Drucker - Gerüstet fürs Homeoffice

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Mit dem Lockdown-bedingten Boom beim Homeoffice ist die Nachfrage nach Druckern für zu Hause gestiegen. 30 Geräte im Test, Spartipps inklusive.

Folgende Drucker finden Sie in unserem Test:

TINTEN-KOMBIDRUCKER

Farbdrucker:

  • Brother MFC-J1300DW
  • Brother MFC-J5945DW
  • Canon Pixma G7050
  • Canon Pixma TS8350
  • Canon Pixma TS9550
  • Epson Ecotank ET-15000
  • Epson Ecotank ET-L3150
  • Epson Expression Photo XP-970
  • Epson Workforce Pro WF-4820DWF
  • HP Deskjet Plus 4120
  • HP Envy 6020
  • HP Envy Pro 6420
  • HP Officejet Pro 9022
  • HP Smart Tank Plus 555

Schwarz-Weiß-Drucker:

  • Canon Pixma GM4050
  • Epson Ecotank ET-M2120

LASER-KOMBIDRUCKER

Farbdrucker:

  • HP Color Laserjet Pro M479fdw
  • Lexmark MC3426adw

Schwarz-Weiß-Drucker:

  • Brother MFC-L2730DW
  • Canon i-Sensys MF445dw
  • HP Laser MFP 137fwg
  • HP Laserjet Pro MFP M428fdw

LASERDRUCKER

Farbdrucker:

  • HP Color Laserjet Pro M454dw

Schwarz-Weiß-Drucker:

  • Brother HL-L2375DW
  • Canon i-Sensys LBP226dw
  • HP Laser 107w
  • HP Laserjet Enterprise M406dn
  • HP Laserjet Pro M404dw
  • HP Neverstop Laser 1001nw
  • Lexmark B3442dw

In der Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu:

  • Preis
  • Ausstattung
  • Drucken
  • Scannen
  • Kopieren
  • Tinten- bzw. Tonerkosten
  • Handhabung
  • Vielseitigkeit
  • Umwelteigenschaften

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.


30 Drucker im Test

Nach wie vor muss man vorab die Frage klären, welche Bauform für den eigenen Bedarf besser geeignet ist: ein reiner Drucker oder ein Kombigerät (Letzteres auch: All-in-one- oder Multifunktionsdrucker)? Schwarz-Weiß (monochrom) oder Farbe? Toner oder Tinte? Falls Tinte: mit Tank oder mit Einzelpatronen? Wir wollen im Rahmen dieses von der Stiftung Warentest durchgeführten Tests näher auf diese Fragen eingehen.

Scannen, kopieren, faxen

Die erste, grundsätzliche Entscheidung fällt zwischen reinem Drucker und Kombigerät. Kombi meint, dass der Drucker auf jeden Fall das Scannen und Kopieren beherrscht sowie allenfalls das Faxen.

Wobei Kombigeräte im Vergleich meist eine Spur schlechter abschneiden. Das liegt allerdings nicht daran, dass sie eine schlechtere Leistung erbringen, sondern daran, dass sie aufgrund ihrer Multifunktionalität im Test insgesamt mehr falsch machen können.

Langsam beim Kopieren und Drucken

Meist ist auch gar nicht die Druckqualität das Problem, sondern sie verlieren beim Scannen und Kopieren Punkte. Bildrauschen und verfälschte Farben sind hier häufig beobachtete Mängel. Außerdem brauchen einige Kombigeräte relativ lange zum Kopieren und Drucken von Fotos: oft mehr als zwei Minuten.

Tinte oder Toner?

Einfarbig versus bunt

Mitunter weisen uns Leser darauf hin, dass „Monochromdrucker“ die korrekte Bezeichnung ist, weil ja mit schwarzer Tinte bzw. schwarzem Tonerpulver auf weißem Papier gedruckt wird. Das ist korrekt, aber trotzdem hat sich die Bezeichnung Schwarz-Weiß-Drucker allgemein durchgesetzt.

Und so lautet die nächste Frage bei der Entscheidung für ein Gerät: Schwarz-Weiß oder Farbe? Der Anschaffungspreis spielt dabei übrigens eine untergeordnete Rolle, man sollte nach dem Bedarf entscheiden. Allerdings fallen bei Farbdruckern generell höhere Kosten für Tinte bzw. Toner an.

