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TV-Geräte - Vergängliche Trends

, aktualisiert am

101 TV-Geräte im Test: Neue Funktionen, mehr Inhalte, höhere Auflösung. Die aktuelle Gerätegeneration hat, das zeigt unser Test, eine Menge Neuerungen im Gepäck, während manch anderes Schnee von gestern ist.

Über 90 TV-Geräte folgender Marken finden Sie in unserem Test:

  • Changhong
  • Grundig
  • LG
  • Panasonic
  • Philips
  • Samsung
  • Sony

In den Testtabellen finden Sie Angaben zu: Auflösung, Betriebssystem, gewölbter Bildschirm, Ausstattung, Bild, Ton, Smart-TV, Handhabung, Energieverbrauch und Extras.


101 TV-Geräte im Test

Der klassische Fernsehkonsum ist im Wandel: Immer mehr Nutzer möchten selbst entscheiden, was sie wann konsumieren. Die Hersteller tragen den veränderten Bedürfnissen mit der aktuellen TV-Gerätegeneration Rechnung. 101 davon, mit Bildschirmdiagonalen von 40 bis 43 Zoll, haben wir aus einem internationalen Test herausgegriffen.

Ein großer Teil der Geräte bietet Smart-Funktionen. Diese gab es zwar schon in den vergangenen Jahren (unter dem Begriff Hbb-TV), sie wurden aber konsequent weiterentwickelt – besonders durch den verstärkten Einsatz externer Betriebssysteme wie Android TV oder Tizen.

Smart-TVs

Smart-TVs integrieren Streamingplattformen wie zum Beispiel Netflix, Maxdome oder Amazon Instant Video. Verschiedene Anwendungen (Apps) erweitern die Funktionalität und bieten Zugriff auf YouTube, Internetbrowser und sogar Spiele. Ein Zugang zum Internet ist Voraussetzung, weshalb die meisten TV-Geräte mittlerweile vernetzt sind.

Smart-Funktionen gut steuerbar

Gut steuerbar

Ihnen liegen in der Regel zwei Fernbedienungen bei – eine für die herkömmlichen Funktionen, eine zweite für die erweiterten. Letztere steuert die Smart-Funktionen per Touchpad oder Bewegungssensor. Dabei kann man einen Zeiger auf dem Bildschirm so kontrollieren, als würde man einen Laserpointer benutzen. Das funktioniert erstaunlich gut.

In der Praxis weniger bewährt hat sich die Sprachsteuerung. Die Mikrofone sind in der Fernbedienung verbaut, die Spracherkennung ist aber sehr fehleranfällig. Daher geht die Bedienung per Tastendruck oder Pointer-Steuerung in den meisten Fällen schneller von der Hand.

Ultra-HD mit begrenztem Nutzen

Neben den Smart-Funktionen ist es vor allem die Auflösung der Geräte, die im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen Sprung gemacht hat. Kaum ist der HD-Standard flächendeckend etabliert, schnellt die Pixelzahl weiter nach oben. Etwa ein Drittel der Testgeräte kann eine Auflösung von 3840 x 2160 darstellen.

In der Praxis ist der Nutzen von Ultra-High-Definition aber noch begrenzt, denn es fehlt an passenden Inhalten. Dazu gehören ausgewählte Filme auf den Streamingplattformen Netflix und Amazon Instant Video. Echte UHD-Übertragungen sucht man im Fernsehen noch vergebens.

Eine Frage der Auflösung

Zwar sind die LCD-TVs mit höherer Auflösung zukunftssicherer als jene mit HD, aber auch sie sind noch nicht vollständig auf die UHD-Darstellung optimiert. Für eine bessere Bildqualität wäre nämlich auch ein angepasster Farbraum nötig – und dieser Standard ist noch gar nicht eingeführt. Die höhere Auflösung allein ist derzeit kein Argument für eine Neuanschaffung.

