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Luftbefeuchter - Sinnvoll gegen Wüstenklima

  • Die Raumluft muss messbar zu trocken sein
  • Regelmäßige Reinigung ist das Um und Auf
  • Lüften Sie auch im Winter ausreichend

Spätestens seit wieder geheizt wird klagen viele Menschen über zu trockene Luft in den eigenen vier Wänden. Gerade im Winter kann es passieren, dass Lüften nicht ausreicht, denn je tiefer die Temperaturen, desto weniger Feuchtigkeit enthält die hereinkommende frische Brise. Kalte Luft kann nicht so viel Wasser aufnehmen wie warme. Und das führt im Winter zu Problemen. Trockene Luft macht das Atmen schwerer, die angegriffenen Schleimhäute können Krankheitserreger nicht abwehren und werden anfällig. Sie kann auch Möbeln oder Bodenbelägen zu schaffen machen: Der Parkettboden beginnt zu knarren oder der Holztisch bekommt Risse. Und Teppiche aus Kunststoff laden sich elektrostatisch auf.

Wann zahlt sich ein Luftbefeuchter aus? Getestet wurden elf Geräte in zahlreichen Ausführungen und zu Preisen zwischen 481 Schilling (35 Euro) und 5316 Schilling (386 Euro). Grundsätzlich muss vorausgeschickt werden, dass zuerst überprüft werden sollte, ob die Raumluft wirklich zu trocken ist. Dafür reicht ein Hygrometer, wie es von Baumärkten oder Optikern angeboten wird.

Zu viel ist ungesund

Sinn macht die Anschaffung eines Luftbefeuchters nur, wenn Sie Werte unter 40 Prozent relative Luftfeuchtigkeit feststellen. Dieser Wert gibt an, wie weit die Luft gesättigt ist. Allerdings braucht das Wasser auch nicht von den Wänden zu triefen, denn das erhöht die Gefahr der Schimmelbildung. Achten Sie darauf, die goldene Mitte – einen Wert zwischen 40 und 55 Prozent – einzuhalten. Wenn Sie duschen, Wäsche waschen oder kochen, feuchtet das die Luft zusätzlich an.

Luftbefeuchter funktionieren nach drei verschiedenen Prinzipien, und jedes hat Vor- und Nachteile aufzuweisen. Gemeinsam ist ihnen: Sorgfältig gereinigt werden müssen alle, sonst ist die Raumluft unter Umständen schlechter als ohne Gerät. Im Test waren vier Verdampfer, drei Verdunster und vier Ultraschallvernebler. Verdampfer bilden den Dampf auf recht konventionelle Weise: Das Wasser wird bis zum Sieden erhitzt und heißer Wasserdampf abgegeben. Bei den übrigen Geräten ist der Wasserbehälter gut verschlossen, nur beim Turmix-Gerät nicht. Man könnte sich daran verbrühen, wenn es versehentlich umgekippt wird.

Verdampfer verbrauchen mehr Strom als die beiden anderen Typen, dafür wird die Umgebung des Gerätes etwas miterwärmt und man kann die Raumheizung ein wenig zurückstellen. Verdampfer sind üblicherweise leise, ausgenommen das getestete Modell von Bionaire. Manche Geräte im Test haben keinen Ein- und Ausschalter, sie müssen mühsam mit dem Kabel aus- und eingeschaltet werden. Das preisgünstigste Gerät findet sich unter den Verdampfern (Honeywell um 481 Schilling/35 Euro). Leider können die Heizstäbe nicht gereinigt werden.

Schlecht zu warten

Das Funktionsprinzip des Verdunsters ist ganz anders als das des Verdampfers. Das eingefüllte Wasser feuchtet Filtermatten im Inneren des Geräts an. Mit einem Ventilator wird die Raumluft gegen diese Filtermatten geblasen und nimmt dadurch Feuchtigkeit auf. Das funktioniert nur in geheizten Räumen. Dem Raum wird dadurch Wärme entzogen; das müsste durch ein Höherdrehen der Heizung ausgeglichen werden. Unterm Strich ist die Energiebilanz jedoch ähnlich wie beim Verdampfer. Der Filter muss laut Gebrauchsanweisung gereinigt und von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Die Kosten für die Ersatzfilter verteuern das Gerät – sie sind in der Tabelle angegeben. Ein Wermutstropfen ist der Lärm des Ventilators, was etwa das Schlafzimmer als Standort ausschließt. Das vergällt einem außerdem, die höchste Stufe zu wählen, auf der die Geräte aber mit Abstand am besten arbeiten.

Ultraschallvernebler versetzen das eingefüllte Wasser in Schwingungen und der auf diese Weise entstandene Nebel reichert die Raumluft mit Feuchtigkeit an. Für diesen Typ spricht, dass er geräuscharm bei niedrigen Temperaturen arbeitet. Für diese Gerätegruppe gibt es Entkalkungspatronen, die ebenfalls ausgewechselt werden müssen, sonst hinterlässt der Kalknebel eindeutige Spuren auf den Möbeln, je nach Wasserhärte mal früher, mal später. Deren Kosten finden Sie ebenfalls in der Tabelle.

Immer gut reinigen

Manche Modelle lassen sich nur mit großem Aufwand reinigen. Entweder kann man sie nicht auseinander nehmen, oder sie haben unzugängliche Ecken. Schlecht geformte Öffnungen und Wasserbehälter machen es unmöglich, das nächste Waschbecken oder die Abwäsche zum Entleeren anzupeilen, und das Gerät muss zur Dusche oder Badewanne „geschleppt“ werden. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Wasserbehälter abnehmbar ist. Praktisch ist auch eine Auslassöffnung, um Restwasser ablassen zu können. Leeren Sie das Wasser aus, wenn der Luftbefeuchter mehr als eine Woche außer Betrieb sein wird.

