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Digitalkameras - Schöne Urlaubserinnerungen

, aktualisiert am

Auch wenn für Schnappschüsse meist zum Smartphone gegriffen wird, gibt es doch das anspruchsvollere Segment, in dem Digitalkameras ihren Platz behaupten. - Dieser Test ist nur online und nicht im Heft erschienen.

In der Tabelle finden Sie:

Kompaktkameras

  • Canon - PowerShot G7 X Mark II
  • Canon - PowerShot SX620 HS
  • Canon - PowerShot SX720 HS
  • Nikon - COOLPIX A300
  • Nikon - COOLPIX A900
  • Nikon - COOLPIX B500
  • Nikon - COOLPIX B700
  • Nikon - COOLPIX W100
  • Olympus - STYLUS TG-870
  • Panasonic - DMC-TZ101
  • Panasonic - LUMIX DMC-FZ2000
  • Panasonic - Lumix DMC-LX15
  • Sony - Cyber-shot DSC-H300
  • Sony - Cyber-shot DSC-HX350
  • Sony - Cyber-shot DSC-HX80
  • Sony - Cyber-shot DSC-RX10 Mark 3
  • Sony - Cyber-shot DSC-RX100 M5

Topmodelle:

  • Canon - EOS 1300D + EF-S 1:3.5-5.6 18-55mm IS II
  • Canon - EOS 80D + EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS STM
  • Canon - EOS M5 + EF-M 15-45mm 1:3.5-6.3 IS STM
  • Fujifilm - X-A10 + FUJINON SUPER EBC XC 16-50mm 1:3.5-5.6 OIS II
  • Fujifilm - X-A3 + FUJINON SUPER EBC XC 16-50mm 1:3.5-5.6 OIS II
  • Fujifilm - X-T2 + FUJINON XF 18-55mm 1:2.8-4 R LM OIS
  • Olympus - OM-D E-M1 Mark II + M.ZUIKO DIGITAL ED 12-40mm 1:2.8 Pro
  • Olympus - PEN E-PL8 + M.ZUIKO DIGITAL ED 14-42mm 1:3.5-5.6 EZ
  • Panasonic - LUMIX DMC-G81 + LUMIX G VARIO 12-60mm 1:3.5-5.6 ASPH. POWER O.I.S.
  • Panasonic - LUMIX DMC-GX80 + LUMIX G VARIO 12-32mm 1:3.5-5.6 ASPH. MEGA O.I.S.
  • Nikon - D3400 + AF-P DX NIKKOR 18-55mm 1:3.5-5.6 G VR
  • Nikon - D5600 + AF-P DX NIKKOR 18-55mm 1:3.5-5.6 G VR
  • Yi - M1 + XIAOYI 12-40mm 1:3.5-5.6

In der Testtabelle finden Sie: Testurteil, Gewicht, Megapixel, Zoomfaktor, Weitwinkel, Tele, Makro, Touchscreen, elektronischer Sucher, Blitz, Wasserdichtheit, HDMI-Ausgang, USB-Anschluss, WiFi, Bildqualität, Aufnahmen bei wenig Licht (available light), Schutz vor Verwacklung, Farbwiedergabe, Dynamik, Verzeichnung, Video, Monitor, Handhabung, Bedienungsanleitung, Geschwindigkeit (Einschaltzeit, Auslöseverzögerung) und Dutzende weiterer Faktoren. - Hier unser Testbericht:


Auch wenn für Schnappschüsse meist zum Smartphone gegriffen wird, gibt es doch das anspruchsvollere Segment, in dem Digitalkameras ihren Platz behaupten. Vor der Haupturlaubszeit haben wir die aktuellen Ergebnisse unseres internationalen Tests online gestellt. Ob handliches Kompakt-, Superzoom- oder Outdoormodell, ob hochwertige System- oder digitale Spiegelreflexkamera – unter den 30 Modellen ist sicher ein geeignetes dabei.

