Ein Virenschutz soll uns vor jeglicher schädlichen Software schützen. Viren, Würmer, Trojaner, Phishing, Ransomware – die Bedrohung ist vielseitig. Vor allem auf Windows-, aber auch auf Apple-Computern. Selbst Handys, die mit Android funktionieren, sind bedroht. Daher schauten wir auch, ob die dafür bestimmte Schadsoftware auf Windows- und Apple-Computern abgefangen wird. Wir fanden Antwort auf die Frage: Welches kostenlose Antivirus-Programm ist das beste? Objektiv, unabhängig und verlässlich beantworten wir Fragen wie: Ist bei Windows 10 noch ein zusätzlicher Virenschutz nötig? Oder reicht der Windows Defender? Avast, AVG, Avira, Bitdefender, ESET, F-Secure, G Data, Kaspersky, Malwarebytes, McAfee, Microsoft Windows Defender, Norton, Panda Security, Sophos, TotalAV und Trend Micro.
Was der Test von Antivirus-Programmen bietet
Dieser Test bietet werbefreie, unabhängige Testergebnisse. Die wichtigsten Fragen lauten: Welches Antivirenprogramm ist für mich das beste? Welche Internet Security ist die beste? Wer bietet den besten Virenschutz? Welches kostenlose Antivirenprogramm ist das beste?
So wird Antivirus getestet
Zur Anwendung kommen einheitliche Testkriterien. So werden die Ergebnisse vergleichbar. Getestet wurden Web Protection, File Detection, Virenschutz bei USB-Verwendung, Phishing und Ransomware.
Diese Informationen enthält der Virenschutz-Test
Testergebnisse von 28 Antivirenprogrammen für Windows-Computer und 14 für Apple-Computer. Beschreibungen, Erklärungen und Bewertungen.
Antivirus-Programme für Windows
- Avast - Free Antivirus
- Avast - One Essential
- Avast - One Individual
- Avast - Premium Security
- AVG - AntiVirus Free
- AVG Internet Security
- Avira - Antivirus Pro
- Avira - Free Security
- Bitdefender - Antivirus Free Edition
- Bitdefender - Internet Security
- Eset - Internet Security
- F-Secure - SAFE
- G Data - Internet Security
- Kaspersky - Internet Security
- Kaspersky - Security Cloud Free
- Malwarebytes - Premium (4)
- McAfee - Total Protection
- Microsoft - Windows 10 Defender
- Microsoft - Windows 10 Defender + Chrome security features*
- Microsoft - Windows 11 Defender
- Microsoft - Windows 11 Defender + Chrome security features*
- Norton - 360 Deluxe
- Panda - Security Dome Advanced
- Panda - Security Free Antivirus
- Sophos - HitmanPro Alert
- Sophos - Home (Premium)
- TotalAV - Internet Security
- Trend - Micro Internet Security
Antivirus-Programme für Apple
- Apple - macOS
- Apple - macOS + Safari security features
- Avast - One Essential (Mac)
- Avast - Premium Security (Mac)
- Avast - Security for Mac
- AVG - AntiVirus for Mac
- Avira - Free Security Suite for Mac
- Bitdefender - Antivirus for Mac
- ESET - Cyber Security Pro (Mac)
- F-Secure - SAFE (Mac)
- G Data - Antivirus for Mac
- Kaspersky - Internet Security for Mac
- Norton - 360 Deluxe (Mac)
- Avast - One Individual (Mac)
Ist Internet Security notwendig?
„Aus technischen Gründen bitten wir Sie, hier Kontodaten und Passwort einzugeben.“ Das ist nur eine Möglichkeit, wie gefälschte E-Mails oder Internetseiten versuchen, nach Ihren wertvollen Daten zu fischen. Diese Phishing-Attacke ist eine von vielen Gefahren, die auf Computern lauern. Die Menge unterschiedlichster Schadsoftware ist enorm. So vielfältig wie die Bedrohung ist auch das Angebot an Sicherheitssoftware. Wir haben 28 solcher Produkte für Windows-Computer und 14 für Apple-Computer in internationaler Zusammenarbeit geprüft. Wobei die Bedrohung durch Schadsoftware bei Apple-Computern sehr viel geringer ist als bei Windows-Geräten.
Brauche ich ein Antivirus-Programm?
Der erste und beste Schritt im Umgang mit Daten und Programmen aus fremden Quellen ist Wachsamkeit. Das Öffnen von unbekannten Links in E-Mails, das Verbinden mit einem USB-Stick oder einer fremden Festplatte oder die Installation von Apps und Programmen aus dem Internet: Das alles sollte mit entsprechender Vorsicht getan werden.
