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Eine enge Altstadtstraße ist von Hochwasser betroffen. Im Vordergrund bilden zahlreiche Sandsäcke eine Schutzbarriere. Dahinter strömt Wasser durch die Straße zwischen dicht stehenden Fachwerk- und Holzhäusern. Rechts steht ein Verkehrsschild mit der Aufschrift „Hochwasser“. Der Himmel ist dunkel und von schweren Regenwolken bedeckt. Die Szene vermittelt die Auswirkungen eines Unwetters und die Bemühungen zum Schutz vor Überschwemmungen.
Bild: stock.adobe.com/ferkelraggae

Report Hochwasser und Starkregen

Ein umfassender Versicherungsschutz gegen Hochwasserschäden ist nur eingeschränkt möglich. Umso wichtiger ist es, das Risiko für das eigene Zuhause zu kennen und rechtzeitig vorzusorgen. Viele Maßnahmen lassen sich bereits im Alltag umsetzen.

Hochwasser zählt zu den Naturgefahren, die in Österreich immer wieder große Schäden verursachen. Gleichzeitig nehmen Starkregenereignisse zu. Sie können innerhalb kurzer Zeit Straßen überfluten, Keller unter Wasser setzen und Gebäude beschädigen – auch dort, wo kein Fluss oder Bach in der Nähe ist.

Es ist daher wichtig, das Risiko für das eigene Zuhause zu kennen und rechtzeitig vorzusorgen. Einige Maßnahmen lassen sich im Vorfeld umsetzen. Andere kommen erst dann zum Einsatz, wenn Starkregen oder Hochwasser angekündigt sind. Wer vorbereitet ist, kann Schäden oft begrenzen und gewinnt im Ernstfall wertvolle Zeit.

In diesem Beitrag erfahren Sie,

  • wie Sie das Risiko für Ihr Haus oder Ihre Wohnung einschätzen,
  • welche Arten von Überflutungen es gibt,
  • welche baulichen Maßnahmen langfristig schützen können und
  • worauf Sie achten sollten, bevor Starkregen oder Hochwasser eintreten.

Hier finden Sie hilfreiche Checklisten bei Hochwasser und Starkregen!

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Starkregen kann praktisch überall auftreten – auch fernab von Flüssen.
  • Prüfen Sie, ob Ihr Wohnort in einem Hochwasser-Risikogebiet liegt.
  • Rückstau aus der Kanalisation zählt zu den häufigsten Ursachen für Wasserschäden.
  • Vorsorgemaßnahmen sind oft deutlich günstiger als die Beseitigung von Schäden.
  • Im Ernstfall hat der Schutz von Menschen immer Vorrang vor dem Schutz von Sachwerten.

Eine überflutete Wohnstraße steht nach starken Niederschlägen unter Wasser. Die Fahrbahn ist großflächig überschwemmt und spiegelt Bäume, Hecken und den grauen Himmel wider. Im Hintergrund befindet sich ein weißer Lieferwagen, der nahe der überfluteten Stelle steht. Beidseits der Straße verlaufen Grünstreifen und dichte Hecken entlang von Grundstücksmauern. Die Szene zeigt die Auswirkungen eines Hochwasserereignisses in einem Wohngebiet.
Bild: stock.adobe.com/JorGillwald

Bin ich überhaupt gefährdet?

Viele Menschen gehen davon aus, dass Hochwasser nur Häuser betrifft, die direkt an einem Fluss liegen. Tatsächlich gibt es unterschiedliche Ursachen für Überflutungen. Besonders Starkregen kann auch Gebiete treffen, die bisher kaum betroffen waren.

Deshalb lohnt es sich, das persönliche Risiko zu kennen – unabhängig davon, wo man wohnt.

Eine erste Orientierung bietet die Naturgefahrenplattform HORA (Hochwasserrisikozonierung Austria, www.hora.gv.at). Dort lässt sich prüfen, ob für eine bestimmte Adresse ein Hochwasserrisiko besteht. Die Plattform wurde zuletzt mit einer deutlich genaueren Datengrundlage aktualisiert. Nach Angaben des Versicherungsverbands wurden dafür rund 2,16 Millionen Wohngebäude in Österreich neu bewertet.

