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Staubsauger - Die neuen Saubermänner

, aktualisiert am

Teppiche sind eine Herausforderung für jeden Staubsauger. Bei diesem Staubsaugertest waren die energiesparenden Geräten dran. Hier konnten vor allem Miele, Bosch und Siemens punkten. Ebenfalls unter der Lupe: Saugroboter und Akku-Handstaubsauger.

"Das bisschen Haushalt macht sich von ­allein“, heißt es in einem alten Schlager. Schön wär’s, doch davon kann bis heute ­keine Rede sein. Daran ändert auch nichts, dass Konstrukteure inzwischen Saugroboter erfunden haben. Sie sorgen im Alleingang für einen sauberen Fußboden – verspricht zumindest die Werbung. Wir haben gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest zwei Geräte ausprobiert: den iRobot Roomba und den Samsung Navibot. ­Ergebnis: Sie kehren zwar Brösel auf, schwächeln aber beim Staubaufnehmen von Teppichen (siehe rechts "Saugroboter"). Wen das stört, der muss weiter zum Boden­staubsauger greifen. Am besten zu ­einem guten. Wir haben neun energiesparende Geräte getestet und gleich sechs gute gefunden.

Teppiche von Staub befreit

Die wichtigste Prüfung bei Staubsaugertests lautet: Wie gründlich befreien die Geräte Teppiche von Staub? Um das herauszufinden, streuen die Tester eine bestimmte Menge genormten Prüfstaub auf einen Veloursteppich und walzen ihn fest. Dann nehmen sie den Staubbeutel bzw. die Staubbox aus jedem Staubsauger und ab damit auf die Waage. Dieser Vorgang wird nach dem Saugen wiederholt. Aus der Gewichtsdifferenz lässt sich, bezogen auf die Ergebnisse eines Referenzsaugers, der genaue Reinigungsgrad be­stimmen. So kann man auch Geräte aus verschiedenen Tests miteinander vergleichen.

Auch Philips-Sauger in Spitzengruppe

Neben Miele, Bosch und Siemens, die im vergangenen Jahr (Test: Staubsauger 4/2011) gut ­abgeschnitten haben, rückt jetzt auch ein Philips-Sauger in die Spitzengruppe vor. Mit Hartböden wie Parkett, Fliesen oder Linoleum werden die meisten Geräte problemlos fertig. Bei der Staubaufnahme an Ecken und Kanten fallen die Ergebnisse dagegen weniger gut aus. Die Bodendüsen lassen an Fußleisten einen Streifen einfach ungesaugt. Hier bleibt nichts anderes übrig, als die Düse abzuziehen und mit dem Saugrohr an der Kante entlang zu saugen.

Der Umbau auf Nassreinigung ist kompliziert

Vorne rein, hinten raus

Was der Staubsauger aufsaugt, darf nicht mit der Abluft in den Raum zurückgeblasen werden. Besonders Allergiker müssen sich darauf verlassen können, dass der Feinstaub im Gerät bleibt. Die getesteten Staubsauger haben ein exzellentes Staubrückhaltever­mögen, ausgenommen einer: der Hygiene T2 von Thomas. Sein Staubrückhaltevermögen ist schlichtweg miserabel, was wohl auch ­daran liegt, dass er als einziger ohne den feinporigen Hepafilter auskommt. Und ausge­rechnet dieses Gerät wird mit der Auslobung „für Allergiker geeignet“ groß beworben.

Motordauertest über 600 Stunden

Ein Staubsauger soll auch haltbar sein. Der Motordauertest über 600 Stunden und die Stoß- und Fallprüfungen zeigen, ob das ­zutrifft. Viele schafften hier die Bestnote. ­Ausreißer bei der Haltbarkeit waren dagegen Eio, Samsung und Thomas.

Umbau auf Nassreinigung ist kompliziert

Apropos Thomas: Das 369 Euro teure Gerät reinigt nicht nur trocken, sondern auch nass. Der Umbau auf Nassreinigung ist allerdings reichlich kompliziert. Das ist zu tun: Schlauch und Düse austauschen; eine Leitung für die Reinigerflüssigkeit zwischen Gerät und Düse verlegen; eine Box, die Staubbeutel und Filter enthält, gegen einen Behälter austauschen, der die aufgesaugte Feuchtigkeit aufnimmt. Dann erst kann es mit der Nassreinigung losgehen.

