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Ein lachendes Kind mit nassen Haaren und hellblauem Kapuzenhandtuch putzt sich mit einer blauen Zahnbürste die Zähne. Der Hintergrund wirkt hell und unscharf, vermutlich ein Badezimmer.
Bild: Iryna Dincer/stock.adobe.com

Kinderzahnpasten Test 2026

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Wir haben 16 Zahnpasten untersucht. Die billigsten sind die besten. 5 fallen durch, sie enthalten kein oder zu wenig Fluorid.

Wer früh mit dem Putzen anfängt, hat später gut lachen. Und zwar wortwörtlich. Das Kindergebiss braucht Pflege von Anfang an, und dafür gibt es spezielle Kinderzahnpasten. Klingt einfach und verständlich, wo liegt das Problem? Unsere gemeinsame Untersuchung mit der Stiftung Warentest von 16 Produkten zeigt: Nicht jede bunte Tube hält, was sie verspricht. Nur elf Kinderzahnpasten schützen kleine Zähne zuverlässig vor Karies. Fünf fallen durch – und das ausgerechnet wegen eines der wichtigsten Inhaltsstoffe überhaupt: Fluorid. 

Diese Kinderzahnpasten haben wir getestet:

  • Alverde Naturkosmetik Kids Zahngel
  • Dentalux Kids
  • Dentofit Kids Kinderzahncreme
  • Elmex Kinder-Zahnpasta
  • Gum Kids 3+
  • Happybrush Super Kids Zahnpasta
  • Karex Kinder Zahnpasta mit BioHAP
  • Lavera Naturkosmetik Zahncreme Kids
  • Mentadent Kids Super Mario
  • Mirafluor Kids Zahnpasta
  • Nenedent Kinderzahncreme
  • Nordics Natural Kids Toothpaste Orange and Clementine
  • Odol-med3 Milchzahn
  • Sensodyne ProSchmelz Kids
  • Weleda Kids-Zahngel mit Fluorid
  • Woom Kids Peach Toothpaste

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3 Mädchen im Badezimmer putzen sich die Zähne
Bild: stock.adobe.com/Kzenon

Fluorid muss sein

Fluorid ist der einzige bewiesene Inhaltsstoff, der Karies verhindern kann. Das ist wissenschaftlich gut belegt – und gilt ausdrücklich auch für Milchzähne: Deren Zahnschmelz ist besonders dünn. Empfohlen wird für Kinderzahnpasten ein Fluoridgehalt von 1.000 ppm (parts per million, also Teile pro eine Million). Das heißt, ein Tausendstel der Zahnpasta sollte Fluorid sein. Doch genau daran scheitern einige Produkte. Fünf getestete Zahnpasten enthalten entweder gar kein Fluorid oder deutlich zu wenig. Stattdessen setzen sie auf Hydroxylapatit, Xylit, Sorbitol oder Kalziumlactat. Das Problem dabei ist, dass keiner dieser Stoffe Fluorid nachweislich gleichwertig ersetzen kann.

Gut muss nicht teuer sein

Die gute Nachricht: Wer zu einer empfehlenswerten Kinderzahnpasta greift, muss dafür kein Vermögen ausgeben. Unter den elf guten und sehr guten Produkten finden sich gleich zwei Testsieger: Dentalux von Lidl und Dentofit Kids von Hofer. Sie schneiden in allen Prüfpunkten sehr gut ab. Die zwei Besten sind auch die günstigsten Tuben. Hofer und Lidl verlangen dafür gerade einmal 89 Cent pro 100 Milliliter. Laut Hofer sind von der getesteten Dentofit Kids nur noch Restmengen verfügbar, sie wurde mittlerweile aus dem Sortiment genommen.

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Reis oder Erbse

Neben dem Fluoridgehalt kommt es auf die Dosierung an. Denn zu wenig Zahnpasta schützt nicht ausreichend vor Karies, zu viel kann – vor allem bei sehr kleinen Kindern – zu einer sogenannten Dentalfluorose führen. Dabei entstehen weiße Flecken auf den bleibenden Zähnen. Das Risiko besteht hauptsächlich in den ersten beiden Lebensjahren, danach nicht mehr. Die einfache Faustregel für Fluoridzahnpasten lautet: 

• Bis zum zweiten Geburtstag: reiskorngroße Menge 

• Ab zwei bis sechs Jahre: erbsengroße Menge 

Wichtig: Wird mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt, sollen zusätzlich keine Fluorid-Tabletten gegeben werden.