Kompakte und Topmodelle

Wir haben die Testkandidaten in zwei Gruppen eingeteilt: In der Tabelle mit den Kompaktkameras finden sich auch die sogenannten Bridgemodelle, die in Größe und Funktionsumfang eher einer Spiegelreflexkamera entsprechen. Da sie meist ein sehr leistungsstarkes Zoomobjektiv eingebaut haben, empfehlen sich Kameras dieser Bauart als ideale Reisebegleiter. Wobei die Sony RX 10 preislich bereits deutlich über einem guten Spiegelreflex-Set liegt. Als Topmodelle haben wir alle Systemkameras gereiht, also sowohl Spiegelreflexkameras (SLR) als auch solche ohne Spiegel. Allen gemeinsam ist, dass sie auswechselbare Objektive besitzen. Und das ist gut so: Die im Set mitgelieferten Zooms haben zwar meist ein gutes Weitwinkelobjektiv, reichen aber kaum in den Telebereich hinein. Wer weiter entfernte Motive einfangen will, kommt um den Kauf eines zusätzlichen Objektivs nicht umhin. Das sollten Sie im Anschaffungsbudget von vornherein einkalkulieren.

Spiegellose haben aufgeholt

In Sachen Technik und Qualität haben die Spiegellosen nicht nur aufgeholt, sondern die Spiegelreflexkameras zum Teil schon deutlich überflügelt (Profi-Modelle ausgenommen). Langsame Reaktionsgeschwindigkeit, lange Zeit ein Manko bei den Spiegellosen, ist heutzutage nicht mehr das Thema. Aber nicht nur technisch, auch beim Preis sind die Spiegellosen teilweise an den DSLRs vorbeigezogen. Das gilt auch für die Zusatzobjektive.

Post-Focus-Funktion von Panasonic

Video

Da immer mehr Fotografen gerne Regisseur spielen und mit ihrem Gerät auch Tonfilme aufnehmen, kommt der Videofunktion große Bedeutung zu. Hier geht der Trend zum extrem detailreichen 4k-Standard. Erkennbar ist das in der Tabelle daran, dass die Auflösung der längeren Bildseite rund 4000 Pixel beträgt. Sinn machen 4k-Aufnahmen nur, wenn Sie auch über ein entsprechendes Abspielgerät (Großbild-TV mit geeigneter Auflösung) verfügen.

Innovationen

Die Kamerahersteller packen in ihre Geräte immer mehr elektronische Funktionen und praktische Details, doch wirklich bahnbrechende Neuerungen sind in den vergangenen Jahren ausgeblieben. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang allerdings die Post-Focus-Funktion, die die Modelle von Panasonic eingebaut haben: Hier erlaubt es die Software der Kamera, nachträglich den Schärfebereich des Motivs zu verändern. Ein Traum für all jene, die vor der Aufnahme nicht viel Zeit ins Scharfstellen investieren wollen

Yi: neuer Hersteller aus China

Handhabung

Je mehr Funktionen eine Digitalkamera bietet, umso umfangreicher und unübersichtlicher wird zwangsweise das Bedienungsmenü. Für Einsteiger und solche, die eine Kamera nur gelegentlich verwenden, kann das zum echten Problem werden. Denn eine falsche Einstellung irrtümlich vorzunehmen, ist schnell passiert; den Fehler aber aufzuspüren und zu korrigieren, kann sehr zeitraubend sein.  Einige Kameras verfügen über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen). Diese Art der Bedienung wie beim Smartphone oder Tablet liegt aber nicht allen Menschen gleich gut. Wer lieber mit konventionellen Knöpfen und Einstellrädern arbeitet, kann also auf den Touchscreen getrost verzichten.

China kommt

Interessant: Mit der Firma Yi drängt ein neuer chinesischer Hersteller auf den europäischen Markt. Noch kann seine Systemkamera nicht überzeugen, doch wie bei den Smartphones dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis er den Anschluss gefunden hat.

 

Testtabelle: Kompaktmodelle 7/2017

Testtabelle: Topmodelle 7/2017

Steckbriefe Kompaktmodelle

Die Steckbriefe sind nach Testurteil gereiht - die besten oben, die schwächsten unten.

