Testparameter inkl. Gewichtung
- Kariesprophylaxe 60 %
- Umweltkritische Stoffe 5 %
- Verpackung 15 %
- Deklaration und Werbeaussagen 20 %
Beschreibung der Prüfkriterien/-methoden
Im Rahmen einer Testkooperation mit der Stiftung Warentest wurden 16 vornehmlich marktbedeutende Kinderzahnpasten untersucht. Die Prüfmuster wurden im April und Mai 2025 anonym eingekauft, die Preise wurden im Jänner 2026 von den Anbietern und im (Online-)Fachhandel erhoben.
Kariesprophylaxe
Der Fluoridgehalt wurde bestimmt. In Zahnpasten können Wirkstoffe wie Fluoride Karies vorbeugen und die Härtung des Zahnschmelzes fördern. Zwei Fachleute beurteilten die Kariesprophylaxe auf Basis bekannter Fachliteratur, Empfehlungen von Fachgesellschaften und eingereichter Unterlagen der Anbieter. Dabei berücksichtigten sie jeweils die Art und die Konzentration der eingesetzten Wirksubstanzen, den pH-Wert und die Anwesenheit weiterer Wirkstoffe.
Der Fluoridgehalt wurde mittels Gaschromatographie mit angeschlossenem Flammenionisationsdetektor (GC-FID) in Anlehnung an die amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 64 LFGB K 84.06.01-2 bestimmt. Zur Absicherung konnte der Gehalt an Monofluorphosphaten in Anlehnung an DIN 38405, Teil 4, mit einer ionenselektiven Elektrode geprüft werden.
Umweltkritische Stoffe
Anhand der Inhaltsstofflisten wurde geprüft, ob die Produkte Stoffe enthalten, die nicht oder schlecht biologisch abbaubar sind. Die Anbieter wurden nach den Gehalten gefragt. Die Bewertung erfolgte abhängig von der jeweiligen üblichen Einsatzkonzentration.
Verpackung
Es wurde geprüft, ob sich die Tuben vollständig entleeren lassen und ob sie über eine Originalitätssicherung verfügen, die sie gegen unerlaubtes Öffnen vor dem Kauf schützt. Zudem wurde bewertet, ob unnötiges Verpackungsmaterial wie Faltschachteln verwendet wird. Fünf Personen testeten die Handhabung der Tuben: Wie gut lassen sie sich öffnen und schließen? Wie handlich sind sie? Wie gut lässt sich die Zahnpasta entnehmen?
Zudem wurde geprüft, ob Trennungs- und Entsorgungshinweise vorhanden sind. Die Recyclingfähigkeit der Zahnpasta-Tuben wurde ermittelt. Dabei wurde bewertet, inwieweit sie erfasst, sortiert und verwertet werden können, um durch Recycling materialidentische Rohstoffe zurückzugewinnen und somit neue einzusparen. Grundlage für die Bewertung der Recyclingfähigkeit ist der Mindeststandard der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister.
Deklaration und Werbeaussagen
Ein Experte prüfte, ob die Kennzeichnung der EU-Kosmetikverordnung und der Fertigpackungsverordnung entspricht. Drei Fachleute prüften die Leserlichkeit und die Werbeaussagen. Dabei wurde ermittelt, ob passend zu den Werbeaussagen in der Inhaltsstoffliste Wirkstoffe angegeben sind, die über die normale zahnpflegende Wirkung hinausgehen und für die eine Wirkung wissenschaftlich belegt ist.
Weitere Untersuchungen
pH-Wert: Der pH-Wert wurde in Anlehnung an DIN EN ISO 11609:2008 bzw. an die DGF-Methode bestimmt.
Abwertungen
Abwertungen bewirken, dass gravierende Produktmängel sich stärker auf das Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet. Folgende Abwertungen wurden eingesetzt:
- War der Prüfpunkt Kariesprophylaxe nicht zufriedenstellend, konnte das Testurteil nicht besser ausfallen.
- Lautete das Urteil für die Verpackung weniger zufriedenstellend oder schlechter, wurde das Testurteil um eine halbe Note abgewertet.
- War das Produkt zusätzlich in einer Faltschachtel verpackt, wurde das Verpackungsurteil um eine halbe Note abgewertet.
- Bei einer weniger oder nicht zufriedenstellenden Recyclingfähigkeit konnte das Verpackungsurteil nur eine Note besser sein.
- Waren die Prüfpunkte Deklaration und Werbeaussagen und Umweltkritische Stoffe weniger zufriedenstellend, wurde das Testurteil um eine halbe Note abgewertet.
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