Bub hält waagrecht eine Zahnbürste mit einer kleinen Menge Pasta darauf
Bild: stock.adobe.com/LIGHTFIELD-STUDIOS

Kleiner ist feiner

Was einfach klingt, ist oft schwierig: Ein Reiskorn Zahnpasta aus der Tube zu drücken, ohne dass gleich ein großer Batzen herausquillt. Besonders gut funktioniert das mit Tuben, die eine kleine Öffnung haben: Dentalux, Dentofit Kids und Mirafluor. Große Tubenöffnungen – etwa bei Happybrush, Odol-med3, Sensodyne oder Weleda – machen das Dosieren schwierig. Dafür gab es im Test Abzüge bei der Handhabung. Noch ein Tipp für die Erwachsenen: Legen Sie ein echtes Reiskorn einmal testweise auf den Bürstenkopf – das schärft das Gefühl für die richtige Menge. Und ganz wichtig: Dosieren gehört in Erwachsenenhände, die Tube nicht in Kinderhände.

Nachhaltigkeit

Seit Kurzem bewerten wir auch Umweltkriterien. Positiv fällt auf: Nur 6 der 16 Kinderzahnpasten enthalten überhaupt umweltkritische Stoffe. Nenedent setzt den Komplexbildner EDTA ein, der das Trinkwasser belasten kann, Elmex Hydroxyethylcellulose, die schlecht abbaubar ist. Beides ist verzichtbar, das zeigen die anderen Hersteller. Die anderen vier Produkte enthalten umweltkritische Farbstoffe, allerdings in sehr geringer Konzentration unter einem Prozent. Das wird als „durchschnittlich“ bewertet. Erfreulich ist, dass der umstrittene Farbstoff Titandioxid in keiner der getesteten Zahnpasten mehr zu finden ist.

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Zähneputzen

Zweimal täglich putzen, das gilt schon für Kinder – am besten nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen. Wesentlich ist nicht die Dauer, sondern dass jeder Zahn erwischt wird. Für die Reihenfolge hat sich das KAI-System bewährt: 

Kauflächen zuerst, dann 

Außenflächen mit kreisenden Bewegungen und anschließend 

Innenflächen von Rot nach Weiß bürsten. 

Ab etwa zwei Jahren dürfen Kinder selbst mitputzen. Erwachsene müssen aber auf jeden Fall noch länger nachputzen – und zwar bis die Sprösslinge acht bis zehn Jahre alt sind. Eine einfache Faustregel lautet: Erst wenn ein Kind flüssig schreiben kann, reicht die Feinmotorik meist auch fürs gründliche Zähneputzen. Es genügt, wenn Kinder die Zahnpasta nach dem Zähneputzen ausspucken. Das können sie mit drei bis fünf Jahren. So kann das Fluorid länger auf der Zahnoberfläche wirken. Ein leichtes Ausspülen ist ebenfalls möglich.

Mann putzt wenig begeistertem Kind die Zähne
Bild: stock.adobe.com/yAOinLoVE

Zahnbürste

Ob eine herkömmliche oder eine elektrische Zahnbürste verwendet wird, ist nicht entscheidend. Wichtig sind altersgerechte Bürsten mit kleinem Kopf und weichen Borsten. Elektrische Kinderzahnbürsten – bunt und vielleicht mit Musik – können für Putzmuffel durchaus motivierend sein. 

Kontrolle

Taucht der erste Milchzahn im Kindermund auf, sollte der erste Besuch in einer Zahnordination vereinbart werden. Damit wird ein regelmäßiger Termin auf dem Behandlungsstuhl zur Normalität. 

kleines Mädchen mit dunklerem Teint sitzt mit Spiegel auf einem Zahnarztstuhl
Bild: stock.adobe.com/N-Lawrenson-peopleimages.com

Ernährung

Natürlich kann auch die Nahrung des Kindes dessen Zahngesundheit beeinflussen. Zuckerhaltige Getränke, ständiges Nuckeln an Flaschen oder Schnabeltassen sowie Süßes erhöhen das Kariesrisiko deutlich. Wasser und ungesüßter Tee sind die bessere Wahl – und Esspausen helfen den Zähnen, sich mithilfe des Speichels zu regenerieren. 