Sony Cybershot DSC-RX 10 M3
Testurteil: gut (knapper Testsieger in dieser Kategorie)
Bridgekamera mit hohem Zoombereich von Weitwinkel bis zu starkem Tele. Objektiv ausreichend lichtstark. Wetterfestes Gehäuse, deutlich größer und schwerer als der Großteil der Konkurrenz. Umfangreiche Funktionen wie 40-fach-Zeitlupe mit 1.000 Bildern pro Sekunde. Monitor und Sucher sehr gut. Bildqualität insgesamt gut, mit Schwächen bei der Farbwiedergabe. Reagiert schnell beim Auslösen. Sehr gute Videofunktion in 4k-Qualität. Geeignet für hohe Ansprüche. Mit Abstand das teuerste Modell im Test.

Canon PowerShot G7 X Mark II
Testurteil: gut
Im Gesamturteil nur knapp an zweiter Stelle gelandet, aber klarer Sieger bei der Bildqualität. Kompakt, leicht und handlich. Navigation durch das Menü mittels Touchscreen möglich. Liegt gut in der Hand. Lichtstarkes Objektiv, allerdings mit nur bescheidener Telewirkung, für weiter entfernte Motive nur eingeschränkt geeignet. Praktischer Multifunktionsring am Objektiv. Sehr guter Monitor, aber kein Sucher vorhanden.

Panasonic Lumix DMC-LX15
Testurteil: gut
In der Gesamtbewertung mit den beiden vorher genannten Modellen vergleichbar, die Bildqualität reicht allerdings nicht ganz an die Spitzenreiter heran. Kompakt und handlich. Das überaus lichtstarke Objektiv ermöglicht gute Fotos auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Sehr geringer Telebereich beim Zoom, für weiter entfernte Motive daher nicht geeignet. Praktischer Multifunktionsring am Objektiv. Bedienung via Touchscreen. Manuelle Einstellungen möglich. Viele verschiedene Belichtungsprogramme. Sehr gute Videoqualität (4k).

Panasonic Lumix DMC FZ2000
Testurteil: gut
Bridgekamera mit hohem Gewicht und großem Gehäuse. Liegt gut in der Hand. Das ausreichend lichtstarke Objektiv reicht vom Weitwinkel bis zum starken Tele. Starke Makrovergrößerung möglich. Praktischer Multifunktionsring am Objektiv. Bildqualität insgesamt gut, bei wenig Licht eher durchschnittlich. Videoqualität sehr gut (4k). Sehr gute Bedienbarkeit via Touchscreen, der um 180 Grad schwenkbar ist. Viele verschiedene Belichtungsprogramme wie z.B. 4k-Foto oder Post Focus bzw. Focus Stacking, die man benötigt, um den Schärfebereich des Motivs nachträglich verändern zu können. Neutraldichtefilter eingebaut. Preislich im Spitzenfeld angesiedelt.

Sony Cyber-shot DSC-RX 100 M5
Testurteil: gut
Gut bedienbare, handliche Kompaktkamera. Sucher ausfahrbar. Lichtstarkes Objektiv für schlechte Lichtverhältnisse. Zoom mit sehr geringer Telewirkung, für weiter entfernte Motive nicht geeignet. Praktischer Multifunktionsring am Objektiv. Insgesamt noch gute Bildqualität, in einigen Bereichen nur durchschnittlich. Besonders kurze Reaktionszeit beim Auslösen. Sehr gute Werte für Monitor und Sucher. Sehr gute Videoqualität (4k). Highspeed Video in Full HD. Preislich deutlich über vergleichbaren Mitbewerbern.

Panasonic DMC-TZ 101
Testurteil: gut
Gute Kompaktkamera mit edlem Design, leicht und flach. Ausreichendes Zoom, im Telebereich eher lichtschwach. Praktischer Multifunktionsring am Objektiv. Einfache Bedienung via (unbeweglichen) Touchscreen. Bietet viele verschiedene Belichtungsprogramme. Bildqualität alles in allem gut. Monitor sehr gut, ebenso der Sucher. Viele Videofunktionen, Qualität gut (4k). Arbeitsgeschwindigkeit insgesamt annehmbar. Liegt preislich im Mittelfeld.

