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Akku-Schlagbohrschrauber - Dünnbrettbohrer

Es gibt viele gute. Schlagbohren gehört aber nicht zu ihrer Stärke. Einige enttäuschen mit ihrer kurzen Haltbarkeit, auch Markenprodukte.

Diese Akku-Schlagbohrschrauber finden Sie in unserer Testtabelle:

  • AEG BSB 18CLi-202C
  • Black+Decker BDCHD18BOA-QW
  • Bosch AdvancedImpact 18
  • Bosch Professional GSB 18V-110 C
  • Dewalt DCD795D2
  • Einhell Expert Plus TE-CD 18/50 Li-i BL
  • Hikoki DV18DBL2 WPZ
  • Hornbach Pattfield PE-20 HDB
  • Lidl Parkside PSBSA 20-Li B2
  • Makita DHP482
  • Metabo SB 18 L BL
  • Milwaukee M18 ONEPD2-502X
  • Ryobi R18PD7-220B
  • Worx WX372.9

In den Testtabellen finden Sie Informationen über: Ausstattung/Technische Merkmale (Gewicht, max. Umdrehungen/min, bürstenloser Motor, Akku nutzbar in anderen Geräten der Marke, Akku-Kapazität deklariert bzw gemessen, Ladedauer, Ladezustandsanzeige am Akku, LED-Licht für Arbeitsbereich, kleinstes&größtes Bohrermaß), Funktion (Schrauben, Bohren, Schlagbohren, Schraub- und Bohreffizienz), Handhabung (Bedienungsanleitung, Handlich- und Benutzerfreundlichkeit, Vielseitigkeit, Ladedauer), Haltbarkeit, Schadstoffe und Sicherheit.

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht:


14 Akku-Schlagbohrschrauber im Test

Eine Bohrmaschine wird in den meisten Haushalten benötigt. Gestandene Heimwerker haben für alle Eventualitäten das geeignete Spezialgerät zur Hand: einen Bohrhammer, eine Schlagbohrmaschine, einen großen, kräftigen und einen kleinen, handlichen Akku-Bohrschrauber, um nur einige zu nennen.

Bei weniger Bedarf oder Begeisterung wird oft ein Gerät gesucht, das möglichst viele Aufgaben übernehmen kann: ein kabelloses Allzweckgerät fürs Bohren und Schrauben. Da wird dann gern zu einem Akku-Schlagbohrschrauber gegriffen. Diese Geräte haben ein Schlagwerk, das den Bohrer zusätzlich zur Drehbewegung vor- und zurückschnellen lässt, um in hartem Untergrund mehr Tiefe zu erreichen.

Ist diese Gattung die eierlegende Wollmilchsau? Unsere Kollegen von der deutschen Stiftung Warentest haben 14 Akku-Schlagbohrschrauber genauestens untersucht.

Gut geschraubt

Kabellos – kraftlos

Die Haupterkenntnis der Untersuchung: Beim Schlagbohren sind die meisten Geräte einfach zu schwach. Ihnen fehlt im Vergleich zu den meisten Maschinen mit Kabel in der Regel die notwendige Motorleistung und Drehzahl. Schlagbohren mit dem 6-Millimeter-Bohrer ging noch bei einigen Testgeräten. War der Aufsatz aber deutlich größer, schwand der Erfolg. Nur zwei waren in dieser Kategorie „gut“.

Gut geschraubt

Dafür sind die Akku-Schlagbohrschrauber besser fürs Schrauben geeignet. Sie sind üblicherweise leichter (zu halten) und ihre Drehbewegung lässt sich besser dosieren: Sobald der Finger vom Gas genommen wird, stoppt die Drehbewegung sofort. Es gibt hier kein Nachlaufen. Damit sind Schrauben exakter einzudrehen.

Außerdem haben diese Akku-Modelle einen Verstellring für das Drehmoment. So kann mit der richtigen Einstellung zum Beispiel ein zu tiefes Eindringen der Schrauben ins Brett verhindert werden, weil der Motor vorher in den Leerlauf schaltet.

Alle Test-Geräte versenken – ohne Vorbohren – problemlos 6 oder 8 Millimeter dicke Schrauben in Kiefernholz. Maschinen, die in der Tabellenspalte „Schrauben“ mit + oder ++ gekennzeichnet sind, schaffen das auch mit 10 Millimeter dicken Schrauben.

System relevant

Neun Gute

Testsieger mit einem „gut“ ist die Dewalt. Sie erreicht überall gute oder sehr gute Werte, nur beim Schlagbohren bringt sie eine durchschnittliche Leistung. Vom Rest der insgesamt neun „guten“ sind die Einhell, die Hikoki und die Milwaukee die besten.

Herauszuheben wäre hier die Hikoki, weil sie gute Schlagbohr-Qualitäten hat. Das hat sie mit der Bosch Professional gemeinsam, die wegen vieler Bestnoten wohl den Testsieg geholt hätte, wären nicht beide Test-Akkus viel zu früh eingegangen. So blieb im Endergebnis nur ein „weniger zufriedenstellend“.

Sie ist aber nicht die Einzige mit Haltbarkeits-Problemen. Bei der Makita und der Metabo kam es in der Dauerprüfung zu Schäden des Schlagwerks. Bei den Modellen von Hornbach und Black+Decker passierte das ebenfalls, zusätzlich gab hier aber auch noch der Motor den Geist auf. Sie fielen beide mit „nicht zufriedenstellend“ beim Test durch.

