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Internet sicher nutzen: Benutzerkonten verwalten, Teil 1 - Daten unter Kontrolle

Zur Sicherheit am PC gehört auch der ­richtige Umgang mit Benutzerkonten. ­Windows 8.1 und 10 haben diesen deutlich verkompliziert.

Der erste Registrierungsprozess

Beim ersten Hochfahren eines Computers wird ein automatisierter Registrierungsprozess durchlaufen, bei dem Sie das Gerät individuell benennen (siehe Kasten „Überlegte Namenswahl“) und ein Administratorkonto einrichten. Sind Sie mit diesem Konto angemeldet, dann können Sie auf dem Computer nach Belieben schalten und walten. Damit Sie auch die einzige Person bleiben, die dies tut, sollten Sie das Konto mit einem geheimen Passwort/Kennwort (= Administratorkennwort) absichern (in den aktuellen Betriebssystemen ist es ohnehin nicht mehr möglich, das Kennwort zu umgehen).

Zweiteilung

Da sich die Handhabung der Benutzerkonten in den letzten paar Jahren grundlegend geändert hat, müssen wir ab hier eine Zwei­teilung vornehmen. Aus Aktualitätsgründen befassen wir uns diesmal mit den wichtigs­ten Einstellungen unter Windows 8.1 bzw. 10, der Rest davon sowie Windows 7 folgen in der KONSUMENT-Ausgabe 10/2016.

Ständig online 

Mit Windows 8.1 und 10 sind Sie praktisch immer online, weil Sie sich standardmäßig mit einem Microsoft-Konto anmelden. Es handelt sich, ähnlich wie bei Google, um "ein Konto für alles“, also für sämtliche mit Micro­soft verbundenen Dienste und Geräte und deren automatische Sychronisation untereinander. Das Konto verfügt über Adminis­tratorrechte, die ihm auch nicht entzogen werden können.

Viele Daten an Microsoft

Speziell unter Windows 10 findet allerdings ein enormer Datenfluss in Richtung Microsoft statt. Daher gesellt sich zur Sicherheits- auch die Datenschutzfrage. Die Handhabung des Benutzerkontos ist nur ein Teilaspekt davon. 

Bitte lesen Sie deshalb bei Nutzung von Windows 10 unseren Bericht in Konsument 11/2015 (Windows 10 - Offene Fenster) damit Sie auch alle übrigen Möglichkeiten zur Reduktion der Datenweiter­gabe ausschöpfen. Alternativ dazu finden Sie auf www.facebook.com/konsument.at ein Video zum Thema (in der linken Spalte Klick auf »Videos«). 


 

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Kein Standardkonto mehr

Standardkonto 

Die bisher geltende Empfehlung, ein Standardkonto mit eingeschränkten Benutzerrechten für die tägliche Arbeit einzurichten, ist beginnend mit Windows 8.1 schwieriger geworden. Eingeschränkt bedeutet, dass Sie bei der Anmeldung über das Standardkonto alle Programme verwenden und den Computer an Ihre Vorlieben anpassen können, dass Sie aber ohne gesonderte Eingabe des Admi­nistratorkennworts keine Änderungen vornehmen dürfen, die Einfluss auf das System haben, also sozusagen in die Tiefe gehen.

Schaden eingrenzen

Der Vorteil: Sollte es jemandem gelingen, mittels heimlich eingeschleuster Schadsoftware über das Internet auf Ihren Computer zuzugreifen, dann können die eingeschränkten Rechte des Standardkontos den Schaden einzugrenzen helfen. 

 

Dafür ein lokales Konto

Lokales Konto 

Aber wie gesagt, die Sache ist seit Windows 8.1 nicht einfacher geworden. Microsoft hat die Möglichkeit zum Einrichten eines „traditionellen“ Standardkontos so gut versteckt, dass man davon ausgehen kann, dass es eigent­lich nicht erwünscht ist. Die Details dazu erfahren Sie in der Oktober-Ausgabe. 

Entspricht altem Admin-Konto

Als einfacher auffindbare Option im Betriebssystem wird von Microsoft das lokale Konto angeboten. Dieses unterbindet immer­hin die automatische Synchronisation Ihrer Daten und Sie werden nicht automatisch bei Micro­soft-Diensten wie OneDrive, Skype, Outlook.com, im App-Store oder im Edge-Browser angemeldet. Nutzen können Sie diese natürlich trotzdem, indem Sie sich einzeln mit ­Ihrem Microsoft-Konto anmelden. Das lokale Konto entspricht somit im Großen und Ganzen dem bis Windows 7 ­üblichen Administratorkonto. Nicht machbar ist das Hinzufügen von Familienmitgliedern und das Einrichten und Verwalten des Jugend­schutzes. 

Microsoft-Konto umgehen

An sich ist es möglich, das Microsoft-Konto unter Windows 8.1 und 10 schon im Zuge der Ersteinrichtung des Computers zu umgehen. Entweder unterbrechen Sie dazu die Internetverbindung, damit Windows Ihnen erst gar nicht das Anlegen eines Microsoft-­Kontos anbietet, oder Sie klicken an der ­Stelle, an der Sie dazu aufgefordert werden, ein Micro­soft-Konto anzulegen bzw. Ihre vorhandenen Benutzerdaten einzugeben, auf die Option „Ohne Microsoft-Konto anmelden“. 

