Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Despar Calamari
Erhältlich bei: Spar (Tiefkühlabteilung)
Tiefgekühlte Calamari von der Spar-Eigenmarke "Despar" sind bei vielen Konsument:innen ein vertrauter Griff ins Tiefkühlregal. Doch wer genauer hinsieht, stellt fest: Die Packung enthält um ein Viertel weniger Inhalt als früher — bei nahezu identem Verpackungsdesign.
Das steht drauf: Despar Calamari
Erhältlich bei: Spar (Tiefkühlabteilung)
„‚DESPAR Calamari‘ waren früher in einer 400-Gramm-Packung erhältlich, nun nur noch als 300-Gramm-Packung bei höherem Kilopreis, bei sehr ähnlicher Verpackungsgestaltung", schrieb uns eine Konsumentin. Die Beobachtung bestätigt sich: Die Füllmenge der "Despar Calamari" wurde von 400 Gramm auf 300 Gramm gesenkt — 100 Gramm bzw. 25 Prozent weniger in der Packung. Ein klassischer Fall von Shrinkflation, diesmal in der Tiefkühlabteilung.
Die Preishistorie des Produkts macht die Shrinkflation noch schwerer zu erkennen.
Vor der Umstellung kostete die 400-Gramm-Packung regulär 7,99 Euro, zeitweise war sie auch zum Aktionspreis von 5,99 Euro erhältlich. Im Februar 2026 wurde die neue 300-Gramm-Packung um 7,99 Euro verkauft — rechnerisch eine Preissteigerung von rund 33 Prozent gegenüber der alten Packung zum selben Preis.
Seit März 2026 ist der Preis bei 5,99 Euro und auf der Spar-Homepage als „immer billig" markiert, „preisgesenkt seit 03.03.2026".
Auf den ersten Blick wirkt der aktuelle Preis fair: Der Grundpreis pro Kilogramm entspricht mit 19,97 Euro jetzt wieder dem früheren regulären Kilopreis (400 Gramm um 7,99 Euro). Vergleicht man hingegen den aktuellen Preis mit dem früheren Aktionspreis (400 Gramm um 5,99 Euro), ergibt sich erneut eine Steigerung von rund 33 Prozent. Die Lehre: Lebensmittelpreise sind volatil, und zwischenzeitliche Aktionen machen echte Teuerungen oft erst im Monatsvergleich sichtbar.
Dass Spar den Preis der geschrumpften Packung zwischenzeitlich wieder abgesenkt hat, könnte auch mit dem neuen österreichischen Anti-Mogelpackungsgesetz zusammenhängen, das Shrinkflation im Handel einbremsen soll. Ob der Preis in den kommenden Monaten stabil bleibt oder wieder steigt, werden wir beobachten.
Unserer Meinung nach ist beim Einkauf weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick erkennbar, dass sich etwas am Produkt geändert hat. Alte und neue Verpackung sehen nahezu ident aus, lediglich die Füllmengenangabe unterhalb des Sichtfensters wurde angepasst.
„Bei den ‚DESPAR Calamari‘ 300 g handelt es sich um ein verändertes Produkt.
Anfang 2025 ist der Kontrakt mit dem Lieferanten für die Calamari ausgelaufen.
Da wir eine sehr strenge Fischeinkaufspolitik haben, die auch vom WWF überprüft und begleitet wird, haben wir dieses Kontraktende zum Anlass genommen, eine bessere Qualität aus nachhaltigeren Quellen zu suchen und mit einem neuen Lieferanten abzuschließen. Diese neue, bessere Ware konnten wir dann im Herbst 2025 auf den Markt bringen.
Neuer Lieferant, neue Ware – das bedeutet auch eine neue Preiskalkulation. In dem Fall handelt es sich um ein höherwertigeres Produkt. Es bedeutet normalerweise auch, dass man die Verpackung ändern muss. In diesem Fall ist es – rein optisch von außen gesehen – ein ähnliches Produkt, darum sieht die Verpackung ähnlich aus."
SPAR Österreichische Warenhandels-AG
20.02.2026
Unsere Empfehlung: Wenn man nicht genau die Füllmengen kennt, ist es schwer, Änderungen nachzuverfolgen. Vergleichen Sie am besten die Grundpreise in den Produktgruppen untereinander, um ein Preisgefühl zu entwickeln. Und: Wenn Ihnen eine reduzierte Füllmenge auffällt, melden Sie uns das Produkt gerne über unser Onlineformular.
Yogi Tea wird uns seit Monaten als vermeintlich neue Shrinkflation gemeldet: 17 statt 20 Beutel pro Karton, bei gleichem oder gar höherem Preis. Doch der Verdacht trügt. Wir haben uns angesehen, was hinter der ungewöhnlichen Füllmenge wirklich steckt.
Auf der Vorderseite der Verpackung steht groß und sichtbar „fermentiert". Viele Konsument:innen verbinden damit lebende Milchsäurebakterien und positive Effekte auf die Darmgesundheit.
Die Schachtel suggeriert eine ordentliche Portion Schokoladenpudding. Doch sobald man den Innenbeutel genauer begutachtet, zeigt sich: Das Pulver füllt nicht einmal die Hälfte des Kartons. Eine klassische Mogelpackung.
Immerhin klar gekennzeichnet: Jetzt 20 statt 25 Sticks.
Erfreulicherweise wurde der Cashew-Anteil bei "Lorenz Studentenfutter Cashew-Cranberry" wieder erhöht.
Große Verpackung mit wenig Inhalt: Die tiefgekühlten Brandteig Krapferl von Billa immer gut sorgen für Ärger. Ein klassischer Fall einer Mogelpackung?
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