Nichts für den täglichen Gebrauch

Nass reinigen zu können, ist praktisch. Dem steht hier aber ein erheblicher Umbauaufwand gegenüber. Nichts für den täglichen Gebrauch. Dazu kommen noch ein hoher Preis, ein hohes Gewicht und das deutlich größere Gerät. Auch für das umfangreiche Zubehör muss man erst einmal Platz haben. Das Ausborgen eines Nassreinigers in Dro­gerie oder Baumarkt für den Großputz ist hier wohl die sinnvollere Alternative.

Testtabelle: Staubsauger

Steckbriefe

Hier die Kurzbeschreibungen der getesteten Staubsauger.

Miele S5381 EcoLine
Unser Testsieger. Saugt auch auf Teppich gut. Umschalter an der Bodendüse rechts und links. Sehr gute Haltbarkeit. Saugstopp in Parkstellung. Langes Saugrohr. Zubehörfach im Gerät. Gerätesteckdose für ­Elektrobürste (Sonderzubehör). Laut auf Hartboden.

Bosch  Ergomaxx Professional  BSG81261
Für große Haushalte. Saugt auch auf Teppich gut. Sehr gute Haltbarkeit. Großer Aktionsradius, großer Staubbeutel, langes Saugrohr. Geräte­steckdose für Elektrobürste (Sonderzubehör). Zubehörhalter am Saugrohr, zusätzliche Polsterdüse. Laut auf Hartboden.

Siemens Green Power Allergy VSZ5GP1264
Kleiner Staubbeutel. Nutzbares Volumen nur 1,5 Liter. Saugt auch auf Teppich gut. Leicht. Sehr gute Haltbarkeit. Langes Saugrohr. Gerätesteckdose für Elektrobürste (Sonderzubehör). Zubehörfach im Gerät, keine Möbelbürste. Laut auf Hartboden.

Philips Performer Energy Care FC9179
Auch gut unterwegs. Saugt auch auf Teppich gut. Großer Aktionsradius, langes Saugrohr. Mehr Leistung als angegeben. Laut auf Hartboden. Zubehörhalter für zwei von drei mitgelieferten Kleindüsen befindet sich am Handgriff. Spezieller Staubbeutelhalter.

Fakir 2100 Öko Power
Der Leichte. Saugt gut. Staubbeutel im aufklappbaren Gehäuseoberteil. Hartbodendüse, Turbobürste, Zubehörfach. Gerätesteckdose für Elektrobürste (Sonderzubehör). Saugstopp in Parkstellung. Kleiner Aktionsradius. Laut auf Hartboden.

Eio Villa 1000 BS 70/1
Der Preiswerte. Saugt gut. Leicht. Kleiner Aktions­radius. Wechsel des Staubbeutels bei senkrechter Position des Geräts durch Boden­klappe. Zubehörhalter am Saugrohr. Etwas kurzes Saugrohr mit Verlängerungsstück.

AEG-Electrolux Ultra one Öko AG8800
Der Leise. Einziger Staubsauger im Test mit sehr guten Umwelteigenschaften. Saugt durchschnittlich. Etwas schwer. Kurzes Saugrohr. Großer Aktionsradius. Sehr gute Haltbarkeit. Kombidüse für Möbel, Polster oder Fugen. Fach für Klein­zubehör im Gerät.

Samsung Eco Wave SC88LO
Mit Staubbox. Unhygienisch beim Entleeren. Saugt insgesamt weniger zufriedenstellend. Aus Ritzen nicht zufriedenstellend, mit der Hartbodendüse etwas besser. Ein-Aus-Schalter und Saugkraftregler am Handgriff. Etwas kurzes Saugrohr. Zubehörhalter am Saugschlauch.

Thomas Hygiene T2
Schlecht für Allergiker. Staub­rückhaltevermögen nicht zufriedenstellend. Kein Hepafilter. Keine Filtersperre; kann ohne Staubbeutel in Betrieb genommen werden. Laut. Saugt durchschnittlich. Deutlich weniger Leistung als angegeben. Kurzes Saugrohr, schwer, groß. Zum Abstellen auf Treppenstufen nicht geeignet. Umbau vom Staub- zum Nass-Sauger sehr aufwendig.

