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Mann cremt Frau Gesicht mit Sonnenschutzmittel ein
Keine Körperregion ist der Sonne so ausgesetzt wie das Gesicht. Wir haben Sonnencremen speziell fürs Gesicht getestet. Wer wurde Testsieger? Bild: D Theron_peopleimages.com/stock.adobe.com

Sonnencreme fürs Gesicht im Test: Welche schützt am besten?

, aktualisiert am premium

Wir haben zwölf Sonnencremen fürs Gesicht mit Lichtschutzfaktor (LSF) 50 und 50+ getestet. Insbesondere hinsichtlich des Schutzes gegen Sonnenbrand sind die Ergebnisse erfreulich gut.

Sonnencremen fürs Gesicht wurden in Apotheken schon lange feilgeboten – allerdings als Spezialprodukte für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf. Etwa wegen Lichtempfindlichkeit, Allergien oder Hauterkrankungen wie Akne oder Dermatitis. 

Erst vor einigen Jahren kam die Industrie auf die Idee, Sonnencremen fürs Gesicht für die breite Masse auf den Markt zu bringen. Und siehe da, sie erfreuen sich einer durchaus hohen Beliebtheit.  

Was muss ein Sonnenschutzmittel fürs Gesicht können?

Eine gute Sonnencreme fürs Gesicht muss ...

  •  vor UVA/UVB-Strahlung schützen
  • die Haut mit Feuchtigkeit versorgen
  • beim Auftragen nicht kleckern und 
  • ein gutes Hautgefühl geben. 

Im Rahmen eines internationalen Tests haben wir dies alles untersucht. Unabhängige Testpersonen und Expert:innen prüften und bewerteten Produkte, die wir in Geschäften, Drogerien und Apotheken eingekauft haben. 

 

>> Wenn Sie angemeldet sind, gelangen Sie hier direkt zur Testtabelle (Produktfinder)

Diese Marken haben wir getestet

Produkte dieser Marken sind im Test dabei: 

Avene, Beauty of Joseon, Decathlon, Eucerin, La Roche Posay, Lancaster, Nivea Sun, Nø Cosmetics, Sun Kiss Sensitive (Spar) und V.Sun

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UPDATE 11.06.2026

Wir können zwei aktuelle Testergebnisse nachreichen: 

Nivea Silky UV Stick 50+

Kiko Sun protection cream 50

(Details zu den Produkten hinter der Paywall)

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Was haben wir getestet?

Unabhängige Expert:innen untersuchten die Produkte nach den Parametern Einhalten des Ausgelobten UV-Schutzes, Anwendung, Umwelteigenschaften sowie Deklaration und Werbeaussagen. 

Im Produktfinder können Sie weitere Ausstattungsdetails und Features unter die Lupe nehmen. Sie können z.B. danach filtern, wie hoch der Lichtschutzfaktor ist, ob das Sonnenschutzmittel als Flasche, (Pump-)Tube oder Stick erhältlich ist oder ob Parfum enthalten ist. 

Selbstverständlich ist auch der Preis ein Filterkriterium. Die Bandbreite ist diesbezüglich groß, im Testfeld kosten die Sonnenschutzmittel zwischen 4,69 und 42 Euro je 50ml/g. Aber kann man vom Preis auf die Qualität schließen? Der Test gibt nicht nur diesbezüglich Aufschluss.

Diese Produkte haben wir getestet: 

  • Avene – Fragrance-free cream 50+ invisible finish
  • Beauty of Joseon – Relief Sun: Rice + Probiotics SPF 50+
  • Decathlon – Stick solaire sport SPF 50+
  • Eucerin – Oil Control Face Sun Gel-Creme 50+
  • Eucerin – Hydro Protect Ultraleichtes Face Sun Fluid LSF 50+
  • Lancaster – Sun Beauty Mineral Face Cream SPF50
  • La Roche-Posay – Anthelios UVMune 400 Invisible Fluid 50+
  • La Roche-Posay – Anthelios Uvmune 400 50+
  • Nivea Sun – Invisible daily fluid SPF 50+
  • Nø Cosmetics – Glowy Sunfluid LSF 50+
  • Sun Kiss Sensitive (Spar) – Sonnenfluid Gesicht & Dekolleté
  • V.Sun – Little Sunshine 50 Sun Fluid Face Sensitive

Man kann, muss aber nicht

Gleich zu Beginn möchten wir klarstellen: Es ist nicht notwendig, eine Sonnencreme nur fürs Gesicht zu kaufen. Auch herkömmliche Sonnencremen können bedenkenlos auf dem Gesicht aufgetragen werden und verrichten dort genauso gute Dienste wie am Rest des Körpers.  