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Der letzte Biss

Gesunde Zähne brauchen von Anfang an die richtige Pflege. Eine gute Kinderzahnpasta mit ausreichend Fluorid, richtig dosiert und regelmäßig angewendet, ist dabei unverzichtbar. Alle in diesem Test mit „sehr gut“ oder „gut“ bewerteten Produkte enthalten die richtige Menge Fluorid und sind für die Karies-Abwehr geeignet. Später, wenn die bleibenden Zähne kommen, steht der Wechsel zu Junior- oder Erwachsenenzahnpasta an. Diese unterscheiden sich in der Regel nur in Geschmack und Schäumverhalten – die Juniorprodukte sind milder und sanfter. Der Fluoridgehalt ist gleich hoch. Was sich auch nie ändert: Die Regel, zweimal täglich gründlich zu putzen.

Soll ich bei meinem Kind die Fissuren versiegeln lassen?

Fissuren sind die schmalen, tiefliegenden Rillen auf den Kauflächen der bleibenden Backenzähne. Weil man sie mit der Zahnbürste nur schwer vollständig sauber bekommt, gehören sie zu den Stellen, an denen Kinder und Jugendliche besonders schnell Karies entwickeln können. In der Zahnordination können diese Rillen mit einem dünnen, hellen Kunststoff verschlossen werden. Diese sogenannte Fissurenversiegelung schützt die Zähne zuverlässig vor Karies und verändert das Aussehen des Zahns nicht. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich sehr gut belegt. Ob eine Versiegelung sinnvoll ist und ab wann sie empfohlen wird, beurteilen die Zahnmediziner:innen individuell – abhängig davon, wie hoch das Kariesrisiko Ihres Kindes ist.

Testtabelle: Kinderzahnpasten

Klicken Sie auf den Link. Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 16 Produkten zur Verfügung. (Stand: Februar 2026)

Bitte beachten Sie, dass Sie mindestens 2 Produkte anhaken und vergleichen müssen, um zu den Detailergebnissen zu gelangen. Näheres zur optimalen Nutzung der Online-Tabelle finden Sie in unserer Produktfinder-Hilfe.

Produktfinder
Eine Lupe in der Hand vergrößert den Schriftzug Fluorid einer Zahnpastatube, die mit weiteren Zahnpflegeprodukten auf einem weißen Tisch liegt
Bild: stock.adobe.com/Siniehina

So haben wir getestet

Testparameter inkl. Gewichtung 

  • Kariesprophylaxe 60 % 
  • Umweltkritische Stoffe 5 % 
  • Verpackung 15 % 
  • Deklaration und Werbeaussagen 20 %  

Beschreibung der Prüfkriterien/-methoden 

Im Rahmen einer Testkooperation mit der Stiftung Warentest wurden 16 vornehmlich marktbedeutende Kinderzahnpasten untersucht. Die Prüfmuster wurden im April und Mai 2025 anonym eingekauft, die Preise wurden im Jänner 2026 von den Anbietern und im (Online-)Fachhandel erhoben. 

Kariesprophylaxe 

Der Fluoridgehalt wurde bestimmt. In Zahnpasten können Wirkstoffe wie Fluoride Karies vorbeugen und die Härtung des Zahnschmelzes fördern. Zwei Fachleute beurteilten die Kariesprophylaxe auf Basis bekannter Fachliteratur, Empfehlungen von Fachgesellschaften und eingereichter Unterlagen der Anbieter. Dabei berücksichtigten sie jeweils die Art und die Konzentration der eingesetzten Wirksubstanzen, den pH-Wert und die Anwesenheit weiterer Wirkstoffe. 

Der Fluoridgehalt wurde mittels Gaschromatographie mit angeschlossenem Flammenionisationsdetektor (GC-FID) in Anlehnung an die amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 64 LFGB K 84.06.01-2 bestimmt. Zur Absicherung konnte der Gehalt an Monofluorphosphaten in Anlehnung an DIN 38405, Teil 4, mit einer ionenselektiven Elektrode geprüft werden.  

Umweltkritische Stoffe 

Anhand der Inhaltsstofflisten wurde geprüft, ob die Produkte Stoffe enthalten, die nicht oder schlecht biologisch abbaubar sind. Die Anbieter wurden nach den Gehalten gefragt. Die Bewertung erfolgte abhängig von der jeweiligen üblichen Einsatzkonzentration.  