Teils gravierende Unterschiede gibt es außerdem zwischen einzelnen Geräten derselben Produktgruppe und sogar desselben Herstellers. So kommt etwa beim Canon-Tintenkombimodell Pixma G7050 der A4-Ausdruck eines Fotos auf 7 Cent, während es beim Canon Pixma TS9550 1,10 Euro sind – und damit ist er noch längst nicht der teuerste.

Tinte oder Toner?

Die alte Frage, die alte Antwort: Tinte für Fotos, Toner für Text. Damit die Entscheidung leichter fällt, gehen wir weiter ins Detail:

Tintendrucker:

+ mit Fotopapier lässt sich die Druckqualität noch steigern
+ einige Geräte ermöglichen randloses Drucken
+ in der Regel kompakter gebaut als Laserdrucker
– langsamer als Lasergeräte
– Druckkopf kann bei seltener Nutzung austrocknen
– Tintenverbrauch zur Druckkopfreinigung im Stand-by und nach dem Einschalten

Laserdrucker:

+ Druckqualität weitgehend unabhängig von der Papierqualität
+ schneller als Tintengeräte
+ keine Probleme bei seltener Nutzung
– meist teurer in der Anschaffung
– Fotoqualität nur mäßig
– größer als Tintendrucker
– keine randlosen Ausdrucke möglich

Hersteller Ricoh versucht übrigens seit einiger Zeit, mit sogenannten Gel-Druckern die Vorteile von Tinte und Laser zu vereinen. Im Prinzip handelt es sich um dickflüssige Tinte. Die bisher verfügbaren Geräte überzeugen allerdings nicht. Dem Vorteil geringer Tintenkosten steht eine mittelmäßige Druckqualität bei Text und Fotos gegenüber.

Sparen mit Nachfüllung und Abo

Sparen mit Nachfüllung und Abo

Interessanter sind da schon die Möglichkeiten, in anderer Form Druckkosten zu sparen. Die Farbdrucker Epson EcoTank ET-15000 und ET-L3150 sowie HP Smart Tank Plus 555, der Epson-Schwarz-Weiß-Drucker EcoTank ET-M2120 sowie das Canon-Kombigerät G7050 haben mittels Flaschen nachfüllbare Tintentanks statt Einzelpatronen. Der HP Neverstop Laser 1001nw ist der erste Schwarz-Weiß-Laser mit nachfüllbarem Tonerbehälter. Das verringerte Müllvolumen freut auch die Umwelt.

Eine weitere Option sind Abos, wie sie von Epson (ReadyPrint Go, früher: ReadyInk) und HP (Instant Ink) für bestimmte internetfähige Druckermodelle angeboten werden. Allerdings gibt es zwischen den beiden einen Unterschied: Bei Epson wird automatisch Tinte (kein Toner) nachgeliefert, wenn sie zur Neige geht, und nur den Nachschub zahlt man auch.

Bei HP schließt man ein Monatsabo über eine bestimmte Anzahl an Druckseiten ab, hat also monatliche Fixkosten von mindestens 99 Cent bei Tinte (15 Seiten/Monat) bzw. 1,99 Euro bei Toner (50 Seiten/Monat). Immerhin ist das Abo flexibel gestaltet. Es ist monatlich kündbar. Wer mehr braucht, kann nachbestellen, und wer weniger gedruckt hat, nimmt seine Seiten bis zu einer bestimmten maximalen Anzahl in den Folgemonat mit. Tinte oder Toner werden bei Bedarf ohne weitere Kosten nachgeliefert.

Verwendung von Drittanbieter-Tinte oder -Toner

Bleibt noch die oft besonders preisgünstige Option der Verwendung von Drittanbieter-Tinte oder -Toner. Gerade HP hat in der Vergangenheit für Verärgerung bei den Kunden gesorgt, indem Geräte aufgrund nachträglich eingespielter Updates plötzlich keine Drittanbieter-Produkte mehr akzeptiert haben.

Nun will man mit einem neuen Service namens HP+ die Kunden bei der Stange halten. Es handelt sich quasi um ein Rundum-Sorglos-Paket (Cloudservices inklusive), das auch mit dem Instant-Ink-Abo kombiniert werden kann. So oder so verpflichtet man sich zur ausschließlichen Nutzung von Originaltinte bzw. -toner. Eine weitere Voraussetzung ist, dass man einen mit HP+ gekennzeichneten Drucker kauft, der immer online ist.