Canon PowerShot SX720 HS
Testurteil: gut
Eindeutig das preisgünstigste Modell unter den „guten“ Kompakten. Gehäuse in edel wirkendem Design. Zeichnet sich durch geringes Gewicht aus. Dennoch außerordentlich großer Zoombereich vom Weitwinkel bis zum Super-Tele. Im Telebereich lichtschwach. Zoomhilfe per Knopfdruck. Kleiner Sensor, aber Bildqualität bei Fotos gut, bei Video mittelmäßig. Reaktionszeit beim Auslösen lang. Handhabung wurde nur durchschnittlich bewertet. Monitor weder schwenk- noch neigbar.

Nikon Coolpix B500
Testurteil: durchschnittlich
Sehr preisgünstige einfache Bridgekamera, verpasst nur knapp das Gesamturteil „gut“. Sehr großer Zoombereich mit hoher Telewirkung. Praktische Zoom-Einstellhilfe. Betrieb nur im Automatik-Modus. Bildqualität insgesamt durchschnittlich, speziell bei der Farbwiedergabe und bei wenig Licht. Reaktionsschnell beim Auslösen, aber langsam beim Speichern von Einzelbildern. Energiequelle: Standard-AA-Akkus oder -Alkalizellen.

Sony Cybershot DSC-HX350
Testurteil: durchschnittlich
Bridgekamera mit sehr hohem Zoomfaktor, ideal für weit entfernte Motive. Besonderheit: Drehring am Objektiv für händisches Zoomen. Optik im Weitwinkelbereich mit guter Lichtstärke. Bei wenig Licht nur durchschnittliche Bildqualität. Bildschirm gut, Sucher weniger. Logische Menüführung. Relativ groß und schwer.

Canon PowerShot SX620 HS
Testurteil: durchschnittlich
Simpel ausgestattete Kompakte mit hohem Zoomfaktor, daher ideal für sehr weit entfernte Motive. Braucht bei Teleaufnahmen viel Licht. Starke Makrovergrößerung möglich. Gehäuse außerordentlich flach und leicht. Monitor nicht beweglich. Nur Automatik, keine manuelle Einstellung der Belichtung möglich. Lange Verzögerung beim Auslösen. Menü etwas verwirrend. Sehr preisgünstig.

Sony Cybershot DSC-HX80
Testurteil: durchschnittlich
Handliche Kamera mit überdurchschnittlichem Zoombereich vom Weitwinkel bis zum Super-Tele. Braucht bei Teleaufnahmen viel Licht. Reaktionsschnell beim Auslösen, flott beim Scharfstellen. Besonderheit: ausfahrbarer elektronischer Sucher. Fotoqualität insgesamt durchschnittlich. Menü logisch und gut einstellbar. Bedienknöpfe klein, aber gut platziert.

Nikon Coolpix A900
Testurteil: durchschnittlich
Flache, handliche Kamera mit überdurchschnittlichem Zoombereich. Gut für weit entfernte Motive. Zoomeinstellhilfe per Knopfdruck. Braucht bei Teleaufnahmen viel Licht. Bildqualität zeigt Schwächen bei der Farbwiedergabe und bei wenig Licht, daher insgesamt nur durchschnittlich bewertet. Gut für Nahaufnahmen. Hochauflösendes 4k-Video, aber schlecht bei wenig Licht. Autofokus sehr langsam. Gehäuse dank Gummieinlagen sehr griffig.

Olympus Stylus TG-870
Testurteil: durchschnittlich
Robuste Kamera, stoßfest, staubgeschützt und wasserdicht bis 15 Meter. Das Gehäuse verfügt als Besonderheiten über ein zweites Stativgewinde an der Seite sowie einen zweiten Auslöseknopf für Hochaufnahmen. Zoom mit starker Weitwinkel- und geringer Telewirkung ist gut für Unterwasseraufnahmen, gute Lichtverhältnisse erforderlich. Viele Belichtungsprogramme. Fotoqualität durchschnittlich, Video weniger zufriedenstellend. Passable Reaktionsgeschwindigkeit. GPS-Funktion. Keine WiFi-Verbindung zum Smartphone.

