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Eine Frau bedient in einer Küche eine weiße Heißluftfritteuse. Daneben ein Teller Pommes frites mit Ketchup und Mayonnaise sowie zwei Ölflaschen.
Pommes frites sind die klassische Disziplin für Heißluftfritteusen. Im VKI-Test waren wir nicht überzeugt. Bild: stock.adobe.com/ Mihriban

Airfryer mit zwei Körben: Lohnt sich das?

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Zwölf Dual-Geräte waren in unserem Airfryer-Test. Keines davon erreicht die Punktzahl der besten Einkorb-Modelle. Beim Stromverbrauch und in der Ökobilanz fallen sie noch deutlicher zurück.

Dual-Airfryer haben zwei getrennte Garkörbe, die sich unabhängig voneinander mit eigener Temperatur und eigener Zeit betreiben lassen. Das Verkaufsargument liegt auf der Hand: Hendlkeulen im einen Korb, Pommes Frites im anderen, beides gleichzeitig fertig. 

In unserem Test von 51 Airfryern waren zwölf solcher Geräte. Wir haben bei ihnen zusätzlich geprüft, wie gut die gleichzeitige Zubereitung tatsächlich funktioniert. Parallel dazu hat unsere portugiesische Partnerorganisation DECO eine vereinfachte Ökobilanz gerechnet, an der insgesamt 14 Verbraucherorganisationen beteiligt waren. 

Die Ergebnisse aus beiden Untersuchungen zeigen in dieselbe Richtung. 

Diese Dual-Geräte haben wir untersucht 

  • Braun TD3030IBK 
  • Cosori Dual Basket 8.5L R901 
  • Domo DO537FR 
  • Instant Pot Vortex Dual Drawer 8L 
  • Moulinex EZ942HF0 Easy Fry Dual XXL 
  • Ninja Foodi MAX Dual Zone AF400EUWH 
  • Nutribullet NBA081B 
  • Philips NA350/00 3000 Series Dual Basket Airfryer 
  • Princess 182470 
  • Russell Hobbs 27680-56 Satisfry Dual Basket Air Fryer 9 Liter 
  • Tefal Easy Fry Dual Air Fryer & Grill EY901N Black 
  • Tristar FR-9040 

Testabelle Airfryer

Klicken Sie auf den Link Zur Testtabelle. Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 51 Airfryer zur Verfügung. 

Bitte beachten Sie, dass Sie mindestens zwei Produkte anhaken und vergleichen müssen, um zu den Detailergebnissen zu gelangen. Näheres zur optimalen Nutzung der Online-Tabelle finden Sie in unserer Produktfinder-Hilfe.

Produktfinder

Kein Dual-Gerät kommt an die Spitze

Das beste Dual-Modell im Test ist der TD3030IBKvon Braun mit 67 von 100 Punkten und einem Preis von 121,99 Euro. Zum Vergleich: Die beiden Testsieger insgesamt, Philips NA341/00 und NA342/00 mit je einem Korb, erreichen 76 Punkte und sind ab 99,99 Euro zu haben. 

Hier gelangen Sie zur Gesamtwertung aller 51 Airfryer. 

Acht Punkte Rückstand bei gleichzeitig höherem Preis, das ist das Grundmuster, vier der zwölf Dual-Geräte kommen über ein durchschnittliches Testurteil nicht hinaus. 

Der Grund liegt weniger an einzelnen Modellen als an der Bauform selbst. Zwei kleinere Garräume bedeuten zwei kleinere Ventilatoren, zwei Heizelemente und in Summe mehr Technik auf gleichem Raum. 

Gleichzeitig garen funktioniert nur halb

Bei den Geräten mit zwei Garräumen haben wir Hendlkeulen und Pommes Frites gleichzeitig zubereitet, also genau das, wofür die Bauform gedacht ist. 

Das Ergebnis: Nur fünf Geräte schafften dabei ein gutes oder sehr gutes Resultat. Bei 15 Geräten war das Ergebnis lediglich durchschnittlich, eines fiel darunter. 

Das Muster entspricht dem, was wir im Gesamttest gesehen haben. Am Hendl scheitert es praktisch nie, an den Pommes Frites schon eher. Und weil beim gleichzeitigen Garen beide Körbe gefüllt sind, tritt genau der Effekt ein, der Airfryer generell an ihre Grenzen bringt: Liegen die Erdäpfelstäbchen mehrlagig übereinander, kommt die heiße Luft nicht mehr überall hin. 

Schwarze Doppelkorb-Heißluftfritteuse mit zwei herausgezogenen Körben, darin gewürzte, gebräunte Hühnerkeulen auf perforierten Gareinsätzen.
Geräte mit zwei getrennten Garkörben erlauben, zwei Speisen gleichzeitig und mit eigener Einstellung zuzubereiten. Bild: stock.adobe.com/Marcin

Beim Strom fallen Dual-Geräte durch

Deutlicher noch ist der Befund beim Energieverbrauch. Von den zwölf Dual-Modellen erhielt genau eines ein gutes Urteil, die übrigen elf blieben durchschnittlich. Bei den Kompaktgeräten ist es umgekehrt: Dort schnitten neun von zehn gut ab. Auch bei den großen Einkorb-Geräten mit XL-Korb war es immerhin noch jedes dritte. 

