Zum Inhalt

Ein Mann trägt einen Fitnesstracker, in der anderen Hand hält er ein Smartphone, er trägt ein blaues Hemd.
Bild: zhu difeng / stock.adobe.com

Smarte Accessoires - Der Look von morgen?

Welche smarten Accessoires gibt es bereits am Markt? Haben sie die Chance, sich zu etablieren? Wir haben einige aufgelistet und einen Überblick erstellt. 

Am Anfang war der Viertelanschluss. Nun, ganz so hat es nicht begonnen, trotzdem ist es für viele heute kaum noch vorstellbar, dass sich früher mehrere Haushalte einen Telefonanschluss geteilt haben.  Es folgten erste mobile Funktelefone, gefühlt tonnenschwer und oft in Autos verbaut, später kompakter und als Schnurlostelefone aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Das Handy tauchte auf, wir spielten Snake auf dem Nokia und machten erste Fotos mit schlechten Kameras, die Geräte wurden kleiner, praktischer, erschwinglicher. Mit dem Touchscreen und der Fähigkeit, im Internet zu surfen, gewannen die Telefone zwar wieder an Größe, wurden dafür aber mit dem Attribut „smart“ ergänzt. Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken, wir benutzen sie, um uns zu orientieren, wir zahlen damit, wir googeln, wir knipsen, wir snappen, wir shoppen. Doch ist damit die Reise zu Ende? Wohl kaum. 

Während das „smart“ bleibt, wird das „phone“ immer öfter ersetzt. Auf Handgelenken haben sogenannte Smartwatches bereits längst Einzug genommen. Sie sind praktisch, viel kleiner als ein Handy und können durch bestimmte Sensoren auch Gesundheitsdaten sammeln. Doch nicht nur fürs Handgelenk gibt es smarte Accessoires, wir haben einen Überblick zusammengestellt.

Smart gesehen - Smart Glasses

Es wirkt wie der wahr gewordene Actionfilm aus den frühen 2000er-Jahren, aber Smart Glasses, also smarte Brillen, sind mittlerweile tatsächlich Realität. Mithilfe von KI-Sprachassistenzen kann mit einer smarten Brille Gesehenes, aber auch Gesprochenes übersetzt werden, Informationen zu Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten können auf Reisen nützliche Informationen liefern, beim Blick in den Kühlschrank schlägt sie Rezeptideen mit den verfügbaren Lebensmitteln vor. Auch das Scannen von QR-Codes funktioniert ohne Fingerdruck, ein Blick darauf reicht. Smart Glasses verfügen außerdem über eine Kamera, mit der das Sichtfeld direkt fotografiert oder gefilmt werden kann, die Ergebnisse lassen sich direkt auf verbundene Social Media – Accounts teilen. Mit dem Brillenbügel können Anrufe, Nachrichten und Audioeinstellungen gesteuert werden, auch Videoanrufe und Livestreams stellen kein Problem dar. 

Geladen wird die Brille über das Brillenetui. Aktuell gibt es vor allem einen Vorreiter am Markt, nämlich das Modell von Ray-Ban mit seinem klassischen Aussehen. Dieses wird in Kooperation mit Meta (Facebook, Instagram) hergestellt und ist im Handel um 330 bis 410 Euro verfügbar. 

Smarte angesteckt - Smartringe

Die wohl kompakteste Form eines smarten Accessoires stellen die Smartringe dar. Die tragbare Technologie ähnelt der von Smartwatches, ist dabei aber wesentlicher diskreter. Was sie können und ob sie mit Smartwatches oder Fitnessarmbändern mithalten können, haben wir an vier Modellen getestet. Die meisten davon schnitten im Test mit "durchschnittlich" ab, eines konnte mit der Note "gut" überzeugen. 

Den Test sowie die Testtabelle finden Sie unter: https://konsument.at/smartringe 

Ein Mann in Anzug trägt an seinem Ringfinger der linken Hand einen Smartring.
Smartringe sind auf dem Vormarsch - ganz mithalten können sie mit anderen smarten Accessoires noch nicht. Bild: Dinah / stock.adobe.com

Smart getragen - Smarte Kleidung

Wer ganz auf das zusätzliche Tragen eines Accessoires verzichten und das Smart-Gerät direkt am Körper haben möchte, ist mit smarter Kleidung gut beraten. Hier gibt es einige Optionen, zum Beispiel smarte Einlagesohlen für Sport- oder Alltagsschuhe. Diese sind mit einem Sensornetz ausgestattet, das vor allem die Temperatur der Fußsohlen messen kann. Temperaturdifferenzen können Aufschluss über beginnende Entzündungen geben. Die Einlagen werden mittels 3D-Druck angefertigt, um individuelle Passgenauigkeit herstellen zu können. 