Wer das nicht möchte, bekommt dieselben Druckermodelle auch ohne HP+. Die Verwendung von Originaltinte und -toner wird hier von HP lediglich empfohlen. Es wäre schön, wenn das leidige Thema damit auch beendet wäre.

Testtabelle: Tinten-Kombidrucker - Farbdrucker

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Testtabelle: Tinten-Kombidrucker - Schwarz-Weiß-Drucker

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Testtabelle: Laser-Kombidrucker - Farbdrucker

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Testtabelle: Laser-Kombidrucker - Schwarz-Weiß-Drucker

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Testtabelle: Laserdrucker - Farbdrucker 1 Produkt

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Testtabelle: Laserdrucker - Schwarz-Weiß-Drucker

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Steckbriefe

TINTEN-KOMBIDRUCKER

Canon Pixma G7050
Preis: 415 €
Testurteil: gut
Bester Farb-Kombidrucker. Mit Tintentanks. Niedrigste Tintenkosten im Test. Gute Umwelteigenschaften. Druckqualität insgesamt nur durchschnittlich, bei Text aber gut. Braucht für Fotos recht lange. Ausdrucke verbleichen relativ schnell.

Canon Pixma TS9550
Preis: 260 €
Testurteil: gut
Farb-Kombidrucker. Mit Tintenpatronen. Auch geeignet für Ausdrucke im Format A3, der Papiereinzug hinten fasst bis zu 50 Bögen. Druckt Fotos sehr gut, aber relativ teuer. Gut beim Text­druck.

LASER-KOMBIDRUCKER

Canon i-Sensys MF445dw
Preis: 420 €
Testurteil: gut
Bester Schwarz-Weiß-Laser-Kombidrucker. Großes Gerät. Gute Druckqualität, Fotos allerdings nur mäßig. Sehr schnell. Ausdrucke sehr wasser- und lichtbeständig. Einer der Besten beim Scannen. Geringe Tonerkosten. Umständliche Ersteinrichtung.

LASERDRUCKER

HP Color Laserjet Pro M454dw
Preis: 395 €
Testurteil: gut
Guter Farb-Laserdrucker. Hohe Druckqualität, sehr gut bei Text. Schnell. Hohe Wasser- und Lichtbeständigkeit der Ausdrucke. Sehr einfach zu bedienen. Vielseitig, mit Farbdisplay und Touchscreen. Recht groß. Farbverbrauchsanzeige fehlerhaft.

HP Neverstop Laser 1001nw
Preis: 321 €
Testurteil: gut
Bester Schwarz-Weiß-Laserdrucker. Insgesamt gute Druckqualität, bei Text sehr gut. Schnell. Hohe Wasser- und Lichtbeständigkeit der Ausdrucke. Toner per Flasche nachfüllbar, geringe Druckkosten. Einrichtung schwierig, falls Drucker und Computer unterschiedliche WLAN-Frequenzen nutzen.

Testkriterien

Bei den Prüfungen wird zwischen reinen Druckern und Drucker-Scanner-Kombigeräten (auch Multifunktions- oder All-in-One-Geräte genannt) unterschieden. Reine Drucker erhalten fünf verschiedene Gruppenurteile – und zwar fürs Drucken, für Tinten- oder Tonerkosten, Handhabung, Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften. Bei den Kombigeräten kommen zusätzlich noch Kopieren und Scannen hinzu. Jedes Gruppenurteil erhält eine bestimmte Gewichtung – am Ende ergibt sich daraus das KONSUMENT-Testurteil.

Die Geräte für die Prüfungen werden anonym im Handel eingekauft. Weder Pressemuster noch Prototypen kommen in den Test.

Grundsätzliche Prüfkriterien

Alle Prüfungen werden an Computern mit der jeweils aktuellen Version des Betriebssystems Microsoft Windows (64 Bit) auf geeignetem Kopierpapier oder auf vom Anbieter empfohlenem Spezialpapier durchgeführt. Sind spezielle Tinten oder Papiersorten für Farbfotos erhältlich, wird der Druck von Fotos und Layout-Seiten mit diesen geprüft. Alle vergleichenden subjektiven Beurteilungen erfolgen durch drei Experten.

