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Corona: Ein Sommer wie damals - Friede-Freude-Eierkuchen-Vision

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Da schau her: Ein Sommer wie damals. - Ein satirischer Kommentar von Michael Hufnagl.

KONSUMENT-Kolumnist Michael Hufnagl (Foto: Ela Angerer)Was wir von frohlockenden Politikern in diesen Tagen vernehmen: die Aussicht auf „einen Sommer wie damals“. Nun, nennen wir diese Katalog-Botschaft eine Art Friede-Freude-Eierkuchen-Vision, die der Realität etwa so nahe ist wie ein österreichischer Balkonier dem Südseestrand.

Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, …

… dass wir damals im Sommer unseren Impfpass mitgeführt haben wie ein Philatelist die Blaue Mauritius;

… dass wir damals im Sommer vor jedem Urlaub die Tourismus-Websites durchstöbert haben, um ja alle Zertifikate für ein unbeschwertes Dasein zu entdecken;

… dass wir damals im Sommer statt der Lust auf Cocktails vor allem die Strategie für Corona-Tests entwickelt haben;

… dass wir damals im Sommer vor jedem Zulangen am Hotel-Buffet durch eine Desinfektionsschleuse spaziert sind;

… dass wir damals im Sommer Termine für die Schwimmbad-Zeit eintragen mussten, weil der Aufenthalt im Becken nur einer bestimmten Anzahl von Planschenden erlaubt war;

… dass wir damals im Sommer in der Wellness-Oase nicht nur Saunaregeln, sondern auch Relax-Schutzverordnungen studiert haben;

… dass wir damals im Sommer trainiert haben, wie man mit Abstand den Hindernisparcours Maske-auf-Maske-ab fehlerfrei absolviert;

… dass wir damals im Sommer von früh bis spät darauf geachtet haben, nicht in irgendeine der Maßnahmenfallen zu tappen, um keine argwöhnischen Blicke oder gar strenge Ermahnungen zu riskieren;

… dass es damals im Sommer fürs große Glück kein positiveres Signal gegeben hat als: „Ich bin negativ.“

Nein, uns erwartet selbstverständlich kein Sommer wie damals. Aber einen bunten Strauß aus Mut, Zuversicht und Lebensfreude sollten wir uns trotzdem pflücken. In diesem Sinne wünsche ich uns allen jede Leichtigkeit, die wir kriegen können. Und – eh klar – viel Sonne!

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