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Elektrische Zahnbürsten - Auch günstige Modelle putzen gut

Viele Produkte sind mit teuren Extras ausgestattet. Wenn es um die Putzqualität geht, tun es allerdings auch günstige Basismodelle.

Elektrische Zahnbürsten: Gute schon um 16 Euro erhältlich. (Bild: goffkein.pro/Shutterstock.com)

Folgende Zahnbürsten finden Sie in unserer Testtabelle:

  • Amazon Solimo Rechargeable Toothbrush
  • Braun Oral-B GeniusX 20000N
  • Braun Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin
  • Braun Oral-B Pro 2 20000N
  • Curaprox Hydrosonic Easy
  • dm Dontodent Schall-Zahnbürste Sonic Power
  • edel + white Sonic Generation 8 Winner
  • Grundig Schallzahnbürste TB 8730
  • Fairywill Sonic Electric Toothbrush Model 507
  • Müller Sensident Akku-Zahnbürste Perfect Clean Prof.
  • Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart
  • Philips Sonicare 7300 Expert Clean
  • Silk'n SonicSmile
  • Teez Elektrische Schallzahnbürste G1
  • Xiaomi Mi Electric Toothbrush

Die Testtabelle informiert über: Art der Bürstenbewegung,  Ausstattung (Anzahl der Bürsten, Intervaltimer: Putzsignal und Ende der Putzzeit), Zahnreinigung, Handhabung (Zähneputzen, Timer, Bedienungsanleitung, Gerätereinigung, Stand- und Liegefestigkeit, Betriebszeit mit einer Akku- oder Batterieladung, Ladezubehör) Haltbarkeit, Umwelteigenschaften.

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.


Test: 15 Elektrische Zahnbürsten

Mattschwarzes Gehäuse, die Ladestation in Glas-Optik: Bei mancher elektrischen Zahnbürste fragt man sich unwillkürlich, ob sie in erster Linie ein Designobjekt ist oder auch gut zum Putzen taugt. Im aktuellen Test unserer Partnerorganisation Stiftung Warentest traten insgesamt 15 Vertreter unterschiedlichster Preisklassen zum Putztest an. Die Preisspanne der aktuell getesteten Modelle liegt zwischen 16 und 200 Euro.

Folgekosten beachten

Für die Kaufentscheidung sollten  auch die Folgekosten der Bürstenaufsätze eine Rolle spielen. Diese liegen bei den guten Produkten dieses Tests zwischen 1,50 Euro und 8,50 Euro. BeimTausch etwa alle drei Monate summieren sich damit einige Zusatzkosten.

Erstmals in unserem Zahnbürsten-Test vertreten waren die Marken Teez, Xiaomi und Fairywill. 

Testverlierer schwächeln bei Zahnreinigung

Gute Ergebnisse keine Preisfrage

Die Bandbreite reicht von Modellen, für die man an die 200 Euro und mehr hinblättern muss (etwa die 9300 Diamond Clean Smart von Philips Sonicare oder die Genius X 20000N von Braun Oral-B), bis hin zu Geräten, die bereits um rund 16 Euro zu haben sind (z.B. die Sensident Akku- Zahnbürste Perfect Clean Professional der Drogeriekette Müller oder die bei Amazon erhältliche Solimo Rechargeable Toothbrush).

Letztlich können wir diese vier ­Modelle neben acht weiteren für die Zahnreinigung empfehlen. Insgesamt schnitten zwölf der fünfzehn getesteten Produkte mit dem Testurteil „gut“ ab. Zwei Geräte, das oben genannte von Philips Sonicare und die Sonic Generation 8 Winner von edel + white, schafften beim Gruppenurteil für die Zahnreinigung sogar ein „sehr gut“.

Testverlierer

Zu den Schlusslichtern im aktuellen Test gehören die Akku-Modelle von Teez, Xiaomi und Fairywill. Diese Marken waren zum ­ersten Mal im Test vertreten. Leider schwächelten sie ausgerechnet beim wichtigsten Kriterium, der Zahnreinigung. Besonders Teez und Xiaomi entfernten bei den Prüf­zähnen so wenig von der künstlichen Plaque, dass ihre Reinigungsleistung mit „weniger zufriedenstellend“ bewertet werden musste. Plaque gilt als Ursache für Karies und Parodontitis. Das Produkt von Fairywill schaffte zwar eine durchschnittliche Reinigung, ging allerdings ziemlich früh kaputt.

Prüfung für 6 Jahre Nutzung

Bei der Haltbarkeitsprüfung müssen die Bürsten 2.250 Zyklen überstehen, das entspricht ­einer Nutzungsdauer von rund sechs Jahren. Fairywill schaffte nicht einmal die Hälfte. Wenig praktisch ist zudem, dass die Modelle von Teez, Xiaomi und Fairywill ohne Netz­adapter verkauft werden und nur über ein mitgeliefertes USB-Kabel aufgeladen werden können.