Gewichtungen

Reine Drucker und Drucker-Scanner-Kombinationen haben unterschiedlich viele Gruppenurteile, die mit unterschiedlicher Gewichtung ins Testurteil einfließen. So verteilen sich die Gewichtungen:

  Drucker Drucker-Scanner-
Kombis
Drucken 45 % 20 %
Scannen Entfällt 10 %
Kopieren Entfällt 15 %
Tinten- oder Tonerkosten 20 % 20 %
Handhabung 15 % 15 %
Vielseitigkeit 10 % 10 %
Umwelteigenschaften 10 % 10 %

Drucken

Qualität: Es wird die Druckqualität beim Drucken von Text (Mustertext „Dr.-Grauert-Brief“ in Schwarz mit Standardeinstellungen auf Normalpapier), von Farbseiten (Excel-Tabelle mit Grafiken, Bildschirmfoto einer Webseite auf Normalpapier, Layout-Seite in hoher Qualität auf Spezialpapier) und von Fotos (ganzseitige Fotos in Farbe und in Graustufen, in höchster Fotoqualität auf Fotopapier) bewertet. Beim Anfertigen der Drucke werden die von der mitgelieferten Drucksoftware für die jeweiligen Vorlagentypen angebotenen Voreinstellungen verwendet.
Wasser- und Lichtbeständigkeit: Zur Bewertung der Wasserbeständigkeit werden Drucke mit einem Textmarker verwischt und mit einem Wassertropfen benetzt und verschmiert. Wir messen und begutachten Farbänderungen nach zehntägiger Bestrahlung mit Xenonlicht.
Geschwindigkeit: Beim Starten des Geräts und beim Druck der oben angeführten Vorlagen wird die Geschwindigkeit bewertet.

Scannen

Qualität: Beurteilt wird die Qualität der Scans von Text (Dr.-Grauert-Brief in Schwarz), einer Farbseite (Zeitschriftenseite) und einem Foto (A4-Porträt) mit den in der mitgelieferten Scansoftware jeweils für diese Vorlagentypen passenden Voreinstellungen.
Geschwindigkeit: Beim Scannen der oben angeführten Vorlagen wird die Scangeschwindigkeit bewertet.

Kopieren

Qualität: Beurteilt wird die Qualität beim Kopieren von Text (Dr.-Grauert-Brief in Schwarz auf Normalpapier), einer Farbseite (Zeitschriftenseite auf Normalpapier) und einem Foto (A4-Porträt auf Fotopapier). Das Kopieren findet ohne angeschlossenen Computer statt.
Geschwindigkeit: Beim Kopieren der oben angeführten Vorlagen wird die Kopiergeschwindigkeit bewertet.
Faxfunktion: Bewertet werden Handhabung, Qualität und Geschwindigkeit beim Senden und Empfangen von Farb- und Schwarzweißseiten.

Tinten- oder Tonerkosten

Es wird je ein Satz Tinten- bzw. Tonerpatronen mit Text (Dr.-Grauert-Brief, 1.280 Zeichen, Arial 12, Briefqualität), mit Farbseiten (fünfseitige Vorlage nach ISO 24712) und mit Fotos (zwei vollständig mit Fotos gefüllte DIN-A4-Seiten) verdruckt, um die jeweilige Seitenreichweite festzustellen. Anhand der Preise für Tinte oder Toner werden dann mit diesen Seitenzahlen die Kosten pro Seite für diese drei Arten von Vorlagen ermittelt und bewertet. Die Papierkosten werden dabei nicht miteinbezogen. Sind für einen Drucker Patronen in mehreren Größen erhältlich, verwenden wir zur Ermittlung der Tinten- bzw. Tonerkosten die jeweils größten verfügbaren Patronen.

