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Elektrische Zahnbürsten - Gut geschrubbt

, aktualisiert am

Test: Elektrische Zahnbürsten von Braun, Philips, Sensident und Dontodent. - Sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Gute Geräte müssen nicht viel kosten.

In unserem Test haben wir fünf elektrische Zahnbürsten verglichen:

  • Braun Oral-B Professional Care und Pulsonic Slim
  • Philips Sonicare Easy Clean HX6511/50
  • Sensident Akku-Zahnbürste Expert (bei Müller)
  • Dontodent Akku (bei dm)

Die Testtabelle informiert Sie über Richtpreis, Zubehör, Anzahl der Putzeinstellungen, Qualität der Zahnreinigung, Handhabung (Putzzeitsignal, Bedienungsanleitung, Reinigung des Gerätes, Stand- und Liegefestigkeit, Betriebszeit, ...) sowie die Haltbarkeit der elektrischen Zahnbürsten und ihre Umwelteigenschaften.

Bequemlichkeit und Gründlichkeit zählen

Hier der Testbericht: Elektrische Zahnbürsten machen das Zähneputzen nicht nur bequemer, sie sind auch von Vorteil, was die Gründlichkeit angeht, und sie können die Wahrscheinlichkeit von Putzschäden verringern. Die Stiftung Warentest nimmt den Markt regelmäßig unter die Lupe. Bereits im Mai 2013 (KONSUMENT 5/2013) ­haben wir die Testergebnisse von neun Geräten veröffentlicht. Im aktuellen Test sind fünf in Österreich erhältliche Modelle vertreten.

Oszillierend-rotierend, pulsierend ...

Überprüft wurde wieder, wie gut Elektro­bürsten künstliche Beläge von Modell­zähnen entfernen, wie einfach die Geräte sich handhaben lassen und wie lange sie halten. Der aktuelle Vergleich zeigt: Alle Geräte sind gut, allerdings reicht keine der fünf Zahnbürsten so ganz an den Sieger aus dem letzten Test heran. Vor allem sind sie nicht so günstig. Wenn Sie sich davon ein Bild machen wollen, sollten Sie also auch hier lesen: Test: Elektrische Zahnbürsten 5/2013  Lesen Sie auch unseren Tipp zu Mundduschen 3/2013.

... oder Schallzahnbürsten?

Bei drei der aktuellen Kandidaten handelt es sich um "oszillierend-rotierende“ Bürsten. Diese haben runde Köpfe, die im Halbkreis hin- und herschwingen und dabei teilweise zusätzlich pulsieren. Zwei Modelle zählen zu den sogenannten Schallzahnbürsten. Der Begriff ist nicht ganz korrekt, denn die ­Bürsten reinigen nicht mit Schall, sondern durch Vibrationen des Bürstenkopfes. Auch wenn in diesem Test erneut eine oszillierend-rotierende Bürste die Nase vorn hat, lassen sich daraus keine eindeutigen Vorteile ­gegenüber den Schallzahnbürsten hinsichtlich der Reinigungsleistung ablesen. Mit ­einer Rundkopfbürste muss jeder einzelne Zahn gereinigt werden.

Individuelles Putzverhalten zählt

Die Schallzahn­bürsten haben längliche Köpfe und schaffen es, mehr Fläche auf einmal zu reinigen. Das kann für Nutzer mit etwas weniger Geduld von Vorteil sein. Die Kaufentscheidung sollten Sie also aufgrund Ihres individuellen Putzverhaltens treffen.  

Zahnbürsten mit Timer

Auch wenn das Zähneputzen mit der Elektro­bürste einfacher und gründlicher geht – schneller fertig als mit der guten alten Handzahnbürste sind Sie deshalb nicht. Wenigstens morgens und abends müssen sie schon jeweils mindestens zwei Minuten investieren, um die Zähne gründlich sauber zu bekommen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann ein Gerät mit integ­riertem Timer wählen: Das Putzzeitsignal zeigt an, wann die zwei Minuten um sind.

Vom Zahnfleisch zu den Zähnen

Geputzt wird von Rot nach Weiß, also vom Zahnfleisch zu den Zähnen hin. Damit Sie alle Bereiche abdecken, sollten Sie sich eine bestimmte Reihenfolge angewöhnen – beispielsweise links oben innen beginnen und sich nach rechts oben durcharbeiten, dann das Ganze Außen wiederholen und danach zum Unterkiefer wechseln. Damit man sich das Putzen pro Quadrant optimal einteilen kann, gibt es Modelle, die alle 30 Sekunden ein kurzes Signal abgeben. Zuletzt sollte man nicht darauf vergessen, auch die Kau­flächen zu reinigen.