Trend zu 3D flaut ab

Trend zu 3D flaut ab

2013 waren noch mehr als die Hälfte der von uns getesteten TV-Geräte 3D-fähig, 2014 waren es etwas weniger, und mittlerweile sind sie in der Minderzahl. Der Hype ist vorbei, wohl nicht zuletzt wegen der teuren Brillen. Wer ein 3D-Gerät kauft, muss die Kosten dafür im Anschaffungspreis mit einrechnen. Und das kann ordentlich zu Buche schlagen. Schließlich macht der Kinoabend besonders mit Freunden oder der Familie Spaß – eine einzelne 3D-Brille reicht da nicht aus, sonst schaut die Verwandtschaft sprichwörtlich in die Röhre.

Einen besseren Tiefeneindruck verspricht Samsung mit den „Curved TVs“, also Fernsehgeräten mit gewölbtem Bildschirm. In der Praxis macht das kaum einen Unterschied bzw. gibt es in manchen Situationen sogar Nachteile, z.B. Reflexionen. Samsungs Marketingabteilung hat bei der Anpreisung der Vorteile wohl kräftig nachgeholfen.

Anschlüsse geben Möglichkeiten vor

In Sachen Bildqualität nehmen sich die meisten Testkandidaten nicht allzu viel vor. Bei der Kaufentscheidung sollte man sich nicht von Pixel-Zahlen blenden lassen. Jedes der Fernsehgeräte bietet ein zufriedenstellendes Bild.

Umso wichtiger ist es, vor dem Kauf die anderen Faktoren wie Anschlüsse und Funktionen zu beachten – ein Aufrüsten im Nachhinein wird teuer. Wer etwa eine ORF-Karte und Pay-TV parallel nutzen möchte, sollte ein Gerät mit zwei CI-Slots wählen. Sonst muss bei Nutzung des jeweiligen Services immer auch die Karte gewechselt werden.

Twin-Tuner fürs Aufnehmen

Twin-Tuner fürs Aufnehmen

Um terrestrisches Fernsehen zu empfangen, braucht man (aufgrund des Auslaufens von DVB-T) einen DVB-T2-Tuner. Bei den meisten Geräten ist ein solcher bereits eingebaut. Fehlt er, muss man eine separate DVB-T2-Box (z.B. simpliTV) kaufen. Einen sogenannten Twin-Tuner (also zweimal DVB-T2) braucht, wer gleichzeitig Sendungen aufnehmen und andere Sender ansehen möchte.

Digitale Speicherung von Aufnahmen

Die Speicherung von aufgezeichneten Inhalten erfolgt entweder im internen Speicher oder auf einem externen Medium wie einem USB-Stick oder einer mobilen Festplatte. Diese Inhalte lassen sich nur auf jenem Gerät abspielen, auf dem sie aufgezeichnet wurden. Schuld daran ist das Digital Rights Management (DRM), mit dem die Unterhaltungsindustrie Raubkopien vorbeugen will.

Je mehr Anschlüsse, desto besser

TV-Geräte mit Ultra-HD setzen auf den HDMI-2.0-Standard, um Inhalte auf den Bildschirm zu bringen. Der klassische SCART-Stecker fehlt bei einigen Kandidaten mittlerweile sogar. Ein mitgelieferter Adapter schafft zwar Abhilfe, aber man muss einkalkulieren, dass damit einer der HDMI-Anschlüsse bereits belegt ist. Grundsätzlich gilt: Je mehr Anschlussmöglichkeiten, desto besser. Das gilt auch für USB-Schnittstellen, denn mit USB-Verteilern (Hubs) haben die Geräte oft Probleme.

Handy-Videos am Bildschirm

Handy-Videos auf den großen Bildschirm holen

Besonders interessant für Nutzer, die Inhalte über ihr Mobilgerät auf den großen Bildschirm holen möchten: Die sogenannte MHL-Schnittstelle. Mobile High Definition Link dient dem Anschluss von Smartphones und Tablets und der hochauflösenden Übertragung. Zugleich kann das Gerät über diesen Anschluss geladen werden.

Allgemein ist bei aktuellen TV-Geräten festzustellen, dass die Hersteller zunehmend auf Kopfhöreranschlüsse verzichten. Manche Modelle verbinden sich stattdessen drahtlos per Bluetooth mit den Kopfhörern, hier kann es in der Praxis allerdings zu Kompatibilitätsproblemen kommen.