Trotzdem sinnvoll

Wobei ein Microsoft-Konto schon sinnvoll ist, um das umfangreiche kostenlose Angebot gezielt zu nutzen. So erweist sich der OneDrive z.B. zur Weitergabe einer größeren Menge von Fotos als nützlich, die man per E-Mail nicht mehr verschicken kann. Mit ­Skype telefonieren Sie via Computer kostenlos in alle Welt, aus dem App-Store können Sie praktische Programme herunterladen, und über Outlook.com erhalten Sie zum Micro­soft-Konto automatisch eine zusätz­liche Mailadresse, die Sie z.B. nutzen können, wenn Sie sich für Newsletter etc. anmelden. Damit vermeiden Sie, dass Ihre Hauptadresse mit Spam überflutet wird. 

 

Windows 8.1 und 10

Windows 8.1: Stellen Sie den Mauszeiger in die obere rechte Ecke des Bildschirms, bis sich die sogenannte Charms-Leiste öffnet. Klicken Sie dann auf »Einstellungen« und danach auf »PC-Einstellungen ändern/Konten/Ihr Konto«. Dort finden Sie Ihre Konto­daten und darunter die Option »Trennen«. Im nächsten Fenster wird das Kennwort Ihres Microsoft-Kontos benötigt, durch dessen Eingabe Sie den Änderungen zustimmen.

Dann wählen Sie einen Namen für Ihr lokales Konto und geben ein neues Kennwort ein. Dessen Wiederholung dient dem Ausschluss von Tippfehlern. Der frei wähl­bare Kennworthinweis im letzten Textfeld ist als Gedächtnisstütze zum Merken des Passwortes gedacht und im Gegensatz zu früher verpflichtend. Beachten Sie, dass er später für alle Computerbenutzer sichtbar ist. Um gleich zum lokalen Konto zu wechseln, müssen Sie sich abmelden und neu ­anmelden.

 Windows 10: Klicken Sie auf »(Windows-Symbol)/Einstellungen/Konten« oder alternativ auf das Windows-Symbol, Ihr Profil­foto und danach auf »Kontoeinstellungen ändern«. Je nachdem, wie aktuell die Windows-10-Version auf Ihrem Computer ist, finden Sie unter »Ihre E-Mail-Adresse und Konten« bzw. unter »Ihre Infos« die ­Daten zu Ihrem Microsoft-Konto. »Stattdessen mit einem ­lokalen Konto anmelden« ist die gewünschte Option. Im nächsten ­Fenster wird das ­Kennwort Ihres Microsoft-Kontos benötigt, durch dessen Eingabe Sie den Änderungen zustimmen.

Dann wählen Sie einen Namen für Ihr lokales Konto und geben ein neues Kennwort ein. Dessen Wieder­holung dient dem Ausschluss von Tippfehlern. Der frei wählbare Kennworthinweis im letzten Textfeld ist als Gedächtnisstütze zum Merken des Passwortes gedacht und im Gegensatz zu früher verpflichtend. Bedenken Sie, dass er später für alle Com­puterbenutzer sicht- bar ist. Um gleich zum ­lokalen Konto zu wechseln, müssen Sie sich ­abmelden und neu anmelden.

Namen richtig wählen

Die Namenswahl für die Benutzerkonten bzw. für den Computer selbst (= der beim Einrichten vergebene Gerätename, der nachträglich nicht mehr änderbar ist) sollte Ihnen nicht gleichgültig sein. In den frei einsehbaren Eigenschaften der von Ihnen erstellten Dokumente scheint nämlich z.B. der Benutzername auf.

Computer identifizieren

Der Com­putername wiederum dient unter anderem dazu, das Gerät in Netzwerken identifizierbar zu machen. Das heißt, dieser Name ist in privaten wie auch in öffentlichen WLANs für jeden ersichtlich. Vermeiden Sie daher im eigenen Interesse einerseits Bezeichnungen, die Ihnen selbst peinlich sein könnten, und andererseits die Angabe Ihres voll­ständigen Namens. Gleiches gilt für die individuelle Benennung von Smartphones und Tablets, die aber immerhin jederzeit änderbar ist (Android: »Einstellungen/Geräte­informationen« – genaue Bezeichnung ­herstellerabhängig; iOS: »Einstellungen/Allgemein/Info«. 

 

Microsoft-Konto

Möglicherweise besitzen Sie bereits von ­früher her Microsoft-Zugangsdaten. Falls Sie Dienste wie Skype, SkyDrive (jetzt OneDrive), Hotmail (jetzt Outlook.com), Xbox Live, Microsoft Live Sync bzw. Windows Live Mesh oder den MSN Messenger bzw. den Windows Live Messenger genutzt haben, dann haben Sie vermutlich eine (damals so genannte) Windows Live-ID angelegt. Sie können diese samt Passwort als Zugangs­daten für Ihr Microsoft-Konto weiterverwenden. Dazu gehören neben Hotmail- und Outlook-Mailadressen auch solche, die auf @live.at, .de oder .com enden.

 

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