Wer ein Haus bauen oder kaufen möchte, sollte diese Informationen möglichst früh berücksichtigen. Sie helfen einzuschätzen,

  • ob ein Grundstück in einer Gefahrenzone liegt,
  • ob ein anderer Standort sinnvoll wäre oder
  • welche Schutzmaßnahmen bereits bei der Planung berücksichtigt werden sollten.

Aber auch außerhalb ausgewiesener Hochwassergebiete ist Vorsorge sinnvoll. Wasser kann über Straßen und Grundstücke zufließen, durch Kellerfenster oder Türen eindringen oder aus einer überlasteten Kanalisation zurück ins Gebäude gedrückt werden.

Nicht jede Überflutung entsteht gleich

Je nachdem, woher das Wasser kommt, unterscheiden sich auch die Risiken und die möglichen Schutzmaßnahmen.

Starkregen

Starkregen tritt meist sehr plötzlich auf. Die Niederschläge dauern oft nur kurze Zeit und betreffen meist ein begrenztes Gebiet. Eine genaue Vorhersage ist häufig schwierig.

Das Wasser fließt oberflächlich über Straßen und Grundstücke ab. Es kann durch Kellerfenster, Lichtschächte oder Türen ins Gebäude gelangen oder über die Kanalisation eindringen. Dafür braucht es keinen Fluss in der Nähe.

Flusshochwasser

Flusshochwasser entsteht durch lang anhaltende Niederschläge oder Schneeschmelze. Je nach Gewässer kann der Wasserstand rasch ansteigen. Neben den Wassermassen können auch hohe Fließgeschwindigkeiten erhebliche Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen.

Kanalrückstau

Eine häufig unterschätzte Gefahr geht von der Kanalisation aus.

Bei starken Niederschlägen kann das Kanalnetz an seine Kapazitätsgrenzen stoßen. Das Wasser drückt dann über Kellerabläufe, Toiletten oder Waschbecken zurück ins Gebäude. Rückstauwasser kann zusätzlich mit Fäkalien oder anderen Schadstoffen belastet sein.

Grundhochwasser

Steigt der Grundwasserspiegel stark an, kann Wasser von unten gegen Keller und Fundamente drücken. Dadurch können Feuchtigkeitsschäden entstehen. In manchen Fällen kann auch die Standsicherheit eines Gebäudes beeinträchtigt werden.

Vorsorge beginnt lange vor dem nächsten Unwetter

Die beste Schutzmaßnahme gibt es nicht. Welche Lösungen geeignet sind, hängt von der Lage des Gebäudes, der Bauweise und den möglichen Gefahrenquellen ab.

Grundsätzlich lassen sich drei Strategien unterscheiden.

1. Wasser möglichst fernhalten

Ziel ist es, das Eindringen von Wasser zu verhindern.

Dazu gehören beispielsweise

  • Hochwasserschutzbarrieren,
  • Dammbalkensysteme,
  • mobile Schotts,
  • wasserdichte Kellerfenster,
  • druckdichte Türen,
  • Abdichtungen von Lichtschächten sowie
  • Rückstausicherungen gegen Wasser aus der Kanalisation.

Welche Maßnahmen erforderlich sind, richtet sich unter anderem danach, mit welchem Wasserstand im Ernstfall gerechnet werden muss.

2. Schäden möglichst gering halten

Lässt sich das Eindringen von Wasser nicht verhindern, können Maßnahmen helfen, die Folgen einer Überflutung zu begrenzen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Heizungs- und Elektroanlagen möglichst hoch installieren,
  • empfindliche Geräte nicht im Keller lagern,
  • wertvolle Gegenstände in höhere Stockwerke bringen,
  • wasserbeständige Materialien verwenden und
  • Pumpen oder Trocknungsgeräte bereithalten.

3. Bereits beim Neubau vorsorgen

Wer neu baut, kann viele Schutzmaßnahmen von Anfang an berücksichtigen.

Je nach Standort kommen beispielsweise infrage:

  • Bau außerhalb einer Gefahrenzone,
  • Verzicht auf einen Keller,
  • wasserdichte Kellerkonstruktionen,
  • Gebäude aufgeständert errichten,
  • Hausentwässerung mit Rückstauschutz sowie
  • hochgelegte Installationen für Strom und Haustechnik.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Das Haus widerstandsfähiger machen

Viele Gebäude lassen sich auch nachträglich besser gegen Hochwasser und Starkregen schützen. Nicht jede Maßnahme ist für jedes Haus geeignet. Entscheidend sind unter anderem Bauweise, Grundstückslage und die Art der möglichen Gefährdung.