Wer ausreichend Wissen über Gefahren und deren Verhinderung besitzt, dem reichen womöglich die vom Betriebssystemhersteller eingesetzten Instrumente. Das wäre beispielsweise der Windows Defender. Alle anderen sollten sich mit einem Programm für die Internet-Security befassen. Diese gibt es kostenpflichtig oder gratis. Wobei die Virenerkennung der kostenlosen Produkte den kostenpflichtigen oft nicht nachsteht.
Warum brauche ich ein Antiviren-Programm?
Mit dem Virus und dem Anti-Virusprogramm als Antwort darauf hat alles begonnen. Viren nisten sich in Programmen ein, vermehren sich bei der Verwendung der befallenen Programme und richten Schaden unterschiedlicher Art an. Die Viren werden mittlerweile von Computerwürmern und Trojanern verdrängt. Trotzdem wird umgangssprachlich weiter allgemein von Viren gesprochen – und von Anti-Virus-Programmen, obwohl diese sehr oft schon den umfangreicheren Bereich der Internet-Sicherheit umfassen. Also auch sonstige Schadsoftware wie etwa Phishing. Das heißt, alle getesteten Programme decken nicht nur den Virenschutz ab, auch wenn sie danach benannt sind.
Die Bedrohungen, die abgewendet werden sollen, sind vielfältiger Natur: Webseiten, die Schadsoftware zu installieren versuchen; Downloads infizierter Daten – auch von vertrauenswürdiger Quelle; verseuchte USB-Sticks oder Festplatten. Schadsoftware ist somit jedes schädliche Programm. Ihre Auswirkungen: den PC übernehmen und Daten versenden, Daten ausspähen (Phishing) oder den ganzen Computer verschlüsseln (Ransomware) und unbrauchbar machen.
So haben wir getestet
Die Tests wurden auf im Handel erhältlichen qualitativ hochwertigen Computern durchgeführt. Als Betriebssysteme wurden Windows 10 bzw. macOS installiert.
Zusätzlich wurden folgende Softwares installiert, um einen genutzten PC zu simulieren: Adobe Reader, Edge, Firefox, Thunderbird, VLC Media Player and 7-zip.
Es wurde ein Browserverlauf simuliert. Dafür wurden im Browser alle Schutzfeatures ausgeschaltet.
Die Antivirus-Programme wurden in den Standard-Einstellungen installiert.
Testbereiche
Web-Protection. Alle Produkte wurden gleichzeitig getestet. 3 Phasen zu je 100 infizierten und 100 sauberen Webseiten bei bestehender Cloud-Verbindung.
File-Detection. Getestet mit in der Realität gefundener Schadsoftware innerhalb der letzten 4 Wochen. Der Test wurde offline und online durchgeführt. Wurde die Schadsoftware nicht entdeckt, erfolgte eine Ausführung der Datei.
USB-Protection. 135 Windows- und 15 Mac-Schadsoftwares.
1. Anstecken des USB-Produktes
2. Nicht erkannte Schadsoftware wird von USB-Produkt auf Festplatte kopiert
3. Falls nicht geblockt, erfolgt die Ausführung
Phishing. Safe-Browsing im Browser wurde deaktiviert. Getestet wurde mit 600 Phishing-Websites.
Ransomware. Weiters wurde einmalig das Verhalten bei Ransomware an 400 Dateien getestet.
Online aktualisieren
Sind wir mit dem Internet verbunden, öffnen wir nicht nur mancher Bedrohung das Tor. Im Netz warten auch viele nützliche gespeicherte Daten. Das zeigt auch dieser Test. Denn viele Antivirus-Programme funktionieren erst oder viel besser, wenn Sie – oft aktualisierte Daten – aus dem Netz saugen, um gegen Schadsoftware vorzugehen.
Spezialfall Kaspersky
Die Holding Kaspersky Labs Limited hat ihren Sitz in London, das operative Geschäft findet überwiegend in Moskau statt. Wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine warnte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im Vorjahr vor dem Einsatz von Kaspersky-Virenschutzsoftware. Das BSI empfahl, andere Virenschutzsoftware als Kaspersky zu verwenden.
Antivirensoftware greift tief in das Betriebssystem ein. Es erfordert eine Menge an Berechtigungen. Dadurch sind Verbraucher:innen anfällig für eventuelle Beeinflussungen durch staatliche Behörden beziehungsweise Einzelpersonen. Daher ist die Wahl eines Programms auch eine Frage des Vertrauens.
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Kündigung von Virenscannern
siegi_l, 4. Mai 2023, 21:05