Nikon Coolpix B700
Testurteil: durchschnittlich

Bridgekamera, die mit dem stärksten Telezoom punktet. Ideal für weit entfernte Objekte, praktische Einstellhilfe für das Zoom. Bildqualität bei wenig Licht nur mäßig. Elektronischer Sucher sehr klein. Pluspunkt: Monitor um 180 Grad schwenkbar. Schnelle Reaktionszeit. Hochauflösendes Video (4k), dennoch in diesem Punkt nur durchschnittlich. Sehr groß und sehr schwer. In Anbetracht des Testurteils eher teuer.

Sony Cyber-shot DSC-H300
Testurteil: weniger zufriedenstellend
Weniger zufriedenstellende Bridgekamera mit schwacher Bildqualität. Zoombereich hoch. Videoqualität weniger zufriedenstellend. Monitor und Sucher zeigen deutliche Schwächen. Langsame Reaktion beim Auslösen. Keine WiFi-Verbindung zum Smartphone. Energiequelle: Standard-AA-Akkus oder -Alkalizellen.

Nikon Coolpix W100
Testurteil: weniger zufriedenstellend
Unkomplizierte Kamera für die ganze Familie mit nur wenigen Funktionen. Stoßfest, wasserdicht bis 10 Meter. Betrieb nur im Automatik-Modus. Kleinster Sensor unter den Testkandidatinnen, das wirkt sich negativ auf die Bildqualität aus. Geringer Zoombereich mit minimaler Telewirkung. Besonderheit: unterschiedliche Menüs für Erwachsene und Kinder.

Nikon Coolpix A300
Testurteil: weniger zufriedenstellend
Superflaches Gehäuse. Zoombereich ausreichend. Kaum manuelle Einstellungen möglich. Bildqualität weniger zufriedenstellend, schwaches Video mit wenigen Funktionen. Träge beim Auslösen, für Schnappschüsse ungeeignet. Billig, aber das klare Schlusslicht im Test.

Steckbriefe Topmodelle

Fujifilm X-T2 + FUJINON XF 18-55mm 1:2.8-4 R LM OIS
Testurteil: gut
Hochwertige Spiegellose im edlen Retro-Design. Verpasst nur knapp das Gesamturteil "sehr gut“. Das lichtstarke Objektiv liefert ausgesprochen gute Bilder, sehr guter Verwacklungsschutz. Gut platzierte Bedienknöpfe. Praktischer Blendeneinstellring am Objektiv. Das Gehäuse ist wetterfest, das Set-Objektiv nicht. Gute hochauflösende 4k-Videos. Nachteile: nur 4 Belichtungsprogramme, sehr teuer.

Olympus OM-D E-M1 Mark II + M.ZUIKO DIGITAL ED 12-40mm 1:2.8 Pro
Testurteil: gut
Spiegellose Systemkamera mit stabilem Gehäuse und Touchscreen (um 180 Grad schwenkbar). Sehr viele hochwertige Spezialfunktionen. Das mitgelieferte Objektiv ist sehr lichtstark und daher auch für schlechte Beleuchtungsverhältnisse gut geeignet. Bestnote im Sehtest bei Fotos. Sehr gute Porträts im Gegenlicht. Sehr wirkungsvoller Verwacklungsschutz. Hochauflösende 4k-Videos. Schlägt die Mitbewerber deutlich beim Arbeitstempo. Minus: nur 5 Belichtungsprogramme, preislich im Spitzenfeld.