Tipp: einen Teelöffel voll Creme

Faktum ist, dass, abgesehen von den Händen, das Gesicht der Sonne so wie keine andere Körperregion ausgesetzt ist. Hüte, Kappen, Sonnenbrillen sind insbesondere in der Mittagssonne im Sommer fast schon Pflicht. Und dann natürlich: Sonnencreme. 

Egal ob spezielle oder herkömmliche Produkte, die Dosierung muss passen. Damit die ausgelobte Schutzwirkung erzielt wird, sollte für das Gesicht ein Teelöffel voll Creme verwendet werden! Der Schutz ist unmittelbar nach dem Auftragen gegeben, die Mittel wirken sofort.  

Hand mit einem Batzen Sonnencreme
Bild: Towfiqu Barbhuiya/stock.adobe.com

Was macht Sonnencremen fürs Gesicht besonders?

Sonnencremen fürs Gesicht locken die Konsument:innen im Wesentlichen mit drei Merkmalen:   

  • spezielle Düfte, die bisweilen als weniger aufdringlich wahrgenommen werden 
  • zusätzliche Inhaltsstoffe (feuchtigkeitsspendend, Anti-Aging, etc.)  
  • eine Textur, die etwas weniger flüssig bzw. fettig ist und die Haut nicht so zum Glänzen bringt   

Was durchaus (auch) für einen Kauf spricht, ist die Alltagstauglichkeit: Die Tuben sind meist recht klein und können so leicht(er) überall hin mitgenommen werden.  

Heuer neu: Sportlich, teuer und koreanisch

Beim internationalen Gemeinschaftstest sind wir im dritten Jahr in Folge mit dabei. Es gibt etliche Produkte, die heuer immer noch unverändert erhältlich sind. 

Auch drei neue haben wir in die Testtabelle mit aufgenommen: Produkte von Decathlon, Lancaster und das K-Beauty-Produkt von Beauty of Joseon, das wir in einem gesonderten Artikel schon erwähnt haben 

Bis auf den Decathlon-Sport-Stick („gut“) bereichern die neuen Produkte das Testfeld nur bedingt. Insbesondere das Lancaster-Produkt, das mit Abstand teuerste im Testfeld, enttäuschte im Anwendungstest. Es schnitt hier als einziges Produkt nur durchschnittlich ab. Alle anderen Cremen konnten die 30 Tester:innen, die die Produkte hinsichtlich Textur, Geruch, Verteilbarkeit & Co subjektiv beurteilt haben, überzeugen.  

Erfreulich, den ausgelobten UV-Schutz hielten alle Produkte im Test ein. 

Ebenfalls erfreulich: Die Spar-Eigenmarke Sun Kiss Sensitive Sonnenfluid Gesicht & Dekolleté ist immer noch erhältlich. Es ist das mit Abstand günstigste „gute“ Sonnenschutzmittel im Testfeld und damit auch unser „GUT & GÜNSTIG“-Tipp.

Nicht dabei: Rituals 

Das Produkt Invisible sun protection face cream 50+ von Rituals hätten wir Ihnen heuer gerne in einem Re-Check präsentiert. 2024 fiel es durch, da es den ausgelobten LSF von 50+ nicht einhielt. Während das Produkt für den Re-Check im Labor war, änderte der Hersteller allerdings die Auslobung auf LSF 50. Ein direkter Vergleich ist somit nicht mehr möglich, und entsprechend können wir kein aktuelles Ergebnis der Rituals-Sonnencreme veröffentlichen. 

Umwelteigenschaften: Luft nach oben

In die Bewertung der Umwelteigenschaften floss ein, welche Auswirkung die Inhaltsstoffe auf die Umwelt haben, wie ökologisch und recyclefähig das Verpackungsmaterial ist und wie viel von der Creme aus dem Behälter entnommen werden kann. 

Wie schon in vergangenen Tests zeigte sich auch heuer, dass es viel Luft nach oben gibt. Dabei ließen sich leicht Verbesserungen erreichen, etwa durch den Verzicht auf Umverpackungen. Auch bei der Deklaration und den Werbeaussagen besteht Optimierungsbedarf. Teilweise sind Inhaltsstofflisten oder Warnhinweise kaum lesbar, teilweise fehlen essenzielle Informationen wie Kontaktmöglichkeiten oder Produktinformationen auf Deutsch.