Handhabung

Bedienungsanleitung: Bewertet werden Inhalt, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und Lesbarkeit der Anleitungen, die den Geräten gedruckt beiliegen oder online verfügbar sind, sowie Hilfe-Funktionen, die in die mitgelieferte Software integriert sind.
Inbetriebnahme: Bewertet wird der Aufwand beim Aufstellen und Anschließen der Geräte, beim Installieren von Treibern und beim Vornehmen der Grundeinstellungen.
Bedienung: Bewertet wird die allgemeine Bedienung beim Drucken, Scannen und Kopieren sowie beim Papierwechsel. Auch die Anzeigen am Drucker oder auf dem Computer-Bildschirm werden beurteilt.
Patronenwechsel und Wartung: Bewertet wird unter anderem der Wechsel von Tintenpatronen bzw. Tonerkartuschen und anderen Verschleißteilen sowie die Zugänglichkeit des Geräteinneren zum Beseitigen von Papierstaus.

Vielseitigkeit

Bewertet werden Zusatzfunktionen und Eigenschaften wie Einzelfarbtanks, Kapazität der automatischen Papierzuführung, automatischer Vorlageneinzug, randloser Druck, Duplexdruck, Drucken von Tablet und Smartphone (Android und iOS), Digitalkamera und Speicherkarte, Netzwerkfunktionen sowie der Funktionsumfang der mitgelieferten Software und Treiber.

Umwelteigenschaften

Stromverbrauch: Beurteilt wird der Energieverbrauch anhand von zwei Nutzungsprofilen: 21 Stunden ausgeschaltet bzw. 21 Stunden in Bereitschaft sowie jeweils 3 Stunden eingeschaltet – dabei Drucken von fünf Seiten (und bei Kombidruckern zusätzlich Scannen und Kopieren einer A4-Farbseite). Bei allen Geräten werden gegebenenfalls überhöhte Verbräuche im Leerlauf und im ausgeschalteten Zustand negativ bewertet.
Geräusch: Das Geräusch beim Drucken, Scannen, Kopieren und im Leerlauf wird beurteilt.
Konstruktion und Verbrauchsmaterialien: Unter anderem wird geprüft, welche Komponenten wie Druckköpfe, Fixiertrommeln oder Resttinten/-tonerbehälter herausnehmbar sind und als Ersatzmaterial angeboten werden und wie viel Abfall etwa in Form leerer Tintenpatronen oder Tonerkartuschen beim Drucken anfällt. Auch werden Stabilität und Materialien des gesamten Geräts und das Verschmutzungsrisiko, z.B. durch Tonerstaub, beurteilt.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass gravierende Mängel sich auch deutlich auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit Fußnoten gekennzeichnet. Bei Druckern kommen folgende Abwertungen zur Anwendung:

  • KONSUMENT-Testurteil: Bei „weniger zufriedenstellendem“ oder „nicht zufriedenstellendem“ Urteil für die Druck-, Scan- oder Kopierfunktion kann das KONSUMENT-Testurteil maximal eine halbe Note besser sein.
  • Drucken: Bei „weniger zufriedenstellender“ Wasser- und Lichtbeständigkeit wird das Urteil fürs Drucken um eine halbe Note abgewertet.
  • Scannen: Bei „weniger zufriedenstellender“ Qualität von Foto-Scans wird das Urteil fürs Scannen um eine halbe Note abgewertet
  • Kopieren: Bei „weniger zufriedenstellender“ Qualität kopierter Text- oder Farbseiten oder bei „nicht zufriedenstellender“ Qualität kopierter Fotos wird das Urteil fürs Kopieren um eine halbe Note abgewertet.

Änderungen im Prüfprogramm

Die Stiftung Warentest überarbeitet ihre Prüfungen regelmäßig, um sie an die technische Entwicklung anzupassen. Drucker, deren Testergebnisse zum selben Zeitpunkt veröffentlich werden, wurden nach demselben Prüfprogramm getestet und sind untereinander vergleichbar. Nicht vergleichbar sind sie hingegen mit Testurteilen von Druckern, die zu einem anderen Zeitpunkt veröffentlicht wurden. Die wichtigsten aktuellen Änderungen:

Vor 2020

Gewichtungen: Bei den vor 2020 veröffentlichten Druckern lag die Gewichtung der Vielseitigkeit bei 15 % und jene der Umwelteigenschaften bei 5 %. Auch war innerhalb der Umwelteigenschaften das alte Urteil „Konstruktion und Verarbeitung“ geringer gewichtet als das neue Urteil „Konstruktion und Verbrauchsmaterialien“.
Prüfungen und Bewertungen: Bei den vor 2020 veröffentlichten Geräten unterschieden sich die Prüfungen im Druckertest in einigen Details:

  • Tinten-/Tonerkosten: Vor 2020 wurde bei Tintendruckern zusätzlich der Tintenverbrauch für das Einsetzen von Patronen und Reinigen der Druckköpfe in einem Sechs-Wochen-Test ohne Drucken geprüft. Diese Prüfung ist 2020 entfallen.
  • Umwelteigenschaften: Statt „Konstruktion und Verbrauchsmaterialien“ wurden vor 2020 „Konstruktion und Verarbeitung“ geprüft. Diese Prüfung beinhaltete noch nicht zusätzliche Nachhaltigkeitsaspekte wie die Herausnehmbarkeit und Wechselbarkeit von Komponenten wie Druckköpfen, Fixiertrommeln und Tinten-/Tonerrestbehältern oder die beim Drucken anfallende Abfallmenge.

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Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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Leserreaktionen

Andere Erfahrungen

Zum Thema Multifunktionsgeräte mit Tintenstrahl-(Inkjet)-Druck: Wenn Sie wischfeste Ausdrucke wünschen, müssen Sie darauf achten, dass das Gerät „pigmentierte Tinte“ und nicht „Dye Tinte“ verwendet.“

Es sind zwei Typen am Markt:

a) Preiswerte Geräte (ca. 100 Euro) mit teuren Tintenpatronen. Ein Patronensatz kann den Gerätepreis erreichen! Für diese Geräte bieten HP (Instant Ink) und Epson (Ready Print Flex) Verträge an, z.B. 50 Seiten monatlich für drei Euro. Unerfahrene Anwender, die sehr preiswerte kompatible Patronen verwenden wollen, müssen mit Druckproblemen und Hindernissen von den Herstellern rechnen.
b) Teure Geräte (ab 200 Euro) mit preiswerter Tinte aus Flaschen. Bei diesen Geräten ist es nicht notwendig, bei den Tintenkosten zu sparen, da der Seitenpreis bei maximal 0,5 Cent liegt.

Nutzung des Gerätes:

a) Vor Sonne und heißer Abluft anderer Geräte geschützt aufstellen.
b) Lassen Sie das Gerät am Netz. Modellabhängig kann die Trennung vom Netz Putzvorgänge auslösen.
c) Fotos drucken (Tintenverbrauch und Fotopapier) ist teuer, da sind Labors der Diskonter eine wesentlich preiswertere Alternative.
d) Prüfen Sie das Druckbild. Sobald Sie auch nur geringe Streifen oder Aussetzer erkennen, prüfen Sie die Druckköpfe sofort mit dem Düsentest. Danach Druckkopfreinigung(en) ausführen. Nach einigen (erfolglosen) Reinigungen pausieren. Im Ansatz erkannte Verstopfungen der Druckköpfe (Düsen) sind mit dem Reinigungsprogramm meistens behebbar. Als Gründe für Verstopfungen kommen auch lange Stehzeiten und alte oder minderwertige (kompatible) Tinte in Betracht.

Drucken Sie möglichst ein Mal je Woche um Verstopfungen zu verhindern. Achten Sie beim Kauf auf Garantieverlängerungen, die man nur erhält, wenn man sich beim Hersteller registriert!

Werner Görtz
E-Mail
(aus KONSUMENT 12/2021)

Epson EcoTank

Bin mit Geschwindigkeit und Ergebnissen meines Epson EcoTank zufrieden. (Für brauchbare Fotos muss man unbedingt „Premium Glossy“-Papier und hohe Qualitätsstufe einstellen.)

Allerdings dringend beachten: Unbedingt dauernd am Netz belassen und nie auschalten, z.B. mittels Schalter der Steckdosenleiste; das hat nach einer Woche schon zu verstopften Düsen und schlechterem Druckbild geführt! (Vielleicht auch aufstellungsbedingt, umströmt von der warmen Abluft des PC.)

Geduld lohnt sich. Mit ungefähr täglichem Düsentest und zwei Mal pro Woche (10 Wochen lang) einer anschließenden Druckkopfreinigung funktioniert der Drucker wieder einwandfrei. (Und er druckt auch nochmals billiger mit DYE-Nachbautinte; Achtung: keine Pigment-Tinte!)

User "good vibrations"
(aus KONSUMENT 11/2021)

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