Ein weiteres Manko: Bei vielen Fernsehern schaltet sich der Ton aus den Lautsprechern automatisch aus, wenn Kopfhörer angesteckt werden. Besser wäre, wenn die Lautstärke gesondert geregelt werden könnte – was schon vor Jahrzehnten Standard war, sollte eigentlich auch heute funktionieren.

Keine gedruckten Handbücher

Heutzutage bei Elektrogeräten leider häufig vernachlässigt: die Bedienungsanleitung. Nur noch selten liegt ein ausgedrucktes Handbuch in voller Länge bei. Die meisten Hersteller liefern Kurzanleitungen oder „Erste Schritte“ in Papierform mit, die Langform muss dann übers Internet geladen werden. Gerade bei komplexen Geräten würde man sich ein „echtes“ Handbuch aus Papier wünschen.

Testtabelle: TV-Geräte 12/2015 102–109 cm (40–43 Zoll)

Testtabelle: TV-Geräte 12/2015 116–129 cm (46–51 Zoll)

Testtabelle: TV-Geräte 12/2015 über 129 cm (über 51 Zoll)

Betriebssysteme auf dem Vormarsch

Fernsehen war gestern. Smart-TVs haben eine Fülle an Funktionen im Gepäck. Welche davon man sich per App aus dem Internet auf das Gerät laden kann und wie der Komfort im Alltagsbetrieb ausfällt, hängt vom Betriebssystem ab.

Läuft im Fernsehen nichts Interessantes, wechselt man als Besitzer eines Smart-TVs zu YouTube, Netflix, Amazon Prime oder einer anderen Streaming-Anwendung, ruft aktuelle Nachrichten ab, spielt eine Runde oder klärt im Internetbrowser offene Fragen.

Der Nutzer als Programmchef

Mit den neuen Betriebssystemen tragen die Hersteller dem Wunsch der Nutzer nach einem Alleskönner Rechnung. Viele Konsumenten wollen sich ihr Programm lieber selbst zusammenstellen. Damit das am Smart-TV reibungslos klappt, muss die Bedienung intuitiv von der Hand gehen. In möglichst wenigen Schritten sollen alle Features erreichbar sein. Die Oberfläche sollte die nötige Komplexität haben, ohne zu verwirren.

Samsung setzt dabei auf Tizen, Geräte von LG verwenden webOS, Panasonic nutzt Firefox OS und Sony Android TV. Wir haben die Stärken und Schwächen der verschiedenen Systeme zusammengefasst.

Tizen OS

Samsung bespielt seine Geräte mit dem Linux-basierten Betriebssystem Tizen. Die Bedienung funktioniert zum Teil über eine Schnellauswahlleiste am unteren Bildschirmrand. Sie enthält häufig verwendete Apps, andere müssen umständlicher ausgewählt werden. Überhaupt zeigt sich Tizen etwas verschachtelt, der Bildschirm wirkt manchmal überladen, die Steuerung fummelig.

Der Tizen-Browser ist im Aussehen mit Firefox oder Google Chrome vergleichbar. Man bedient ihn mittels Pointer: Wenn man auf den entsprechenden Knopf drückt, erscheint ein Zeiger am Bildschirm, den man wie einen Laserpointer mit der Fernbedienung bewegen kann. Einen Cursor, den man per Tastendruck von Link zu Link bewegt, gibt es nicht mehr. Zoom, Favoriten und die Auswahl von Zeichen am virtuellen Keyboard gehen flott von der Hand.

Tizen hat keine separate Multimedia-Anwendung installiert. Man wählt einfach das Laufwerk mit den Multimedia-Dateien im Samsung-Gerätebrowser aus und kann dort Fotos, Videos und Musik direkt aufrufen. Nutzer können die Dateien auch nach verschiedenen Kriterien sortieren oder nur einen bestimmten Dateityp anzeigen lassen. Das verschafft Übersicht. Etwas verwirrend: Foto-Vorschaubilder werden ohne einen Rand angezeigt und grenzen direkt aneinander an. Das Gleiche gilt für Videos.

