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Strom tanken, am Zapfhahn ein EU-Kleber
Mit der EU-Verordnung soll das E-Auto-Laden einfacher werden. Bild: Vicentia/stock.adobe.com/generiert mit KI

Strom tanken, europaweit

Einsteigen, losfahren, laden, weiterfahren: so soll Elektromobilität in Europa künftig funktionieren. Die EU-Verordnung AFIR soll das Laden von Elektroautos einfacher, transparenter und verlässlicher gestalten. 

In Österreich sind bereits 288.142 rein elektrisch betriebene Autos (Stand Mai 2026) zugelassen. Ihr Anteil am Pkw-Bestand liegt laut Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) und Statistik Austria bei 5,4 Prozent. 

Zu den Kernzielen der AFIR-Verordnung (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) zählen folgende Punkte:

Kernziele der AFIR-Verordnung

Ladestationen

Entlang der wichtigsten Verkehrsachsen sollen alle 60 Kilometer Schnellladestationen mit einer Ladeleistung von mindestens 150 kW verfügbar sein. Dies gilt zunächst für das Kernnetz der Mitgliedstaaten, bis 2030 für das gesamte europäische Straßennetz.

Preistransparenz

Wer unterwegs Strom tankt, muss sich nicht mehr bei einem Anbieter registrieren. Ad-hoc-Laden ist verpflichtend. Vor dem Start des Ladevorgangs sind die Euro-Preise pro Kilowattstunde klar auszuweisen. 

An Schnellladesäulen mit einer Leistung von mehr als 50 kW muss Bezahlung per Debit- oder Kreditkarte möglich sein, auch kontaktlos per Smartphone. Versteckte Kosten sind untersagt, zusätzliche Gebühren transparent anzuführen.

 

Zuverlässigkeit

Damit die Reise nicht an defekten Säulen endet, gilt eine Verfügbarkeit von mindestens 98 Prozent für öffentliche Ladepunkte. Digitale Karten erleichtern die Suche. Informationen zu Standort, Leistung, Verfügbarkeit und Preisen sind per App oder Webportal abrufbar. So soll Europas Ladenetz nicht nur dichter, sondern auch deutlich nutzungsfreundlicher werden.

Ladeinfrastruktur einiger europäischer Länder

Italien

Oben gut unten schlecht. Hauptrouten A22 Brenner nach Süden exzellente Ladeinfrastruktur. Preise meist zwischen 0,33 bis 0,43 € pro kWh). Sehr gutes Ladenetz auch in Südtirol und der oberen Adria (Bibione, Jesolo).  Ab Mittelitalien, Toskana, spärliche Ladeinfrastruktur vorhanden (etwa 2 Säulen pro 100 Kilometer). Hier die Apps Enel X Way oder beCharge nutzen, um unfairen Tarifen zu entgehen.  

Kroatien

Gute Ladeinfrastruktur (besonders an der Küste). Etwas über 200 öffentliche Ladesäulen des staatlichen Betreibers ELEN sowie dichtes Netz von Ionity-Stationen (Zadar, Rijeka, Gospic).   

Slowenien

Viele durchqueren Slowenien, um ihr Urlaubsziel zur erreichen.  Gutes Netz, ähnlich wie in Österreich. Fast alle großen Raststationen verfügen über Hyperlader (>150 kW) fürs Schnellladen. Sie akzeptieren gemäß EU-Recht seit 2026 Kartenzahlung. 

Einen Überblick zu über 163.000 europäischen Ladestationen finden Sie unter: adac.de.

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