Verpackung 

Es wurde geprüft, ob sich die Tuben vollständig entleeren lassen und ob sie über eine Originalitätssicherung verfügen, die sie gegen unerlaubtes Öffnen vor dem Kauf schützt. Zudem wurde bewertet, ob unnötiges Verpackungsmaterial wie Faltschachteln verwendet wird. Fünf Personen testeten die Handhabung der Tuben: Wie gut lassen sie sich öffnen und schließen? Wie handlich sind sie? Wie gut lässt sich die Zahnpasta entnehmen? 

Zudem wurde geprüft, ob Trennungs- und Entsorgungshinweise vorhanden sind. Die Recyclingfähigkeit der Zahnpasta-Tuben wurde ermittelt. Dabei wurde bewertet, inwieweit sie erfasst, sortiert und verwertet werden können, um durch Recycling materialidentische Rohstoffe zurückzugewinnen und somit neue einzusparen. Grundlage für die Bewertung der Recyclingfähigkeit ist der Mindeststandard der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister.  

Deklaration und Werbeaussagen 

Ein Experte prüfte, ob die Kennzeichnung der EU-Kosmetikverordnung und der Fertigpackungsverordnung entspricht. Drei Fachleute prüften die Leserlichkeit und die Werbeaussagen. Dabei wurde ermittelt, ob passend zu den Werbeaussagen in der Inhaltsstoffliste Wirkstoffe angegeben sind, die über die normale zahnpflegende Wirkung hinausgehen und für die eine Wirkung wissenschaftlich belegt ist.  

Weitere Untersuchungen 

pH-Wert: Der pH-Wert wurde in Anlehnung an DIN EN ISO 11609:2008 bzw. an die DGF-Methode bestimmt. 

Abwertungen 

Abwertungen bewirken, dass gravierende Produktmängel sich stärker auf das Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet. Folgende Abwertungen wurden eingesetzt: 

  • War der Prüfpunkt Kariesprophylaxe nicht zufriedenstellend, konnte das Testurteil nicht besser ausfallen. 
  • Lautete das Urteil für die Verpackung weniger zufriedenstellend oder schlechter, wurde das Testurteil um eine halbe Note abgewertet. 
  • War das Produkt zusätzlich in einer Faltschachtel verpackt, wurde das Verpackungsurteil um eine halbe Note abgewertet. 
  • Bei einer weniger oder nicht zufriedenstellenden Recyclingfähigkeit konnte das Verpackungsurteil nur eine Note besser sein. 
  • Waren die Prüfpunkte Deklaration und Werbeaussagen und Umweltkritische Stoffe weniger zufriedenstellend, wurde das Testurteil um eine halbe Note abgewertet. 

Mädchen mit zwei Zöpfen in gelbem Bademantel putzt sich im Badezimmer die Zähne
Bild: stock.adobe.com/Oksana-Kuzmina

Fluoridtabletten für Babys und kleine Kinder?

Die Empfehlungen unterscheiden sich: Die einen halten Fluoridtabletten nur eingeschränkt für geeignet, weil es keine Belege dafür gibt, dass sie vor dem ersten Zahn wirklich nützen. Sie raten, erst mit dem ersten Zahn fluoridhaltige Zahnpasta zu verwenden – regelmäßig und in kleinen Mengen.

Andere empfehlen hingegen:
Von Geburt an bis zum ersten Zahn täglich eine Fluorid-Vitamin-D-Tablette.
Sobald der erste Zahn da ist, haben Eltern zwei Möglichkeiten:

  1. Zweimal täglich mit Wasser oder fluoridfreier Zahnpasta putzen und eine Fluorid-Vitamin-D-Tablette täglich,
    oder
  2. zweimal täglich mit einem reiskorngroßen Klecks Fluoridzahnpasta putzen undVitamin D extra geben.

Was aber alle betonen: Nie Fluoridtabletten und fluoridhaltige Zahnpasta gleichzeitig verwenden – das kann unter anderem zu einer Überdosierung mit bleibenden weißen Flecken auf den zweiten Zähnen führen.

Fluoridiertes Speisesalz ist zusätzlich sinnvoll.

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