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Kühlschränke: große Einbaugeräte - Coole Typen

Große Einbaukühlschränke bieten viel Platz und verbrauchen teilweise wenig Strom. Die Energiebilanz für kleine Modelle sieht hingegen weniger gut aus.

Folgende Kühlschränke finden Sie in den Testtabellen:

Große Einbaukühlschränke:

  • AEG SKS51200S1
  • Bauknecht KRIE2124
  • Bomann KSE 337
  • IKEA Avkyld (802.822.94)
  • IKEA Frostig (202.823.48)
  • Koenic KCI 42535
  • Miele K34473 iD
  • Siemens KI81RAD30

Kleine Einbaukühlschränke:

  • AEG SKS51000S0
  • Amica EVKS 16172
  • Bosch KIR20V21FF
  • Bosch KIR21AD40
  • Grundig GTMI 10130
  • Hanseatic HEKS 8854GA2
  • IKEA Svalna (102.823.77)
  • Liebherr IK 1910
  • Neff KI1213-D40
  • ok. OBK 88012 A2
  • Siemens KI21RAD40
  • Whirlpool ARG 727/A
  • Zanussi ZBA 19020 SA

Große frei stehende Kühlschränke:

  • AEG S74010KDXF
  • Bomann VS 3171
  • Bosch KSV29VW40 
  • Gorenje ORB153C
  • Gorenje R6193LX
  • Liebherr KBies 4350
  • Siemens KS29VVW40
  • Smeg FAB28RDMC
  • Smeg FAB28RDBB
  • Smeg FAB28RVE1
  • Smeg FAB28RB1

Kleine frei stehende Kühlschränke:

  • AEG S91700TSW0
  • Amica KS 15453 W
  • Beko TSE1423
  • Liebherr TP 1760
  • Liebherr TP 1720
  • Miele K 12024 S-3
  • Miele K 12010 S-2
  • ok. OFK 31112 A3

Die Testtabelle bietet folgende Angaben:

Im Test waren 21 Einbaukühlschränke und zwar in einem Gemeinschafts­test mit unabhängigen europäischen Verbraucher­organisationen, dem Testverbund ICRT . Getestet wurde: Kühlen, Temperaturstabilität, Stromverbrauch bei Raumtemperaturen von 10, 25 und 32 ºC. Weiters geprüft: Handhabung, Geräusche und Vibrationen. - Nachfolgend finden Sie den Testbericht:


Jeder Haushalt hat einen. Er ist Tag und Nacht in Betrieb. Der Kühlschrank, hierzu­lande auch als Eiskasten bezeichnet, wird mehr als jedes andere Haushaltsgerät genutzt. Frühere Generationen haben ihre Lebensmittel in der ungeheizten Speisekammer oder im Keller aufbewahrt. Heute kühlen wir unsere Lebensmittel in Einbau- oder Standgeräten und treffen unsere Wahl aus einem großen Angebot.

21 Einbaukühlschränke im Test

Wir haben für diesen Test 21 große und ­kleine Einbaukühlschränke inklusive zwei Baugleichheiten ausgesucht über deren Ergebnisse wir im Folgenden berichten. Zusätzlich finden Sie zwei Testtabellen zu 19 frei stehenden Modellen. Diese eignen sich nicht für den Einbau. Getestet haben wir gemeinsam mit anderen unabhängigen europäischen Verbraucherorganisationen, dem Testverbund der ICRT (International Consumer Research and Testing). Unsere Tester prüften Kühlen, Temperaturstabilität und Stromverbrauch pro 100 Liter Nutzvolumen. Außerdem errechneten wir die Betriebskosten für 10 Jahre.

Ob das Putzen von ausgelaufenen Flüssig­keiten viel Mühe macht, haben unsere Tester mit Kirschsaft ermittelt, den sie im Inneren der Kühlschränke verteilten. Beim Einräumen und Verstauen wurde unter anderem das leichtgängige Hineinschieben und Herausziehen der Einschubleisten bewertet.

