem Himmel und trifft nahezu ausschließlich Kinder und Jugendliche – oft durch plötzliche Bewegungen bei Sport und Spiel ausgelöst. Manchmal kann es auch plötzlich im Schlaf vorkommen. Die betroffene Hodenseite schwillt stark an, es können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Achtung: Sofort ins Krankenhaus! Der Hoden kann nur gerettet werden, wenn innerhalb von zwei Stunden operiert wird.

Nebenhodenentzündung

Tritt plötzlicher Hodenschmerz bei Erwachsenen auf, handelt es sich fast immer um eine Nebenhodenentzündung. Die beiden Nebenhoden liegen am hinteren Rand der Hoden, und durch eine bakterielle Infektion – das muss nicht unbedingt eine sexuell übertragbare Krankheit wie Gonorrhoe (Tripper) oder Chlamydien sein – kann eine Entzündung entstehen. Eine Entzündung der Harnröhre, eine Prostataentzündung oder ein Dauerkatheter kann eine Nebenhodenentzündung auslösen. Der Schmerz steigt stetig an, der Hodensack ist gerötet, fühlt sich hart und heiß an. Meist greift eine Nebenhodenentzündung rasch auf den Hoden über, dann schwillt nur ein Hoden an und schmerzt.

Rötung, Schmerzen, Fieber

Bei einer Hodenentzündung können aber auch beide Hoden schmerzhaft anschwellen, der Hodensack ist gerötet, und die zunehmenden Schmerzen sind von Fieber begleitet. Ursachen sind Erreger, die nach Verletzungen oder über die Blutbahn zum Hoden gelangen. So kann zum Beispiel auch Mumps von einer Hodenentzündung begleitet sein. Diese sollte man ernst nehmen, denn eine Hodenentzündung kann zu Unfruchtbarkeit führen.

Hausmittel kalte Kompressen

Das Wichtigste ist eine klare Diagnose und sofortige Behandlung durch den Arzt. Besteht eine Entzündung, wird er für einige Tage Bettruhe und Schmerzmittel verordnen. Kalte Kompressen oder Eisauflagen an der schmerzenden Seite lassen die Entzündung zurückgehen. Auch ein laues Bad fördert die Durchblutung und lindert Schwellung und Schmerzen.

Antibiotika oder Operation

Nebenhoden- und Hodenentzündungen werden üblicherweise mit Antibiotika behandelt. Bessert sich trotz Antibiotikabehandlung der Krankheitsverlauf einer Hodenentzündung nicht – was bei älteren und geschwächten Personen möglich ist – oder bildet sich ein Abszess, kann die Entfernung des betroffenen Hodens notwendig werden. Ein durch eine Prellung entstandener Blutbruch (Hämatozele) kann im Lauf von einigen Wochen von selbst vergehen. Nimmt der Körper aber das Blut trotz medikamentöser Behandlung nicht auf, muss die Hämatozele chirurgisch entfernt werden. Das klingt schlimm, ist aber im Prinzip ein einfacher Eingriff.

Ärztliche Beratung: Dr. Erika Trappl

Wann zum Arzt?

  • Prellung: Wenn nach einer Prellung die Hodenschmerzen anhalten.
  • Schmerzen: Sofort, wenn Hodenschmerzen plötzlich auftreten/ansteigen.
  • Schwellung: Unbedingt, wenn der Hoden schmerzlos verändert oder angeschwollen ist.

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