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E-Mails sind aus dem digitalen Alltag nicht wegzudenken. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Sicherheit im elektronischen Schriftverkehr erhöhen. Bild: Pixel Studio/stock.adobe.com (generiert durch KI)

E-Mails: Sicherheit, Alias-, Zweit- und Wegwerf-Adressen

Die E-Mail (auch: das E-Mail) zählt zu den größten Erfolgsgeschichten des digitalen Zeitalters. Der Beginn der kommerziellen Nutzung liegt mehr als 40 Jahre zurück und noch ist kein Ende in Sicht. Spam und Phishing sind nur wenig jünger. Wir liefern Hilfreiches und Wissenswertes.

E-Mails: Unsichere, aber unverzichtbare Kommunikation

Zunächst das Grundsätzliche: Das E steht für elektronisch und (engl.) mail = Post. Daher kommt auch die weibliche Form „die“ E-Mail. Da wir umgangssprachlich aber eher das Ding an sich benennen, hat auch „das“ E-Mail seine Berechtigung.

So beliebt E-Mails sind, sie gehören zu den vergleichsweise unsicheren Kommunikationsformen im Internet. Die Nachricht selbst ist nämlich in der Regel nicht verschlüsselt, sondern abgesichert ist nur der Transportweg zwischen Sender und Empfänger (und auch da gibt es Lücken an diversen Knotenpunkten, an denen der Text der E-Mail eingesehen werden könnte).

Somit kann man eine E-Mail weniger mit einem Brief, sondern eher mit einer Postkarte vergleichen, der man keine intimen Geheimnisse anvertrauen sollte. Diesbezüglich sind Messenger-Dienste wie WhatsApp als sicherer einzustufen, weil hier die Nachricht auf dem einen Gerät verschlüsselt und auf dem anderen entschlüsselt wird (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung).

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: So schützen Sie Ihre Nachrichten

Wer E-Mails Ende-zu-Ende-verschlüsseln möchte, sodass sie an keiner Stelle des Weges im Klartext vorliegen, muss selbst aktiv werden und die Browsererweiterung Mailvelope (mailvelope.com/de) für Chrome, Edge und Firefox nutzen oder auf Thunderbird (thunderbird.net/de) als E-Mail-Programm (Client) umsteigen. Das sind die auch für Laien einfach umzusetzenden Verschlüsselungsmöglichkeiten.

Eine noch einfachere Alternative stellen die (kostenpflichtigen) Dienste eines darauf spezialisierten E-Mail-Providers dar (z. B. Posteo, Protonmail oder Mailbox.org).

Trotzdem: Die E-Mail-Verschlüsselung ist mit einer Änderung des Gewohnten und zusätzlichem Aufwand verbunden, was wohl mit ein Grund für ihr anhaltendes Nischendasein sein dürfte. Genutzt werden in der Regel Mailadressen des eigenen Internetanbieters oder die Dienste von Gmx, Google (Gmail) oder Microsoft (Outlook), bei denen man nicht mit Geld, sondern mit den eigenen Daten bezahlt und dann auch noch direkt oder auf Umwegen mit Werbung beglückt wird.

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Bild: Mushfiqul/stock.adobe.com (generiert durch KI)

Mehr Sicherheit durch bewusstes Nutzerverhalten

Man hat aber auch andere Möglichkeiten, um zur (eigenen) Sicherheit beizutragen. Erstens, indem man sich ins Bewusstsein ruft, dass der Inhalt von E-Mails nicht vor den Augen Dritter verborgen bleibt, wenn sie es darauf anlegen. Zweitens, indem man selbst die Augen offenhält und auf mögliche Spam- oder Phishingversuche achtet. In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, eine Alias-, Zweit- oder auch Wegwerfadresse zu verwenden.

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Bild: your picture/stock.adobe.com

Alias-Adressen: Decknamen zum Schutz der Hauptadresse

Der oder das Alias steht für „anderer Name, Deckname“. Bei vielen E-Mail-Anbietern haben Sie die Möglichkeit, zusätzlich zu Ihrer Hauptadresse zumindest eine weitere individuelle Alias-Adresse einzurichten. Das ist praktisch, wenn Ihre Hauptadresse z. B. auf Ihren vollen Namen lautet, Sie diese aber nicht bei jeder Gelegenheit (Newsletter, Gewinnspiele etc.) weitergeben möchten.

Alias-Adressen sind immer mit der Hauptadresse und dem dazugehörigen E-Mail-Postfach verknüpft. Egal, an welche dieser Adressen jemand E-Mails schickt, diese landen immer im selben Posteingangsordner.

Zweit-E-Mail-Adressen: Klare Trennung für mehr Übersicht

Mit Zweit-Adresse ist eine E-Mail-Adresse gemeint, die man von einem anderen Anbieter erhält, indem man dort ein Benutzerkonto anlegt. Der Vorteil ist, dass man anders als bei der Alias-Adresse eine klare Trennung zwischen den beiden E-Mail-Adressen hat. Und man hat eine zusätzliche Absicherung, falls es bei einem der Anbieter zu einer Störung kommen sollte.

Wegwerf-Adressen: Für einmalige oder kurzfristige Nutzung

Wegwerf-Adressen (auch: temporäre, Einweg- oder Trash-Adressen) sind eine Option, wenn es um eine kurzfristige oder nur einmalige Nutzung der Adresse geht und man weitestgehend anonym bleiben möchte. Zu den Anbietern gehören muellmail.com, trashmail.de, trashmail.com, spoofmail.de oder auch duckduckgo.com (per Browsererweiterung).

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Angeboten, die ohne Registrierung für meist 24 Stunden nutzbar sind und solchen, bei denen die Wegwerf-Adresse nach Registrierung für einen längeren Zeitraum zur Verfügung steht.

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