 

Akku-Handstaubsauger: AEG Ergorapido Plus AG 904x und Dyson DC35

Mit einem kleinen Akkusauger lassen sich Brösel vom Tischtuch oder vom Autositz entfernen. Wir prüften zwei Akku-Handstaubsauger, die auch zur Bodenpflege taugen sollen.


An das Handgerät vom Dyson DC35 wird ein langes Saugrohr mit der Bodendüse gesteckt. Während des Saugens muss der Nutzer die Ein-Aus-Taste ständig gedrückt halten. Lästig sind das laute Geräusch und der Abluftstrom. Der leisere AEG Ergorapido Plus ähnelt einem herkömmlichen Handstaubsauger. Man kann aber das in der Mitte zwischen Bodendüse und Schiebegriff ­eingebaute Handgerät zum Saugen von Polstern und Möbeln herausnehmen.

 Akku-Handstaubsauger AEG ergorapido Plus AG 904x (Bild: Stiftung Warentest)  Akku-Handstaubsauger Dyson DC35 (Bild: Stiftung Warentest)
AEG Ergorapido Plus AG 904x Dyson DC35
260 Euro 269 Euro
www.aeg.at www.dyson.at


Für Polster sind beide Geräte besser geeignet als zur Bodenreinigung. Die Saugleistung ist deutlich geringer als bei einem herkömmlichen Staubsauger. Die Reinigung der Elektrobürsten ist aufwendig, ebenso der Filterwechsel und das unhygienische Entleeren der Staubbox.

Fazit: Die Akkustaubsauger können einen guten Bodenstaubsauger nicht ersetzen. Sie eignen sich besser zum Absaugen von Polstern oder Möbeln als zur Bodenpflege.

Saug-Roboter: iRobot Roomba 581 und Samsung Navibot

Außerhalb des Tests ließen wir die Staubsaugerroboter iRobot Roomba 581 und Samsung Navibot einen Parcours abfahren, Hindernisse inklusive.

Unsere Beobachtungen

Übergänge vom Hartboden zum Teppich passieren die Roboter mit Anlauf mühelos. Den flachen Fuß einer Stehlampe überwinden sie nicht immer problemlos. Und je nach Profil kann auch die Kufe eines Stuhls zum unüberwindlichen Hindernis werden oder Teppichfransen die Elektrobürste blockieren.

Brösel von Hart­böden

In der Regel weichen die Geräte jedoch jeder Barriere aus, drehen davor um und suchen sich einen anderen Weg, bis zum nächsten Hindernis. Dabei kehren sie vor allem Brösel von Hart­böden zusammen und schaufeln sie in eine Kunststoffbox. Geht dem Akku in der Zwischenzeit der Saft aus, finden die Geräte selbstständig die Ladestation und docken dort zum Tanken an. Roboter kann man übrigens auch per Fernbedienung herumschicken. Das befriedigt vielleicht den Spieltrieb, führt jedoch zu keinem besseren Saugergebnis.

Hartböden besser als Teppichböden

Fazit: Hartböden reinigen die Saugroboter besser als Teppichböden. Fürs gründ­liche Staubsaugen von Teppichen reicht ihre Saugkraft nicht aus. Mit guten Bodenstaub­sau­gern können die Saug­roboter weder in der Saugkraft noch in der Saug­geschwindigkeit mithalten. Das Entleeren der Staubboxen ist zudem ­unhygienisch.

  iRobot Staubsauger (Bild: Stiftung Warentest)  Samsung Navibot Staubsauger (Bild: Stiftung Warentest)
iRobot Roomba 581 Samsung Navibot
530 Euro 599 Euro
www.irobot.com www.samsung.at

Zusammenfassung

  • Box bringt‘s nicht. Anders als beim letzten Test (Staubsauger 4/2011) konnte diesmal ein Gerät mit Staubbox nicht überzeugen. Samsung landete nur unter "ferner liefen".
  • Trocken und nass. Mit dem Gerät von Thomas kann man trocken und nass saugen. Doch das Umrüsten ist mühsam. Auch als Staubsauger schnitt dieses Modell ziemlich schlecht ab.
  • Heinzelmännchen. Roboter sind nur für den groben Schmutz auf Hartböden geeignet. Gegen den Staub auf Teppichen hilft nur der Griff zum Bodenstaubsauger.
  • Akku statt Steckdose. Mit einem Akku-Handstaubsauger kommt man nur auf Polstern oder Möbeln weiter. Einen Bodenstaubsauger kann er lediglich in Notfällen ersetzen.