Panasonic LUMIX DMC-G81 + LUMIX G VARIO 12-60mm 1:3.5-5.6 ASPH. POWER O.I.S.
Testurteil: gut
Ausgesprochen gute spiegellose Systemkamera mit Touchdisplay. Das Zoomobjektiv punktet mit einer vergleichsweise hohen Telebrennweite, was den relativ hohen Preis erklärt. Gute Makrovergrößerung. 30 Belichtungsprogramme. Macht sehr gute 4k-Videos. Sehr guter Bildstabilisator. Gut bedienbar, schnell beim Auslösen.

Panasonic LUMIX DMC-GX80 + LUMIX G VARIO 12-32mm 1:3.5-5.6 ASPH. MEGA O.I.S.
Testurteil: gut
Ausgesprochen gute und handliche spiegellose Systemkamera mit Touchdisplay. Beim mitgelieferten Zoom fehlt der Telebereich, was die Einsatzmöglichkeiten stark einschränkt. Fotoqualität gut, mit Tendenz zu durchschnittlich. 30 Belichtungsprogramme. Hochauflösende 4k-Videos. Sehr guter Bildstabilisator. Ein Objektiv mit größerem Zoomfaktor würde die Kamera deutlich aufwerten.

Canon EOS M5 + EF-M 15-45mm 1:3.5-6.3 IS STM
Testurteil: gut
Anspruchsvolle spiegellose Kamera mit vielen Funktionen. Liefert Fotos in überzeugender Qualität. Full-HD-Videos noch annehmbar. Das wechselbare Zoomobjektiv reicht von Weitwinkel bis zum leichten Tele. Braucht für gute Teleaufnahmen viel Licht. Gute Arbeitsgeschwindigkeit. Minus: relativ teuer. Canon-Spiegelreflexobjektive nicht verwendbar.

Canon EOS 1300D + EF-S 1:3.5-5.6 18-55mm IS II
Testurteil: gut
Sehr preisgünstige Spiegelreflexkamera mit den üblichen Grundfunktionen. Gut platzierte Bedienknöpfe. Gute Farbwiedergabe und wirkungsvoller Verwacklungsschutz. Schneller Autofokus auch bei wenig Licht, insgesamt sehr flotte Arbeitsgeschwindigkeit. Gut geeignet für Einsteiger und Gelegenheitsfotografen.

Fujifilm X-A3 + FUJINON SUPER EBC XC 16-50mm 1:3.5-5.6 OIS II
Testurteil: gut
Kleine und gut handhabbare Spiegellose mit vielen hochwertigen Funktionen. Hübsches Retrodesign, gut platzierte Bedienelemente. Touchscreen mit eingeschränkten Bedienfunktionen. Macht ausgesprochen gute Fotos, selbst bei wenig Licht, und sehr gute Porträts im Gegenlicht. Geschwindigkeit beim Auslösen nur mäßig, für „schnelle“ Aufnahmen eher ungeeignet. Video lässt zu wünschen übrig.

Canon EOS 80D + EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS STM
Testurteil: gut
Spiegelreflexkamera mit solidem Gehäuse, vergleichsweise schwer. Viele hochwertige Funktionen. Bedienung via Touchscreen möglich, der Monitor ist neig- und schwenkbar. Macht sehr gute Bilder bei Tageslicht, bei wenig Licht nur durchschnittlich. Gute Makrovergrößerung. Nachteilig bei Architekturaufnahmen: Das mitgelieferte Zoomobjektiv weist leider starke Verzeichnungen auf, die durch Aktivieren einer Korrekturfunktion an der Kamera allerdings elektronisch reduzierbar sind. Preislich im oberen Segment.

Fujifilm X-A10 + FUJINON SUPER EBC XC 16-50mm 1:3.5-5.6 OIS II
Testurteil: gut
Etwas preisgünstiger als die X-A3 mit gleicher Punktanzahl, besitzt allerdings keinen Touchscreen. Macht ausgesprochen gute Bilder (auch sehr gute Porträts im Gegenlicht). Videoqualität hingegen weniger zufriedenstellend. Geschwindigkeit beim Auslösen nur mäßig, für schnelle Aufnahmen eher ungeeignet.

