Ein Stick fürs Gesicht, im Kleinformat, hergestellt in Korea und unter der Marke Nivea vermarktet. Damit bedient das Produkt gleich mehrere aktuelle Trends. Für unseren diesjährigen Test von Sonnenschutzmitteln fürs Gesicht ist der Stick leider zu spät am Markt erschienen, wir haben ihn aufgrund seiner Marktrelevanz jedoch nachgetestet.
Nivea Sun – Silky UV Stick 50+ - Sonnenschutz
Verspäteter Testsieger. Der handliche Sonnenschutz-Stick wirkt wie die ideale Lösung für unterwegs und ist praktisch in der Anwendung. Empfehlen können wir ihn dennoch nur eingeschränkt.
Einfache Anwendung
Und siehe da: Wäre das Produkt zeitgleich mit den anderen veröffentlicht worden, wäre es sogar Testsieger geworden. Was uns besonders überzeugte, ist die einfache Anwendung. Der UV-Stick war eines von nur drei Produkten im Test, das von den Tester:innen in der Anwendung die Note „sehr gut“ erhielt. Auch die Umwelteigenschaften der Inhaltsstoffe wurden mit „durchschnittlich“ bewertet, was für ein Sonnenschutzmittel ein durchaus positives Ergebnis ist.
Verpackung lässt zu wünschen übrig
Doch praktisch heißt eben nicht automatisch rundum gelungen. Die Verpackung lässt zu wünschen übrig: Für nur 15 Gramm Inhalt wird vergleichsweise viel Kunststoff verwendet, außerdem bleibt zu viel Restmenge in der Hülle zurück. Weil das Material nicht näher gekennzeichnet ist, ist Recycling schwierig. Auch bei der Deklaration wäre mehr drin gewesen. Die wesentlichen gesetzlichen Angaben sind zwar vorhanden, empfohlene Hinweise und Warnungen, wie von der Europäischen Kommission empfohlen, sind nur minimal vorhanden.
Praktische Lösung für unterwegs
Unser Fazit: Fürs Nachschmieren unterwegs ist der Stick eine praktische Lösung. Für den täglichen Gebrauch zu Hause muss es nicht das teure Kleinformat sein. Andere Produkte sind weitaus günstiger und kommen auch mit weniger Verpackungsmüll aus.
Nur nicht beim Auftragen sparen, denn verlässlicher Sonnenschutz im Gesicht ist unabdingbar. Besonders Nasenrücken und Ohrenspitzen sind stark exponiert und neigen häufiger zu Sonnenbrand.
Alle Ergebnisse des Tests sind unter konsument.at/sonnenschutz-gesicht zu finden.
Preis: 13,95 €/15 g, erhältlich in Drogerien
Lexikon: Sonnenbrand
Sonnenbrand ist keine klassische Verbrennung, sondern eine akute Entzündungsreaktion der Haut auf übermäßige UV-Strahlung. Behandelt wird er vor allem, um Beschwerden wie Schmerzen und Hitzegefühl zu lindern, etwa durch Kühlen, Feuchtigkeit und das Beruhigen der Haut. Die entstandenen Schäden sind nicht vollständig rückgängig zu machen und summieren sich im Laufe des Lebens zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko.
VKI-Tipps zum Sonnenbrand
Einige Hausmittel können bei Sonnenbrand unterstützend wirken, vor allem zur Kühlung und Pflege der gereizten Haut.
- Schwarzer oder grüner Tee: Die Gerbstoffe wirken entzündungshemmend, Antioxidantien fördern die Zellregeneration. Empfehlenswert ist ein kühlender Wickel mit starkem, abgekühltem Tee ohne Geschmackszusätze.
- Gurke: Gekühlte, gut abgewaschene Gurkenscheiben können die Haut angenehm kühlen; alternativ ist auch pürierte Gurke als Maske möglich. Das enthaltene Vitamin C kann geschädigte Zellen unterstützen.
- Aloe Vera: Die heilende Wirkung ist zwar kaum belegt, es gibt aber Hinweise auf pflegende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften. Sinnvoller ist ein fertiges, parfümfreies Aloe-Vera-Gel aus Drogerie oder Apotheke als selbst gewonnenes Blattgel.
Liste der Hausmittel
Die komplette Auflistung der von uns bewerteten Hausmittel finden Sie unter konsument.at/hausmittel-sonnenbrand

Kommentieren
Sie können den Text nach dem Abschicken nicht nachträglich bearbeiten, Länge: maximal 3000 Zeichen. Bitte beachten Sie auch unsere Netiquette-Regeln.
Neue Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern veröffentlicht werden.
Anmelden0 Kommentare