Einige Modelle verfügen über einen eingebauten Hygrostat. Dabei handelt es sich um eine Steuerung, die die Stromzufuhr unterbricht, sobald ein voreingestellter Wert an Luftfeuchtigkeit erreicht ist, und sie wieder freigibt, wenn dieser Wert unterschritten wird. Kein Luftbefeuchter sollte ohne diesen praktischen Helfer betrieben werden; im Handel gibt es sie ab zirka 800 Schilling (58 Euro), und es können auch ältere Modelle damit nachgerüstet werden.

Praktische Extras

Einige Geräte im Test verfügen über einen Sicherheitsschalter: Das Gerät schaltet sich aus, wenn das Wasser aufgebraucht ist. Bei den Verdunstern läuft der Ventilator aber weiter. Könnte man das nicht auch noch in den Griff kriegen?

An zahlreichen praktischen Extras fehlt es schließlich auch nicht: Der Burg-Ultraschallvernebler um 2990 Schilling (217 Euro) kann mit einer Fernbedienung aufwarten und erinnert mit einem Signalton daran, dass Wasser nachgefüllt werden muss. Er zeigt zudem die Raumtemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit auf einem Display an. Letzteres konnten auch einige andere Geräte. Nicht in der Tabelle aufgeführt, aber untersucht wurde der kleinere Bruder des Boneco-Verdampfers, AOS 1345, um 899 Schilling (65 Euro). Er schnitt genauso gut ab, fasst aber nur halb so viel Wasser.

Zumutungen

Eine Zumutung ist der beim Versandhändler Conrad Electronic erstandene Vernebler Seliger & Ilmert, der um 1190 Schilling (86 Euro) nicht gerade geschenkt ist. Die Betriebsanleitung mussten wir uns erst einmal aus dem Internet herunterladen. Und bei der Sendung handelt es sich – schmeichelhaft ausgedrückt – nur um den Teil eines solchen Gerätes. Das gute Stück soll man in ein mit Wasser gefülltes Gefäß stellen, das man selbst beisteuern muss. Dort wabert es gleich heftig los und produziert eine beachtliche Menge Nebel, doch die Luft wird damit nicht angefeuchtet. Rätsel gab uns der ebenfalls im Versand (Universal Versand) gekaufte Fakir-Vernebler auf, denn die Gebrauchsanweisung weist darauf hin, dass ein jährliches Service gemacht werden sollte. Diese Reinigung kann der Käufer selbst durchführen. Wer dieser Empfehlung folgt, wendet unnötig Zeit und Geld auf.

Luftbefeuchter

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Vorweg Luftfeuchtigkeit messen. Prüfen Sie vor dem Kauf mit einem Hygrometer, ob es in Ihren Räumen tatsächlich zu trocken ist.

Testsieger Boneco. Am besten abgeschnitten und preiswert: der Boneco Ultraschallverneber um 1999 Schilling (145 Euro).

Regelmäßige Reinigung nötig. Ein Luftbefeuchter bedarf ständiger Pflege und Wartung. Achten Sie beim Kauf auf ein Gerät, das sich leicht reinigen lässt.

Asthmatiker und Allergiker. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten vor der Anschaffung ihren Arzt zu Rate ziehen.

Nachfüllen leicht gemacht. Es gibt Geräte mit abnehmbarem Wasserbehälter. Vor allem bei Modellen mit großem Fassungsvermögen ist dies ein unschätzbarer Vorteil.

Bionaire: HTN GmbH, Polzing 12, A-4682 Geboltskirchen, (07732) 35 41-0

Boneco: Spidem Handelsgesellschaft m.b.H, Campus 21, Businesspark Wien Süd, Liebmannstrasse A 02/3/01, A-2345 Brunn am Gebirge, (02236) 37 91 40

Burg: Honeywell Austria GesmbH, Handelskai 388, A-1020 Wien, (01) 720 30 34

Defensor: Steiner Carl Handwerks- und Industriebedarf GesmbH, Franzosenhausweg 50, A-4034 Linz, (0732) 37 11 53-0

Fakir: Universal Versand GesmbH, Peilsteinerstraße 5-7, A-5020 Salzburg, (0662) 44 85-0

Honeywell Austria GesmbH, Handelskai 388, A-1020 Wien, (01) 720 30 34

Seliger & Ilmert: gekauft bei: Conrad Electronic GmbH & Co KG, Durisolstraße 2, A-4600 Wels, (07242) 20 30-0

Turmix: Service Center für weiße Ware GesmbH, Rappgasse 7, A-1030 Wien, (01) 272 24 24-0

Getestet wurden elf Luftbefeuchter. Vier Geräte funktionieren nach dem Verdampfer-Prinzip, drei sind Verdunster, bei den vier weiteren Geräten handelt es sich um Ultraschallvernebler.

Technische Prüfung
Die Befeuchterleistung (Wasserabgabe in g/h) wurde in einem Klimaraum bei konstanten 40 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und 22 Grad Celsius gemessen. Die Werte lagen zwischen 90 und 518 g/h.

Handhabung
Fünf Personen beurteilten bei jedem Gerät das Befüllen mit Wasser, das Entleeren, die Reinigung, gegebenenfalls den Filterwechsel und die Bedienungsanleitung.

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