Nikon D3400 + AF-P DX NIKKOR 18-55mm 1:3.5-5.6 G VR
Testurteil: gut
Gute Spiegelreflexkamera, die gut in der Hand liegt. Relativ klein und leicht. Ausgesprochen gute Bilder auch bei wenig Licht und sehr gute Porträts im Gegenlicht. Liefert sehr gute Videos in Full-HD-Qualität. Nachteilig bei Architekturaufnahmen: Das mitgelieferte Zoomobjektiv weist starke Verzeichnungen auf; sie sind durch Aktivieren einer Korrekturfunktion an der Kamera allerdings elektronisch reduzierbar. Gute Makrovergrößerung. Die Kamera beschränkt sich auf Grundfunktionen, daher auch für Einsteiger und Gelegenheitsfotografen geeignet.

Nikon D5600 + AF-P DX NIKKOR 18-55mm 1:3.5-5.6 G VR
Testurteil: gut
Handliche Spiegelreflexkamera mit gutem optischen Sucher. Guter Monitor, neig- und schwenkbar und mit Touchscreen-Bedienung. Macht insgesamt ordentliche Bilder, auch bei wenig Licht. Gut in anspruchsvollen Situationen mit manuellen Einstellungen, sehr gute Porträts im Gegenlicht, sehr geringes Rauschen. Videoqualität mittelmäßig, mit Tendenz zu gut. Objektiv: sehr wirkungsvoller Verwacklungsschutz. Nachteilig bei Architekturaufnahmen: starke Verzeichnungen; sie sind durch Aktivieren einer Korrekturfunktion an der Kamera allerdings elektronisch reduzierbar. Gute Makrovergrößerung. Für ambitionierte Hobbyfotografen.

Olympus PEN E-PL8 + M.ZUIKO DIGITAL ED 14-42mm 1:3.5-5.6 EZ
Testurteil: gut
Spiegellose Kamera mit vielen Funktionen und 30 Belichtungsprogrammen. Bedienung via Touchscreen möglich, Menü etwas verwirrend. Sehr wirkungsvoller Verwacklungsschutz. Bildqualität bei wenig Licht nur mäßig. Zoom schlecht handhabbar. Ein höherwertiges Objektiv wäre eine gute Investition.

Yi M1 + XIAOYI 12-40mm 1:3.5-5.6
Testurteil: gut
Neuer Hersteller auf dem Markt. Das leichteste Modell im Test. Ambitioniert (Sony-Sensor, Touchscreen, 4k-Videos, Design), aber in der Ausführung mangelhaft. Bildqualität signifikant schlecht, sowohl bei Fotos als auch bei Videos. Dank entsprechendem Bajonettanschluss lassen sich auch Wechselobjektive von Olympus und Panasonic verwenden. Plus: deutlich billiger als die Konkurrenz.

Testkriterien

So haben wir getestet

Im Rahmen eines internationalen Tests haben wir 30 Digitalkameras getestet.

Preise

Die Preise wurden im Mai 2017 erhoben. Sie sind gerundete Mittelwerte aus unseren Erhebungen. Sie beziehen sich auf den Erhebungszeitpunkt und können sich inzwischen geändert haben. (Über aktuelle Tiefstpreise oder die Verfügbarkeit bei einzelnen Händlern können wir leider keine Auskunft geben.)

Allgemeines

Die Basisfunktionen werden für die Kompakt- und die Topmodelle nach den gleichen Kriterien bewertet. Für die Topmodelle werden zusätzliche Messungen bzw. Beurteilungen vorgenommen: Empfindlichkeit für Reflexionen (Streulicht), die Farbtreue und das Bildrauschen bei wenig Licht (11 Lux) sowie manuelle Einstellungen der Kamera (RAW, ISO 6400, größte Blende, manueller Fokus, manueller Weißabgleich und Selbstauslöser 2 Sekunden) werden strenger beurteilt und bei der Handhabung wird mehr Gewicht auf manuelle Einstellungen und Objektivwechsel gelegt. Daher setzen sich die Gruppenurteile unterschiedlich zusammen und sind zwischen den Kompakt- und den Topmodellen nicht direkt vergleichbar.