Kaufpreis und Strombedarf beachten

Folgekosten für Strom beachten

Bei der Anschaffung eines Kühlschranks ­sollte nicht allein der Kaufpreis den Ausschlag geben, sondern auch die Folgekosten, sprich: der Stromverbrauch, sind zu berücksichtigen. Immerhin kann ein heute gekauftes Gerät 10 bis 15 Jahre seinen Dienst tun. Ganz klar, dass bei 56 bis 166 Kilowatt­stunden – so viel benötigen die getesteten Geräte pro Jahr – in dieser Zeit einiges an Strombedarf zusammenkommt. Bei einem Strompreis von 0,17 Euro pro Kilowattstunde fallen bei großen Einbaukühlschränken in 10 Jahren zwischen 129 Euro (Bauknecht) und 282 Euro (Koenic) an. Damit betragen die Kosten bei Letzterem für diesen Zeitraum mehr als doppelt so viel.

Bei den kleinen Einbaukühlschränken ist der Unterschied bei den Betriebskosten ebenfalls sehr groß. Die Bandbreite für 10 Jahre liegt zwischen 94 Euro (Bosch KIR21AD40, Neff, Siemens) und 250 Euro (Whirlpool). Bei acht Geräten ist ein größerer Stromkonsum aufgefallen. Sie kaufen am besten ein energieeffizientes Gerät, das beim Test des Stromverbrauchs mindestens ein gutes Urteil erzielt hat.

Welche Größe am besten passt

Zur Orientierung: Mehrpersonenhaushalte brauchen 50 bis 60 Liter Nutzungsvolumen pro Person. Singles oder Zweipersonenhaushalte kommen mit etwa 100 bis 120 Litern aus.

Für Familien und Wohngemeinschaften eignet sich daher ein größeres Modell. Wer genügend Platz hat, überlegt vielleicht die Anschaffung eines separaten Tiefkühlgeräts und nimmt einen Kühlschrank ohne Gefrierfach. Ein integriertes Gefrierfach erhöht den Stromverbrauch und verringert den Platz fürs Kühlen.

Am besten vor dem Kauf den eigenen Bedarf erheben. Keinesfalls ein zu großes Modell auswählen. Dessen Stromkosten liegen immer höher als bei einem kleineren.

Aufstellungsort

Dass ein Kühlschrank nicht neben dem Backofen oder einem Heizkörper stehen soll, ist klar. Auch direkter Sonnenstrahlung soll er nicht ausgesetzt sein. Bei höheren Raumtemperaturen schaffen Zanussi und Bosch KIR20V21FF nur mehr eine weniger zufriedenstellende Temperaturstabilität. Was vielen nicht bewusst ist: Im Keller oder Ferienhaus kann es bei Umgebungstemperaturen unter etwa 8 ºC bzw. unter der vom Hersteller empfohlenen Raumtemperatur zur Erwärmung des Gefrierfachs kommen. Das betrifft nur Geräte, bei denen Kühlteil und Gefrierfach eine gemeinsame Temperaturregelung haben.

Wichtige Kaufkriterien

Einbau- oder Standgerät, das ist bei der ­Küchenplanung die erste Frage. Entscheidungshilfen können folgende Kriterien sein: Bei Standgeräten entfallen teure Kosten für das Einbaumöbel und die Montage. Sie lassen sich schnell austauschen und leicht in ein neues Zuhause mitnehmen.

Bei einem so häufig genutzten Gerät ist die Handhabung ein wichtiges Kriterium. Bei ­etlichen Geräten kritisierten unsere Tester schwergängige Einschübe oder schlecht verstellbare Ablagen. Den Punkten „Einräumen und Verstauen“ sowie „Anzahl der Abstellflächen und -fächer“ in der Tabelle sollten Interessierte Gewicht beimessen. Eine verstellbare Innengestaltung erleichtert zügiges Einräumen der Lebensmittel nach dem Einkaufen und deren schnelles Wiederfinden.