Bürstenköpfe regelmäßig wechseln

Das Wichtigste ist, wie bereits erwähnt, eine Zahnbürste zu finden, die zu den eigenen Ansprüchen und Putzgewohnheiten passt. Beim Kauf des Gerätes sollten Sie aber auch die Kosten nicht aus den Augen verlieren. Dabei spielt weniger der Anschaffungspreis eine Rolle als vielmehr die Tatsache, dass die Bürstenköpfe regelmäßig – etwa alle drei Monate – ausgetauscht werden müssen. Die Preise für Ersatzzahnbürsten variieren zum Teil stark: Manche kosten weniger als drei Euro, für andere müssen Sie mehr als sechs Euro berappen. Vernachlässigbar ist die ­Energie, die elektrische Zahnbürsten verbrauchen.

Lange Akkulaufzeit von Vorteil

Wer häufiger auf Geschäftsreise ist oder die Elektrobürste gerne im Urlaub dabeihat, für den ist eine lange Akkulaufzeit von Vorteil, da die Ladestation dann nicht immer mit ins Gepäck muss. Manche Mo­delle machen hier früher schlapp als andere. Im aktuellen Test variiert die Laufzeit von 40 Minuten (Braun Oral-B Professional Care 1000) bis über 200 Minuten (Philips Sonicare EasyClean).

Testtabelle: Elektrische Zahnbürsten

Testtabelle: Elektrische Zahnbürsten - noch am Markt

Kurzbeschreibungen

Hier der Kommentar der Tester. Details finden Sie in der Testtabelle.

Braun Oral-B - Professional Care 1000

Testurteil: gut

Die Rundkopfbürste reinigt die ­Zähne sehr gut. Gute Handhabung und einziges Gerät im Test mit optischer Druckkontrolle, um Schäden an Zahn und Zahnfleisch zu ver­hindern. Betriebsdauer pro Akku­ladung 40 Minuten.

Braun Oral-B - Pulsonic Slim

Testurteil: gut

Elegant designte, besonders ­schlanke und leichte Zahnbürste. Verfügt über Putzzeitsignale und zwei Putzstärken. Sowohl beim Säubern der Zähne als auch in der Handhabung gut. Betriebsdauer pro Akkuladung 84 Minuten.

Philips Sonicare - EasyClean HX6511/50

Testurteil: gut

Längste Betriebsdauer (206 Minuten). Schlichte, edle Schallzahnbürste mit vergleichsweise angenehmem Summton. Bietet neben Putzzeitsignalen auch einen sanfteren Eingewöhnungsmodus. Gut bei Zahnreinigung und Handhabung.

Sensident bei Müller - Akku-Zahnbürste Expert

Testurteil: gut

Preiswertes Gerät. Viele Extras wie Putzzeitsignale und drei Putzeinstellungen, darunter eine Zahnfleischmassage. Säubert die Zähne gut. Handhabung durchschnittlich. Betriebsdauer pro Akkuladung 186 Minuten.

Dontodent bei dm - Akku

Testurteil: gut

Preiswertestes Gerät im Test, günstige Ersatzbürsten. Verfügt über kein Putzzeitsignal, dafür über zwei Putzstärken. Gut bei der Zahnreinigung, durchschnittlich bei der Handhabung. Betriebsdauer pro Akkuladung 103 Minuten.

Zusammenfassung

  • Putzzeitsignal. Für eine gute Zahnreinigung sollten Sie nicht nur darauf achten, alle Zahnflächen zu reinigen, sondern auch gründlich putzen. Ein Putzzeitsignal ist dabei eine wertvolle Hilfe, da man eher dazu neigt, zu kurz zu putzen.
  • Zähneputzen. Sie sollten mindestens zweimal am Tag putzen, besser nach jedem Essen; dabei auf die Zahnseide für die Zwischenräume nicht vergessen. Nach der Nahrungsaufnahme eine halbe Stunde verstreichen lassen, bevor Sie putzen, um den Zahnschmelz nicht zu schädigen.
  • Die beste Bürste. Keines der hier getesteten Geräte kommt an den Testsieger aus KONSUMENT 5/2013 heran, die zudem auch noch sehr günstige Vitality Precision Clean von Braun Oral-B.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat 5 Akkuzahnbürsten (schallaktive und oszillierend-rotierende Modelle) getestet.

