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Graue Schüsssel mit Reis, daneben hält eine Hand eine weiße Schüssel mit Natto und Stäbchen entnehmen einen Bissen, Im Hintergrund Tablett mit weißem Teller, der grüne Speise enthält.
Kennen Sie die Speise Natto? Bild: Tsurukame Design/stock.adobe.com

Superfood Natto: Was steckt dahinter?

Haben Sie schon von der japanischen Speise Natto gehört? Natto ist ein jahrhundertealtes japanisches Gericht aus fermentierten Sojabohnen. 

Über soziale Netzwerke gewinnt es mittlerweile auch hierzulande an Bekanntheit. Durch die Fermentation entsteht eine klebrige Konsistenz, durch die sich beim Umrühren lange klebrige Fäden bilden. Charakteristisch ist auch der intensive Geruch, der an gereiften Käse erinnert.

Laut dem deutschen Bundeszentrum für Ernährung ist diese Spezialität charakteristisch für ihren herzhaften Umami-Geschmack sowie ihre nussigen, erdigen Noten. Natto wird meist mit Sojasoße, Senf und weiteren Gewürzen vermischt. Durch das Rühren vor dem Essen entsteht die typische cremige Konsistenz. Natto ist reich an hochwertigem Eiweiß, Ballaststoffen, Vitamin B2, Vitamin K, Phosphor und Eisen.

Dem in Japan traditionell zum Frühstück konsumierten Gericht werden zudem positive gesundheitliche Wirkungen auf die Darmflora und das Immunsystem zugeschrieben. Natto wird häufig mit Reis serviert. In Österreich ist diese Speise in Restaurants sowie frisch oder tiefgekühlt in Asiamärkten und online-shops erhältlich. 

Wollen Sie Natto zu Hause selbst herstellen? Probieren Sie das nachfolgende Rezept!

Natto selbst herstellen

Wer das japanische Gericht Natto daheim selbst zubereiten will, findet im Internet etliche Rezepte, etwa jenes von alltagsfuchs.de 

Zutaten:  

  • 200 Gramm getrocknete Sojabohnen 
  • eine Portion Natto-Starterkultur (Bacillus subtilis-Kultur) nach Packungsangabe oder ein bis zwei Teelöffel fertiges Natto als Starter 
  • etwas abgekochtes, auf lauwarm abgekühltes Wasser zum Anrühren des Starters 
  • ein flacher, sauberer Behälter mit Deckel 
  • eine Wärmequelle wie Joghurtbereiter, Dörrautomat, Gärbox oder Backofen mit stabiler Temperatur 

Zubereitung

Sojabohnen gründlich spülen und über Nacht (mindestens 10 bis 12 Stunden) in einer großen Schüssel in viel Wasser einweichen. Danach das Wasser abgießen und die Bohnen mit frischem Wasser spülen. Nun die Sojabohnen mehrere Stunden in einem herkömmlichen Topf kochen. Mit dem Kochtopf geht es schneller. Wichtig ist, dass sich die Bohnen nach dem Abkühlen leicht zwischen den Fingern zerdrücken lassen. Dann sind sie richtig. Nach dem Abgießen des Wassers unbedingt auf Sauberkeit achten, damit die Fermentation gelingt.  

Den Starter den abgekühlten Bohnen beimengen. Wer Starterpulver verwendet, rührt dieses nach Packungsangabe in abgekochtes, lauwarmes Wasser ein. Anschließend die Mischung unter die Bohnen verteilen.  

Danach die Bohnen flach mit einer Höhe von zwei bis drei Zentimetern flach in einen Behälter schichten. Diese flache Schicht sorgt dafür, dass Wärme und Luft gleichmäßig an die Bohnen gelangen. Der Deckel sollte nicht luftdicht verschließen.  

Warm fermentieren. Die Sojabohnen mit Bacillus subtilis var. natto bei einer Temperatur von 38 bis 42 Grad Celsius über einen Zeitraum von 16 bis 24 Stunden fermentieren. Am besten verwenden Sie einen Joghurtbereiter oder ein ähnliches Gerät, wie zu Beginn beschrieben. Wichtig ist jetzt, dass die Temperatur während des gesamten Prozesses stabil bleibt und das Gefäß nicht geöffnet wird. Nach Abschluss des Fermentationsvorgangs sollten die Bohnen einen weißlichen Film aufweisen, von klebriger Konsistenz sein und beim Umrühren Fäden ziehen.  

Abschließend kommt das Gericht für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank. Danach ist es bereit zum Portionieren. Es sollte innerhalb weniger Tage verbraucht oder in kleinen Portionen eingefroren werden. Nach dem Auftauen können Sie Natto zu Reisgerichten oder Bowls servieren.  

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