Der Prüfpunkt „Programmieren“ informiert darüber, wie exakt sich die gewünschte Temperatur einstellen lässt. Bei etlichen Modellen hat das weniger gut funktioniert.

Testtabelle: große Einbaukühlschränke

Testtabelle: kleine Einbaukühlschränke

Testtabelle: große frei stehende Kühlschränke

Testtabelle: kleine frei stehende Kühlschränke

Große Einbaukühlschränke

Kühlen. Sechs Geräte erbringen eine sehr gute Kühlleistung, auch beim Einlagern von Groß­einkäufen.

Siemens KI81RAD30; Bild: ICRT
Siemens KI81RAD30

Kaltlagerfach. Der Siemens zu 1.595 Euro führt die Riege der besten Modelle an. Der gleich teure, ebenfalls sehr gute Miele bietet als Einziger ein Kaltlagerfach: In zwei großen separaten Einschüben lagern empfindliche Lebensmittel bei rund null Grad und bleiben so länger frisch.

Weniger Strom. Mit 129 Euro in 10 Jahren entstehen beim sehr guten Bauknecht die gerings­ten Stromkosten. Hintergrund: Er ist relativ klein und kühlt sehr effizient. Auch Miele schneidet bei den Stromkosten sehr gut ab.

Komfortable Innenausstattung. Als besonders nutzerfreundlich haben sich Miele, Siemens und Ikea Frostig hervorgetan. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten zum Verstauen von Lebens­mitteln und Flaschen.

Beleuchtung. Die drei Erstgereihten sind mit einer sehr guten Beleuchtung ausgestattet. Beispielsweise wartet der Miele mit einer LED-Beleuchtung auf, die in der Glasablage montiert ist. Beleuchtet wird der jeweils darunter liegende Bereich. Über der obersten Glasplatte bleibt es etwas dunkler.

Gefrierfach. Fällt die Entscheidung für ein Gerät mit Gefrierfach, ist Koenic, der zweitbeste „Gute“ zu 380 Euro, die beste Wahl.
 

Kleine Einbaukühlschränke

Gute Kühlleistung und sparsam. Kleine Modelle bieten zwar weniger Nutzvolumen, punkto Kühlleistung,

Bosch KIR21AD40; Bild: ICRT
      Bosch KIR21AD40

Sparsamkeit im Stromverbrauch und Handhabung sind die vier Erstgereihten aber top.

Höhe. Wer ein 102 Zentimeter hohes Gerät unterbringt, ist mit dem Liebherr IK 1910 am besten beraten. Unter eine Arbeitsplatte passen nur Geräte mit 87 Zentimetern Höhe. Hier haben die baugleichen A+++ Geräte Siemens, Bosch und Neff mit den geringsten Stromkosten die Nase vorn.

Außen Hitze, innen Eiszeit. Zanussi und Bosch KIR20V21FF waren bei der Temperatur­- stabilität weniger zufriedenstellend. Grund: Bei großer Sommerhitze besteht im Inneren des Gefrierfachs Frostgefahr.

Platz. Einbaumöbel haben ein Standardmaß von 60 Zentimetern Breite. Die Kühlschränke dürfen daher nur um die 55 Zentimeter breit sein, um hineinzupassen. Auf der Rückseite muss noch Platz für die Hinterlüftung bleiben. Das verkleinert das durchschnittliche Gebrauchsvolumen von Einbaugeräten gegenüber den gleich hohen und 60 Zentimeter breiten Standgeräten.

Zusammenfassung

Große zum Einbauen. Siemens KI81RAD30, Bauknecht KRIE 2124 und Miele K 34473 iD sind die Testsieger. Bauknecht liegt mit 680 Euro im mitt­leren Preissegment und hat mit 129 Euro die niedrigsten Betriebskosten für 10 Jahre.