Testkriterien

Im Test: 9 energiesparende Bodenstaubsauger. Einer davon mit Staubbox statt Staubbeutel. Als Besonderheit zusätzlich getestet: 2 Saugroboter und 2 Akku-Handstaubsauger. Der Test wurde mit der deutschen Stiftung Warentest durchgeführt.

ABWERTUNGEN
War das Saugen durchschnittlich oder weniger zufriedenstellend, konnte das Qualitätsurteil nicht besser sein. War das Saugen aus Ritzen nicht zufriedenstellend, konnte das Saugen nur eine halbe Note besser sein. Bei nicht zufriedenstellenden Umwelteigenschaften konnte das Qualitätsurteil nur eine Note besser sein. Bei nicht zufriedenstellendem Staubrückhaltevermögen konnten die Umwelteigenschaften nicht besser sein. War das Geräusch auf Hartboden durchschnittlich, konnten die Umwelteigenschaften nur zwei Noten besser sein. War die Motordauerprüfung durchschnittlich oder die Stoß- und Fallprüfung weniger zufriedenstellend, konnte die Haltbarkeit nicht besser sein.

SAUGEN: 45 %
Staubaufnahme: In Anlehnung an die EN 60312. Prüfungen auf Teppich, Velours (Wilton), mit neuen und gefüllten Staubbeuteln bzw. gefüllter Staubbox (200 und 400 Gramm DMT8-Staub) bei einer Schiebekraft von 30 N, jeweils bezogen auf den Referenzstaubsauger. Auf Schlingenware (Duracord), auf glattem Hartboden, aus Ritzen, Ecken und an Kanten (Fußleisten) mit 200 Gramm. Lag das Fassungsvermögen des Staubbeutels/der Staubbox unter 200 bzw. 400 Gramm, wurde so geprüft, dass der Unterdruck 40 Prozent des Ausgangswerts betrug. Faseraufnahme: Mit 200-Gramm-Füllung von Teppich und Polstern.

HANDHABUNG: 30 %
Fünf Experten beurteilten unter anderem Gebrauchsanleitung, Montage und Demontage, Griffe, Schalter und Anzeigen, das Saugen von Teppich- und Hartboden, von Treppen und Polstern, den Wechsel der Staubbeutel und Filter bzw. das Leeren der Staubbox und die Düsenreinigung sowie das Tragen des Geräts und die Aufbewahrung. Einstellung der Saugleistung nach Anbieterangabe bzw. bei mittlerer, auf Hartboden bei maximaler Einstellung des Saugleistungsreglers.

UMWELTEIGENSCHAFTEN: 15 %
Staubrückhaltevermögen: Feinstaubvergleich in Zu- und Abluft als Abscheidegrad. Geräusch: Schall-Leistung in Anlehnung an die EN 60704 bei maximaler Saugleistung auf Teppich- und Hartboden. Stromverbrauch: beim Saugen auf Veloursteppich, berechnet auf zehn Quadratmeter. Schadstoffe: PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) in Anlehnung an ZEK 01.2- 08, Phthalate nach Extraktion mit GC/MS (Gaschromatographie mit Massenspektrometrie) in Griffen am Gerät, Saugrohr und Stecker.

HALTBARKEIT: 10 %
Motordauerprüfung 600 Stunden. Stoß- und Fallprüfung: Stoß an Schwellen und Pfosten (500 Zyklen); 1.200 Stürze der Saugdüse (aus 80 cm Höhe); Prüfung des Kabelauszugs und der Schlauchbefestigungen (40.000 Schwenkungen); Quetschen der Rohre, Schläuche und Nebenluftsteller (10 Sekunden Belastung mit etwa 70 kg).

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