Bildqualität im Automatikmodus: 50%

Für die Beurteilung der Bildqualität im Sehtest wird eine Wohnzimmerszene mit einer Beleuchtung von 140 Lux herangezogen. Die Kamera steht in zwei Metern Entfernung und wird in der Automatik-Einstellung, ohne Blitz und mit Selbstauslöser betrieben.

Beurteilt werden die Ergebnisse von fünf Experten hinsichtlich Schärfe, Farbtreue, Belichtung generell, Zeichnung sehr heller und sehr dunkler Passagen (Überstrahlung bzw. „Absaufen“), Rauschen bzw. Körnigkeit sowie Darstellung der Hauttöne und naturgetreuer Wiedergabe von Oberflächentexturen (konturiert oder verwaschen …). Beurteilung einer Außenaufnahme bei 8000 Lux. Die Auflösung wird außerdem aus der Messung der MDF (Modulation-Transfer-Funktion) bei den Empfindlichkeiten ISO 100 bis ISO 3200 im Weitwinkel- und Telebereich (soweit vorhanden) bestimmt. Die Farbtreue wird anhand von Testbildern ermittelt. Die Beurteilung verschiedener Bilder von diversen Szenen – Porträts im Gegenlicht, Landschaft, Stillleben, Konversations-Szene im Wohnzimmer – erfolgt durch fünf Experten. Das Verhalten bei wenig Licht und des Autofokus sowie die Wirksamkeit des Verwacklungsschutzes bzw. Bildstabilisators werden gemessen.

Objektiv: Die Verzeichnung (tonnenförmig, kissenförmig) wird gemessen und bewertet.  Die Farbwiedergabe (bzw. die Abweichung vom Original) wird ebenfalls gemessen. Bei Makroaufnahmen wird die minimale formatfüllend abgebildete Objektbreite bestimmt und angegeben, weiters wird die minimale Bildfläche in cm² angegeben. Auch die tatsächliche minimale (Weitwinkel) und maximale Brennweite (Tele) wird gemessen.

Blitz: In einem Prüfraum wird die Blitzausleuchtung für 1 m, 3 m und 5 m Entfernung ermittelt und die automatische Anpassung der Belichtungssteuerung beurteilt.

Monitor und Sucher: 10%

Die Abweichungen des aufgenommenen Bildes vom Monitorbild werden in der Tele- und Weitwinkeleinstellung bei optischem Sucher ermittelt. Die Ablesbarkeit des Monitors bei hellem und bei geringem Umgebungslicht wird bewertet – bei Aufnahme und Wiedergabe. Auch Video-Schwenks werden aufgenommen und wiedergegeben. Die Auflösung des Displays wird mit einem Testbild ermittelt. Der elektronische Sucher wird in ähnlicher Weise getestet und bewertet.

Videoaufnahmen: 10%

Es wird dieselbe Szene wie beim Sehtest der Fotos herangezogen und nach den gleichen Kriterien beurteilt. Die Beurteilung erfolgt im Automatikmodus mit der besten wählbaren Auflösung. Die subjektive Beurteilung von zwei selbst aufgenommenen Szenen (Innenraum, Außenaufnahme) erfolgt durch eine Gruppe von Testpersonen. In einem Hörtest wird der aufgenommene Ton bewertet.

Handhabung: 30%

Von einer Gruppe von fünf Testpersonen werden die Bedienungsanleitung, die Bedienelemente (Einschalter, Auslöser), Sucher, Monitor, die Menüführung, die Hilfestellungen, die Funktion des Zooms, des Autofokus, die manuellen Einstellmöglichkeiten sowie der Akkuwechsel beurteilt.  Die Einschaltdauer für Foto- und Video-Betrieb, die Bildfolgezeit (diverse Bildserien) sowie die Auslöseverzögerung bei verschiedenen Entfernungen und Lichtsituationen werden gemessen. Auch die Wasserdichtheit wird bei so deklarierten Kameras überprüft und ein Falltest wird durchgeführt.

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