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Waschmaschinen - Voll gespart

Test: Viele Modelle waschen gut, einige bieten allerdings unzureichenden Schutz vor Wasserschäden. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Beladung, desto höher der Wasser- und Stromverbrauch.

Folgende Waschmaschinen haben wir getestet:

  • AEG - L8FE86484
  • Beko - WYAW 714831
  • Bosch - WAG28491
  • Bosch - WAN280H1
  • Candy - BWM 149PH7/1-S
  • Gorenje - W 7544 T/I
  • Haier - HW80-BP14636
  • Koenic - KWM 71412 A3
  • LG - F14WM7TS2
  • Miele - WKF 311 WPS
  • Privileg - PMF M 643
  • Samsung - WW8HK6400
  • Siemens - WM14G491
  • Siemens - WM14N040

Die Testtabelle enthält Informationen zu: Maximaler Füllmenge, Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Handhabung, Waschvorgang, Umwelteigenschaften, Schutz vor Wasserschäden etc.

Im nachfolgenden der Testbericht.


Immer größer, immer leistungsfähiger, so lässt sich die Entwicklung bei den Waschmaschinen auf den Punkt bringen. Vor etwa 50 Jahren lag das durchschnittliche Fassungsvermögen bei 4,5 Kilo, heute sind es 7 Kilo. Sogar Maschinen mit 12 Kilo Fassungsvermögen sind mittlerweile auf dem Markt. Um ein derartiges Monstrum zu befüllen, ist allerdings eine beträchtliche Wäschemenge notwendig. Die Testerinnen und Tester unserer Partnerorganisation Stiftung Warentest mussten in ihrem aktuellen Test 25 Handtücher, 3 Leintücher und 12 Kopfkissenbezüge in eine derartige Waschmaschine stopfen, um sie vollzubekommen.

Karin Baumgarten-Doblander (Bild: U. Romstrofer/VKI)„Wer sich nun sagt, macht nichts, werfe ich eben die halb volle Maschine an, ist auf dem Holzweg. Denn damit schadet man sowohl dem eigenen Geldbeutel als auch der Umwelt“, so VKI-Projektleiterin Karin Baumgarten-Doblander.

Test: Halbe Ladung, hoher Verbrauch

Das erklärt sich, wenn man einen Blick auf die Verbrauchswerte wirft, die unsere deutschen Kollegen ermittelt haben. Demnach steigt sowohl der Wasser- als auch der Stromverbrauch markant, wenn eine Waschmaschine nicht vollständig beladen wird.

"Bei einer kaum beladenen Maschine benötigt man fast doppelt so viel Wasser und mehr als doppelt so viel Strom pro Kilo Wäsche wie bei einer Waschmaschine, die unter Volllast läuft", erläutert Haushaltsgeräte-Expertin Baumgarten-Doblander.

Umwelteigenschaften

11 gute Maschinen 

Im aktuellen Test wurden 14 Waschmaschinen mit einer Beladungskapazität zwischen 6 und 9 Kilo unter die Lupe genommen. Elf Maschinen schnitten mit „gut“ ab. Knapp voran liegen die 8-Kilo-Geräte von Bosch, Miele und Siemens. Auch günstige Geräte wie Haier oder Gorenje konnten die Tester überzeugen. Im Dauertest gab es keine größeren Ausfälle. Diese Prüfung dauert rund ein halbes Jahr und simuliert im Zeitraffer eine rund zehnjährige Nutzung bei 3,5 Wäschen pro Woche. 

Schwächen bei Wasserschäden

Schwächen zeigten die Modelle von Candy, Koenic und Privileg beim Schutz vor Wasserschäden. Das Privileg-Modell ist nicht einmal gegen den Ausfall des Niveauschalters geschützt, der den Wasserstand kontrolliert. Das Wasser läuft weiter in die Maschine, bis es herausquillt. Wie bei allen anderen Waschmaschinentests wurden auch dieses Mal ausschließlich Modelle getestet, die regulär über den Handel bezogen wurden. Alle Maschinen mussten mehrere Waschprogramme durchlaufen. Experten und Nutzer bewerteten zudem, wie sich die Maschinen bedienen lassen. 

Energielabel bedingt tauglich 

Alle getesteten Maschinen haben das Energielabel A+++. Beim Kauf auf die Umwelteigenschaften zu achten, ist prinzipiell begrüßenswert. Man sollte sich dabei allerdings bewusst sein, dass sich die Angaben auf dem Energielabel zu Strom- und Wasserverbrauch lediglich auf die Öko- oder Sparprogramme beziehen. Wer im Normalprogramm wäscht, verbraucht deutlich mehr Energie.

Nur im Sparprogramm zu waschen, ist jedoch nicht immer ratsam, da diese im Unterschied zu den Normalprogrammen mit deutlich geringeren Temperaturen operieren als angegeben. Im Test erhitzte sich etwa das Wasser des LG-Modells im 60-Grad-Labelprogramm nur auf 29 Grad. Für Menschen, die aus Hygienegründen ihre Wäsche mit höherer Temperatur waschen möchten, ist das zu wenig. 

Konsument: Wir haben 16 Waschmaschinen für Sie getestet! (Bild: emregologlu/shutterstock.com)

 

Testtabelle: Waschmaschinen

VKI-Tipps

Umweltschutz. Beim Waschen sollte man darauf schauen, dass die Trommel möglichst voll beladen ist. Das spart Wasser und Energie. Je weniger Wäsche sich in der Trommel befindet, desto mehr Wasser und Energie wird pro Kilo Wäsche benötigt. Halbvolle Maschinen sind schädlich für die Umwelt.