Kleine Stromsparer. Die kleinen baugleichen Einbaugeräte von Bosch, Neff und Siemens haben den niedrigsten Stromverbrauch (je 94 Euro).

Schnell in die Kälte. Lebensmittel, die wieder gekühlt werden sollen, nur kurz heraußen lassen. Je weniger sie sich erwärmen, desto weniger Energie braucht der Kühlschrank fürs Abkühlen.

Gefrierfach. Geräte mit Gefrierfach mindestens einmal pro Jahr abtauen. Eisbildung beeinträchtigt die Funktion. Der Strom­verbrauch steigt wesentlich an.

Effizient. Kaufen Sie Geräte, die beim Kühlen und bei der Temperaturstabilität gut abschneiden.

Kühler Ort. Der Energieverbrauch lässt sich dauerhaft gering halten, wenn Sie das Kühlgerät nicht neben einer Wärmequelle platzieren. Ein kühler, trockener und gut belüfteter Ort eignet sich am besten. Nicht geeignet sind die Nähe zu Heizkörpern, Geschirrspüler oder Backrohr und pralles Sonnenlicht.

Speisen abkühlen. Gegartes erst nach dem Abkühlen ins Gerät stellen. Und die Türe möglichst kurz offen halten. 

Dichtungen prüfen. Ein Altgerät kann ein wahrer Stromfresser sein; besonders, wenn es nicht mehr gut abdichtet. Das lässt sich testen, wenn es schon dunkel ist. Platzieren Sie eine Taschenlampe im Gerät. Dringt deren Lichtstrahl bei geschlossener Tür in die dunkle Küche, besteht Handlungsbedarf. Alte Dichtungen lassen sich austauschen.
 

Große Standgeräte

Besitzer von Einbauküchen sind meist unglücklich mit der Größe des Kühlraums. Wer gerade überlegt, ob es ein Einbau- oder ein Standgerät sein soll, findet in diesem Artikel  auch Testtabellen zu 19 frei stehenden großen und kleinen Kühlschränken. Hier stehen einander vier sehr gute, fünf gute und zwei durchschnittliche Modelle gegenüber. An der Spitze: baugleich Bosch KSV29VW40 (599 Euro) und Siemens KS29VVW40 (839 Euro). Gleich dahinter und ebenfalls „sehr gut“ der höherpreisige Liebherr KBies 4350 zu 1.736 Euro sowie der AEG S74010KDXF zu 849 Euro.

Liebherr bietet als Einziger ein großes Kaltlagerfach – praktisch für leicht verderbliche Lebensmittel. Er fällt auch beim Einräumen und Verstauen mit leicht verstellbaren Ablagen positiv auf. Ganz anders der Bomann VS 3171, der in diesem Punkt abgewertet wurde. Außerdem: Wird er in einer Ecke platziert, lässt sich die Tür nicht weit genug öffnen, um die Ablagen zu verstellen. Vier Modelle der Marke Smeg verursachen höhere Stromkosten als die anderen.

Kleine Standgeräte

Geräte dieser Kategorie sind maximal 85 Zentimeter hoch. Sie passen neben oder sogar unter die Küchenarbeitsplatte. Die schmalsten fügen sich mit einer Breite von 54 Zentimetern in enge Lücken ein. Drei Mal vergaben die Tester ein „gut“, vier Mal ein „durchschnittlich“ und ein Mal ein „weniger zufriedenstellend“. Der Liebherr TP 1760 ist der beste seiner Klasse. Den Kaufpreis von 557 Euro macht er mit niedrigen Stromkosten (129 Euro für 10 Jahre) wett. Der Beko TSE1423 bildet das Schlusslicht. Negativ aufgefallen sind vor allem die nicht zufriedenstellende Temperaturstabilität und sein hoher Stromverbrauch.