Streaming-Anwendungen wie Netflix, YouTube, Amazon Instant Video, Maxdome und andere sind bereits vorinstalliert. Zahlreiche weitere sind im App Store kostenlos verfügbar, für die Nutzung der Inhalte können aber selbstverständlich Abogebühren anfallen. Eine bittere Pille für Musikliebhaber: Derzeit gibt es keine Tizen-Anwendung für den Musikstreamingdienst Spotify. Auch auf Amazon Prime Music und Google Music muss man verzichten.

webOS

LG verwendet auf seinen Geräten das schnelle Betriebssystem web OS. Die Menüführung funktioniert gut, es können auch mehrere Anwendungen gleichzeitig im Hintergrund ausgeführt werden. Die Reaktionszeit auf Eingaben ist kurz. Die auch im Vergleich zur Konkurrenz beachtliche Geschwindigkeit macht sich besonders beim Internetbrowser bemerkbar. Text kann man mit dem Pointer über ein eingeblendetes Keyboard eingeben und dank Mausrad scrollt man bequem über längere Webseiten. Links lassen sich mit der Drag-and-Drop-Funktion auch direkt in einem neuen Tab öffnen. Wie bei den anderen Herstellern gilt aber auch hier: Mit einem PC oder Smartphone kann ein Smart-TV beim Browsen nicht mithalten.

Für den LG-Shop ist ein Account bei LG Pflicht. Der Shop selbst hat mehrere Kategorien wie „Music“ oder „Apps and Games“. Innerhalb dieser kann man die Anwendungen sortieren und auch eine Suchfunktion ist vorhanden. Besonders übersichtlich ist der Shop allerdings trotzdem nicht.

Wie Samsung hat auch LG auf seinen Geräten einen integrierten Mediaplayer. Das Programm heißt „SmartShare“ und ist nicht aus dem Shop ladbar, sondern läuft außerhalb von webOS. Mit „SmartShare“ lassen sich Fotos, Videos und Musik recht komfortabel auswählen und wiedergeben. Viele populäre Videostreaming-Anwendungen wie Maxdome, Sky Online, Netflix oder Amazon Instant Video sind bereits auf dem Gerät vorinstalliert. Welche das im Detail sind, hängt auch vom Aufenthaltsort ab. Weitere, darunter auch viele Nischenprodukte, kann man aus dem AppStore laden. Musikstreaming ist mit Deezer, Spotify und vTuner möglich, auf Tidal, Amazon Prime Music und Google Play Music muss man verzichten.

Firefox OS

Firefox OS ist grafisch sehr schlicht gestaltet, was der Übersicht gut tut. Der Firefox-Browser könnte auf Smart-TVs durchaus überzeugen. Ein großes Manko ist aber der Mauszeiger. Den muss man mit dem Steuerkreuz auf der Fernbedienung bewegen, die Kontrolle über einen Pointer ist nicht möglich. Surfen im Internet wird daher zur Fleißaufgabe, und jedes Mal, wenn man eine Webseite scrollen will, muss man den Zeiger an den Bildschirmrand bewegen.

Im App-Store, der bei Firefox OS „App Market“ heißt, ist keine Suchfunktion enthalten. Die Auswahl an Anwendungen ist derzeit auch noch recht beschränkt. Voraussetzung für den Shop: ein Panasonic-Home-Cloud-Account, für den man sich registrieren muss.

Der „Media Player“ kann Fotos, Videos und Musik wiedergeben. Fotos kann man drehen, eine Zoom-Funktion fehlt aber. Die Wiedergabe von Videos funktioniert problemlos und komfortabel, allerdings können die Videos nicht sortiert werden. Das gleiche Problem stellt sich bei Musik. Gerade hier vermisst man die Möglichkeit, Dateien nach Kriterien wie Interpret oder Album zu ordnen. Firefox OS hat die gängigen Video-, aber keine Musikstreaming-Anwendungen vorinstalliert. Deezer, TuneIn, SHOUTcast und Aupeo! sind im App Store verfügbar, dazu mehrere weniger bekannte Dienste.

Android TV

Bequem: Wenn man auf den Smart-TVs von Sony den Home-Button betätigt, stehen einem zahlreiche Funktionen wie Apps, Spiele, Einstellungen und Inputs zur Direktauswahl zur Verfügung. Das klappt in der Praxis sehr gut. Weniger bequem: Auf Android ist der Opera-Browser vorinstalliert, der nicht vollends überzeugen kann. Der Zeiger ist sehr klein und mitunter muss man ihn am Bildschirm suchen, weil er nicht unmittelbar ins Auge springt. Die Navigation geht nicht gerade leicht von der Hand, bessere Alternativen findet man im App-Store.