Ein ähnliches Bild bei der Lautstärke. Sechs der zwölf Dual-Geräte arbeiten weniger oder nicht zufriedenstellend leise. Unter den zehn Kompaktgeräten trifft das nur auf zwei zu, dafür arbeiten dort fünf sehr leise. 

Was die Ökobilanz zeigt

Für die vereinfachte Lebenszyklusanalyse wurde der gesamte Lebensweg der Geräte betrachtet, von der Rohstoffgewinnung über Produktion, Transport und Nutzung bis zur Entsorgung. Berechnet wurde nach der Methode ReCiPe Endpoint mit der Ecoinvent-Datenbank. (Impact Assessment) 

Das Ergebnis ist eindeutig: Heißluftfritteusen mit einem Korb verursachen in der Regel geringere Umweltauswirkungen als Modelle mit zwei Körben, insbesondere dann, wenn bei den Dual-Geräten beide Körbe gleichzeitig genutzt werden. 

Auch bezogen auf ein Kilogramm zubereitete Lebensmittel schneiden große Einkorb-Geräte am besten ab. Die höchsten Umweltauswirkungen je Kilogramm entstehen ausgerechnet dann, wenn bei einem Dual-Modell nur eine der beiden Schubladen genutzt wird. 

Interessant ist auch die Verteilung über den Lebenszyklus. Bei Dual-Geräten dominiert die Nutzungsphase klar. Bei großen Einkorb-Geräten und bei Dual-Modellen, die nur mit einer Schublade betrieben werden, verteilen sich die Umweltauswirkungen dagegen etwa gleichmäßig auf Nutzung und Herstellung. 

Wann sich zwei Körbe trotzdem auszahlen

Der Umweltvorteil des Einkorb-Geräts gilt nur so lange, wie dessen Kapazität ausreicht. Das ist die entscheidende Einschränkung. Müssen Sie regelmäßig größere Mengen in derselben Zeit zubereiten, bräuchten Sie mit einem Einkorb-Gerät entweder zwei Durchgänge oder ein zweites Gerät. Im zweiten Fall relativiert sich der Vorteil deutlich, weil die Herstellung eines kompletten Zusatzgeräts in die Rechnung eingeht. 

Praktisch heißt das: Für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte spricht fast alles gegen ein Dual-Gerät. Ab etwa vier Personen, oder wenn regelmäßig Hauptspeise und Beilage zeitgleich fertig sein müssen, kann sich die zweite Kammer rechnen. 

Unser Fazit

  • Für die meisten Haushalte ist ein Gerät mit einem Korb die bessere Wahl: bessere Testergebnisse, weniger Strom, leiser und ökologisch günstiger. 
  • Zwei Körbe zahlen sich nur aus, wenn Sie häufig größere Mengen gleichzeitig zubereiten und die Alternative ein zweites Gerät wäre. 
  • Wenn Sie ein Dual-Gerät haben, nutzen Sie möglichst beide Körbe. Ein Dual-Modell, bei dem nur eine Schublade läuft, ist die ungünstigste Variante überhaupt. 
  • Rechnen Sie vor dem Kauf mit rund 250 Gramm Tiefkühlpommes pro Person. Erst wenn ein Einkorb-Gerät diese Menge nicht mehr fasst, wird die zweite Kammer zum Argument. 

Testabelle Airfryer

Klicken Sie auf den Link Zur Testtabelle. Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 51 Airfryer zur Verfügung. 

Bitte beachten Sie, dass Sie mindestens zwei Produkte anhaken und vergleichen müssen, um zu den Detailergebnissen zu gelangen. Näheres zur optimalen Nutzung der Online-Tabelle finden Sie in unserer Produktfinder-Hilfe.

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So testen wir

Die Testergebnisse stammen aus einem Gemeinschaftstest des internationalen Testverbunds ICRT mit 51 Airfryern von 13 Marken. Die Zubereitung wiegt mit 50 Prozent am schwersten, gefolgt von der Handhabung mit 20 Prozent und dem Energieverbrauch mit 15 Prozent. Verarbeitungsqualität, Sicherheit und Geräuschentwicklung machen je 5 Prozent aus. 

Bei Geräten mit zwei Garräumen wurde zusätzlich die gleichzeitige Zubereitung von Hendlkeulen und Pommes Frites geprüft und sensorisch beurteilt. 

Die Ökobilanz stammt aus einer vereinfachten Lebenszyklusanalyse, koordiniert von der portugiesischen Verbraucherorganisation DECO. Untersucht wurden repräsentative Modelle aus elf Ländern, darunter Österreich, mit bis zu fünf Modellen je Land. Grundlage war die Nutzung über die gesamte Lebensdauer. 

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