Fenster und Türen sichern

Fenster und Türen gehören zu den häufigsten Eintrittsstellen für Wasser. Besonders gefährdet sind Kellerfenster, Kellertüren, Garagen, Lichtschächte und tiefer liegende Eingänge.

Je nach Situation können unterschiedliche Lösungen sinnvoll sein:

  • druck- und wasserdichte Fenster und Türen,
  • mobile Hochwasserschutzsysteme,
  • Schotts oder Dammbalkensysteme,
  • Schutz für Kellerlichtschächte,
  • Schwellen oder Barrieren vor Eingängen.

Solche Maßnahmen können mit höheren Investitionen verbunden sein und unter Umständen die Barrierefreiheit eines Gebäudes beeinflussen. Befindet sich eine Immobilie in einem hochwassergefährdeten Gebiet, sollten sie dennoch geprüft werden.

Gut zu wissen

Nach Angaben des Versicherungsverbands können bereits vergleichsweise niedrige Schutzmaßnahmen die Schäden deutlich reduzieren. Demnach könnten Gebäude, die um fünf Zentimeter höher abgesichert werden, in vielen Fällen besser vor Starkregenüberflutungen geschützt werden. Schutzmaßnahmen bis zu einer Höhe von 60 Zentimetern können bei Hochwasser die Schäden deutlich verringern.

Rückstau aus der Kanalisation verhindern

Nicht immer kommt das Wasser von außen. Bei Starkregen ist Rückstau aus der Kanalisation eine der häufigsten Ursachen für Gebäudeschäden.

Schutz bieten Rückstauklappen. Sie verhindern, dass Wasser aus einer überlasteten Kanalisation über Kellerabläufe oder andere Entwässerungsanlagen ins Gebäude zurückgedrückt wird.

Welche Anlage geeignet ist, hängt von der Art des Abwassers ab. Rückstausicherungen sollten regelmäßig gewartet werden, damit sie im Ernstfall zuverlässig funktionieren.

Grundstück und Außenbereich schützen

Nicht nur das Gebäude selbst spielt beim Hochwasserschutz eine Rolle. Auch die Gestaltung des Grundstücks kann beeinflussen, wie schnell Regenwasser abfließt und ob es sich am Haus sammelt.

Gegen großes Flusshochwasser kann die Gartengestaltung wenig ausrichten. Bei Starkregen können bestimmte Maßnahmen jedoch helfen, Wasser besser aufzunehmen oder gezielt abzuleiten.

Regenwasser versickern lassen

Wo ausreichend Platz vorhanden ist, können Versickerungsmulden Regenwasser aufnehmen und langsam an den Boden abgeben.

Auch sogenannte Rigolen können eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um unterirdische Speicherräume, die Regenwasser vorübergehend aufnehmen und verzögert versickern lassen.

Hilfreich ist außerdem, möglichst wenig Fläche zu versiegeln. Wasserdurchlässige Pflasterungen ermöglichen es, dass Regenwasser direkt in den Boden gelangen kann.

Wasser aus Hanglagen ableiten

Bei Häusern in Hanglagen kann Oberflächenwasser besonders schnell auf Gebäude zufließen. Kleine Wälle oder Dämme können helfen, Wasser abzulenken und um das Haus herumzuführen.

Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt von der jeweiligen Grundstückssituation ab.

Dachrinnen und Entwässerung regelmäßig prüfen

Dachrinnen und Fallrohre haben eine wichtige Aufgabe: Sie leiten Regenwasser vom Gebäude weg.

Sind sie durch Laub, Äste oder Schmutz verstopft, kann Wasser über die Dachkante laufen und an der Fassade entlang eindringen. Langfristig können dadurch Feuchtigkeitsschäden entstehen.

Regelmäßige Kontrolle und Reinigung sind deshalb wichtig. Laubschutzgitter oder Dachrinnenfilter können verhindern, dass sich zu viele Ablagerungen sammeln.

Wenn Starkregen oder Hochwasser angekündigt sind

Bei drohendem Hochwasser zählt oft jede Stunde. Wer rechtzeitig vorbereitet ist, kann Schäden begrenzen und wichtige Dinge sichern.

Dabei gilt: Die eigene Sicherheit steht immer an erster Stelle.