Fassungsvermögen. Um Wasser und Energie zu sparen, macht es deshalb auch Sinn, beim Waschmaschinenkauf auf die Trommelgröße zu achten. Im Durchschnitt bieten die Geräte ein Fassungsvermögen von 7 Kilo. Das ist für einen Durchschnittshaushalt in der Regel völlig ausreichend.

Energielabel. Das für die Maschine angegebene Energielabel ist nur bedingt aussagekräftig. Es bezieht sich ausschließlich auf die Öko- oder Sparprogramme, nicht jedoch auf die Normalprogramme. 

Testkriterien

Getestet wurden 14 Waschmaschinen mit 1400 U/min. Darunter 2 Baugleichheiten.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das Konsument-Qualitätsurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Die Stiftung Warentest wendet bei Waschmaschinen folgende Abwertungen an:

•  Funktion: Ist die Funktion (also das Waschen, Spülen und Schleudern) befriedigend, kann das Test-Qualitätsurteil maximal eine halbe Note besser sein.
•  Dauerprüfung: Ist die Haltbarkeit ausreichend oder mangelhaft oder bei Waschtrocknern ausreichend, kann das Test-Qualitätsurteil nicht besser sein.
•  Umwelteigenschaften: Ist das Geräusch im Hauptwaschgang ausreichend oder mangelhaft, können die Umwelteigenschaften maximal eine Note besser sein. Ist das Geräusch beim Schleudern ausreichend oder mangelhaft, können die Umwelteigenschaften maximal zwei Noten besser sein. 

Funktion. Alle Geräte müssen verschiedene Waschprogramme durchlaufen:

•    Buntwäsche 60 Grad Celsius (Sparprogramm) mit der Hälfte der maximalen Beladung laut Anbieter
•    Buntwäsche 60 Grad Celsius mit halber Beladung im Normalprogramm
•    Buntwäsche 40 Grad Celsius mit voller und mit halber Beladung laut Anbieter
•    Buntwäsche 40 Grad Celsius mit halber Beladung im Kurzprogramm
•    Buntwäsche 40 Grad Celsius mit 2 kg Beladung
•    Pflegeleicht 30 Grad Celsius bei maximaler Beladung laut Anbieter 

Dabei sind die Waschmaschinen mit normierter, üblicher Haushaltswäsche beladen: Hand-tücher, Betttücher und Kopfkissen. Hinzu kommen verschmutzte Stoffstreifen mit Hautfett, Ruß, Öl, Blut, Kakao und Rotwein. Nach dem Waschen messen die Experten, wie sauber die Schmutzstreifen geworden sind (Reinigungsleistung), wie gut die Wäsche ausgespült (Spülwirkung) und geschleudert (Schleuderwirkung) wird. Außerdem wird auch die Dauer der Programme bewertet.

​Es wird die maximale Laugentemperatur im 60 Grad Celsius Ecoprogramm und im 60 Grad Celsius Normalprogramm gemessen und bewertet.

Dauerprüfung. Drei Waschmaschinen von jedem Fabrikat waschen jeweils 1840 Mal in verschiedenen Programmen, mit kleinen Ruhepausen rund um die Uhr. Sie sind mit robusten Arbeitsanzügen beladen und waschen mit einem handelsüblichen Vollwaschmittel. Die Dauerprüfung dauert rund ein halbes Jahr und simuliert im Zeitraffer eine rund zehnjährige Nutzung bei 3,5 Wäschen pro Woche. Die Bewertung richtet sich danach, ob und wann Fehler auftreten und wie schwerwiegend sie sind.

Handhabung. Drei Experten und zwei Nutzer bewerten, wie sich die Waschmaschine bedienen lässt. Unter anderen erfassen sie folgende Punkte:

•    Gebrauchsanleitung
•    Waschmittelzugabe
•    Bedienelemente (zum Beispiel Programmwähler, Einstellen von Schleuderdrehzahlen oder Sonderfunktionen)
•    Einfüllen und Herausnehmen der Wäsche
•    Reinigen und Pflegen (Wartung) der Maschine
•    Lockerheit der Wäsche (nach dem 40-Grad-Buntprogramm)
•    Restlaufanzeige

Umwelteigenschaften. Die Tester messen den Strom- und Wasserverbrauch in allen geprüften Programmen, sowie den Stromverbrauch im Standby (Programm mit Zeitvorwahl sowie nach Programmende) und im Aus-Zustand. Außerdem messen die Prüfer das Geräusch beim Waschen im Hauptwaschgang und beim Schleudern.

Schutz vor Wasserschäden. Ein Experte prüft das Wasserstoppsystem und den Auslaufschutz der Waschmaschine. Dabei berücksichtigt er folgende mögliche Fehler:

•  Wenn der Wasserzulaufschlauch platzt, muss ein Ventil das sprudelnde Wasser direkt am Hahn abstellen. Dafür ist ein doppelwandiger Schlauch erforderlich.
•  Damit die Trommel nicht überläuft, stoppt ein Niveauschalter rechtzeitig den Wasser-zulauf. Fällt er aus, soll die Maschine stoppen, einen Fehler melden und am besten das eingelaufene Wasser automatisch abpumpen.
•  Wenn das Magnetventil am Wassereinlass klemmt oder nicht richtig schließt, läuft ständig Wasser nach und muss abgepumpt werden. Dafür sorgt ein Sicherheitsschalter.
•  Wenn die Waschmaschine undicht wird, soll eine Bodenwanne das auslaufende Wasser auffangen, ein Schwimmschalter das Programm stoppen und die Pumpe akti-vieren.
•  Wenn der Ablaufschlauch nicht fest installiert ist und auf den Boden fällt.
 

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