Der heißt bei Android „Google Play“ und setzt einen Google Account voraus. Die Anwendungen sind nach ihrer Kompatibilität für Smart-TVs sortiert, die Auswahl ist vergleichsweise groß. Nutzer von Android auf einem Smartphone oder Tablet sollten aber wissen, dass ihre gewohnten Anwendungen nicht notwendigerweise auch für Smart-TVs verfügbar sind. Nur ausgewählte Apps stehen auch für den ganz großen Bildschirm bereit.

Gut gefällt bei Android TV, dass man sich zwischen mehreren Mediaplayern entscheiden kann. Verfügbar sind zum Beispiel VLC, MX Player oder ViMu. Alle sind kostenpflichtig, eine gratis Light-Version ist bei den meisten aber erhältlich. Die „Album“-Anwendung für Fotos ist etwas unpraktisch, weil man keinen Zugriff auf die Ordnerstruktur hat. Das Programm zeigt wie auch die „Video“-Anwendung einfach alle Bilder in einer Liste an. Im App-Store kann man den Google Player laden, der einen besseren Komfort bietet. Weiterer Bonuspunkt bei Android: Die Synchronisation von Dateien über einen Google-Account funktioniert reibungslos. Allerdings sollte man, wie bei allen Inhalten, die man in die „Cloud“ lädt, Vorsicht walten lassen. Es besteht immer ein Restrisiko, dass sich Hacker Zugang zu Ihren Dateien verschaffen. Sensible Inhalte bleiben besser auf traditionellen Speichermedien.

Apps vor dem Kauf überprüfen

Besonders wichtig sind bei Smart-TVs die Anwendungen, mit denen man Unterhaltung auf den Bildschirm holt. Also Mediaplayer, Video- und Musikstreaming-Apps. Die großen Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon sind auf allen Betriebssystemen vertreten.

Gerade bei kleineren Diensten oder beim Musikstreaming droht aber eine böse Überraschung: Bitter ist es zum Beispiel, wenn man seit Langem auf Spotify setzt und seinen Account auf dem Gerät dann nicht benutzen kann.

Da der Markt in Bewegung ist, ständig neue Apps erscheinen, die Smart-TVs laufend nachgebessert werden und Updates neue Funktionen hinzufügen, kann dieser Bericht nur eine Momentaufnahme sein. Vor dem Kauf eines Geräts lohnt sich der Blick auf die Herstellerwebseite und in den App-Store. Dort können Sie prüfen, ob die erwünschten Anwendungen verfügbar sind.

Fernbedienung: Alles im Griff

Die Schnittstelle zwischen Nutzer und Betriebssystem ist die Fernbedienung. Viele Hersteller liefern ihre Geräte gleich mit zwei davon aus. Die eine ist eine herkömmliche TV-Fernbedienung, die andere steuert die Smart-Funktionen. Letztere funktioniert entweder mit einem Touchpad (etwa bei Panasonic) oder per Pointer mit Lagensteuerung (etwa bei Samsung). Auch Sprachbefehle unterstützen die meisten Smart-TVs. Diese haben sich in der Praxis aber nur begrenzt bewährt.

Steckbriefe: Empfehlenswerte Geräte

Samsung UE40JU6400KXXC
Gut ausgestattetes Gerät mit Tizen-Betriebssystem, guter Bild- und Tonqualität und Ultra-HD-Auflösung. In Sachen Anschlüsse ist (fast) alles an Bord, was man sich wünschen kann. Nur ein DVB-S2-Tuner für den Empfang via Satellit fehlt.

LG 42LF6529
Unter den Top 5 des Tests das einzige Gerät ohne Ultra-HD, dafür mit passiver 3D-Funktion. Bild- und Tonqualität sowie Funktionsumfang machen einen guten Eindruck. Störend: in manchen Situationen anfällig für Spiegelungen. Surfen und Fernsehen nicht parallel möglich.