Testtabelle

Klicken Sie auf den Link "Zur Testtabelle". Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 12 Produkten zur Verfügung (Stand: April 2026). 

Bitte beachten Sie, dass Sie mindestens zwei Produkte anhaken und vergleichen müssen, um zu den Detailergebnissen zu gelangen. Näheres zur optimalen Nutzung der Online-Tabelle finden Sie in unserer Produktfinder-Hilfe.

----------UPDATE 11.06.2026----------

Wir können zwei Testergebnisse nachliefern: 

  • Kiko Sun protection cream 50: Ist in gleicher Rezeptur wie 2025 erhältlich – und „gut“.
  • Nivea Silky UV Stick 50+: Ein Produkt, das alle aktuellen Trends bedient: Es ist klein, im Stickformat und ein K-Beauty-Produkt (produziert in Korea). Im Test wusste es zu überzeugen („gut“). Wäre es zum ursprünglichen Einkaufszeitpunkt des Tests im Handel erhältlich gewesen, wäre es Testsieger geworden. 

Details entnehmen Sie dem Produktfinder.

Produktfinder

Testkriterien

Einhalten des ausgelobten Schutzes

Den Sonnenschutzfaktor (UV-B) und den UV-A-Schutz ermittelten wir mithilfe der HDRS-Methode (Hybrid Diffuse Reflectance Spectroscopy), sie entspricht der ISO-Methode Nummer 23698:2024. Aus den Ergebnissen beider Messungen berechneten wir den Sonnenschutzfaktor (UV-B) und den UV-A-Schutz. Dieser muss laut Empfehlung der EU-Kommission mindestens ein Drittel des auf dem Produkt deklarierten Sonnenschutzfaktors betragen. Ergaben sich Unstimmigkeiten zwischen dem Ergebnis und der Angabe des Herstellers, haben wir die entsprechende Prüfung zur Absicherung mit der Methode ISO 24444 Methode wiederholt.

Kritik der Hersteller, so wie es ihn in den vergangen Jahren gegeben hat, dass ihre Produkte nicht mit einer gültigen ISO Methode getestet wurden, sollte daher heuer ausbleiben.

Anwendung

Unter standardisierten Bedingungen überprüften 30 Testpersonen die Anwendungseigenschaften der Sonnenschutzmittel im Gesicht. Beurteilt wurden dabei etwa Konsistenz, Verteilbarkeit, Einziehen, Klebrigkeit, Filmbildung, Menge der Rückstände und Weißeln.

Umwelteigenschaften

Die Inhaltsstoffe wurden auf umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe überprüft, darunter endokrin wirksame Substanzen und Allergie auslösende Stoffe.

Die Umwelteigenschaften der Verpackung wurden gemäß den EU-Umweltzeichenkriterien für kosmetische Mittel und Tierpflegeprodukte – Benutzerhandbuch, Version 2 vom Dezember 2021 überprüft.

Primärverpackung: Überprüft wurde, inwieweit Materialien mit geringeren negativen Auswirkungen auf die Umwelt verwendet wurden. Positiv wurde etwa bewertet, wenn auf die Verwendung von recyceltem Material hingewiesen oder eine klare Information über die Art des Materials gegeben wurde.

Product Impact Ratio (PIR): Der PIR-Wert ist das Verhältnis zwischen dem Gewicht des Behälters und dem Inhalt des Produkts: Ein niedrigerer Wert bedeutet weniger Abfall, weniger zu produzierendes Material und weniger Ressourcen für den Transport. Gemäß den EU-Umweltzeichenkriterien für kosmetische Mittel und Tierpflegeprodukte – Benutzerhandbuch, Version 2 vom Dezember 2021, muss der PIR-Wert weniger als 0,20 Gramm Verpackung pro Gramm Produkt betragen.

Sekundärverpackung: Es wurde geprüft, ob das Produkt eine Umverpackung hat und ob die Verpackung recycelt werden kann.

Deklaration

Die Produkte müssen mindestens der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel entsprechen. Darüber hinaus haben wir einige zusätzliche Punkte wie das Vorhandensein einer Kontaktadresse und Telefonnummer des Anbieters oder einer Angabe zur Haltbarkeit des Produktes bewertet. Weiters haben wir Lesbarkeit und Verfügbarkeit der Inhaltsstoffliste (INCI) überprüft und ob die Produkte eine Originalitätssicherung (Versiegelung) aufweisen.