 

Kosten für Bürstenaufsätze beachten

Akkutausch nicht möglich

Apropos Aufladen und Haltbarkeit der ­Modelle: Wie wir aus zahlreichen Zuschriften unser Leserinnen und Leser wissen, sind es bei elektrischen Zahnbürsten vor allem die Akkus, die für Ärger sorgen. Hauptkritikpunkt: In der Regel ist nicht vorgesehen, dass sie ausgetauscht werden können. Macht der Akku schlapp, muss man die ganze Zahnbürste entsorgen – eine Vergeudung von Ressourcen, die überhaupt nicht in unsere heutige Zeit passt.

Im Test tragen wir dem insofern Rechnung, als ­Modelle, bei denen kein Akkutausch möglich ist – was in diesem Fall auf alle zutrifft –, grundsätzlich keine sehr gute Bewertung im Punkt „Haltbarkeit und Umwelteigenschaften“ bekommen konnten. Hier ist es höchste Zeit, dass die Anbieter Modelle auf den Markt bringen, bei denen ein ­Akkutausch möglich ist.

Unterschiedliche Ausstattung

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den zwölf mit „gut“ bewerteten Produkten bestehen in der Ausstattung. Die bereits erwähnte Braun Oral-B Genius X 20000N etwa bietet sechs verschiedene Reinigungsmodi, analysiert mit künstlicher Intelligenz und Bewegungssensoren das Putzverhalten und lässt sich per Bluetooth mit einer Putz-App auf dem Smartphone verbinden. Die Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart bietet vier Putzeinstellungen, drei Bürstenaufsätze und ein Reise-Etui. Per Bluetooth lässt auch sie sich mit einer App verbinden. Was Sonderausstattungen betrifft, fallen die Anbieter immer wieder mit Innovationen auf. Braun etwa hat vor einiger Zeit mit der Oral-B iO eine Zahnbürste auf den Markt gebracht, die dank Mikrovibrationen und künstlicher Intelligenz noch mehr können soll als ihre Vorgänger. Für diesen Test kam das Modell allerdings zu spät in den Handel.

Folgekosten beachten

Beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste sollte man auch die Folgekosten für den Bürstenaufsatz im Blick haben. Diese ­können mitunter hoch sein. Der Bürstenaufsatz sollte etwa alle drei Monate gewechselt werden, je nach Putzverhalten und Abnutzung auch öfter. Die Bandbreite der Kosten liegt bei den guten Modellen zwischen 1,50 Euro beim Amazon-Modell und 8,50 Euro bei der Zahnbürste von edel + white. Bei letzterem Modell kommen also pro Jahr mindestens 34 Euro zusammen.

Test mit Originalaufsätzen

Da die Bürste für das Putzergebnis eine ­entscheidende Rolle spielt, wurden die ­Modelle übrigens jeweils mit dem Originalaufsatz getestet. Im vorigen Test mussten wir nämlich feststellen, dass günstige Bürstenköpfe von Drittanbietern nicht immer an die Qualität der Originale herankamen. Putzen sollte man die Zähne mindestens zwei Mal täglich zwei Minuten lang. Zur richtigen Einschätzung ist dafür ein inte­grierter Timer hilfreich. Alle getesteten ­Modelle sind damit ausgestattet.

Testtabelle: Elektrische Zahnbürsten

App-Check

Drei der Hersteller bieten Apps für das Smartphone an, mit Vor- und Nachteilen.

Philips

Das Angebot fällt eher schmal aus. Im Fokus liegt die Putzzeitmessung. Hier sind verschiedene Modi wählbar, eine individu­elle Zeitvorgabe lässt sich nicht einstellen. Um die App zu nutzen, ist ein Benutzerkonto erforderlich. Sowohl die Android- als auch die iOS-App sendet Daten an Dritte, mit denen sich ein Nutzerprofil erstellen ließe.

Oral-B

Die App bietet zahlreiche, auch spielerische Möglichkeiten, die Mund­hygiene zu verbessern – gründliche Putzer können sich etwa virtuelle Pokale verdienen. Dass die App dabei auch Nachrichten liefert, lenkt eher ab und ist verzichtbar. Sowohl die Android- als auch die iOS-App sendet Daten an Dritte (etwa den genauen Standort oder Gerätedaten), über die sich ein Nutzerprofil erstellen ließe.

Xiaomi

Die App misst vor allem die Putzdauer von zwei oder zweieinhalb Minuten. Ob dabei alle Zähne erreicht und gereinigt werden, erfasste die App im Test aber nicht immer genau. Android- und iOS-App über­tragen die Seriennummer der Bürste an den Anbieter, ein Nutzerprofil wäre so ermittelbar. 

Testkriterien

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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