Zahnreinigung: Die Reinigungsleistung der Zahnbürsten wurde mithilfe einer elektronisch gesteuerten Zahnputzmaschine ermittelt. Hierfür wurden Zähne eines halbseitigen Kiefermodells mit künstlichen Belägen aus Titandioxid beschichtet und in der Zahnputzmaschine standardisiert geputzt. Anschließend erfolgte die Analyse der Belagsentfernung auf Basis digitaler Fotoaufnahmen unter Verwendung eines Bildverarbeitungsprogramms. Die Prüfung erfolgte mit jeweils sechs Geräten eines Zahnbürstenmodells.

Handhabung: Fünf Experten beurteilten Zähneputzen (z.B. Handlichkeit, Benutzung an schwer erreichbaren Stellen, Geräusch), Putzzeitsignal, Gebrauchsanleitung, Reinigung des Geräts, Stand- und Liegefestigkeit. Die Betriebszeit mit einer Akkuladung wurde mit vollständig geladenem Akku unter den Bedingungen der nachfolgend beschriebenen Dauerprüfung ermittelt.

Haltbarkeit/Umwelteigenschaften: Haltbarkeit: Die Geräte durchliefen eine Dauerprüfung mit 2.250 Prüfzyklen. Jeder Zyklus bestand aus 4 x 2 Minuten Laufzeit, dazwischen je 1 Minute Pause. So wurde eine zirka sechsjährige Benutzung durch zwei Personen simuliert. Während des gesamten Zyklus lief ein Zahnpasta-Wasser-Gemisch über die Bürste.

Umwelteigenschaften: Ermittelt wurde unter anderem der Stand-by-Stromverbrauch des Ladegeräts sowie der Stromverbrauch des Gesamtgeräts bei zweimal täglichem Gebrauch für 2 Minuten und Erhaltungsladung über 24 Stunden.

Buchtipp: "Zähne"

Woran zeigt sich die Qualität einer Krone? Was sind die Vorteile von Gold, was die Nachteile von Keramik? Lohnt es sich, für ein Implantat viel Geld auszugeben? Was gehört zu einer guten Parodontalbehandlung und bei welchen Fehlstellungen reicht die abnehmbare Zahnspange nicht?

In Ordinationen kommt die Beratung oft zu kurz. Unsere aktualisierte Neuauflage des Buches "Zähne" (www.konsument.at/zahnratgeber/) bietet fundierte und für Laien gut lesbare Informationen.

Aus dem Inhalt

  • Mutter, Baby, Kind
  • Zahn- und Kieferregulierungen
  • Zahnfleisch
  • Zahnersatz
  • Kassen und Kosten
  • Probleme mit dem Zahnarzt

207 Seiten, 19,60 Euro (+ Versandspesen)

Leserreaktionen

Lebensdauer „optimiert“

Nachdem Sie die geplante Obsoleszenz immer wieder zum Thema machen, möchte ich eine schlechte Erfahrung zur Lebensdauer hinzufügen. Wir haben zu Hause 2 Oral-B Zahnbürsten. Die 3 Jahre alte Zahnbürste hat mittlerweile eine deutlich schlechtere Akkulaufzeit als die 5 Jahre alte Bürste – obwohl beide regelmäßig verwendet wurden. Der Verdacht liegt nahe, dass hier die Lebensdauer zu Gunsten des Herstellers „optimiert“ wurde.

Positiv hervorheben muss man, dass die Zahnbürsten ohne Spezialwerkzeug geöffnet werden können. Anleitungen gibt es im Internet – wer mit einem Lötkolben umgehen kann und ein feinmechanisches Geschick hat, kann auch den Akku selber tauschen. Leider sind das wahrscheinlich weniger als 5 % der Kunden.

Adolf Schwarz
E-Mail
(aus KONSUMENT 4/2014)

Testanregung

Ich hatte schon vor längerer Zeit angeregt, einen Test über Brotschneidemaschinen (Lautstärke, Plastikzahnräder, Restmenge welche nicht mehr zu schneiden ist, Reinigung, Zubehör etc.) zu machen. Diese sind mit über hundert Euro sicher testwürdiger als so manche z.B. billige Zahnpaste bzw. elektrische Zahnbürste.

Ich habe viele Zeitschriften heuer wegen Pensionierung abbestellt, aber den KONSUMENT werden wir weiterlesen. Danke für alle Bemühungen und macht weiter so.

Karl Hlavacek
E-Mail
(aus KONSUMENT 4/2014)

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