Samsung UE40JU6450UXZG
Gute Ausstattung sowie gute Ton- und Bildqualität in Ultra-HD. Die Menüführung ist übersichtlich, Komfortfunktionen wie das Anhalten des Fernsehprogramms erleichtern den Einsatz im Alltag. Einziges Manko: Die Kopfhörerlautstärke kann nicht individuell gesteuert werden.

LG 42LF5809
Ein gut ausgestattetes Gerät, das auch bei Bildqualität und Sound überzeugen kann. Keine individuelle Lautstärkekontrolle für Kopfhörer. Negativ aufgefallen ist das Reflexionsverhalten. Die Bedienung ist teilweise recht umständlich.

Panasonic TX-40CXW804
Gute Ausstattung, zweite Fernbedienung mit Touchpad. Aktive 3D-Funktion und Ultra-HD. Sprachsteuerung via Mikrofon in der Fernbedienung. Kaum Reflexionen, gute Soundqualität über die eingebauten Lautsprecher. Teilweise umständliche Bedienung.

Sony KDL-43W755C
Ein Gerät mit guter Bildqualität und geringem Stromverbrauch beim Fernsehen – dafür ist er im Stand-by-Modus auffällig hoch. Schade: Das Full-HD-Gerät hat keine Aufnahmefunktion und ist umständlich zu bedienen.

Testkriterien

In einer internationalen Kooperation testen wir regelmäßig TV-Geräte (continuous testing). In den Testtabellen der Vorjahre finden sich noch Plasma-Geräte. Mit Herbst 2013 wurde deren Produktion eingestellt. Aktuelle Tests untersuchen nur mehr LCD-Fernseher. Der Großteil davon sind – dem Marktangebot entsprechend – Smart-TVs mit Internetkonnektivität.

Bild: Von mehreren Testpersonen wurde in einem Sehtest die Bildqualität bei normalem TV-Betrieb, bei Einspeisung von SD-, HDTV- sowie UHDTV-Signalen (via HDMI) beurteilt. Der Betrachtungswinkel und die Reflexionen wurden bestimmt und qualitätsbestimmende Parameter (Kontrastumfang, Helligkeit, Schwarzwert) messtechnisch ermittelt. Die 3D-Funktion wurde ebenfalls mittels Sehtest bei Einspeisung von 1080p-FullHD-Bildmaterial von einem Blu-ray-Player beurteilt.

Ton: Die Tonqualität wurde in wohnraumähnlicher Umgebung anhand verschiedener Musik- und Sprachbeispiele beurteilt. Zusätzlich Messung der wichtigsten Audioparameter.

Smart-TV: Bewertet wurden das Navigieren und die Geschwindigkeit des Internetbrowsers, das Smart-Menü hinsichtlich Gestaltung, Navigieren, Geschwindigkeit und Personalisierungsmöglichkeit, der App-Store hinsichtlich seiner Nutzbarkeit und der Möglichkeit, vorinstallierte Apps zu deinstallieren.

Handhabung: Von mehreren Testpersonen wurden die mitgelieferten Handbücher und elektronische Hilfefunktionen benotet. Beurteilt wurden auch Erstinstallation (Anschluss und Programmwahl), tägliche Einstellungen mit der Fernbedienung und am Gerät (im Falle des Ausfalls der Fernbedienung) und die Übersichtlichkeit der Bildschirmmenüs.

Energieverbrauch: Gemessen wurde der Energieverbrauch im Betrieb, im Stand-by und bei abgeschaltetem Gerät. Daraus berechnet wurde der Energieverbrauch in kWh pro Jahr.

Extras: Zusätzliche Anschlüsse (Art und Anzahl) und deren Funktionen wurden bewertet (z.B. CI+ SCART, HDMI/HDMI 2.0, USB, Bluetooth, Card Reader, AV-Eingang). Die Schnelligkeit des Seitenaufbaus und des Zugriffs bei Teletext und EPG wurde ebenso ermittelt wie die Qualität der Darstellung. Beurteilt wurden die Anbindung an ein Netzwerk und vorhandene Internetfunktionen. Ebenso wurden eine eventuell vorhandene Aufnahmefunktion (interne oder externe Datenträger) sowie die Möglichkeit, die TV-Wiedergabe vorübergehend anzuhalten („pause live TV“), in die Wertung aufgenommen.

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