System relevant

Generell wäre noch zu sagen, dass die Akkus der Schlagbohrer auch auf anderen Maschinenarten desselben Systems des Herstellers eingesetzt werden können. Vorteil: Ich brauche weniger Akkus oder kann diese bei Leistungsverlust untereinander tauschen. Nachteil: Ich bin meist an ein System und an einen Hersteller gebunden. Rufe nach einer Standardisierung verhallten bisher.

Testtabelle: Akku-Schlagbohrschrauber

VKI-Tipps

  • Kraftlos. Prüfen Sie bei schlechtem Bohrerfolg auch die Bohrer. Eventuell sind diese abgenutzt oder unpassend.
  • Kraftvoll. Bohren Sie öfter in harten Stein oder Beton, nehmen Sie einen Bohrhammer. Der arbeitet – ähnlich wie ein Mini-Presslufthammer – mit einem pneumatischen Schlagwerk.

Testkriterien

Im Test: 14 Schlagbohr­schrauber mit 18-Volt-Lithium­ionen-Akku und zwei Gängen – möglichst im Set mit zwei Akkus. Die Produkte wurden im Juli, August und Dezember 2020 eingekauft. Die Preise ermittelten wir im Februar 2021.

Funk­tion: 50 %

In den Prüfungen und beim Bewerten der verschiedenen Produkt­gruppen berück­sichtigten wir deren jeweilige Nutzungs­schwer­punkte.

Bohren: Wir bohrten mit 6 Milli­meter Durch­messer in Buche (40 mm tief), in Kalksand­stein (30 mm tief) und in Stahl (5 mm tief) und beur­teilten die dafür erforderlichen Zeiten.

Beim Schlagbohren bohrten wir in Beton – und zwar mit 6 sowie 10 mm (jeweils 50 mm tief). Außerdem bohrten wir in Granit (mit 6 mm, 30 mm tief).

Beim Schrauben beur­teilten wir, wie sich selbst­schneidende Schrauben (6 x 16 mm) in vorgebohrten Stahl und Holz­schrauben der Maße 6 x 80, 8 x 80 und 10 x 120 mm in Kiefern­holz drehen lassen.

Wir kontrollierten die Schraub- und Bohreffizienz (Anzahl gebohrter Löcher und versenkter Schrauben im Verhältnis zur deklarierten Akku-Kapazität).

Hand­habung: 35 %

Ein Experte beur­teilte Bedienungs- und Sicher­heits­hinweise in der Gebrauchs­anleitung aus Sicht von unerfahrenen Heim­werk­enden. Drei erfahrene Nutzer, darunter ein Links­händer und eine Person mit kleinen Händen, beur­teilten Hand­lich­keit und Benutzerfreundlich­keit (unter anderem das Hand­haben der Maschine, des Bohr­futters und der Bedien­elemente sowie von Akku und Ladegerät).

Vielseitig­keit: Die Prüfer beur­teilten unter anderem, welche größt­möglichen oder kleinsten Bohrer vom Bohr­futter sicher gehalten werden. Zudem bewerteten wir Ausstattungs­merkmale wie Schalter oder die LED-Beleuchtung des Arbeits­bereichs.

Wir ermittelten die Ladedauer – bezogen auf die Zahl damit einge­drehter Schrauben und erzielter Bohr­löcher.

Halt­barkeit: 10 %

Auf dem Dauer­prüf­stand. Wie lange ein Gerät im harten Einsatz „über­leben“ kann, muss es hier beweisen.

In der Dauer­prüfung kontrollierten wir, wie viele Belastungs­zyklen der Motor sowie das Schlag­werk auf einem Prüf­stand über­stehen. Die Zyklen bestanden jeweils aus mehreren, für die jeweilige Produkt­gruppe spezi­fischen Belastungs­intervallen, die wir zuvor bei Funk­tions­prüfungen ermittelt hatten. Wir prüften den Akku im Zuge von 400 Lade- und Entladezyklen. Dabei kontrollierten wir Veränderungen der Kapazität.

Schad­stoffe: 5 %

Wir analysierten den Gehalt an poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen (PAK, gemäß GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01) sowie an Phthalat-Weichmachern und Chlorparaf­finen in den Griffen der Geräte.

Sicherheit: 0 %

Wir prüften wichtige Aspekte der elektrischen und mecha­nischen Sicherheit, zum Beispiel das Rück­drehmoment, also die Gefahr eines zu starken Rück­schlags in seitliche Richtung beim plötzlichen Blockieren des Bohrers (sofern vorhanden, mit zweitem Hand­griff) – in Anlehnung an Din EN 62841 sowie EN 60335–2–29 (Ladegerät) und EN 62133–2 (Akku).

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt auf das Testurteil auswirken.

Folgende Abwertungen setzten wir ein: Lautete die Note für die Sicherheit weniger zufriedenstellend, konnte das Test­urteil nicht besser sein. War die Halt­barkeit weniger zufriedenstellend oder schlechter, konnte das Test­urteil nur eine halbe Note besser sein. Bei nicht zufriedenstellendem Schlagbohren konnte die Funk­tion maximal eineinhalb Noten besser sein. Das Urteil für Hand­habung werteten wir um eine halbe Note ab, wenn die Ladedauer nicht zufriedenstellend war. Waren Hand­lich­keit und Benutzerfreundlich­keit weniger zufriedenstellend, konnte die Hand­habung nur eine halbe Note besser sein.

Testplakette

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Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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