Unterschiedlicher Komfort im Inneren

Bauen Sie jahrelangem Ärger mit schwer zu bedienender Innenausstattung vor und widmen Sie folgenden Ausstattungsmerkmalen vor dem Kauf besondere Aufmerksamkeit:

Griffe. Probieren Sie diese nach Möglichkeit aus. Wie liegen sie in der Hand? Passt die Größe? Wie weit steht der Griff vor? Stellen Sie scharfe Ecken und Kanten fest, an denen sich jemand stoßen könnte.

Innenseite der Tür. Achten Sie darauf, ob sich die Fächer oberhalb der Flaschen ausbauen lassen und ob es genügend Türablagen gibt.

Größe des Kühlteils. Eine ungünstige Innenausstattung führt dazu, dass Lebensmittel aus dem Blickfeld des Nutzers geraten und womöglich verderben. Ökologisch ist das natürlich ungünstig. Getränkeablagen und Glasplatten mit halber Tiefe ermöglichen das Unterbringen zusätzlicher Flaschen.

Glasablagen im Kühlteil. Glasplatten sollten ausreichend vorhanden sein, zudem gut befestigt und bei Bedarf flexibel umsetzbar. Dazu müssen genügend Befestigungsmöglichkeiten an den Seitenwänden vorhanden sein. Halbierbare Glasplatten sind praktisch. Je nach Bedarf lassen sie sich für die ganze oder halbe Tiefe verwenden. 

Ausziehbare Ablagen. Solche Spezialablagen lassen sich leichtgängig mit einer Hand ein Stück nach vorn ziehen. Dadurch ergibt sich ein besserer Überblick über die darauf befindlichen Lebensmitteln. Der Nutzer muss das Glas dabei nicht halten, es ist nicht absturzgefährdet, sondern sitzt fest in seitlichen Führungen. Stopper verhindern zu weites Herausziehen. 

Gemüse- und Kaltlagerfächer. Sie sollen sich ebenfalls leichtgängig herausziehen lassen. Stopper verhindern, dass sie bei zu starkem Anziehen abstürzen. Einschübe, die auf Teleskopschienen laufen, ermöglichen einen guten Einblick. Praktisch, dass sie das Gewicht der Lade tragen und der Nutzer sie beim Herausziehen nicht halten muss. Dadurch bleiben die Hände frei zum Aussuchen der Lebensmittel. 

Flaschenablagen. Eine Zusatzmöglichkeit, um außerhalb der Seitenfächer weitere Flaschen unterzubringen. Dabei gibt es flexible Varianten, zum Beispiel Glasablagen, die sich hochklappen lassen, wenn sie nicht benötigt werden.

Gefrierteil. Einschübe sollen sich zum Herausnehmen der Lebensmittel und zum Reinigen bequem herausnehmen lassen. Sie dürfen sich beim Herausziehen nicht verkanten oder auf dem Boden schaben. Führung und Stopper verhindern Kippen oder Herausrutschen. Gut geformte seitliche Tragegriffe erleichtern das Herausnehmen. Transparentes Material der Laden hilft, das Gefriergut leichter zu überblicken.

Reinigung. Die Tester verteilten Kirschsaft im Inneren, um festzustellen, wie gut sich die Geräte säubern lassen. Gerade, wenn Saft, Schlagobers oder Soßen im Kühlschrank ausgelaufen sind, ist es wichtig, dass sich Ablagen und Fächer leicht herausnehmen lassen. Wie sieht es mit Ritzen, rauen Oberflächen, Ecken, Kanten und Halterungen aus, in die Flüssigkeiten eindringen können? Je weniger davon vorhanden ist, desto leichter lässt sich Schmutz wegputzen.

Beleuchtung. LED-Lampen sind heute Standard. Sie arbeiten stromsparend und sind langlebig. Idealerweise sind die Lichtquellen so positioniert, dass sie alle Bereiche im Kühlschrank, auch das herausgezogene Gemüsefach, ausreichend erhellen. LEDs sollen den Nutzer zudem nicht blenden.

