Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Yogi Tea
Erhältlich bei: in vielen Geschäften
Dass Hersteller bei gleichem Preis weniger ins Packerl füllen, ist längst kein Einzelfall mehr. Auch bei Yogi Tea melden sich seit Längerem verärgerte Konsument:innen bei uns: Statt 20 Beuteln finden sich nur 17 im Karton, und das in einer Verpackung, die augenscheinlich deutlich mehr fassen würde. Eine klassische Mogelei, so der Verdacht. Doch die Sache ist komplizierter.
Das steht drauf: Yogi Tea
Erhältlich bei: in vielen Geschäften
Die Beschwerden landen regelmäßig in unserem Postfach. Eine Konsumentin schreibt: „In eine Packung, wo normalerweise 25 Beutel passen, packt Yogi Tea nur 17 Beutel. Dies betrifft alle Sorten." Andere sind überzeugt, dass die Marke die Füllmenge erst kürzlich von 20 auf 17 Beutel reduziert habe, ohne den Preis zu senken. Eine klassische Shrinkflation also, so der Tenor.
Wir haben in unseren Aufzeichnungen nachgesehen. Schon 2020 erreichten uns die ersten Hinweise auf Yogi-Tea-Sorten mit 17 Beuteln pro Karton. Auch heute gilt: Viele Sorten der Marke werden seit mindestens sechs Jahren in dieser Füllmenge verkauft. Belastbare Hinweise auf eine aktuelle Reduktion liegen uns nicht vor. Warum das Produkt trotzdem so häufig in unserem Postfach landet, hat einen einfachen Grund: 17 Beutel sind im Vergleich zu anderen Teemarken mit 20 Beuteln eine ungewöhnliche Stückzahl. Beim Griff ins Regal fällt das auf, der Eindruck einer Mogelei entsteht fast automatisch. Echte Shrinkflation in der Tee-Kategorie gibt es aber durchaus, etwa beim Spar Natur Pur Pfefferminztee.
Auch wenn keine Shrinkflation vorliegt, kann man die Verpackung kritisch betrachten. Bei einem Blick in den Karton wird schnell klar: Hier wäre Platz für 20 bis 25 Beutel, gefüllt sind nur 17. Der Karton ist also deutlich größer als nötig, ein Umstand, den wir bei vielen Teemarken beobachten. Mehr Karton bedeutet mehr Materialverbrauch und mehr Platzbedarf beim Transport. Wie immer, bei zu großen Verpackungen, finden wir, dass eine, der Inhaltsmenge angepasste, Verpackung ressourcenschonender und damit zeitgemäßer wäre.
Yogi Tea zählt zu den höherpreisigen Tees: Eine Packung kostet aktuell zwischen 3,50 und 4,00 Euro, das ergibt einen Stückpreis von rund 21 bis 24 Cent pro Beutel. Wer im Geschäft schnell vergleichen möchte, stößt auf ein Problem: Für Tee in Teebeuteln muss leider kein Grundpreis am Preisschild ausgewiesen werden, was den Preisvergleich erschwert.
Wir haben den Hersteller um eine Stellungnahme gebeten, diese Möglichkeit wurde jedoch nicht in Anspruch genommen.
Eine aktuelle Shrinkflation können wir bei Yogi Tea nicht bestätigen, denn die Füllmenge von 17 Beuteln gibt es schon seit Jahren. Der überdimensionierte Karton bleibt aber ein Klassiker unter den Mogelpackungen, der Material und Platz verschwendet. Wer beim Tee fair vergleichen möchte, kommt um den eigenen Taschenrechner nicht herum, denn ein Grundpreis am Regal ist hier nicht vorgeschrieben. Unser Tipp: Beutelzahl, Füllmenge und Stückpreis gemeinsam betrachten, dann zeigt sich rasch, wo das Geld wirklich steckt.
Auf der Vorderseite der Verpackung steht groß und sichtbar „fermentiert". Viele Konsument:innen verbinden damit lebende Milchsäurebakterien und positive Effekte auf die Darmgesundheit.
Die Schachtel suggeriert eine ordentliche Portion Schokoladenpudding. Doch sobald man den Innenbeutel genauer begutachtet, zeigt sich: Das Pulver füllt nicht einmal die Hälfte des Kartons. Eine klassische Mogelpackung.
Immerhin klar gekennzeichnet: Jetzt 20 statt 25 Sticks.
Erfreulicherweise wurde der Cashew-Anteil bei "Lorenz Studentenfutter Cashew-Cranberry" wieder erhöht.
Weniger Packungsinhalt, Preis-Achterbahn, gleiche Verpackung: "Despar Calamari" schrumpft im Tiefkühlregal.
Große Verpackung mit wenig Inhalt: Die tiefgekühlten Brandteig Krapferl von Billa immer gut sorgen für Ärger. Ein klassischer Fall einer Mogelpackung?
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