DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

CBD gegen Corona: Flüssigkeit im Fläschchen, Pflanze daneben
CBD gegen Corona: Kann CBD (Cannabidiol) bei COVID-19 helfen? Bild: Roxana Gonzalez/Shutterstock.com

CBD gegen Corona

Kann CBD (Cannabidiol) die Beschwerden bei einer COVID-19-Erkrankung lindern?

Cannabidiol, besser bekannt unter der ­Abkürzung CBD, findet sich in Form von Tropfen zum Einnehmen, in Tees oder als Nahrungsergänzungsmittel. Dieser Inhaltstoff der Cannabis-Pflanze hat keinen ­berauschenden Effekt, ihm wird allerdings eine beruhigende, angstlösende und schlaffördernde Wirkung nachgesagt.

Wirken bestimmte Cannabis-Inhaltsstoffe gegen das Coronavirus? 

Der Artikel informiert über Studien zum Thema, die unsere Kooperationspartner von medizin-transparent unter die Lupe genommen haben. Außerdem: Schützt eine vorbeugende Einnahme vor der Erkrankung?

CBD: Tropfen zum Einnehmen

Vermutlich nicht. CBD-Tropfen helfen vermutlich nicht bei COVID-19. Auch dass eine vorbeugende Einnahme vor der Erkrankung schützen könnte, ist eher unwahrscheinlich. Studien dazu fehlen.

Cannabis-Inhaltstoffe: wirksam gegen das Coronavirus?

Auch die Corona-Forschung ist auf CBD aufmerksam geworden. Einer kürzlich veröffentlichten Studie der Universität von Oregon zufolge sollen, so war in Medien zu lesen, bestimmte Cannabis-Inhaltstoffe gegen das Corona­virus wirksam sein. Unsere Kooperationspartner von medizin-transparent.at haben sich die Studie genauer angesehen und sich auch auf die Suche nach weiteren Forschungs­ergebnissen zum Thema gemacht.

Labor­untersuchung: kein Effekt von CBD auf Coronaviren

Bei der Studie, die es in die Schlagzeilen von Medien schaffte, handelt es sich um eine Labor­untersuchung, bei der im Reagenzglas SARS-CoV-2-Viren mit elf verschiedenen Cannabinoiden in Kontakt gebracht wurden. Das Forschungsteam wollte wissen, ob die CBD-Stoffe das Virus hemmen und daran hindern können, menschliche Zellen zu infizieren. Ob Cannabis-Inhaltstoffe wie CBD bei COVID-19 helfen, lässt sich aber nur mit klinischen Studien an erkrankten Menschen herausfinden. Laborexperimente können lediglich Hinweise liefern. Über die Wirkung im menschlichen Körper sagen sie wenig aus. Im vorliegenden Fall zeigte sich überhaupt kein Effekt von CBD auf Coronaviren. Die Meldung, die Forschenden hätten in ihrer Studie eine Anti-Corona-Wirkung von CBD nachgewiesen, ist falsch.

Klinische Studie mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten: keine Wirkung durch CBD-Einnahme

Bei seiner Suche stieß das Team von medizin-transparent.at auf eine weitere Untersuchung. Dabei handelt es sich um eine klinische Studie mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten, die ihre Erkrankung zu Hause auskurierten. Die Hälfte der Teilnehmenden erhielt zwei ­Wochen lang täglich 300 Milligramm CBD in Tropfenform, die andere Hälfte ein gleich aussehendes Scheinpräparat (Placebo). Das Ergebnis war ernüchternd: Die Einnahme von CBD wirkte sich weder auf die akuten COVID-19-Beschwerden noch auf das Befinden der teilnehmenden Patienten einen Monat später aus. Die Beschwerden hielten auch bei allen Betroffenen gleich lang an.

Minderung der psychischen Belastung einer COVID-19-Erkrankung?

Die Wissenschaftler versuchten auch herauszufinden, ob die Einnahme von CBD die psychische Belastung einer COVID-19-Erkrankung mindern kann. Doch auch hier zeigte sich kein Unterschied zwischen der CBD- und der Placebo-Gruppe. In beiden Gruppen waren Beschwerden wie Unruhe, Schlafstörungen oder Ängstlichkeit ähnlich häufig.

Keine Studien zur regelmäßige CBD-Einnahme 

Ob eine regelmäßige Einnahme von CBD einer Covid-19-Erkrankung vor­zubeugen vermag, kann nicht beantwortet werden, da dies bisher offenbar nicht untersucht wurde. Andere Studien deuten eher darauf hin, dass CBD die Infektanfälligkeit sogar erhöhen könnte. Auch die Frage, ob das psychoaktiv wirksame THC ­(Tetrahydro- ­cannabinol), das für den ­berauschenden ­Effekt von Cannabis verantwortlich ist, eine Wirkung auf COVID-19 hat, wurde bislang nicht untersucht.

Kooperation mit medizin-transparent.at

Logo von medizin-transparent
medizin-transparent.at prüft medizinische Medienberichte Bild: Medizin transparent

Stimmt das, was die berichten?

Beinahe täglich berichten Medien von Behandlungsmethoden, diagnostischen Tests und Studien. Wie aber steht es mit den Fakten hinter diesen Meldungen? Können wir glauben, was wir lesen? In unserer Rubrik "Fakten-Check Medizin" finden Sie Informationen, ob es für Medienberichte zu medizinischen Themen echte wissenschaftliche Beweise gibt.

"Faktencheck Medizin" ist eine Kooperation von KONSUMENT mit Cochrane-Österreich. Medizin Transparent ist werbefrei, unabhängig und wird durch die Bundesgesundheitsagentur gefördert.

Lesen Sie mehr auf medizin-transparent.at.

Buchtipp

100 Medikamente
Bild: VKI

100 Medikamente

Die Bestseller aus der Apotheke für Sie getestet!

Aus dem Inhalt

  • Wie verträglich ist das Mittel?
  • Lindert es die Symptome, ist es nachhaltig von Nutzen?
  • Ist es lange erprobt und wirkt es?

Wir empfehlen auf konsument.at

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Community nursing: ältere Person im hellgrünen Pulli stützt Hände auf Stock, über ihren Händen jüngere helfende Hand premium

Community Nursing in Österreich

Bis ins hohe Alter im eigenen Zuhause verbleiben – das ist der Wunsch vieler Menschen. Ein Community Nursing Systems soll das unterstützen. Ein Pilotprojekt dazu ist bereits in vollem Gange.

Nikotinbeutel: Dosen mit den netzartigen Beuteln.

Nikotinbeutel: All White

Voller Kick ohne Tschick? Zigaretten sind am Rückzug, aber ganz ohne Nikotin geht es für manche auch nicht. Nikopods schließen die Lücke.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang