Geldanlage: Geld vor Inflation schützen, Geldscheine die Flügel bekommen Bild: StockStyle / Shutterstock

Geldanlage: Selbstbewusst investieren

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Wir möchten Sie motivieren, Ihren Vermögensaufbau selbst in die Hand zu nehmen. Wir liefern Ihnen das dafür nötige Basiswissen und konkrete (Produkt-)Vorschläge.

Eigentlich absurd. Viele von uns lassen sich nicht dreinreden, wo sie ihre Lebensmittel kaufen, bestimmen selbst, wohin sie auf Urlaub fahren und welches Smartphone sie benutzen. Die Entscheidungen werden eigenständig und bewusst getroffen. Aber beim Thema Geldanlage? Da wird die Flinte allzu oft allzu schnell ins Korn geworfen: Das sollen Berater, Banker, Makler machen.

Vorsorge selbst in die Hand nehmen

Es sind also mehr oder weniger namen- und gesichtslose Personen, die über unsere finanzielle Absicherung entscheiden. Personen mit massiven Eigeninteressen. Dabei sollten gerade Geldangelegenheiten Chef­sache sein.

"Ich kenn mich bei Wirtschaft nicht aus, Finanzthemen sind viel zu kompliziert." ist eine beliebte Rechtfertigung. Wir wollen das nicht so stehen lassen. Sondern Ihnen dabei helfen, selbstständig und ganz bewusst Ihre finanzielle Vorsorge in die Hand zu nehmen.

Serie zum Thema Geldanlage

Aus diesem Grund starten wir eine Serie zum Thema Geldanlage. In den kommenden Monaten wollen wir anhand von praxis­nahen Beispielen zeigen, worauf es beim Vermögensaufbau ankommt – und worauf nicht. Wir spielen dabei mit offenen Karten, na klar. Deshalb auch gleich vorweg eine, nur auf den ersten Blick, unan­genehme Wahrheit: Es gibt keine Binsenweisheit, keine Zauberformel, die für alle in gleichem Maße gilt. Die Beschäftigung mit dem Thema Geldanlage ist immer ein Ringen mit sich selbst. Mit den eigenen ­Bedürfnissen, mit den eigenen Zielen.

Produkte, Strategien, Entscheidungen

Wir können Ihr Sparringpartner sein, der etwaige Know-how-Defizite zutage fördert. Wir können mit unseren Erfahrungen und guten Kontakten mögliche Wege und Strategien umreißen. Und auch empfehlenswerte Produkte und Strategien vor den Vorhang holen – dafür steht uns das inno­vative österreichische Finanz-Start-up fynup zur Seite. Aber unterm Strich geht es, wie gesagt, um individuelle, selbst­bewusste Entscheidungen. Um Ihre Entscheidungen.

Basiswissen und weitere Themen

Am Ende der Serie haben wir Sie, so unsere Hoffnung, mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, damit Sie Ihre Veranlagungsziele erreichen können. Dieses Rüstzeug besteht aus zwei Teilen, den „7 Aha-Erlebnissen“ und den „6 Schlüsseln“. Dieses Basiswissen wollen wir Ihnen in den nachfolgenden Kapiteln kurz darlegen und in den kommenden Ausgaben anhand der bereits erwähnten konkreten Beispiele genauer erläutern.

Abschließend als kleine Vorankündigung einige Schlagworte, die wir in dieser Serie abarbeiten wollen:

  • Garantieprodukte
  • Kindervorsorge
  • Frauen und Finanzen
  • Pen­sionsvorsorge
  • Sparpläne starten in den 30ern/40ern/etc.
  • Aktien
  • Fonds
  • ETF
  • Zillmerung
  • usw.

Die 7 Aha-Erlebnisse

Wer diese Leitsätze verinnerlicht, kann sich daranmachen, ganz konkrete Veranlagungsziele zu definieren. Hier kurz umrissen.

1. It’s the inflation, stupid!

Bei mittel- bis langfristigen Spar- und Anlageformen muss das Minimalziel lauten: Schlag die Inflation! Denn sie ist es, die den tatsäch­lichen Wert des Ersparten fortwährend verringert. Auch wenn das Investierte über die Jahre vermeintlich mehr wird, wird es doch weniger wert. Es gilt also, den realen Wert des Geldes zumindest zu erhalten („Kaufkraft­erhalt“). Das schaffen beileibe nicht alle Produkte, die am Markt zum Teil in den höchsten Tönen angepriesen werden.

2. Garantien sind Bremsklötze

Es klingt so schön: Mir wird garantiert, dass ich bei meiner Geldanlage keinen Verlust einfahre – egal was da kommen mag. Wer genauer hinschaut, bemerkt, dass es meist die Garantien sind, die Finanzprodukte in ein zu enges Korsett zwängen. Damit schlägt man die Inflation bestimmt nicht.

3. Was es wiegt, das hat‘s

Geldwerte oder Sachwerte? Oder anders gefragt: Gläubiger sein oder doch lieber Eigentümer? Also entweder Geld verleihen und durch Zinsen entschädigt werden, so wie beim Sparbuch, dem Bausparer oder bei (Staats-)Anleihen. Oder in Unternehmen, Rohstoffe oder Immobilien investieren. Die Antwort müssen Sie für sich selbst finden. Allerdings: Ein Blick auf die schon sehr lange währende und wohl noch lange bestehende Nullzinslandschaft gibt einen entscheidenden Hinweis darauf, wo mehr Ertrag zu erwarten ist.

4. Die Zeit ist mein Verbündeter

Es gibt kurzfristige und längerfristige Geld­anlage-Ziele, na klar. Die Basics sind ähnlich, allerdings können nicht bei beiden iden­tische Strategien für die Zielerreichung zur Anwendung kommen. Der Faktor Zeit ist das Wesentliche. Mit Ausdauer und Weitblick steigen die Ertragschancen, das Wertschwankungs-Risiko wird geglättet. Wichtig in dem Zusammenhang ist auch die Kosten-Steuer-Effizienz des Veranlagungsprodukts.

5. Es ist erst zu Ende, wenn‘s zu Ende ist

Vorsorge endet nicht mit dem Antritt der Pension. Auch nicht mit dem Laufzeitende des Vorsorgeprodukts. Langfristige Investments teilen sich in eine Anspar- und eine Genuss­phase. In Letzterer wird das ange­sparte Kapital entnommen. Aber auch die Genuss­phase kann zum Vermögensaufbau genutzt werden. Indem nur kleine Beträge entnommen werden bzw. weiter angespart wird. So kann man ­weiterhin von Wertzuwächsen profitieren.

6. Eins, zwei, drei: Risiko!

Die Kardinalfrage: Wie viel Risiko sind Sie gewillt einzugehen? Sie ahnen es: Die Risikotoleranz muss jeder für sich selbst bestimmen. Es hilft natürlich, Hintergründe zu kennen. Bei der offiziellen Risikobewertung werden viele Risiken de facto ignoriert, z.B. das Inflations-, Ausfalls- oder Währungsrisiko. Wer schlau vorsorgt, bedenkt sie aber mit. Wie wir schon wissen (Aha-Erlebnis 4), wird über die Laufzeit Risiko reduziert. Weiterer ganz zentraler ­Faktor ist die Streuung der Investments. Wer alles auf ein Pferd setzt, verliert auch alles, wenn dieses Pferd nicht als Erstes durchs Ziel läuft. In Kombination mit dem Wissen um Anlageklassen und Produkte lässt sich daraus ein maßgeschneidertes Veranlagungs-Port­folio zusammenbauen.

7. Der beste Startzeitpunkt ist jetzt

Sie haben die 6 vorangegangenen Aha-­Erlebnisse verinnerlicht? Dann können Sie sich da­ranmachen, Ihre Finanzziele zu defi­nieren. Üblicherweise hat jeder von uns mehrere davon. Die müssen auch jeweils unter­schiedlich analysiert und bewertet werden. Zwar ist der Grundaufbau ähnlich, aber auf dem Weg dorthin müssen unterschiedliche Routen eingeschlagen werden. Für jede Zielart eignen sich andere Anlageklassen (die Risikotoleranz unterscheidet sich entsprechend auch je Anlageklasse). Wichtig: Immer auch auf die Liquidität achten. Sorgen Sie für einen finanziellen Polster in Höhe von 3 bis 6 Monatsgehältern, damit auch unvorhergesehene Ausgaben ohne Probleme gestemmt werden können.

Die 6 Schlüssel

Sie haben Ihre Ziele definiert. Aber wie finden Sie gute, günstige und transparente Veran­lagungsprodukte? Die 6 Schlüssel helfen Ihnen dabei.

1. Transparenz, na klar!

Der Universalschlüssel zu höheren Renditen ist Transparenz. In der Veranlagungs-Welt liegt viel im Nebel. Provisionen und andere ver­steckte Kosten ganz offen zu kommunizieren, widerspricht dem seit Jahrzehnten gängigen Geschäftsmodell der Branche. Aber es gibt sie, die provisionslosen, kostengünstigen, gut performenden Produkte. Und sie sind, der Digi­talisierung sei Dank, nun auch für jene auffindbar, die keine Investment-Profis sind.

2. Der Dreiklang: Kosten – Rendite – Steuereffizienz

Anleger haben oft nur die Rendite im Blick. Die ist aber weder vorhersehbar noch be­einflussbar. Kosten und Abgaben sind aber sehr wohl steuerbar. Knackpunkt sind daher geringe Gesamtkosten. So wird möglichst wenig von der Performance weg­geknabbert.

3. Gut und günstig? Der Vergleich macht sicher

Fonds sind interessante Anlage-Optionen. Aber welcher ist der richtige? Hier geht es einerseits um Streuung hinsichtlich Branchen und Regionen. Andererseits um die Frage, ob der Fonds aktiv gemanagt sein soll oder nur passiv einen Index abbildet (ETF). Letztere punkten mit geringen Kosten und attraktiven Renditen. Aber es gibt auch kostengünstige gemanagte Fonds, die da allemal mithalten können. Leicht zu finden sind sie leider nicht. Wir helfen Ihnen dabei.

4. Nachhaltigkeit als Vertrauensfrage

Ein immer wichtiger werdender Punkt im An­­lageuniversum: Nachhaltigkeit. Aber wie wird sie gemessen? Oder ist eh alles nur Greenwashing? Viele grüne Fragen, auf die wir Ihnen die passenden Antworten geben werden.

5. Der richtige Mix in der richtigen Hülle

Gute Fondsauswahl = Risikoverringerung. Aber auch der beste Fonds ist nur so gut wie die Hülle, in die er verpackt wird. Unter Produkt­hülle ­versteht man den „Aufbewahrungsort“ der Veranlagung, also entweder das Wertpapier­depot oder die Fondspolizze (fondsgebundene Lebensversicherung). Wir zeigen Ihnen, in welcher Produkthülle welche Fonds oder andere Veranlagungen am besten aufgehoben sind.

6. Führ mich zum Schotter

Bank oder Versicherung, Vermögensberater oder Versicherungsmakler: Wem kann ich trauen? Oder brauche ich eigentlich nur noch meinen Computer für den Vermögensaufbau? Die Digitalisierung hat tatsächlich viele neue Möglichkeiten eröffnet. Beratung, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, wird wohl bald der Vergangenheit angehören. Und das ist gut so – allzu viel hat sie nämlich nicht geleistet. Wir zeigen Alternativen auf.

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