Programmieren. Die Bedienelemente des Kühlschranks sollen gut sichtbar und erreichbar sein, insbesondere jene Elemente zum Einstellen der optimalen Temperaturen im Kühl- und Gefrierteil. Das Display soll leicht lesbare Digitalanzeigen haben. Achten Sie darauf, dass sich Sonderfunktionen fürs Schnellkühlen oder Schnellgefrieren leicht auffinden lassen. Auch Funktionen wie z.B. eine stromsparende Urlaubsschaltung ist leichter einsetzbar, wenn sie nicht in Untermenüs versteckt ist. Im Idealfall lässt sich das Gerät intuitiv bedienen, jedes Mal in der Bedienungsanleitung nachzulesen nervt.

Aufstellen im Eck. Wollen Sie das Gerät in einer Zimmerecke aufstellen, achten Sie besonders darauf, ob sich die Tür trotzdem vollständig öffnen lässt. Das klappt nicht bei allen Geräten. Funktioniert das Öffnen nicht ausreichend, kann es Probleme geben, wenn sich Einschübe und Ablagen zum Reinigen nicht herausnehmen lassen.

Testkriterien

Im Test: 21 große und kleine Einbaukühlschränke inklusive zwei Baugleichheiten sowie 19 frei stehende Kühlschränke inklusive zwei Baugleichheiten. 

Der Test der Kühlgeräte erfolgte gemeinsam mit anderen unabhängigen europäischen Verbraucherorganisationen. Die Produkte wurden regulär (anonym) im Handel eingekauft. Weder Pressemuster noch Prototypen wurden verwendet.

Das Prüfprogramm gewährleistete, dass die im Rahmen des internationalen Gemeinschaftstests eingekauften Kühlgeräte unter vergleichbaren Bedingungen untersucht wurden. Sie standen während der Prüfungen bei konstanten Umgebungstemperaturen in Klimakammern. Alle Prüfungen fanden ohne eventuell mitgelieferten Kälteakkus statt. Es wurden keine echten Lebensmittel verwendet, sondern Kühlpakete mit gleichartiger Füllmasse (in Anlehnung an die Norm EN 62552, ehemals ISO 15502). Ausgewählte Kühlpakete wurden mit Temperaturmessfühlern bestückt und gezielt an vergleichbaren Positionen im Innenraum platziert.

Kühlen: 20 %

Ermittelt wurde die Zeit, um zusätzlich zum vorhandenen Kühlgut (6 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühlteils) eine weitere Menge (10 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühlteils) von 25 auf 8 Grad abzukühlen. Die Erwärmung des vorhandenen Kühlguts wurde dabei dokumentiert. Sofern das Gerät über eine Funktion für erhöhte Kühlleistung verfügt, wurde in gleicher Weise auch diese (Aktivierung beim Einlegen des Kühlguts) überprüft.

Einfrieren: Beim Einfrieren ohne Schnellgefrierfunktion wurde überprüft, wie lange es dauert, bis eingelegtes Gefriergut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 °C auf eine mittlere Temperatur von –16 °C abkühlt. Zusätzlich wurde bewertet, wie stark sich dabei bereits zuvor eingelagertes Gefriergut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmte. Ergänzend wurde kontrolliert, ob und wie dabei die Temperaturen im Kühlbereich absanken und ob im Gemüsefach Frostgefahr entstand.
Sofern vorhanden, wurde das Einfrieren mit Schnellgefrierfunktion in gleicher Weise untersucht (Aktivierung der Funktion zum Zeitpunkt des Einlegens).