Wem die Schuhsohle zu wenig ist, kann auch auf den ganzen Schuh zurückgreifen. Auch hier gibt es smarte Modelle, auch von bekannten Herstellern, wie Nike, Adidas und Puma. Manche Modelle verfügen über ein integriertes Zugsystem, das mithilfe einer App den Schuh an den Fuß anpasst. Außerdem können Schritte gezählt und der Gang analysiert werden, das gibt Hinweise auf Laufgewohnheiten und Aufschluss über mögliche Risiken für eine Verletzung oder Erkrankung. Im Winter besonders praktisch ist die oftmals integrierte Wärmefunktion für kalte Füße. 

Ein Mann trägt ein graues T-Shirt. Leuchtmittel signalisieren, dass es sich um ein smartes Kleidungsstück handelt.
Durch smarte Kleidung können Gesundheitsdaten direkt am Körper gemessen werden. Bild: miss irine / stock.adobe.com

Auch österreichische Hersteller bringen modische Smart-Kleidung auf den Markt, so zum Beispiel die Firma QUS. Sie produziert T-Shirts mit Smart-Funktionen. Mit ihren integrierten Sensoren liefern sie während eines Workouts, einer Wanderung oder dem Joggen Daten zu Herz- und Atemfrequenz, Kalorienverbraucht, Geodaten und Geschwindigkeit. Aber nicht nur beim Sport werden die Shirts eingesetzt, auch für den Schlaf relevante Daten können gesammelt werden. So kann im besten Fall der Schlafrhythmus optimiert werden. 

Smart verstaut - Smarte Taschen

Noch nicht ganz etabliert haben sich smarte Rucksäcke, Koffer und Taschen. Einige wenige Modelle gibt es bereits, die zum Beispiel über GPS-Tools verfügen, um vor Diebstahl oder Verlust zu schützen, integrierte Powerbanks besitzen und mittels Face ID oder Fingerabdruck ab- und aufgeschlossen werden können. Manche Rollkoffer können sich durch einen integrierten Motor auch selbst fortbewegen und das mit bis zu elf Stundenkilometern. Handgepäckstauglich sind diese Modelle aber noch selten, denn viele Features bedeuten auch viel Gewicht und das ist in der Kabine unpraktisch.

Smarte Klassiker - Smartwatches

Sie gelten als Multifunktionsgeräte, Kommunikationsmedium und Fitness-Coach und sind mit ihren intelligenten Funktionen herkömmlichen Fitnessarmbändern und Armbanduhren einiges voraus. Wir haben ingesamt 46 Produkte unter die Lupe genommen, die meisten davon schneiden in unserem Test "gut" ab. 

Den Test sowie die Testtabelle finden Sie unter: https://konsument.at/smartwatches25 

Unser Fazit

Wir stehen erst am Anfang einer Reihe von smarten Accessoires, die es wahrscheinlich noch geben wird. Ob Armbänder oder Kopfhörer, Handtaschen oder Ringe, die Liste ließe sich noch endlos ausweiten. Überlegen Sie vor dem Kauf eines Produkts gut, für welche Zwecke Sie es verwenden wollen. Es kommt, wie so oft, auch bei smarten Accessoires auf individuelle Bedürfnisse an, die zu einer Kaufentscheidung führen. 

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

This could also be of interest:

Das könnte auch interessant sein:

WhatsApp: Kontakte verwalten

WhatsApp: Kontakte verwalten

WhatsApp ist die beliebteste App zur Kommunikation am Handy. Praktisch alle verwenden sie – aber vielleicht haben Sie selbst ja gar keine Lust, mit allen zu kommunizieren?

Wie nachhaltig sind E-Reader wirklich?

Wie nachhaltig sind E-Reader wirklich?

E-Reader entlasten volle Bücherregale, das steht fest. Unter Umständen können sie auch eine nachhaltige Alternative zum gedruckten Buch bieten.

Lesen auf Knopfdruck: Zwei E-Reader im Test premium

Lesen auf Knopfdruck: Zwei E-Reader im Test

Der Markt bietet im Wesentlichen zwei E-Reader, die wir in einem Praxistest verglichen haben. Eine Entscheidung für ein Gerät ist dabei auch eine Entscheidung für einen gewissen Buch-Kosmos.

WhatsApp: Benachrichtigungen verwalten

WhatsApp: Benachrichtigungen verwalten

Neue Nachrichten möchte man meist ungern verpassen. Doch in manchen Situationen können die damit einhergehenden Benachrichtigungen störend sein.

WhatsApp: Häkchen und Korrekturen

WhatsApp: Häkchen und Korrekturen

Auf verständliche, auch für weniger versierte Nutzer:innen nachvollziehbare Weise zeigen wir Ihnen die Möglichkeiten des beliebtesten aller Messenger-Dienste auf.

Kommentieren

Sie können den Text nach dem Abschicken nicht nachträglich bearbeiten, Länge: maximal 3000 Zeichen. Bitte beachten Sie auch unsere Netiquette-Regeln.

Neue Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern veröffentlicht werden.

Anmelden

0 Kommentare

Keine Kommentare verfügbar.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

Zum Seitenanfang