Wichtige Dokumente schützen

Sichern Sie möglichst früh:

  • Reisepässe und andere Ausweise,
  • Geburtsurkunden,
  • Versicherungsunterlagen,
  • Verträge,
  • wichtige persönliche Dokumente,
  • Datenträger mit wichtigen Informationen.

Papierunterlagen können in wasserdichten Dokumententaschen oder geschützten Behältern aufbewahrt werden.

Zusätzlich empfiehlt sich eine digitale Sicherung wichtiger Unterlagen. Möglich sind beispielsweise:

  • verschlüsselte externe Datenträger,
  • USB-Sticks mit Schutzfunktion,
  • Cloud-Speicher oder
  • Kopien an einem anderen sicheren Ort.

Auch Schmuck, Bargeld und andere Wertgegenstände sollten rechtzeitig aus gefährdeten Bereichen entfernt werden.

Türen und Fenster kurzfristig abdichten

Wenn ein Unwetter bevorsteht, können gefährdete Öffnungen am Gebäude zusätzlich geschützt werden.

Geeignet sind beispielsweise:

  • Sandsäcke,
  • Wassersperrsäcke,
  • mobile Schutzsysteme,
  • Fenster- oder Türschotts.

Sandsäcke werden bei größeren Ereignissen häufig von Gemeinden bereitgestellt oder können im Handel gekauft werden.

Sie sollten vor allem dort eingesetzt werden, wo Wasser wahrscheinlich eindringen könnte – etwa vor Kellerfenstern, Türen oder anderen Gebäudeöffnungen.

Garten und Außenbereich sichern

Lose Gegenstände im Außenbereich können durch Wasser oder Wind beschädigt oder mitgerissen werden.

Wenn ausreichend Zeit bleibt, sollten Sie beispielsweise:

  • Gartenmöbel ins Haus oder in geschützte Bereiche bringen,
  • Werkzeuge sichern,
  • Spielgeräte befestigen oder entfernen,
  • Fahrräder und E-Bikes schützen,
  • Griller und andere wertvolle Gegenstände sichern.

Auch Mülltonnen oder kleinere Gegenstände können bei Überflutungen zu zusätzlichen Gefahren werden.

Elektrogeräte vor Überspannung schützen

Unwetter können nicht nur durch Wasser Schäden verursachen. Auch Blitze und Überspannungen können elektrische Geräte beschädigen.

Ein Blitzableiter schützt ein Gebäude vor direkten Blitzeinschlägen. Er allein verhindert jedoch keine Überspannungsschäden.

Zusätzliche Schutzmöglichkeiten sind:

  • Überspannungsschutz im Sicherungskasten,
  • mobile Steckdosenleisten mit integriertem Überspannungsschutz.

Ist ein Gebäude bereits überflutet, sollte der Strom abgeschaltet werden – aber nur, wenn dies gefahrlos möglich ist.

Rollläden bei Hagel hochziehen

Bei Hagel können Kunststoffrollläden beschädigt werden. Fenster aus Glas halten Hagelkörnern meist besser stand, sofern sie nicht bereits beschädigt sind.

Für besonders gefährdete Fenster gibt es auch spezielle Lösungen mit verbessertem Hagelwiderstand.

Notfallgepäck vorbereiten

Ein Notfall kann dazu führen, dass ein Gebäude kurzfristig verlassen werden muss. Deshalb ist es sinnvoll, ein Notfallgepäck vorbereitet und griffbereit aufzubewahren.

Darin sollten sich befinden:

  • wichtige Dokumente,
  • persönliche Medikamente,
  • Erste-Hilfe-Material,
  • Trinkwasser,
  • Lebensmittel für etwa zwei Tage,
  • Taschenlampe,
  • batteriebetriebenes Radio,
  • Reservebatterien,
  • Powerbank,
  • wetterangepasste Kleidung,
  • Kopfbedeckung,
  • Arbeitshandschuhe,
  • Schlafsack oder Decken.

Das Notfallgepäck sollte an einem leicht erreichbaren Ort stehen und nicht erst im Ernstfall zusammengestellt werden müssen.

Was während des Hochwassers wichtig ist

Während eines Hochwassers kann sich die Situation sehr schnell verändern.

Sicherheit geht vor

Betreten Sie bei steigendem Wasser keinen Keller. Es besteht Lebensgefahr.