Temperaturstabilität beim Lagern: 20 %

Bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raumtemperatur wurde überprüft, wie gut die Geräte im Innern die eingestellte mittlere Lagertemperatur (ca. 4 °C im Kühlbereich und –18 °C im Gefrierbereich) einhielten. Zuvor wurden die Ablagen, Schübe und Körbe mit Kühl- und Gefriergut beladen – und zwar je 100 Liter Nutzvolumen im Kühlteil mit 6 kg und im Gefrierteil mit 20 kg Kühlpaketen (bei 25 °C) bzw. mit 16 und 24 kg (bei 10 °C und 32 °C). Dabei wurden auch die maximalen und minimalen Temperaturen im Kühlbereich, im Gemüsefach und ggf. im Kaltlagerfach kontrolliert.

Das Nutzvolumen (auch als Nettovolumen bezeichnet) wurde in der Regel im Datenblatt des Anbieters und auf dem Energielabel genannt. Es berücksichtigt das Innenvolumen ohne die herausnehmbaren Einbauten (z.B. Einschübe) und ist damit größer als das im Prüflabor ermittelte Nutzvolumen.

Stromverbrauch: 30 %

Der Stromverbrauch wurde bei mittleren Temperaturen von +4 °C im Kühlteil und (sofern vorhanden) –18 °C im Gefrierraum jeweils bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raumtemperatur ermittelt. Zuvor beluden die Tester Ablagen, Schübe und Körbe wie bei den Untersuchungen zur Temperaturstabilität beim Lagern mit Kühl- und Messpaketen. Bewertet wurde der spezifische Stromverbrauch pro 100 Liter Nutzvolumen.

Geräte, die ein Gefrierfach oder ein Kaltlagerfach haben und dafür eine höhere Kälteleistung benötigen, erhielten bei der Berechnung einen Bonusfaktor, um die Effizienz unterschiedlicher Gerätetypen vergleichen zu können: Für das Volumen des viel kälteren Gefrierteils wurde ein Bonus von 2,15 berücksichtigt; für deklarierte Kaltlagerfächer ein Bonus von 1,25.
Zusätzlich wurde der spezifische Stromverbrauch beim Abkühlen berechnet: durch Ermitteln, wie viel Energie pro Kilogramm eingelegte Kühlpakete erforderlich wäre, um diese abzukühlen – und zwar ohne und ggf. zusätzlich mit aktivierter Schnellfunktion.

Handhabung: 25 %

Ein Experte begutachtete die Bedienungsanleitung auf Vollständigkeit, Installations-, Reinigungs- und Gebrauchshinweise sowie Verständlichkeit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (u.a. Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, Flexibilität bei der Innenraumgestaltung, leichtgängiges Hineinschieben und Herausziehen der Schübe, Türsignal des Kühlteils), das Programmieren, die Beleuchtung innen (u.a. die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blendeffekte) und das Reinigen (u.a. im Hinblick auf ausgelaufene Flüssigkeiten).

Geräusche und Vibrationen: 5 %

Drei Experten prüften subjektiv, wie laut und wie stark vibrierend die Geräte beim Einschalten, im Betrieb und beim Ausschalten waren.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich gravierende Mängel verstärkt auf das Testurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht ausreichend verdeutlicht. Abwertungen sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet. 
Folgende Abwertungen wurden angewendet:

•    Testurteil: Beim Testurteil wurde abgewertet, wenn das Kühlen durchschnittlich oder schlechter war. War die Note für Temperaturstabilität oder Handhabung „weniger zufriedenstellend“ oder schlechter, wurde beim Testurteil ebenfalls abgewertet.
•    Handhabung: Bei „nicht zufriedenstellender“ Gebrauchsanleitung oder wenn die Urteile für Einräumen und Verstauen, Programmieren oder Beleuchtung „weniger zufriedenstellend“ oder schlechter waren, wurde beim Urteil für die Handhabung abgewertet. 

Alle Abwertungen wirken gleitend: Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker ist der jeweilige Abwertungseffekt.
 

Testplakette

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