Abwertungen

War die Note für das Einhalten des ausgelobten Sonnenschutzfaktors (UV-B) "nicht zufriedenstellend", konnte das Testurteil nicht besser sein. War die Note für das Einhalten des UV-A-Schutzes "nicht zufriedenstellend", konnte das Testurteil nicht besser als „wenig zufriedenstellend“ sein.

Junge Frau mit Sonnenbrille und Sonnencremetube
Bild: Tierney/stock.adobe.com

Wissenswertes rund ums Thema Sonne, Sonnencreme und Sonnenbrand

UV-Strahlung: Positive und negative Effekte

Die unsichtbare ultraviolette (UV) Strahlung wird teilweise von der Erdatmosphäre absorbiert, je nach Wellenlänge der Strahlung aber unterschiedlich gut. Bei der UVB-Strahlung sind es rund 90 %. Die UVA-Strahlung hingegen gelangt fast ungehindert bis zum Boden. 

Grundsätzlich tut UV-Strahlung dem menschlichen Organismus gut. So ist sie z. B. für die wichtige Vitamin-D-Synthese im Körper notwendig. 

Aber wie so oft heißt es auch bei UV-Strahlung: Die Dosis macht das Gift.  

An erster Stelle ist hier das Hautkrebsrisiko zu nennen, das insbesondere von UVB-Strahlung befeuert wird. Bei einem Sonnenbrand wird die DNA von Hautzellen geschädigt. Wenn der Körper diese Schäden nicht vollständig repariert oder betroffene Zellen nicht rechtzeitig beseitigt, können daraus Mutationen entstehen, aus denen sich Hautkrebs entwickeln kann.  

Ein weiterer negativer Effekt von „zu viel Sonne“ ist ein ästhetischer: Allen voran die UVA-Strahlung, die in die tiefer gelegenen Hautschichten eindringt, ist verantwortlich für die Alterung unserer Haut („Lichtalterung“), aber auch der UVB-Anteil trägt sein Scherflein dazu bei.   

Lichtschutzfaktor, was ist das?

Wie lange man ungeschützt an der Sonne sein kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Entscheidend ist der Hauttyp. Im sensibelsten Fall (Hauttyp I – sehr hell, Sommersprossen) ist das schon nach wenigen Minuten in der prallen Sommersonne der Fall. Bei Hauttyp II gehen sich rund 15 Minuten aus, bei Hauttyp III 30 Minuten. Hauttyp IV („Mediterraner Teint“) bekommt selten Sonnenbrand, ausgeschlossen ist es natürlich auch nicht.  

Wer länger an der Sonne sein will, braucht Schutz. Wie lange das möglich ist, ohne Rötungen zu bekommen, darüber entscheidet der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme. Die diesbezügliche Rechnung sieht so aus: Ist nach 10 Minuten Sonnenbaden ohne Sonnenschutz schon die Rötung da, wäre das mit (ausreichend aufgetragener) Sonnencreme mit LSF 50 nach 500 Minuten der Fall. Der LSF ist also die Multiplikation der Zeit, in der man ohne Sonnencreme einen Sonnenbrand bekommen würde.  

100 % Schutz gibt es nicht!

Aber Achtung! Das bedeutet nicht, dass man komplett bedenkenlos in der Sonne brutzeln kann. Denn kein Sonnenschutzmittel fängt 100 % der UV-Strahlung ab. In anderen Worten, die Haut wird auch inklusive Sonnencreme geschädigt – und dabei ist es einerlei, ob eine Rötung zu erkennen ist oder nicht. Je länger man an der Sonne bleibt, desto mehr schädigt man die Haut, das ist ein Faktum.  

Wenn stundenlang brutzeln, dann heißt es jedenfalls: Alle zwei Stunden nachcremen! Expert:innen raten ohnedies, die theoretische Schutzdauer der Sonnencreme nur zu maximal 60 Prozent auszureizen. 

Ein Frauenkopf mit Sonnenbrand der aus dem Sand schaut, um ihren Kopf ein Schwimmreifen, davor ein Frisbee udn Volleyball
Gesichtshaut ist sehr dünn und der Witterung am intensivsten ausgesetzt. UV-Strahlung beschleunigt die Veränderung der von Hautalterung am stärksten betroffenen Körperpartie. Bild: Cast-Of-Thousands / shutterstock.com

Was macht die Gesichtshaut so besonders?

Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie macht und 15 Prozent unseres Körpergewichts aus. Die Haut erfüllt viele lebenswichtige Funktionen, darunter den Schutz vor äußeren physikalischen, chemischen und biologischen Angriffen, die Verhinderung von übermäßigem Wasserverlust aus dem Körper und eine Rolle bei der Wärmeregulierung. 

Unsere Haut besteht aus drei Schichten: der Epidermis (Oberhaut), der Dermis (Lederhaut) und der Hypodermis (Unterhaut).

Dies ist die wichtigste Grundstruktur der Haut, aber einige Details dieser Struktur und ihr Verhalten sind je nach Körperteil leicht unterschiedlich. Aus diesem Grund wird die Körperhaut nicht überall auf die gleiche Weise behandelt (z. B. werden in Fußcremes stark feuchtigkeitsspendende und keratolytische Inhaltsstoffe verwendet, die in Gesichtscremes nicht zum Einsatz kommen).

Auf der Kopfhaut befinden sich die meisten Talgdrüsen und Follikel, während die Haut der Handflächen eine sehr dicke und robuste Hornschicht (die äußerste Schicht) aufweist. Die sehr dünne Gesichtshaut ist den Witterungseinflüssen am stärksten ausgesetzt und auch am stärksten von Hautalterung betroffen. 

Von Mensch zu Mensch gibt es allerdings bestimmte Unterschiede. Grob kann man die Gesichtshaut in fünf Haupttypen einteilen: Normal, fettig, trocken, empfindlich und Mischhaut.

Normale Haut hat weder ein fettiges noch ein trockenes Aussehen. Sie fühlt sich weich und fest an, Poren sind kaum zu erkennen.

Auf trockener Haut entsteht nach Kontakt mit Wasser ein ziehendes Gefühl. Trockene Haut ist stumpf, dünn und schält sich leicht.

Fettige Haut tritt häufig nach der Pubertät auf, denn die Talgabsonderung ist mit der Hormonproduktion verbunden. Fettige Haut glänzt leicht und ist durch ausgeprägte Poren und einer Verdickung der Epidermis gekennzeichnet.

Empfindliche Haut rötet sich leicht, ist etwas dünner und zerbrechlicher als normale Haut und reagiert sehr sensibel auf physische oder chemische Reize.

Merkmal für die Mischhaut ist eine reichliche Talgproduktion in der T-Zone (Stirn, Nase und Kinn). Außerdem weisen die anderen Gesichtspartien eine normale oder zu Trockenheit neigende Haut auf.

Junge Frau am Strand trägt auf linkem Bild Sonnenschutzcreme auf ihren rechten Arm auf, auf dem rechten Bild trägt sie die Creme auf ihre rechte Wange auf
Sonnencreme Körper / Sonnencreme Gesicht - Worin unterscheiden sich Sonnenschutzmittel fürs Gesicht und für den ganzen Körper? Bild: Ground-Picture / shutterstock.com; Montage: VKI

Wie setzen sich Sonnenschutzcremes für das Gesicht zusammen?

Sonnenschutzmittel für das Gesicht unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Hauptbestandteile kaum von den klassischen Cremes für den ganzen Körper. Wasser macht als Hauptelement zwischen 50 und 80 Prozent aus. Zweitwichtigster Inhaltsstoff sind die UV-Filter. 

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den von uns getesteten Mitteln fürs Gesicht und Sonnenschutz für den ganzen Körper besteht darin, dass Zinkoxid in Gesichtssonnencremes nicht vorhanden war. Außerdem werden weniger fetthaltige Inhaltsstoffe verwendet. Das macht Präparate für das Gesicht weniger klebrig und fettig. Außerdem entstehen keine weißen Flecken wie bei den klassischen Mitteln. Man spricht von einem unsichtbaren Finish. 

Ein weiterer Unterschied zwischen Gesichts- und Körpercremes liegt in der Verarbeitung von Hautpflegebestandteilen, etwa feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen wie Hyaluronsäure und Antioxidantien wie Vitamin E und C.