Gefahren entstehen unter anderem durch:

  • elektrische Anlagen unter Wasser,
  • unvorhersehbare Wasserströmungen,
  • eingeschlossene Personen durch Wasserdruck.

Der Schutz von Menschen hat immer Vorrang vor dem Schutz von Gegenständen.

Warnungen beachten

Informieren Sie sich über:

  • behördliche Warnungen,
  • aktuelle Wetterinformationen,
  • Meldungen in den Medien.

Folgen Sie den Anweisungen von Einsatzorganisationen und Behörden.

Strom nur gefahrlos abschalten

Wenn Wasser in Gebäude eindringt, sollte der Strom in betroffenen Bereichen abgeschaltet werden – aber nur, wenn dies ohne Gefahr möglich ist.

Betreten Sie keine überfluteten Räume, wenn nicht sicher ausgeschlossen werden kann, dass elektrische Anlagen betroffen sind.

Gefährliche Stoffe sichern

Chemikalien, Heizöl oder andere umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe sollten möglichst aus dem Wasserbereich entfernt werden.

Heizöltanks müssen gegen Auftrieb gesichert sein, damit sie nicht verrutschen oder beschädigt werden.

Andere unterstützen

Wenn es ohne Eigengefährdung möglich ist, können hilfsbedürftige Personen oder Nachbarn unterstützt werden.

Bei akuter Gefahr gilt: Notruf verständigen.

Was nach dem Hochwasser zu tun ist

Auch nach dem Rückgang des Wassers können noch Gefahren bestehen. Betroffene Gebäude sollten erst betreten werden, wenn dies sicher möglich ist.

Schäden dokumentieren

Bevor aufgeräumt wird, sollten Schäden möglichst umfassend dokumentiert werden.

Hilfreich sind:

  • Fotos und Videos,
  • eine Liste beschädigter Gegenstände,
  • Notizen zum Ablauf des Schadens.

Diese Unterlagen können für die Schadenabwicklung wichtig sein.

Räume möglichst rasch trocknen

Feuchtigkeit kann weitere Schäden verursachen. Betroffene Bereiche sollten daher möglichst schnell getrocknet werden.

Dazu können gehören:

  • Lüften,
  • Trocknungsgeräte,
  • fachgerechte Bautrocknung.

Bei größeren Schäden sollte geprüft werden, ob Fachleute hinzugezogen werden müssen.

Elektrik und Haustechnik überprüfen lassen

Überflutete Elektroinstallationen, Heizungen oder technische Anlagen sollten vor der weiteren Nutzung kontrolliert werden.

Besonders wichtig ist dies bei:

  • elektrischen Anlagen,
  • Heizöltanks,
  • Heizungen,
  • Geräten, die mit Strom betrieben werden.

Schadstoffe beachten

Wenn Heizöl, Chemikalien oder andere Schadstoffe ins Gebäude gelangt sind, sollten Feuerwehr oder zuständige Entsorgungsstellen informiert werden.

Versicherung informieren

Melden Sie den Schaden möglichst rasch Ihrer Versicherung und beachten Sie die weiteren Vorgaben.

Welche Schäden ersetzt werden, hängt unter anderem von der Schadenursache und dem jeweiligen Versicherungsvertrag ab.

Ein Kellerraum ist nach einer Überschwemmung stark beschädigt. Große Mengen stehenden, schlammigen Wassers bedecken den Boden und spiegeln die Holzstützen sowie die Decke wider. Im Raum befinden sich verschiedene gelagerte Gegenstände, Möbelteile, Werkzeuge und Behälter, die teilweise vom Wasser umgeben sind. Die Wände bestehen aus Mauerwerk, an einigen Stellen sind Feuchtigkeitsspuren sichtbar. Durch ein kleines Fenster fällt Tageslicht ein.
Bild: stock.adobe.com/-tanin

Nach dem Ereignis: Aus Schäden lernen

Nach einer Überflutung lohnt sich eine Analyse:

  • Wo ist Wasser eingedrungen?
  • Welche Schutzmaßnahmen haben funktioniert?
  • Wo gab es Schwachstellen?
  • Welche Verbesserungen sind möglich?

Erkannte Schwachstellen können anschließend gezielt behoben werden, um das Gebäude künftig besser vorzubereiten.

Wo finde ich weitere Informationen?

Weiterführende Informationen bieten unter anderem:

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