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Tiefkühl-Mischgemüse - Fixfertig, frostig, frisch

  • Fast keine Schadstoffe
  • Oft besser als weit gereistes Frischgemüse

Österreicher sind Gemüsemuffel

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente – das braucht der Mensch täglich, und zwar in ausreichender Menge, um gesund zu bleiben. All das und noch mehr Gutes steckt im Gemüse. Noch sind die Österreicher mit 90 Kilogramm pro Kopf und Jahr Gemüsemuffel. Davon kommen rund 18 Kilogramm aus der Tiefkühltruhe. Wer Karotten, Erbsen, Karfiol oder Fisolen, wie sie in einer Packung Mischgemüse zu finden sind, frisch einkaufen wollte, hätte seine liebe Not, alles zu bekommen. Und sicherlich nicht zu jenen 1,19 Euro pro Kilogramm, die wir für die preisgünstigsten Packungen hinlegten.

Tiefkühlgemüse frischer

Gemüse aus dem Eis hat auch in Bezug auf die Frische häufig die Nase vorn: Bis das Grünzeug aus Spanien oder Süditalien bei uns eintrifft, sieht es bereits alt aus. Der Vitamingehalt sinkt durch Lagerung weit stärker als durch Tiefkühlen. Streng genommen bekommen Sie nicht einmal Freilandgemüse aus der Umgebung im Sommer oder Herbst so knackig auf den Tisch wie gefrorenes. Im Handel liegt es einige Tage.

Geringe Schadstoffbelastung

So fiel dieser Test durchaus positiv aus. Die Schadstoffbelastung ist äußerst gering. Untersucht wurde auf Nitrat, Schwermetalle und Rückstände von Pestiziden. Neben dem üblichen Grenzwert für Gemüse legten wir beim Nitrat noch eine strengere Messlatte an, und zwar jene für Baby-Gläschenkost. Viele schafften auch diese Hürde. Bei Schwermetallen war das Ergebnis ähnlich gut. Weiters untersuchten wir die Proben auf Rückstände von 129 unterschiedlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Gefunden wurde nahezu nichts. Fazit: In puncto Schadstoffbelastung kann frisches Gemüse im Winter sicher nicht mithalten. Paprika, Kopfsalat & Co aus Glashäusern im Mittelmeerraum enthalten oft ein Vielfaches an Nitrat oder an Pestizidrückständen.

Art der Zubereitung wichtig

Beim tiefgekühlten Angebot handelt es sich meist um Gemüse vom Feld, das voll gereift geerntet und unmittelbar danach verarbeitet wurde. Sonst wäre das Ergebnis bei den Schadstoffen nicht so gut ausgefallen. Beim Gemüse ist die Art der Zubereitung wichtig, sonst gehen wertvolle Wirkstoffe verloren. Die Devise lautet: so wenig Wasser wie möglich. Beim Erhitzen in der Mikrowelle braucht man keine Flüssigkeit zuzufügen. Das ist auch die schonendste Art der Zubereitung. Dünsten (wenig Fett erhitzen, Gemüse dazugeben, mit so wenig Flüssigkeit wie möglich aufgießen) ist die zweitbeste Wahl. Kochen in mehr Wasser hingegen kostet am meisten an Vitaminen und Mineralstoffen. Achten Sie genau auf die Garzeit, damit das Gemüse nicht „letschert“ wird.

Ein Tipp: Leeren Sie den Packungsinhalt in ein Sieb, und schwemmen Sie die Eiskristalle weg. So schmeckt’s besser.

Große Preisunterschiede

Unsere Untersuchung zeigte große Preisunterschiede. Sie lagen zwischen 1,19 Euro und dem Fünffachen pro Kilogramm. Natürlich ist das nicht ganz vergleichbar, denn Brokkoli ist nun mal teurer als Kohlrabi. Zwei der drei preisgünstigsten Packungen enthalten tatsächlich Bescheideneres à la Karotte oder Speiserübe, doch Hofer serviert um den Preis Brokkoli! Großpackungen sind wie immer günstiger. Wenn Sie eine geöffnete Kilopackung wieder einfrieren, besteht aber die Gefahr des Austrocknens.

Unser Tipp: Gemüse in einen gut schließenden Vorratsbehälter füllen und wieder in die Tiefkühltruhe geben. Achten Sie außerdem beim Einkauf darauf, dass die Packung nicht schneebedeckt ist. Schütteln Sie sie ausgiebig, innen sollte sich kein Eisklumpen befinden, sondern lose Gemüsestückchen. Hände weg, wenn das nicht der Fall ist, denn da war die Packung sicherlich schon angetaut. Wenn beim Öffnen der Inhalt etwas farblos und vertrocknet auf Sie wirkt, ist der so genannte Gefrierbrand am Werk gewesen. Er lässt das Gemüse bitter schmecken.

Tiefkühl-Mischgemüse

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Kompetent mit Konsument

  • Tiefgekühlt ist fast konkurrenzlos. In Sachen Frische und Schadstoffbelastung schlägt das Gemüse aus dem Eis im Winter weit gereistes Importgemüse.
  • Enorme Preisunterschiede. Pro Kilogramm zwischen 1,19 und 6 Euro. Frischgemüse aus dem Ausland kann auch hier nicht mithalten.
  • Vitamine auf die Schnelle. Beim Tiefkühlen bleiben die gesunden Wirkstoffe des Gemüses erhalten. Zubereitung in der Mikrowelle am schonendsten. Wegen der Aufnahme fettlöslicher Vitamine nicht ganz fettlos kochen – ein Tröpfchen Öl reicht jedoch schon aus.
  • Weite Reise muss nicht sein. Auch Tiefkühlgemüse wird kreuz und quer durch Europa gekarrt. Achten Sie auf das AMA-Zeichen, wenn Sie inländischen Produkten den Vorzug geben wollen.

So haben wir getestet

  • Im Test: 22 Proben Tiefkühl-Mischgemüse.
  • Chemische Prüfung: Bestimmt wurden der Gehalt an Nitrat (mittels HPLC) und die Schwermetalle Blei bzw. Cadmium (mittels Graphitrohr-AAS). Weiters wurden die Proben auf Rückstände 129 verschiedener Pestizide untersucht. Die Untersuchungskosten der Pestizidanalyse wurden von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH übernommen.

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