Verpackungsunterschiede

Ein auffälliger Unterschied zu Körpercremes liegt in Format und Art der Verpackung. Die meisten Cremes für das Gesicht werden in Tuben mit 40 bis 50 ml Inhalt verkauft, die fast immer in Pappschachteln verpackt sind. Vergleicht man den Preis pro 50ml, sind die Gesichtscremes deutlich teurer als ihre Pendants für den Körper.

Sollte man das Gesicht auch im Winter vor Sonne schützen? 

Die Gesichtshaut ist sehr empfindlich und der UV-Strahlung mit am stärksten ausgesetzt. Deshalb raten wir Personen, wenn sie sich länger im Freien aufhalten, das Gesicht vor UV-Strahlung zu schützen, und zwar unabhängig von der Jahreszeit. Dafür sollte jedenfalls ein Produkt mit Lichtschutzfaktor 30 oder mehr verwenden.

Was sollte man beachten, wenn man Sonnencreme und Make-up aufträgt?

Der Grundsatz lautet, erst die Sonnencreme dann das Make-up. Da man allerdings, wenn man sich dauerhaft in der Sonne aufhält, den UV-Schutz alle zwei Stunden erneuern sollte, ist Make-up nicht unbedingt praktikabel. 

Eine andere Reihenfolge gilt allerdings, wenn man Feuchtigkeitscreme und Sonnenschutz verwenden möchte. Dann gilt: Zuerst die Feuchtigkeitscreme und dann das Sonnenschutzmittel. Zu beachten ist allerdings, dass auch die Sonnenschutzcremes in der Regel Feuchtigkeit spenden, es kann deshalb zu viel des Guten sein. Inwieweit die Produkte für das Gesicht Feuchtigkeit für die Haut liefern, haben wir allerdings in diesem Test nicht überprüft. 

Frau mit großem Sonnenhut und geschminktem Gesicht liegt auf Strandtuck und hält Tablet in der Hand
Zuerst die Sonnencreme, dann das Make-up. Der UV-Schutz gehört aber alle zwei Stunden erneuert! Bild: Olesya-Kuprina / shutterstock.com

Was tun, wenn Sonnenschutzcreme ins Auge gerät?

Jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht, dass es brennt, wenn etwas Creme versehentlich in die Augen gelangt ist. Das ist allerdings kein Grund zur Beunruhigung, eine Schädigung des Auges ist nicht zu erwarten. Einfach die Creme mit etwas kaltem Wasser ausspülen. Die Cremen für das Gesicht scheinen so formuliert zu sein, dass sie weniger flüssig sind als normale Körpercremes. Die Problematik, dass etwas ins Auge rinnt, sollte also weniger ausgeprägt sein als bei den normalen Cremes.    

Können Sonnencremes für das Gesicht auch für Kinder verwendet werden?

Wir sehen keine Probleme, die Produkte auch für Kinder zu verwenden.

Frau trägt Sonnenschutzmittel auf Gesicht von Kind auf
Unsere getesteten Mittel sind auch für Kinder geeignet. Bild: Ground-Picture / shutterstock.com

Sonnencremen aufheben? 

Sie haben eines der getesteten Produkte aus den Vorjahren noch daheim und fragen sich, ob Sie es weiterverwenden können? Prinzipiell ist das möglich.

Es gilt allerdings zu bedenken, dass extreme Temperaturen (Auto, Strand, etc.) einen negativen Einfluss auf die Qualität haben können. Es kann dann nicht mehr sicher gesagt werden, ob die UV-Filter noch stabil sind – und der ausgelobte LSF noch eingehalten wird. Riecht ein Produkt ungewöhnlich oder hat sich seine Konsistenz verändert, gilt: lieber nicht mehr verwenden. 

Achten Sie (sofern angegeben) auf das Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. auf das PAO-Symbol, das angibt, wie lange das Produkt nach dem Öffnen haltbar ist.  

Umwelttipp

Kaufen Sie Sonnencreme nicht auf Vorrat ein, sondern nur so viel, wie Sie in einer Saison verbrauchen werden. Und wie bereits erwähnt: Beim Eincremen nicht unnötig sparsam sein – dann ist die Tube am Ende des Sommers auch höchstwahrscheinlich leer.   

VKI Plakette Test:Plakette
Bild: VKI

VKI-Plaketten

Nach Abschluss unserer Tests können Unternehmen eine VKI-Plakette erwerben – als Beleg für geprüfte Qualität und als glaubwürdige Orientierung für Konsument:innen. 

Alle Informationen finden Sie hier: vki.at/plaketten

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